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ScaAra
Beigetreten: 19.02.2009

Original von krong
Man hat immer die Option sich an den aktuellsten wissenschaftlichen Fakten zu orientieren. Von medizinischem Personal in der Pflege, Krankenhaus, etc und auch einer Hebamme erwarte ich das sogar.
Macht man das, führt kein Weg an einer Impfung vorbei!
Wer auf Contergan verweist und einen 10 Jahre alten Artikel herauskramt, um die Stiko zu diskreditieren, macht leider genau das nicht.
Impfung ist gegenüber einer Infektion +ev. Insbesondere auch für Schwangere und das hat ziemlich wenig mit "Meinung" zu tun.

Diese moralische Überheblichkeit ist ehrlich gesagt schwer zu ertragen.
Wenn es ein paar Tage nach der Impfung zu Komplikationen in der Schwangerschaft kommt, gleichwohl es objektiv sicher nichts mit der Impfung zu tun hat, ist das für die werdende Mutter vielleicht einfach psychisch nicht zu ertragen "möglicherweise" Schuld daran zu haben - selbst wenn ihr jeder Arzt (zurecht) bestätigen wird, dass es nicht der Grund ist.

Mal persönlich an dich: Wie +ev ist eigentlich so eine rein touristische Reise nach Ägypten in diesen Zeiten? Glaube "die Wissenschaft" aka "auswärtiges Amt" hat da auch eine recht einfach verständliche und klare Meinung zu. Vielleicht täte es dir gut mal etwas den Fuß vom Gas zu nehmen und den Entscheidungen und Abwägungen anderer auch ein mindestmaß an Respekt entgegen zu bringen - auch wenn du/wir damit nicht überein stimmen.


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Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Wieso hat sie sich eigentlich nicht vor der Schwangerschaft impfen lassen?


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Zitat
my5tyle
Beigetreten: 11.11.2008

Original von krong
Impfung ist gegenüber einer Infektion +ev. Insbesondere auch für Schwangere und das hat ziemlich wenig mit "Meinung" zu tun.

Du gehst mal wieder nicht auf meine Schilderungen ein sondern verallgemeinerst wie es dir passt.


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Original von ScaAra
Mal persönlich an dich: Wie +ev ist eigentlich so eine rein touristische Reise nach Ägypten in diesen Zeiten?

Wenn du schon so fragst: sehr.
In Hurghada bis runter nach Marsa Alam ist jeder der auch nur irgendwie im touristischen Sektor arbeitet geimpft, in unserem Hotel gab es ein erstklassiges Hygienekonzept, das sehr konsequent umgesetzt wurde.
Ich hätte aktuell vor zwei Wochen Urlaub in Sachsen oder Thüringen deutlich mehr Respekt gehabt und nach bspw Kairo würde ich aktuell auch nicht reisen wollen.


Antwort
Zitat
my5tyle
Beigetreten: 11.11.2008

Original von krong
Man hat immer die Option sich an den aktuellsten wissenschaftlichen Fakten zu orientieren.

Mal abgesehen davon, das dies nicht immer passiert, aus welchen Gründen auch immer…

Um ein Beispiel zu nennen die aktuelle Politik. Fast alle Wissenschaftler raten zum lockdown aka Kontaktbeschränkungen und die Politik greift nicht flächendeckend durch, weil sie leichtsinnig gegebene Versprechen gegenüber geimpften nicht brechen möchte. Die Versprechen beruhen auf Annahmen welche vor einiger Zeit getroffen wurden und sich leider als falsch entpuppen.
Meiner Meinung nach werden dadurch aktuell mehr Menschenleben gefährdet, als durch das handeln einer ungeimpften Hebamme die alle sonstigen Maßnahme trifft (Kontaktbeschränkung, tägliche Selbsttests, FFP2 Maske etc.)

Just my2cents, um einmal eine Parallele bzgl. dem orientieren an wissenschaftlichen Fakten zu ziehen.


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Zitat
my5tyle
Beigetreten: 11.11.2008

Original von OneSinge

Original von my5tyle

Original von DrKaputnik

Original von AyCaramba44
Naja, Corona ist für eine junge, gesunde Mutter und Baby jetzt auch nicht so gefährlich. Gleichzeitig hat man auch lange die Impfung eben nicht empfohlen. Bei der Impfung von Jüngeren geht es ja auch weiterhin eher darum, dass man das Gesundheitssystem nicht überlastet und die allgemeine Verbreitung abschwächt. Denke isoliert betrachtet ist eine Impfung da auch nicht soviel besser für den Eigenschutz.

