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lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008

Original von lastdayever
Kennt sich hier jemand mit dem Impfthema aus? Hab dazu so viele unterschiedliche Sachen gehört von allen möglichen Seiten.
Gibt oder gab es überhaupt mal Impfungen gegen Coronaviren? Angeblich wurden für andere Arten (SARS 2003) z.B. niemals Impfstoffe entdeckt.
Und da Coronaviren anscheinend der gewöhnliche Schnupfen/eine Erkältung sein sollen, gibt es dagegen einfach keine Mittel(?)
Außerdem gibt es mutmaßlich jetzt schon dutzende Versionen und Mutationen, wird dann gegen alle gleichzeitig geimpft oder suchen die Labore dann immer nur nach dem Impfstoff für eine Version von Covid?

Vielleicht weiß auch jemand, was es mit RNA-Impfstoffen auf sich hat? Hab ich das richtig verstanden, dass sie in einer Weise in unsere Genetik und unser Erbgut eingreifen?
Gab/gibt es solche Impstoffe schon in großem Umfang irgendwo auf der Welt oder vielleicht sogar in Deutschland?

edit: ok hab einen Artikel gefunden, der einiges klärt: Corona-Impfstoffe

Würde trotzdem gerne ein paar Meinungen dazu hören.
Aus dem Artikel: "Die Zellen im Körper geimpfter Menschen sollen die zugeführten genetischen Informationen nutzen, um die entsprechenden Bestandteile des Erregers zu produzieren."
So wie ich das verstehe, wird da schon an unseren Genen herumgewerkelt? Hab ich irgendwie nicht so Bock drauf.

Soviel zu "die Internetgeneration, die alles selbst recherchieren kann und deshalb Experten überflüssig macht".


Antwort
Zitat
Gofa
Beigetreten: 23.09.2007

@Carty: Ich hätte ein paar Nachfragen zu deinem Post, da ich ihn etwas unspezifisch finde.

Original von Carty

Original von DrKaputnik
@carty: wo ist denn deiner Meinung nach der Umgang mit dem Virus wesentlich besser als in Deutschland? Was machen die besser?

Alle die keinen kompletten Lockdown gemacht haben.

Magst du das etwas spezifizieren? Also wie grenzt du einen kompletten Lockdown von einem nicht kompletten Lockdown ab? Bei den sogenannten Lockdowns gibt es ja durchaus graduelle Unterschiede.

Original von Carty
Ich kann mich noch erinnern, vor einem Monat, kurz vor Schließung wurde von den "Top-Virologen" gesagt:

Wen meinst du mit "Top-Virologen" genau? Willst du mit den Anführungszeichen implizieren, dass sie eigentlich keine Top!-Virologen sind? Wenn ja, nach welchem Kriterium bemisst du das? Nach dem gängigen Kriterium für Wissenschafter (Publikationen - sowohl quantitativ als auch qualitativ, gemessen an den Outlets)?

Original von Carty
"In zwei Wochen haben wir italienähnliche Zustände."

Hier wäre eine Quelle für das direkte Zitat imo schon angebracht. Mich würde schon interessieren ob die "Top-Virologen" (wen auch immer du genau damit meinst) z.B. sinngemäß gesagt haben:
1) "In zwei Wochen haben wir italienähnliche Zustände, no matter what"
2) "In zwei Wochen haben wir italienähnliche Zustände, wenn wir keine Maßnahmen ergreifen"
3) "In zwei Wochen könnten wir italienähnliche Zustände haben, wenn..."

Original von Carty
Es wurde bewusst mit den Bildern aus den Medien gespielt.

Auch hier würde mich interessieren, woran du das festmachst. Welche Bilder meinst du und woran machst du fest, dass mit diesen Bildern gespielt wurde (i.e. dass es über das Berichten hinausging)? Hast du eine konkretes Beispiel?

Original von Carty
Dass in Italien Familien eng zusammenwohnen und auch so sich viele Menschen dort deutlich näher sind, oder in Frankreich, wo man selbst Fremde mit "Küsschen" begrüßt, na klar ist es da "schlimm", aber das kann man doch nicht auf Deutschland beziehen.

Ich schätze auch, dass das ein Risikofaktor ist, der in Deutschland deutlich weniger vorhanden ist. Aber was ist konkret deine Schlussfolgerung im Hinblick auf die (potentielle) Corona-Lage in Deutschland und deren politischen Implikationen, holistisch betrachtet?

