Ja, auf jeden Fall. Ich sehe das aus meiner eigenen Erfahrung aus Fürth ganz ähnlich: Bei uns brachte der erzwungene Markenwechsel 1997 durch den Beitritt des TSV Vestenbergsgreuth zur SpVgg Fürth sportlich und wirtschaftlich eine enorme Weiterentwicklung.
Am Ende war es eine beinahe 30-jährige Erfolgsgeschichte, die uns als dreimaliger deutscher Meister von der Landesliga bis in die Bundesliga geführt hat. Ein harter Cut kann also finanziell und sportlich absolut Kräfte freisetzen.
Allerdings gibt es auch eine Kehrseite, die man bei Sechzig nicht unterschätzen darf: Die Marke "Greuther Fürth" konnte sich in den Fanherzen nie wirklich durchsetzen. Neben all dem sportlichen Erfolg hat dieser Name unseren Verein über viele Jahre tief gespalten. Das ist eine Wunde, die erst dieses Jahr – hoffentlich – mit einer Abstimmung über die Rückbenennung zur "SpVgg Fürth" endgültig geheilt und beendet wird.
Für Sechzig bedeutet das: Ein radikaler Schnitt und das Aussitzen von Ismaiks Rechten ist sportlich die Chance auf Neustart und wird eine Jetzt-erst-recht-Euphorie auslösen. Aber die müssen höllisch aufpassen, dass sie die eigene Identität dabei nicht beschädigen. Wenn man auf ein historisches e.V.-Wappen setzt, holt man die Fans sicher ab – das ist der große Unterschied zu unserem damaligen Namenskonstrukt. Bei uns landete alles im Container - inklusive der Viktoria-Nachbildung und anderer historischen Schätze, welche Fans mit eigenen Händen aus dem Containern retteten.
Und der Ismaik? Der sitzt halt dann am Ende auf wertlosen Rechten. Er kann ja schlecht Merchandising für ein Phantom verkaufen. Wenn der e.V. das ein paar Jahre aussitzt, regelt sich der Preis für das aktuelle Logo hoffentlich von ganz alleine, weil die GmbH für ihn ohne den realen Spielbetrieb wertlos ist.