Das man als schwangere Frau ungerne Medikamente nimmt finde ich nicht verwerflich. Wenn man hingegen als Pfleger mit alten Leuten zu tun hat, schon! Wichtig sind dann vor allem die Impfungen für das Baby nach der Geburt. Das bringt große Vorteile.

Gerade während der Schwangerschaft ist Corona eine verhältnismäßig höhere Gefahr im Vergleich zu nicht schwangeren Frauen, insbesondere wenn weitere Risikofaktoren vorliegen. Fehlgeburt und Frühgeburt Risiken sind auch erhöht.

https://www.cdc.gov/coronavirus/2019-ncov/need-extra-precautions/pregnant-people.html

Ist jetzt nicht das erste mal, dass ich mitbekomme, das Hebammen bei Schwangeren gegen die Impfung argumentieren und finde dies äußerst bedenklich.

Aaaalter, wie schon gesagt beeinflusst meine Frau ihre Patientinnen nicht im Hinblick auf die Impfentscheidung, sondern hat für sich selbst entschieden, dass Sie als schwangere sich aktuell nicht impfen lassen möchte. Trotzdem ist sie mehr als Verantwortungsbewusst und schützt sich und andere durch schon beschriebene Maßnahmen, welche auf Grund der heutigen Erkenntnisse wirkungsvoller sind, als nur geimpft zu sein und auf weitere Maßnahmen zu verzichten.

Klar ist es auch erwiesen, dass schwangere häufiger einen schweren Verlauf erleiden und die Stiko darum eine (off-label-Impfung) empfiehlt. Eben darum beeinflusst meine Frau auch niemand anderen.
Jedoch hat sie das Recht für sich selbst zu entscheiden, welchem Risiko sie sich lieber aussetzt - dem von Impffolgen/Nebenwirkungen oder dem einer Infektion. Sie hat sich für zweiteres entschieden und reduziert das Restrisiko wo sie nur kann.

Denkst du, wenn die Schwangeren deine Frau als Hebamme fragen, die selbst schwanger ist, ob sie denn geimpft sei, das mit Nein beantwortet, dass allein das keinen grossen Einfluss auf die schwangere Frau in ihrer Entscheidungsfindung hat? :|

Die Konsequenz wäre dann, dass niemand mehr eine alternative Meinung äußern darf?
Nicht einmal wenn derjenige in diesem Fall explizit den Gegenüber dazu auffordert sich eine eigene Meinung zu bilden?


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Zitat
lezgo
Beigetreten: 19.01.2007

Meine Zweite Impfung habe ich im August erhalten das bedeutet die erste wohl irgendwann im Juni. Damals wurde ich im Impfzentrum gefragt was ich denn in meinem Alter dort mache weil eigentlich noch eine Priorisierung der Vulnerablen Gruppen stünde. Durch meine Arbeit und den dadurch einhergehenden Kontakt mit vielen verschiedenen Leuten haben sie mir dann auch diese Priorisierung zugesprochen und zugestochen.

Was ich sagen will ist... vielleicht hat die gute Frau einfach noch keine Möglichkeit gehabt sich vor ihrer Schwangerschaft impfen zu lassen?


Antwort
Zitat
my5tyle
Beigetreten: 11.11.2008

Original von lezgo
Meine Zweite Impfung habe ich im August erhalten das bedeutet die erste wohl irgendwann im Juni. Damals wurde ich im Impfzentrum gefragt was ich denn in meinem Alter dort mache weil eigentlich noch eine Priorisierung der Vulnerablen Gruppen stünde. Durch meine Arbeit und den dadurch einhergehenden Kontakt mit vielen verschiedenen Leuten haben sie mir dann auch diese Priorisierung zugesprochen und zugestochen.

Was ich sagen will ist... vielleicht hat die gute Frau einfach noch keine Möglichkeit gehabt sich vor ihrer Schwangerschaft impfen zu lassen?

Danke für deinen Input. Ich glaube meine Frau hätte sich auf Grund ihres Berufs auch schon früher impfen lassen können.
Aber noch früher gab es noch weniger Erkenntnisse geschweige denn Studien bzw. (MRNA) Impfung und Langzeitfolge, Kinderwunsch, Einfluss auf Neugeborene/Nachkommen generell. Woher auch, es gab schließlich noch keine Kinder von geimpften zu diesem Zeitpunkt.
Zusätzlich kam es in dieser Zeit immer wieder zu neuen Erkenntnissen bzgl verschiedener Impfstoffe wie bei Astra welcher dann plötzlich nicht mehr für spezielle Gruppen empfohlen wurde etc. Dies alles hat zu noch mehr Unsicherheit geführt.