Original von Carty
Viel schlimmer ist, es wird sich auf zwei, drei Experten verlassen, die komischerweise alle die gleiche Meinung haben. Alle anderen werden mundtot gemacht oder denunziert.

Wer sind diese zwei, drei Experten? Wer sind die "anderen"? Und woran machst du fest, dass die "anderen" mundtot gemacht werden oder denunziert werden?

Ich persönlich nehme diverse "Meinungsverschiedenheiten" zwischen Experten in den Medien wahr. Die ersten beiden, die mir spontan einfallen:
Kekulé: Raus aus dem Lockdown - so rasch wie möglich vs. Drosten: bedauere es derzeit "sehr, zu sehen, dass wir gerade dabei sind, vielleicht diesen Vorsprung hier komplett zu verspielen"
AyCaramba hatte ja vor kurzem die Illner Sendung verlinkt, in der es anscheinend (hab es nicht gesehen) Meinungsverschiedenheiten zwischen Streeck und Mai Thi Nguyen-Kim gab: Streeck bei Illner: Virologe bleibt bei seiner Meinung


Antwort
Zitat
katharz
Beigetreten: 28.10.2007

Original von MfGOne

Original von katharz

Original von Paxis

Original von katharz

Original von Snookz
Gilt eben nur für Deutschland und es liegt doch nah, das eher auf die umfangreichen Maßnahmen als auf die Ungefährlichkeit der Erkrankung zurückzuführen.

nur dass andere länder wie frankreich zb früher und umfassendere maßnahmen eingeleitet haben als deutschland und dort trotzdem mehr menschen sterben.
Ganz zu schweigen von italien.
ich erinnere nur an die ganzen leute die vor über nem monat immer geschrien haben "In einer woche siehts bei uns auch aus wie in italien!!!"

Welche Leute haben das geschrien? Das waren die 2-3 Hanseln die die ganze Zeit wirre Dinge geschrieben haben und emotional wohl nicht auf die Lage klar gekommen sind. Die Anderen, so weit ich mich erinnern kann, haben es die ganze Zeit relativiert und sind nicht davon ausgegangen.

Italien hat auch nicht eher umfassendere Maßnahmen eingeleitet. Bei denen Fand ja der große Ausbruch in Europa erst statt. Dann sind sie nicht mehr hinterher gekommen. Ob Frankreich früher umfassendere Maßnahmen eingeleitete hat weiß ich nicht, wage ich aber zu bezweifeln.

ich weiss es weil ein kumpel von mir in frankreich besser gesagt in marseille wohnt
macron hat ja auch von krieg gesprochen
die haben dort deutlich härtere maßnahmen und das schon seit dem 17.3

bezüglich "in einer woche siehts hier aus wie in italien" hat man überall lesen können, nicht nur hier
wenn du dir die kurven der länder mal anschaust sieht die überall fast gleich aus, egal welche maßnahmen gefahren wurden.
und da sind ja noch nicht mal die anzahl der tests berücksichtigt

Immer die verlässlichste Quelle; .... ein "Kumpel" :yaoming:

Frankreich war weit vor Deutschland durchseucht, die Dunkelziffer war und ist dort höher, daher die große Zahl an Toten. Eigentlich ziemlich einfach die Rechnung.

du solltest erstmal anfangen lesen zu lernen. Was hat das mit verlässliche Quelle zu tun? Ist das nun unverlässlich wenn mir ein Kumpel bei Whats app schreibt, dass heute abend macron zur nation spricht und in dieser Rede die Ausgangssperre besprochen wurden? Willst du bestreiten dass Frankreich früher härtere Maßnahmen gefahren hat und immer noch fährt? Du kannst ja gerne googlen.
Du wirfst mir Sachen vor die ich nie behauptet habe, allerdings im selben Zug behauptet du etwas für das es keine Beweise gibt (höhere Durchseuchung)
Warum sind eigentlich ALLE Länder vor Deutschland durchseucht? Gibt es dafür irgendwelche Anhaltspunkte oder Beweise? Ausser dass die Anzahl der Toten in den Ländern höher ist?
Dann muss die Frage erlaubt sein warum sollte Deutschland als einziges Land in der Umgebung so viel weniger durchseucht sein. Spanien hat im prinzip nur ein Grenze, aus welchem Grund sollten die höher durchseucht sein als wir? Leuchtet mir nicht ein sorry.


Antwort
Zitat
beni
Beigetreten: 17.10.2006

Original von Gofa

Wer sind diese zwei, drei Experten? Wer sind die "anderen"? Und woran machst du fest, dass die "anderen" mundtot gemacht werden oder denunziert werden?

