Hallo pils3,
im Grunde ging es mir bei dem Beispiel nur darum, aufzuzeigen, dass wir Erfolge/Versuche nicht bei jedem Problem ansetzen können.
Zum Beispiel:
Wir dürfen vereinfachend annehmen, dass die im Szenario auftretenden Klassen ihrem Vorkommen in der Gesamtbevölkerung entsprechen. Wir müssen aber wahrscheinlich unsere Klassen etwas anpassen.
Ich glaube nicht, dass man die Fragestellung ändern muss: wir haben ja bei Klasse 3 so viele Behandlungen durchgeführt, dass wir (wie du) annehmen können, dass die Behandlung für diese Klasse quasi keinen Erfolg verspricht (evtl. "poor metabolizer" für unseren Wirkstoff*)
Jetzt könnten wir unsere Klassen einfach entsprechend ihrer Häufigkeit in der Bevölkerung gewichten und so zu einer Gesamterfolgsschance kommen. Die würde sich nicht mal so sehr von der ganz ohne Klasse 3 unterscheiden.
Die Datenmenge im Beispiel ist natürlich total utopisch, da können wir uns sicher keine Rechtsabteilung mehr leisten. 
Vielleicht hab ich mich hier ein bisschen zu sehr reingesteigert, aber wenn sich vielleicht manche Leute überlegen "Aha, ich darf Erfolge/Versuche also nur anwenden, wenn ..." wäre das ja schon ganz schön.
Aber dafür bist du ja eigentlich der falsche Addresat, weil dir das ja eh schon klar ist:
da es tatsächlich um eine OP geht, war mein Gedanke genau wie zuvor geschildert: ist die erfolgewahrscheinlichkeit bei jedem Patienten gleich oder bestimmen andere Faktoren die wahrscheinlichkeit, mit der die OP bei einem Patienten gelingt? im ersten Fall hast du recht, im zweiten dein Arzt.
*Prodrug