Ich persönlich habe mich auch erst impfen lassen als mein Job bzgl. des Nachwuchs abgeschlossen war 😅
Hatte meine Zweitimpfung Mitte Oktober und jetzt sitze ich hier daheim sechs Wochen später mit vier positiven Schnelltests von drei verschiedenen Herstellern, der PCR Test war aber negativ (alle Tests gestern).

Was ich damit sagen möchte, wir wissen nicht was wir nicht wissen.
Natürlich ist eine Impfung generell Sinnvoll. Alternative Meinungen dürfen aber auch geäußert und gehört werden und müssen respektiert werden. Insbesondere wenn Personen sich ihrer Verantwortung bewusst sind und vorbildlich damit umgehen.


Antwort
Zitat
koeniksgeburt
Beigetreten: 17.10.2013

Original von krong

Original von ScaAra
Mal persönlich an dich: Wie +ev ist eigentlich so eine rein touristische Reise nach Ägypten in diesen Zeiten?

Wenn du schon so fragst: sehr.
In Hurghada bis runter nach Marsa Alam ist jeder der auch nur irgendwie im touristischen Sektor arbeitet geimpft, in unserem Hotel gab es ein erstklassiges Hygienekonzept, das sehr konsequent umgesetzt wurde.
Ich hätte aktuell vor zwei Wochen Urlaub in Sachsen oder Thüringen deutlich mehr Respekt gehabt und nach bspw Kairo würde ich aktuell auch nicht reisen wollen.

Ich habe vorhin ebenfalls schon wegen deiner überheblichen Ausdrucksweise den Kopf geschüttelt. Jetzt lese ich noch, dass du vor kurzem in Ägypten warst, wie bist du denn überhaupt da hingekommen und wie hast du dich vor Ort fortbewegt? Ich hoffe zu Fuß, denn die Wissenschaft ist ebenfalls deutlich, wenn es um die Notwendigkeit geht das Klima zu schützen.
Man braucht kein großes Empathielevel, um zu begreifen, dass Entscheidungen mit einem Ungeborenem im Bauch deutlich schwieriger zu treffen sind als auf Luxusreisen zu verzichten, was viele Leute sowieso immer machen müssen und worauf die meisten anderen seit 2 Jahren verzichten. Persönlich wurde ich verschont, aber viele Leute haben relativ heftige Nebenwirkungen von der Impfung (grippeähnliche Symptome für 2-3 Tage, also Kotzerei, Scheißerei, Fieber, extrem starke Kopfschmerzen, Schüttelfrost etc.). Wieso nimmst du dir raus, dass eine schwangeren Frau dieses Risiko während der Schwangerschaft einfach so hinnehmen sollte? Wie gut sind solche Nebenwirkungen denn für die Schwangerschaft und speziell für das ungeborene Kind?

Dann noch was anderes, was mir auf den Sack geht, und das ist nicht speziell nur auf dich bezogen: dieses Solidaritätsgelaber, darauf wird sonst auch immer geschissen. Die Menschen schauen doch sonst auch nur auf sich, für die Probleme anderer wird sich tendenziell nur eingesetzt, wenn es einem selbst hilft und man sich beweihräuchern kann und die Politik arbeitet bei anderen Themen auch regelmäßig gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung. Die relative geringe Bereitschaft zum Impfen resultiert auch aus vergangenen Handlungen und dem daraus entstandenen Frust, man kommt doch gar nicht mehr hinterher wie unglaublich dreist an allen Enden und Ecken gelogen und betrogen wird. "Es wird keine Impfpflicht geben" und jetzt kann es gar nicht schnell genug gehen, ist der nächste Megafail. Immer mehr Geduldsfäden sind strapaziert und es bröckelt und imo fehlt nicht mehr viel, dann kracht es in diesem Land mal so richtig und dann weiß wieder keiner wie das alles kommen konnte. Aber ist vielleicht auch nötig, damit mal wieder ein wenig Ordnung reinkommt in diesen Saftladen.


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Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Original von ScaAra

Original von krong
Man hat immer die Option sich an den aktuellsten wissenschaftlichen Fakten zu orientieren. Von medizinischem Personal in der Pflege, Krankenhaus, etc und auch einer Hebamme erwarte ich das sogar.
Macht man das, führt kein Weg an einer Impfung vorbei!
Wer auf Contergan verweist und einen 10 Jahre alten Artikel herauskramt, um die Stiko zu diskreditieren, macht leider genau das nicht.
Impfung ist gegenüber einer Infektion +ev. Insbesondere auch für Schwangere und das hat ziemlich wenig mit "Meinung" zu tun.