Drosten ("es wird schlimm werden"

) und der RKI Typ oder Faucy ("1%-2% Letalität"). Die anderen (Bhkadi, Iannidis, Wodarg) werden allein hier im Thread als "Renter, die den Ruhestand nicht vertragen" oder "Youtuber" oder "Verschwörungstheoretiker" abqualifiziert.

Streeck, Iannidis und Bhattacharya haben Studien gemacht, die zeigen, dass das Virus eben nicht 10 mal so tödlich ist wie die normale Grippe. Das wird aber kaum zur Kenntnis genommen bzw. stark angegriffen.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Der Thread ist mittlerweile komplett zum "Meine subjektive Wahrnehmung zum Virus ist und deshalb finde ich folgendes gut oder schlecht" verkommen.
Es macht weder Spaß hier die Meter langen Diskussionen zu lesen, die sich auch zum größten Teil im Kreis drehen und ständig wiederholen. Noch dient dieser Thread zur Informationsgewinnung weil mittlerweile alles durcheinander geworfen wird und jeder die Informationen dort sucht wo er seine Meinung widergespiegelt findet. Dies wird dann natürlich geteilt.
Schade, war mal ein gutes Thema.

Die Wahrheit der beiden Lager wird wie immer irgendwo dazwischen liegen.


Antwort
Zitat
weissnich
Beigetreten: 28.01.2008

muss echt mal paxis hart rautieren.. ist jetzt son mimimi keine masken mimimi keine massnahmen thread geworden.. und ich denke allen ist klar, wo wir gelandet wären wenn wir nix gemacht hätten..

und ja die spezialisten haben etwas mit der angst der menschen gespielt.. bzw sie haben erklärt was passiert wenn man nichts ändert.. dadurch haben die menschen was geändert und die massnahmen kamen noch oben drauf.. wenn man jetzt schon wieder sieht wie sich einige verhalten (ansammlungen in münchen und hamburg) muss man echt sagen das jede massnahme von oben gerechtfertigt war.. die menschen sind selber einfach viel zu blöd um zu kapieren was abgeht..


Antwort
Zitat
Santalino2
Beigetreten: 08.06.2007

Original von Paxis
Der Thread ist mittlerweile komplett zum "Meine subjektive Wahrnehmung zum Virus ist und deshalb finde ich folgendes gut oder schlecht" verkommen.
Es macht weder Spaß hier die Meter langen Diskussionen zu lesen, die sich auch zum größten Teil im Kreis drehen und ständig wiederholen. Noch dient dieser Thread zur Informationsgewinnung...

Das ist nun mal bei Small-Talk so und darum gehts hier in diesem Thread. Wenn dich das stört, warum bist du dann hier und machst nicht irgendwo anders einen Corona-News-Thread auf oder einen entsprechenden Thread im Wissenschaftsbereich vom Forum? Dort kannst du dann ja auch gerne darum bitten, dass sich nur noch "Experten" daran beteiligen sollen, nur hier ist einfach der Small-Talk-Bereich wo ganz normale Menschen und Nicht-Experten sich einfach über ein aktuelles Thema, was sie gerade beschäftigt, unterhalten möchten.


Antwort
Zitat
Carty
Beigetreten: 17.05.2006

Original von Paxis
Der Thread ist mittlerweile komplett zum "Meine subjektive Wahrnehmung zum Virus ist und deshalb finde ich folgendes gut oder schlecht" verkommen.

Ich dachte immer ein Forum ist dazu da, Meinungen auszutauschen :f_frown:


Antwort
Zitat
MOAH
Beigetreten: 28.11.2007

Original von Carty
Man stelle sich mal einen unter Demenz Leidenden vor, der jetzt seit 4 Wochen keinen Besuch empfangen durfte.

Der wird sich da bestimmt nicht lange dran aufhängen.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Denke auch das ist der primäre Zweck eines Forums.
Mich wundert der Verlauf auch nicht. Anfangs war die Informationslage sehr dünn. Jeder gierte nach objektiven Fakten und Zahlen.
Jetzt gibt es nur noch wenig Neuigkeiten, die ganze Welt wartet auf das Ende der Krise.

