Original von Th0m4sBC
Original von Scooop
(Die Möglichkeit von einem zum anderen Affiliate zu wechseln wäre übrigens ganz am Rande bemerkt auch etwas, was die Poker Ökologie verbessern würde. Denn wenn die Affiliates nicht nur für Neukunden untereinander im Wettbewerb stünden, sondern auch bestehende Kunden zufriedenstellen und binden müssten, da diese sonst das Schiff verlassen und zur Konkurrenz gehen, wenn einem die Leistungen des bisherigen Affiliates nicht mehr genügen, wäre sehr wahrscheinlich belebend^^.)
Die Möglichkeit zu einem Affiliate wechseln zu können wäre pures Gift für die Poker Ökologie:
1. Die Firmen (Affiliates) können überhaupt nichts mehr kalkulieren, was zwangsläufig zu präventiven Einschränkungen und somit einer Einschränkung des Angebots führen würde (was zur Teufelsspirale werden kann).
2. Würden dadurch wohl sehr schnell "Melker"-Affiliates auf den Markt stürmen. Bieten hohes Rakeback an, ansonsten aber keine Produkte, haben aber keine Beständigkeit. Sie holen sich Profit und melken bis der Markt tot ist.
3. Betrachtet man Punkt 1 und 2 wird man sich zwangsläufig fragen; wer sorgt denn für Fisch-Nachschub? Der Affiliate aus Punkt 2? Wohl kaum. Der hat nur ein Interesse die Fixkosten so tief wie möglich zu halten. Absolutes Gewinn-Maximal-Prinzip. Affiliate 1? Zu Leistungsschwach.
4. Ist die Idee nicht umsetzbar, da es, wie von PS.com auch schon mal bestätigt wurde, auch zu "Einmalzahlungen" für einen Spieler kommen kann. Und dann?
5. Pokerräume haben keinerlei Interesse an dieser Idee, da sich für Sie der administrative Aufwand, nicht aber der Nutzen (=Gewinn), steigern würde.
6. Was PS.com angeht bräuchte es restriktive Änderungen. Der BM-Status bspw. müsste abgeschafft werden bzw. unglaublich erhöht werden. Es gäbe für einen BM keinen Anstoss mehr aktiv zu sein, alle würden sich umtracken lassen. Die besten 28 von 42 Tagen kannste dann auch vergessen, weil man ja Überschneidungen verhindern will
7. Hand aufs Herz: die Menschheit ist einfach bescheuert. Schaut euch doch mal den Aktienmarkt an. 80% der Anleger ohne Plan von nichts, spekulieren zwar, haben aber keine Ahnung. Sie kaufen die Aktie wenn Sie am höchsten ist und verkaufen Sie dann wenn sie schon 30% gefallen ist. Selbiges hier: die Anzahl Leute welche dieses Angebot auch nachhaltig und intelligent Nutzen würde lässt sich wohl mit einem einstelligen %Berech definieren.
Also einen Nutzen für die Ökologie hat eine Möglichkeit des ständigen (und unnatürlichen) Wechsels ganz bestimmt nicht.
Die Diskussion ist off topic und könnte man eher im Thread von Korn zur Pokerökologie weiterdiskutieren, da passt es besser hin - dennoch will ich kurz drauf eingehen.
zu1) Pokerseiten können auch ständig Spieler an andere Seiten verlieren - nennt sich freier Wettbewerb und macht die Kalkulation schwieriger, aber durchaus nicht unmöglich.
zu2) es gibt längst solche Affiliates, aber diese müssen ja nun trotzdem irgendwie auf sich aufmerksam machen und für sich werben. Wenn ein Affiliate das bessere Produkt anbietet, setzt er sich eben durch.
Abgesehen davon ist ja gerade bei FTP der Rakeback fix, so dass eben das "Drumherum" entscheidend ist.
zu 3) auch hier kommt es auf die Perspektive an, wenn ich als Spieler gucke interessiert mich der höchste (legal) erreichbare Geldfluss in meine Taschen, ob das gut für die Ökologie ist, ist sekundär.
Also muss die Handlungsebene zwischen den Entscheidungsträgern, sprich den Pokerseiten selbst und den Affiliates liegen -> runder Tisch mit gemeinsamer Zielsetzung und Festlegung von Rahmenbedingungen (wie es Korn so wie ich es sehe anstrebt).
zu 4) wenn ein Spieler so wertvoll ist, dass man für ihn quasi eine Ablösesumme zahlt und man trotz dieser Kosten unter dem Strich Gewinn macht durch den Spieler und es sich also rechnet, dann ist das eben so.
Eine Maßnahme gegen Missbrauch wäre den Affiliatewechsel zu begrenzen, z.B. auf 1 mal im Jahr, wobei auch dann in der Tat bei freiem Wettbewerb ein Wettbieten um besonders lukrative Spieler einsetzen könnte, aber den Spielern kommt es offensichtlich zu Gute - welche Affiliates sich in dem System dann letztlich durchsetzen wird sich zeigen, kann mir als Spieler aber egal sein.
zu 5) der Pokerraum hat in der Tat wenig Interesse an höherem Verwaltungsaufwand, aber er hat großes Interesse an zufriedenen Kunden und sollte daher sich zumindest mal nicht quer stellen.
zu 6) ich verstehe nicht wieso das so sein soll.
Zudem ist doch der BM Status z.B. durch die Einführung des "Elite BM", der ja gerade aktiv sein muss, in dieser Richtung hin schon verändert worden, eben weil jemand nur dann für die Seite interessant ist, wenn er weiterhin hohen Rake erzeugt.
zu 7) obv. ist obv.^^ - aber eben weil nur die wenigsten den Affiliate wechseln würden (und dann neben gefrusteten Leuten eben die bei denen es mehr in der Kasse gibt durch einen Wechsel) würde es denke ich eben nicht das System zerstören (was nur nebenbei aus meiner Sicht nicht so tragisch wäre - ich kann mir auch ne Pokerwelt ohne jeden Affiliate vorstellen...), sondern eben in bestimmten Bereichen durch den Wettbewerb auf Trab halten, so dass die Seiten auch für die altgedienten Mitglieder weiterhin interessant bleiben müssten.