tja freunde, wenn man das nicht möchte, dann hat man eben den status quo: dass jeder finanzbeamter die regeln anders auslegt und den einen spieler steuern zahlen lässt und den anderen nicht.
Das ist doch in anderen Fällen genauso.
Beispiel: Jemand hat einen professionellen Pferdebetrieb. Er erwirtschaftet regelmäßig Gewinne und zahlt deshalb auch Steuern.
Jemand anderes hat auch einen Pferdebetrieb. Er betreibt ihn aber als Hobby, weil er gerne reitet und das zu seinem Status dazugehört. Er kauft regelmäßig teure Pferde und erzielt jedes Jahr Verluste. Das ist Liebhaberei und er darf die Verluste nicht steuerlich geltend machen bzw. sie werden ihm rückwirkend gestrichen, da die alten Bescheide unter dem Vorbehalt der Nachprüfung standen.
Üblicherweise schaut sich die Finanzverwaltung das einige Jahre an und wenn nach einigen Jahren immer noch Verluste erzielt werden, dann erfolgt die Einstufung als Liebhaberei.
Das war in der Vergangenheit bei Rinderfarmen, Schiffsbeteiligungen, Pferdebetrieben etc. absoluter Standard.
Bin jetzt kein Steierfachmann aber jetzt werden ein paar Dinge durcheinander geworfen,oder?
Original von josch2001
Bin jetzt kein Steierfachmann aber jetzt werden ein paar Dinge durcheinander geworfen,oder?
Welche denn? Warum schreibst du nicht gleich, was du meinst?
Es geht um die Steuerbarkeit von Einnahmen / Einkommen bzw. Anerkennung von Verlusten.
ja, darum gehts mir.
Wenn ein Hobbyyachtbauer seine Verluste absetzen will und ob der Pokerspieler seine Gewinne besteuern muss oder nicht ist der gleiche Sachverhalt oder wie kann man das verstehen?
Original von josch2001
ja, darum gehts mir.
Wenn ein Hobbyyachtbauer seine Verluste absetzen will und ob der Pokerspieler seine Gewinne besteuern muss oder nicht ist der gleiche Sachverhalt oder wie kann man das verstehen?
Wenn man nachhaltig mit Absicht der Gewinnerzielung ... Einkommen generiert ist man steuerpflichtig.
Wenn man nicht unternehmerisch tätig ist / das als Liebhaberei eingestuft wird, kann man Verluste nicht steuerlich geltend machen.
Verstehe immer noch nicht was das eine mit dem anderen zu tun hat. Will doch niemand Verluste absetzen, oder steh ich auf dem Schlauch.
Ersteres ist ja nicht neu, die Frage ist aber doch ab wann das der Fall sein soll?
Cherrypicking vom Feinsten vom Staat. Poker wird als Glücksspiel deklariert, aber schön abkassieren.
Logisch wäre halt, dass man auch Verluste absetzen kann, wenn man die Absicht hatte zu gewinnen.
Aktuell legt es das Finanzamt halt so aus, dass man nur Gewinnabsichten hatte, wenn man auch Gewinne gemacht hat.
Und was ist mit den Rinderfarmen, die 10 Jahre Verlust machen? Kann ich dann auch einfach sagen, dass ich eigentlich Gewinne machen wollte, aber das Geschäft so schlecht lief und ich einfach Pech hatte? Das kann man doch immer behaupten. Wenn du ueber einen längeren Zeitraum, egal in welcher Branche Verluste machst, dann wird immer die Ueberschusserzielungsabsicht verneint.
So wird das dann auch beim Poker gehandhabt.
Hast du im ersten Jahr Verluste und im zweiten und dritten Jahr Gewinne und insgesamt einen Überschuss, dann kannst du natürlich auch die Verluste beim Poker aus dem ersten Jahr verrechnen.
Original von meistermieses
Hast du im ersten Jahr Verluste und im zweiten und dritten Jahr Gewinne und insgesamt einen Überschuss, dann kannst du natürlich auch die Verluste beim Poker aus dem ersten Jahr verrechnen.