Bisschen positive Stimmung kann aber auch nicht schaden: Der Trend in Deutschland ist weiter abwärts.
https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/
Heute wird wahrscheinlich die 40k aktive Fälle Grenze unterschritten. Neuinfektionen gehen deutlich zurück und mit fallenden Fallzahlen auch langsam aber sicher die Todeszahlen. Wenn sich alles so fortsetzt brauchen wir vielleicht nur noch den Mai durchhalten. :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Das ist korrekt und ich meinte damit auch nicht, dass dieser Austausch beendet werden soll. Trotzdem ist es eben auffällig wie sich der Thread gewandelt hat.
Meine subjektive Wahrnehmung ( :coolface: ) sagt mir, dass der Thread reflektierter genutzt wurde am Anfang und es weniger darum ging Andere von der eigenen Meinung zu überzeugen.
Damit genug zu meinem Eindruck. Soll jetzt kein neues OT Gespräch daraus werden. :f_drink:


Antwort
Zitat
lemslin
Beigetreten: 21.09.2009

Original von GoBackToGo

Original von Snookz
Wann wäre für euch ein "mit Corona" noch akzeptabel? Wenn die Lebenszeit um eine Woche verkürzt wurde, einen Monat, ein Jahr?

was soll denn das mit diesen strohmann argumenten. es geht hier doch überhaupt nicht darum, irgendwelche werturteile zu fällen und zu sagen, der tote ist "akzeptabel" und der nicht. und genau das unterstellst du doch (in dem fall: mir) mit einem solch selten dämlichen satz.

Original von lemslin
Viele könnten trotz Vorerkrankungen noch Jahrzehnte leben, die meisten Jahre und würden nicht in den nächsten paar Tagen oder Wochen sterben.
Ist Mord mittlerweile erlaubt? Jedes Mordopfer stirbt schließlich sowieso irgendwann.

selbe geschichte mit strohmann argument.

und was heißt hier "Viele könnten trotz Vorerkrankungen noch Jahrzehnte leben"? ist nicht das durchschnittsalter der in deutschland an corona verstorbenen ca 80 jahre? dass viele noch jahrzehnte (plural) gelebt hätten ist doch wohl schlicht eine übertreibung. und woher nimmst du, oder der von dir zitierte maronne, denn diese einschätzungen, wenn die einzigen daten vom RKI sind: verstorben und hatte corona.
das zu fragen hat nichts mit fehlender anteilnahme oder gar der von dir dümmlich unterstellten forderung nach legalisierung von mord zu tun.
es geht um die einschätzung der situation, und dazu bedarf es nunmal besserer und genauerer daten.

ich als laie schaue mir euromomo an und muss feststellen, der winter 19/20 war vergleichsweise milde, was excess mortality angeht. diese steigt jetzt plötzlich im frühling europaweit im zuge des coronaviruses heftig an. wohlgemerkt vA bei besonders alten menschen und vA in gewissen ballungszentren wie zB italien, und auch dort wohl vA in einigen hochburgen. da wird man doch wohl mal nach den weiteren umständen fragen dürfen, ohne sich direkt solch blöde sprüche und unterstellungen anhöhren zu müssen. woran und womit versterben die leute? was sind die umstände? fehlen beatmungsgeräte? oder führt die überfüllung von krankenhäusern in gewissen gebieten dazu, dass sich dort die patienten noch mit zig anderen viren oder bakterien alle gegenseitig anstecken? vielleicht gibts ja sogar hinreichend daten, aber einfach nur zu schreiben "viele hätten noch jahrzehnte(!) überlebt" oder "da können wir ja gleich mord erlauben, wenn man solche fragen stellt"..

ich gehöre nicht zu denen, die sich zahlen selektiv zusammen suchen und anhand dieser die sofortige beendigung der maßnahmen fordern. aber ebenso dämlich ist es so zu tun, als hätten wir hinreichende daten um corona als extrem schlimm einzuschätzen.

Als 80jährige/r hatte man vor Covid-19 in Deutschland eine Lebenserwartung von 9,5 bzw. 8 Jahren.

Als 60-jährige/r liegen im Durchschnitt noch 21,69 bzw. 25,34 Jahre vor einem. Bis heute, immer noch am Anfang der Epidemie, 229 gestorbene U60-jährige sind "viele". Auch in der Altergruppe 60-69 Jahre der an Covid-19 Gestorbenen(475 Tote) hätten sicher noch einige mindestens 20 Jahre weitergelebt.

Bitte spar dir Ausdrücke wie "dümmlich".


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Interessant ist die Umsetzung der Maskenpflicht in den einzelnen Bundesländern. Überall gibt es zwar eine "Pflicht", aber mit Verstößen wird anders umgegangen. Von hohen Strafen in Bayern über 150€ bis hin zu gar keinen Strafen in vielen Bundesländern. Entsprechend ist es dann wohl auch keine richtige Pflicht. Manche haben sogar angekündigt, dass es keine Kontrollen gibt.


