Eigentlich hatte ich im Hinterkopf dass es hier früher mal einen eigenen Bereich für rechtliche Themen gab? Wenn ja und ich ihn übersehen habe bitte dorthin verschieben.
Folgende Situation:
Ich habe vor kurzen in einem Vodafoneshop einen neuen Mobilfunkvertrag abgeschlossen. Beraten wurde ich von einem ziemlich jungen Türken bei dem ich schon das Gefühl hatte dass der nur bedingt weiß was er da tut.
Der Vertrag sollte ursprünglich, wie im Shop auch ausgehängt 49€/Monat kosten, zusätzlich waren 3 Monate Spotify Premium inklusive, danach sollte das Ganze monatlich 10€ kosten.
Der Typ hat mir das Blaue vom Himmel erzählt und meinte er könne noch dies und das machen sollte ich den Vertrag abschließen.
Konkret war das Spotify Premium gratis über die gesamte Laufzeit (24 Monate), Erhöhung des Highspeed-Datenvolumens sowie eine gratis Handyversicherung für mein bereits vorhandenes S7. Zusätzlich hat er sämtliche ihm zur Verfügung stehende Rabatte abgezogen sodass mich das Ganze letzten Endes 40€/Monat kosten sollte.
Ich habe ihn mehrfach darauf hin gewiesen dass die von ihm versprochenen Leistungen ja gar nicht in dem im Laden ausgestellten Angebot inkludiert wären, er hat mir mehrfach bestätigt dass er da schon für sorgt.
Ganz so dumm bin ich nicht, daher habe ich mir von ihm, bevor ich den Vertrag unterzeichnet habe, die oben genannten "Zusatzleistungen" schriftlich inklusive Ladenstempel und Unterschrift bestätigen lassen. Ich habe also einen von dem Typen unterschriebenen Nachweis in dem er mir die Leistungen, obwohl nicht zum Angebot gehörig, bestätigt.
3 Monte später bucht Vodafone dann plötzlich die 10€ für Spotify ab. Natürlich habe ich im Kundencenter angerufen um das Ganze richtig zu stellen, die Dame meinte es sei nur für 3 Monate inklusive. Ich habe ihr dann die Bestätigung von dem Typen per Mail zugesandt und sie hat sich noch einmal bei mir gemeldet.
Ende vom Lied, "es tut uns Leid aber bei Ihrem Vertragsabschluss scheint es zu einem Fehler gekommen zu sein, die von ihnen bezogenen Leistungen wurden fehlerhaft berechnet. Aus diesem Grund müssen wir den Vertrag leider rückwirkend anpassen, der neue Preis beträgt 72,99€/Monat". Auf meinen dezenten Hinweis dass mir die Leistungen im Vorfeld schriftlich zugesagt wurden und ich nicht im geringsten daran denke den neuen Betrag zu zahlen wurde dann reagiert indem die Dame mir mitteilte dass es anscheinend eine fehlerhafte Beratung gewesen sei und dass die Zusatzleistungen so gar nicht einfach gratis zu dem Vertrag dazu gegeben werden können. Ich müsse mich dann schon direkt an den Shop wenden.
Das war letzten Donnerstag, leider habe ich es aus zeitlichen Gründen bis heute nicht geschafft dem Shop einen Besuch abzustatten oder mich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen. Gestern hat Vodafone dann die ausstehende Differenz von ~100€ eingezogen.
In meinen Augen ist das natürlich komplett lächerlich, ich habe mir die Leistungen ja explizit von einem Vodafonemitarbeiter schriftlich als kostenlos bestätigen lassen. Selbstverständlich habe ich nicht vor die Differenz so hin zu nehmen. Zudem habe ich auch weder Zeit noch Lust zu dem Shop zu fahren (ist ca 50km entfernt) und mich da mit deren Mitarbeitern rum schlagen zu müssen.
Darf Vodafone so etwas überhaupt? Wie gehe ich jetzt am besten vor? Habe ich durch den Vertrag nicht ein Anrecht auf die Leistungen?
Mir ist schon klar dass der Typ in dem Shop da Blödsinn gebaut hat und dass Vodafone so ein Angebot zu dem Preis niemals unterbreiten würde aber extra deshalb habe ich es mir ja schriftlich bestätigen lassen.
Kann ich den Vertrag aufgrund Vortäuschung falscher Tatsachen kündigen? Das würde ich eigentlich ungerne tun, am liebsten hätte ich den Vertrag so wie ich ihn unterzeichnet habe inklusive der versprochenen Zusatzleistungen...