Funktioniert aber nur, wenn du in dem ersten Jahr deine Verluste gemeldet hast in der Steuererklärung, oder? Wenn du es nicht angegeben hast, kannst du den Verlust nicht vortragen in die anderen Jahre(?)
Ehemaliger HS Spieler hier. Habe ebenfalls Post erhalten (Aussage der Behörde: es liegen Daten von Stars deutschlandweit vor, jedoch nur bis ca. mitte 2010er), würde mich über eine Einladung in die Gruppe zum Austausch sehr freuen.
Wo bekommt man denn ein Audit von Fulltilt her,muss man da auch Stars drum bitten?
Ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist hier ins Detail zu gehen.
Ist denn die discord/etc Gruppe noch aktiv und wenn ja, kann mich bitte jemand hinzufügen?
Grundsätzlich stellt sich mir ebenfalls die Frage der Notwendigkeit einer Selbstanzeige. Bin unschlüssig, ob sie als Backup helfen kann.
Würde auch gerne noch mal pushen, hinzugefügt zu werden. Ne DM wäre klasse, kann niemanden anschreiben
Original von efteling
Würde auch gerne noch mal pushen, hinzugefügt zu werden. Ne DM wäre klasse, kann niemanden anschreiben
Ich schließe mich hier an, brauche paar Infos 🙏
Hallo zusammen,
ich greife mal den Thread auf. Ich habe alle 18 Seiten gelesen. Ich würde mich sehr freuen, wenn mir hier jemand noch ein paar Infos geben kann.
Betrifft es bislang nur Altjahre auf pokerstars aufgrund dieser einen Anfrage der Steuerfahndung Sachsen?
Was meint ihr werden nun jährlich von pokerstars die Gewinne an die Finanzbehörden gemeldet? Und über welche Höhe reden wir da etwa?
Hat irgendwer noch aktuelle Erfahrungswerte. Gerne auch per PN.
Lieben Dank
Freunde ich pushe nochmal:
Ich weiß, für früher und auch für die Highroller von heute, die hier mitlesen, sind das kleine Beträge. Aber ich habe auf pokerstars mit einer 500 € Einzahlung trotz höheren Rake und ohne Rakeback stand über ca. 3 Monate ca. 10.000 € erspielt. Ich sorge mich nun: Wird das pokerstars wirklich dem Finanzamt melden? Wenn ich auf die Bank auszahle, wird das die Bank ans Finanzamt melden? Alleine die Tatsache, dass trotz dieser 5,3 Prozent Einsatzsteuer das Finanzamt, wenn ich das richtig verstehe, auf Ebene des Spielers mit Einkommensteuer nochmal besteuern will ist doch Wahnsinn!!!!
Ich habe früher (also so ca. 2009-2016 höherer Beträge ein- und ausgezahlt; alles über die Bank. es ist nie was passiert).
Meine Sorge ist, ob das heutzutage dann anders läuft. Ich weiß ihr habt keine Glaskugel, aber es geht einfach um echte Erfahrungen speziell mit pokerstars, die wohl die snitch ist. Ich danke herzlich. Gerne auch PN über Freundesanfrage.
Ich bin voll berufstätig und Freizeitspieler
Wenn du Freizeitspieler bist, wird dieser Gewinn steuerfrei bleiben.
Sicherheitshalber in der nächsten Steuererklärung einfach angeben, dass du 10k € gewonnen hast.
Ob pokerstars oder deine Bank diese Auszahlung weitermeldet, weiß ich nicht, aber bei 10k € nicht unwahrscheinlich.
Aber du hast ja auch keine Alternative. Bei anderen Auszahlungsmethoden wird es nicht anders laufen. Geld wieder verzocken wäre noch eine Option, um Steuern zu sparen.
Schau am besten auch mal in den raise your edge Discord Kanal unter steuer-recht-glücksspiel-theme