Antwort
Zitat
StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007

Original von lastdayever
Kennt sich hier jemand mit dem Impfthema aus? Hab dazu so viele unterschiedliche Sachen gehört von allen möglichen Seiten.
Gibt oder gab es überhaupt mal Impfungen gegen Coronaviren? Angeblich wurden für andere Arten (SARS 2003) z.B. niemals Impfstoffe entdeckt.

Und da Coronaviren anscheinend der gewöhnliche Schnupfen/eine Erkältung sein sollen, gibt es dagegen einfach keine Mittel(?)

Eine gewöhnliche Erkältung ist zu ungefährlich, darum entwickelt da keiner Impfstoffe - und es sind da ja auch nur zu ca. 15 % Coronaviren verantwortlich. Bei SARS und MERS wurde kein Impfstoff entwickelt, da beide sich einfach nicht verbreitet haben, daher braucht es auch da keinen Impfstoff. Dass bis heute kein Impfstoff für Coronaviren am Menschen existiert, liegt erstmal daran, dass es nicht benötigt wurde, nicht daran, dass man es nicht könnte. Für Katzen gibt es zum Beispiel einen Impfstoff für das feline Coronavirus mit einer Schutzwirkung bei 80 % der geimpften Katzen (wenn er richtig angewendet wird).

Außerdem gibt es mutmaßlich jetzt schon dutzende Versionen und Mutationen, wird dann gegen alle gleichzeitig geimpft oder suchen die Labore dann immer nur nach dem Impfstoff für eine Version von Covid?

Nach meinem Verständnis würde der Impfstoff bislang gegen alle Mutationen funktionieren. Das Coronavirus mutiert sowohl seltener als auch "einfacher" als zum Beispiel Grippeviren. Das heißt nicht, dass es nicht hier auch Mutationen geben wird, die die Wirkung der Impfung verringern, aber das wird seltener passieren als bei der Grippe.

Vielleicht weiß auch jemand, was es mit RNA-Impfstoffen auf sich hat? Hab ich das richtig verstanden, dass sie in einer Weise in unsere Genetik und unser Erbgut eingreifen?
Gab/gibt es solche Impstoffe schon in großem Umfang irgendwo auf der Welt oder vielleicht sogar in Deutschland?

Es wird ja in dem von dir verlinkten Artikel schon ganz gut erklärt. Die mRNA-Impfstoffe geben dem Körper die Bauanleitung für Teile des Virus und dieser setzt das dann zusammen und es wird eine Immunreaktion gegen Teile des Virus getriggert. Das ist kein Eingriff in das Erbgut des Menschen. Die mRNA-Impfstoffe bieten die beste Möglichkeit schnell auf solche Pandemien zu reagieren. Sobald das Erbgut des Erregers bekannt ist kann man eigentlich schon mit der Herstellung beginnen und das auch schnell in großen Mengen. Herkömmliche Impfstoffe dauern da ganz erheblich länger.

Das Problem dieser Technologie ist allerdings, dass sie neu ist. Sie wird erst seit wenigen Jahren erforscht - daher gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff mit dieser Technologie. Wir wissen nicht ob es Langzeitfolgen gibt - nach dem Stand der Forschung würde ich allerdings sagen, dass diese als recht unwahrscheinlich angesehen werden - aber es ist ganz klar, die Wissenschaftler, die damit arbeiten, würden normalerweise ein paar Jahre länger testen, bevor sie das für alle freigeben würden. Das deutsche Unternehmen Curevac testet seit 2018 einen Impfstoff gegen Tollwut an 130 Freiwilligen und dieses Jahr im Januar wurde bekanntgegeben, dass der Impfstoff gut vertragen wurde und alle Probanden, für die Ergebnisse vorlagen, haben ausreichend Antikörper gebildet.
https://www.curevac.com/news/curevac-announces-positive-results-in-low-dose-1-%C2%B5g-rabies-vaccine-clinical-phase-1-study
https://www.curevac.com/news/curevac-announces-first-study-participant-enrolled-in-phase-i-clinical-trial-testing-prophylactic-mrna

Diese Daten hat man schonmal. Für eine Zulassung müsste man allerdings locker nochmal 5000 Menschen impfen und mehrere Jahre beobachten.