Diese moralische Überheblichkeit ist ehrlich gesagt schwer zu ertragen.
Wenn es ein paar Tage nach der Impfung zu Komplikationen in der Schwangerschaft kommt, gleichwohl es objektiv sicher nichts mit der Impfung zu tun hat, ist das für die werdende Mutter vielleicht einfach psychisch nicht zu ertragen "möglicherweise" Schuld daran zu haben - selbst wenn ihr jeder Arzt (zurecht) bestätigen wird, dass es nicht der Grund ist.

Mal persönlich an dich: Wie +ev ist eigentlich so eine rein touristische Reise nach Ägypten in diesen Zeiten? Glaube "die Wissenschaft" aka "auswärtiges Amt" hat da auch eine recht einfach verständliche und klare Meinung zu. Vielleicht täte es dir gut mal etwas den Fuß vom Gas zu nehmen und den Entscheidungen und Abwägungen anderer auch ein mindestmaß an Respekt entgegen zu bringen - auch wenn du/wir damit nicht überein stimmen.

und bei einer Infektion mit schwerem Verlauf wäre das nicht so?


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Zitat
lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008

Original von koeniksgeburt
Dann noch was anderes, was mir auf den Sack geht, und das ist nicht speziell nur auf dich bezogen: dieses Solidaritätsgelaber, darauf wird sonst auch immer geschissen. Die Menschen schauen doch sonst auch nur auf sich, für die Probleme anderer wird sich tendenziell nur eingesetzt, wenn es einem selbst hilft und man sich beweihräuchern kann und die Politik arbeitet bei anderen Themen auch regelmäßig gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung. Die relative geringe Bereitschaft zum Impfen resultiert auch aus vergangenen Handlungen und dem daraus entstandenen Frust, man kommt doch gar nicht mehr hinterher wie unglaublich dreist an allen Enden und Ecken gelogen und betrogen wird. "Es wird keine Impfpflicht geben" und jetzt kann es gar nicht schnell genug gehen, ist der nächste Megafail. Immer mehr Geduldsfäden sind strapaziert und es bröckelt und imo fehlt nicht mehr viel, dann kracht es in diesem Land mal so richtig und dann weiß wieder keiner wie das alles kommen konnte. Aber ist vielleicht auch nötig, damit mal wieder ein wenig Ordnung reinkommt in diesen Saftladen.

Unabhängig davon, dass ich dir prinzipiell Recht geben würde in deiner Ausführung wäre ich mit dem Wunsch "dass es in Deutschland mal so richtig kracht" eher vorsichtig. Meistens kommt dabei nämlich nix gutes raus.


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Zitat
koeniksgeburt
Beigetreten: 17.10.2013

Wenn du da einen Wunsch rausliest, ist das ein Kommunikationsproblem, ich hege diesen Wunsch nicht.


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otb11
Beigetreten: 05.08.2009

Dann führ doch gerne genauer aus, was nötig ist, damit Ordnung ( was immer das sein soll) in diesen Sauladen reinkommt.


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Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Was hat DIESE "Ordnung in dem Sauladen" denn grad eigentlich mit dem Coronavirus zu tun.
Oder wurde der Threadtitel geändert und nur mein Rechner zeigt den noch falsch an?

Hier was zum Thema:

Normalbetrieb unmöglich: Drei Viertel aller Kliniken verschiebt OPs
Deutschlands Krankenhäuser kommen an ihre Belastungsgrenzen.
In einem Großteil der medizinischen Einrichtungen ist Normalbetrieb unmöglich.

(...)auch bei Krebsbehandlungen müssten Einschränkungen gemacht werden, hieß es.
Auswertungen zeigten etwa, dass die Fallzahlen bei Krebs-OPs beim Brustkrebs um 6 und bei Darmkrebs sogar um 18 Prozent zurückgegangen seien.

https://www.rnd.de/gesundheit/corona-drei-viertel-aller-krankenhaeuser-verschiebt-ops-normalbetrieb-in-kliniken-unmoeglich-BZG6AEPCRJHH6TTKMZISH3OT64.html


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meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Jein. Wenn wir einen "starken Führer" wie in China hätten, dann wäre es leichter das Coronavirus unter Kontrolle zu bekommen. Der Preis dafür wäre nur sehr hoch. Unter einer wirklichen "Merkeldiktatur" wäre die Situation vermutlich anders als jetzt. In einer Demokratie haben wir nun einmal lange Entscheidungsprozesse und lange Entscheidungswege, weniger Ordnung und weniger Struktur. Gerade im Hinblick auf eine sich schnell verändernde pandemische Lage ist das suboptimal, aber imo auch schwer grundsätzlich zu ändern. Klar ist denoch, dass man trotzdem an einigen Stellschrauben drehen kann, um Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen. Aber so schnell und "effizient" wie in China zu reagieren, wird hier nie möglich sein.