Jetzt muss man aber auch ganz klar sagen, dass die Messlatte für das Sicherheitsprofil von Impfstoffen normalerweise (zu Recht) extrem hoch liegt, da es bei den meisten Impfstoffen ja so ist, dass man normalerweise ein extrem geringes Risiko hat die Krankheit zu bekommen (z.B. Tollwut) oder die Krankheit zwar nicht besonders gut behandelbar ist, man aber noch sehr lange mit ihr lebt (z.B. Hepatitis B). Das heißt ein Impfstoff darf nach der gewohnten Kosten-Nutzen-Abwägung eigentlich keinen Schaden anrichten und muss deshalb wesentlich genauer und länger auf Nebenwirkungen untersucht werden als zum Beispiel Krebsmedikamente.

Bei Corona könnte das etwas anders sein. Denn hier haben wir ganz akut das Risiko, dass ein großer Teil der Bevölkerung daran erkranken wird und ein nicht zu vernachlässigender Teil (halt im Bereich von 0,5 % bis 1 %) daran sterben wird, andere werden Lungenschäden davontragen und akute wirtschaftliche Schäden haben wir auch. Da erlaubt die Kosten-Nutzen-Abwägung durchaus Nebenwirkungen (die wie gesagt gar nicht sooo wahrscheinlich sind).

In den USA wurde der erste Mensch am 16.03. mit der mRNA-Technologie gegen das Coronavirus geimpft.
https://investors.modernatx.com/news-releases/news-release-details/moderna-announces-first-participant-dosed-nih-led-phase-1-study

So schnell wurde (zumindest in der westlichen Welt) noch nie ein Impfstoff gegen einen Erreger entwickelt und am Menschen angewandt. Die erste Dosis des Impfstoffes haben mittlerweile 45 Menschen bekommen und im Mai werden es über 100 sein. Die 45 bekommen in diesen Tagen ihre zweite Dosis und danach wird man etwas über die Immunreaktion wissen.
https://investors.modernatx.com/news-releases/news-release-details/moderna-announces-award-us-government-agency-barda-483-million

Sollte die Immunreaktion gut sein und es treten keine unerwarteten Nebenwirkungen auf, dann haben wir Ende des Sommers locker über 1000 Geimpfte rumlaufen (auch in Deutschland startet in diesen Tagen eine Studie mit dieser Technologie). Und wenn es denen gut geht wird der Druck sicher nicht kleiner da mal beide Augen zuzudrücken und keine Langzeitschäden zu untersuchen - was angesichts der Folgen von Corona auch durchaus eine Entscheidung mit positivem Erwartungswert sein kann.

Erstmal müssen wir aber natürlich hoffen, dass die Immunreaktion ausreichend ist. Die bisherigen Erfahrungen mit der mRNA-Technologie lassen jedenfalls hoffen.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Es ist Sache der Geschäfte und Verkehrsbetriebe, die Pflicht durchzusetzen. In Badehose im Schwimmbadrestaurant sitzen oder in der Ubahn übernachten steht auch nicht unter Strafe, trotzdem gilt es und wird von den Betrieben umgesetzt.

Was passiert, wenn ich beim Einkaufen oder in Bus und Bahn keine Maske trage? „Sie bekommen vom Personal die Aufforderung, zumindest ein Tuch vor dem Gesicht zu haben. Wer das nicht befolgt, kann aufgefordert werden, den Laden zu verlassen. Der Ladeninhaber kann von seinem Hausrecht Gebrauch machen“, so das Gesundheitsministerium.

Im Streitfall muss die Polizei anrücken und den Maskenlosen herausbegleiten. Sofern er sich den Beamten nicht widersetzt, bleibt er wohl straffrei.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Meine Line wäre es Pflicht zu nennen, über Bußgelder debattieren zu lassen um nach zwei, drei Wochen möglichst ohne viel Trara zu beschließen, dass es keine Bestrafung geben wird bei Nichteinhaltung. Bundesweit.
Das wär im Sinne aller (hohe Umsetzungsbereitschaft ohne unnötiger Schikane, finanziellen Belastungen, Bürokratieaufwand oder Gerichtsverfahren).


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Bundesweit geht rein rechtlich nicht.
Ansonsten haben unsere Behörden natürlich ein Ermessen - und das ist auch gut so.
Denn dann können die besonders hartnäckigen Verweigerer doch bestraft werden.
Schließt natürlich nicht aus, dass es zu ein paar unglücklichen, ungerechtfertigten Härten kommt.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Bundesweit = 16x Landesweit :f_wink:


Antwort
Zitat
Gofa
Beigetreten: 23.09.2007

Original von beni

Original von Gofa

Wer sind diese zwei, drei Experten? Wer sind die "anderen"? Und woran machst du fest, dass die "anderen" mundtot gemacht werden oder denunziert werden?

Drosten ("es wird schlimm werden"

) und der RKI Typ oder Faucy ("1%-2% Letalität").
Die anderen (Bhkadi, Iannidis, Wodarg) werden allein hier im Thread als "Renter, die den Ruhestand nicht vertragen" oder "Youtuber" oder "Verschwörungstheoretiker" abqualifiziert.

Streeck, Iannidis und Bhattacharya haben Studien gemacht, die zeigen, dass das Virus eben nicht 10 mal so tödlich ist wie die normale Grippe. Das wird aber kaum zur Kenntnis genommen bzw. stark angegriffen.

Zunächst nochmal die Bitte, für quotes auch eine entsprechende Quelle anzugeben! "Faucy ("1%-2% Letalität") passt z.B. schon nicht zusammen mit seiner Aussage vom 28.02.: "the case fatality rate may be considerably less than 1%". Vielleicht hat er die "1%-2% Letalität" an anderer Stelle gesagt aber erwarte doch bitte nicht, dass ich das ganze Internet absuche.

Zum Rest, auch wenn du "für" Carty antwortest und er vielleicht etwas Anders meinte:
Deine Aufteilung in Experten denen man vertraut und den "anderen" finde ich nicht schlüssig. Drosten, RKI Typ oder Fauci sind laut dir die 3 Experten auf die man sich nur verlässt. Das passt doch schon damit nicht zusammen, dass der darin nicht enthaltene Streeck zentraler Berater für die Landesregierung in NRW ist.

Die Studien von Streeck, Iannidis und Bhattacharya werden kaum zur Kenntnis genommen? Berichte über die Streeck Studie gab es doch am laufenden Band. Genauso über die Studie in Kalifornien (z.B. CNN, Fox News) und die von Ioannidis (z.B. Spiegel, Focus). Von "kaum zur Kenntnis genommen" bzw. "mundtot" (Carty) zu sprechen kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Auch das "stark angreifen" bzw. "denunziert" (Carty) finde ich nicht nachvollziehbar. Ja die Studien wurden kritisch begutachtet. So ist das in der Wissenschaft zum Zweck der Qualitätskontrolle. Im Normalbetrieb passiert sowas aber nicht öffentlich sondern im Peer-Review. Die Studien werden aber aufgrund der Dringlichkeit des Themas (zu Recht) schon als Pre-print veröffentlicht. Dennoch müssen die Studien hinsichtlich ihrer Methodik, Generalisierbarkeit, Implikationen, Zur Verfügung gestellten Informationen usw. kritisch Begutachtet werden. Das hat nichts damit zu tun, dass angegriffen/denunziert wird. Ich nehme mal Drosten als Beispiel (weil ich das Gefühl habe, dass gerade ihm von Manchen politische Intention (und keine sachliche Kritik) unterstellt wird):

Er hat nie Streeck persönlich attackiert und auch nicht, dass die Studie kompletter Unfug ist, sondern er hat gesagt, dass die Informationen, die in der PK gegeben wurden einige Fragen offen lassen und er ohne diese Informationen keine Einschätzung geben kann:

Spoiler

Moderatorin (39:45):
Soeben hat Herr Hendrik Streeck auf einer Pressekonferenz davon gesprochen, dass angeblich bereits 15 Prozent der Menschen in den stark betroffenen Regionen in Heinsberg seropositiv seien. Aber was genau heißt das? Und wie sind diese Daten mit Blick auf die Gesamtsituation in Deutschland zu bewerten?
Christian Drosten (40:05):
„Ich habe mir gerade diese Pressekonferenz angehört auf Phoenix, und ich kann daraus nichts ableiten. Da wird einfach so wenig erklärt, dass man nicht alles versteht. Sie sagen, es sind wohl 14 Prozent Immunglobulin positiv. Man weiß noch nicht mal, ob IgG oder IgA damit gemeint ist. Ich hoffe, es ist nicht das IgA dabei, denn dann wären das praktisch alles falsch Positive. Dann weiß man aber auch nicht, wie zum Beispiel diese Patienten in Heinsberg da untersucht worden sind. Das sind ungefähr 500 Leute in 200 Haushalten, die da untersucht wurden, und darüber wurde die Pressekonferenz gemacht. Da hat man also bei 14
Prozent Immunglobulin gefunden mit einem Test. Das sind ungefähr 70 Patienten. Und jetzt wissen wir aber gar nicht, ob die vorher schon bekannt PCR-positiv gewesen waren oder ob man sich ausgerechnet welche herausgesucht hat – absichtlich oder nicht –, die nicht vorher infiziert waren, die aber vorher schon mal getestet waren. Das wäre ja im Prinzip eine Dunkelziffer. Man hat jemanden, der war schon mal getestet, oder der war hoch verdächtig, infiziert zu sein. So hat man das aber, glaube ich, nicht angelegt.“
„Ich glaube, es handelt sich um ein Zufalls-Populations-Sample, wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn es aber ein Zufalls-Populations-Sample ist und wenn das technisch auch alles stimmt – also, wenn das wirklich 14 Prozent sind, und das sind echte, sagen wir mal, Diagnosen und nicht nur Reaktivitäten – dann muss man als nächstes fragen, wie viele in der Bevölkerung dort denn laut PCR-Untersuchung vorher auch schon bekanntermaßen sich infiziert haben. Und das war auch in der Pressekonferenz nicht klar. Das wurde gefragt, aber da gab es keine Auskunft dazu. Aber das muss man ja wissen. Man muss ja wissen: Wie viele waren in der Studienpopulation über die exzessive PCR-Testung denn auch schon vorher bekannt infiziert. Und dann muss man die Differenz bilden, und ich weiß nicht, wie das herauskommt. Keine Ahnung.“