Antwort
Zitat
koeniksgeburt
Beigetreten: 17.10.2013

Original von otb11
Dann führ doch gerne genauer aus, was nötig ist, damit Ordnung ( was immer das sein soll) in diesen Sauladen reinkommt.

Sauladen ist dein Wort, um das Mal festzuhalten. Und dann: wieso forderst du das von mir? Ich bin kein Politiker, der dafür bezahlt wird. Aber Regeln aufstellen und sich nicht daran halten (Masken tragen) hilft beispielsweise nicht. Widersprüchliche Aussagen alle 3 Wochen helfen ebenfalls nicht. Geholfen hätte aber bestimmt eine relevante Anhebung der Gehälter für Pflegepersonal (Minimum 30-50%) spätestens zu Beginn der Krise, dann könnten jetzt vielleicht sogar mehr und nicht weniger Intensivbetten betrieben werden und die Impfbereitschaft wäre mit Sicherheit auch höher.

Edit: andere Themen wären komplett off Topic, aber paar Stichpunkte, die imo zur aktuellen Stimmung führten: cum ex, fehlende Bekämpfung von Migrantenkriminalität, größer werdende Lücke zwischen Armut und Reichtum, Ausbau des Überwachungsstaates.


Antwort
Zitat
Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Original von koeniksgeburt(...)Geholfen hätte aber bestimmt eine relevante Anhebung der Gehälter für Pflegepersonal (Minimum 30-50%) spätestens zu Beginn der Krise, dann könnten jetzt vielleicht sogar mehr und nicht weniger Intensivbetten betrieben werden und die Impfbereitschaft wäre mit Sicherheit auch höher.

Natürlich werde ich einer wesentlichen Erhöhung der Gehälter von Pflegekräften (explizit: NICHT nur Pflegefachkräfte!) nicht ablehnend gegenüber stehen.
Problemchen dabei: Dazu bedürfte es einer kompletten Abkehr vom derzeitigen System der privatwirtschaftlich-organisierten gewinnorientierten Pflege.
Personalkosten sind in der Pflege "DER" Riesenfaktor, das ist die Schraube, an der gedreht wird. Und wenn du willst, dass man an der Schraube nicht mehr drehen kann, indem du verpflichtend um Faktor X höhere Löhne vorschreibst, dann brechen die Kalkulationen zusammen und ne Marge für Betreiber wird irrealistisch.


Antwort
Zitat
josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

Original von meistermieses
Jein. Wenn wir einen "starken Führer" wie in China hätten, dann wäre es leichter das Coronavirus unter Kontrolle zu bekommen. Der Preis dafür wäre nur sehr hoch. Unter einer wirklichen "Merkeldiktatur" wäre die Situation vermutlich anders als jetzt. In einer Demokratie haben wir nun einmal lange Entscheidungsprozesse und lange Entscheidungswege, weniger Ordnung und weniger Struktur. Gerade im Hinblick auf eine sich schnell verändernde pandemische Lage ist das suboptimal, aber imo auch schwer grundsätzlich zu ändern. Klar ist denoch, dass man trotzdem an einigen Stellschrauben drehen kann, um Prozesse zu verbessern und zu beschleunigen. Aber so schnell und "effizient" wie in China zu reagieren, wird hier nie möglich sein.

Ein Punkt fehlt noch: Man kann auch noch nen Trottel wie Lukaschenko oder Bolsonaro am Drücker haben, die nicht nur nicht schnell reagieren, sondern gar nicht, weil sie der Meinung sind ist alles nicht so schlimm.


Antwort
Zitat
koeniksgeburt
Beigetreten: 17.10.2013

Gewinnorientierte Pflege, da dreht sich mir schon der Magen um.


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josch2001
Beigetreten: 25.03.2006

So läufts aber eben nun mal.
Ist auch blöd,wenn man den entsprechenden Branchen immer nur dann was gönnt wenn der Baum brennt.
Hast schon mal geguckt was so ein Pflegeheim/Monat kostet? Auch schon vor der Pandemie.
Will jetzt irgendwie gar nicht sagen, dass es das nicht wert ist oder so, aber man kann es halt eh kaum bezahlen als Normalo. Dann einfach nochmal 30-50% mehr Lohnkosten... Sollte man auf jeden Fall mal mitbedenken.


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