Streeck und Drosten haben übrigens selber nochmal klargestellt, dass das zwischen ihnen eine wissenschaftliche Diskussion ist und keine Verriss oder Disput:

Spoiler


Genauso hat er nicht Bhattacharya als Personen kritisiert oder die Studie denunziert, sondern eine fachliche Einschätzung zur Studie gegeben. In dieser sagt er auch nicht, dass der Autor oder die Studie kompletter Müll und unbrauchbar seien sondern, dass er aus diversen Gründen (speziell sampling strategy) die Zahlen nach unten korrigieren würde.

PS: Ich weiß nicht was du mit dem Drosten Quote ("es wird schlimm werden") zum Ausdruck bringen willst. Soll das die Quelle für das Zitat "In zwei Wochen haben wir italienähnliche Zustände" sein?


Antwort
Zitat
beni
Beigetreten: 17.10.2006

https://www.bloomberg.com/news/articles/2020-03-11/fauci-warns-coronavirus-far-more-lethal-than-seasonal-flu

Hier sagt er es: “10 times more lethal than the seasonal flu,”

Streeck findet heraus, dass viele Befürchtungen doch nicht zutreffend sind (Letalität und Ansteckung über Oberflächen).
Zitat: „Es gibt keine Gefahr, jemand anderen beim Einkaufen zu infizieren.“ Quelle: https://www.nordkurier.de/ratgeber/es-gibt-keine-gefahr-jemandem-beim-einkaufen-zu-infizieren-0238940804.html

Aber berücksichtigt wird das nicht.

Die Maßnahmen wurden aufgrund der Einschätzungen wie der von Faucy getroffen. Jetzt spricht alles dafür, dass dies falsch ist. Trotzdem bleiben sie.
Hier erkenne ich keine Logik.

Eine zweite Einschätzung/Befürchtung war, dass unsere KHs bald überlaufen werden. Das war auch falsch.
Eine dritte Einschätzung/Befürchtung war, dass wir in Deutschland eine große Sterbewelle über Ostern sehen werden. Auch das war falsch. (Quelle Streeck bei Lanz).

Jetzt kommen die Masken ab Montag. Dass, diese mehr nutzen als schaden ist nicht belegt. Trotzdem wird es gemacht. Warum braucht man in die andere Richtung keine harten Fakten?

Das Drosten Quote soll zeigen, dass er eben nicht stets rein wissenschaftlich argumentiert und "wenn-dann" Sätze mit Wahrscheinlichkeiten formuliert wenn er von der Zukunft spricht.

Dann hatte das RKI empfohlen die Toten nicht zu obduzieren. Zum Glück hat sich der Hamburger Professor dem widersetzt und macht es trotzdem. Seltsam finde ich hier, dass Drosten die Coronatotenzahlen nicht in Zweifel zieht.

Die spart er sich offenbar alle auf für die Stichprobenbildung und ob und wie man durch freiwilliges Melden die Ergebnisse verzerrt. Hier unterstelle ich ihm fehlende Neutralität.

Ein Beispiel für das Angreifen auf persönlicher Ebene: Wodarg im ZDF

Bhakdi als Renter, der den Ruhestand nicht verträgt, stammt aus diesem Thread.


Antwort
Zitat