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meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Spanien und UK behandeln COVID der facto wie eine Grippe! Wie dem auch sei, eine weitergehende Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes ist laut Lauterbach vom Tisch.


Antwort
Zitat
ScaAra
Beigetreten: 19.02.2009

Original von shaddiii

Original von JonnyOh
So in Österreich sind die Zahlen jetzt offiziell stark am sinken obwohl quasi 2,5 Wochen fast alle Maßnahmen beendet waren. Kann ja jetzt jeder darüber denken was er will. Für alle die 1+1 zusammenzählen können - der natürliche Peak ist erreicht, alle Maßnahmen beenden und fertig.

Wie schon richtig schreibst fast alle Maßnahmen, denn insbesondere die Maskenpflicht und auch Sonderregeln was Veranstaltungen angeht wurden ja wieder eingeführt. 1+1 zusammenzählend argumentierst du damit folgerichtig pro Maskenpflicht.

Auf eins kann man sich in der ganzen Pandemie verlassen: Wenns warm wird, verschwindet Covid-19 aus den Köpfen der Menschen und alle Maßnahmen sollen insta abgeschafft werden. Im Herbst geht es dann wieder los mit "LOL Bundesregierung, Totalversagen, wir sind auf die Welle nicht vorbereitet".

Deine selektive Wahrnehmung und Dehnung von Tasachen ist auch etwas worauf man sich verlassen kann. Die Maskenpflicht ist seit letzter Woche Mittwoch wieder in Kraft. Wenn das einen sinkenden Trend der letzten 2,5 Wochen erklären kann haben deren Masken gar wundersame Effekte.

Es wurde auch bereits mehrfach gesagt dass Masken hoffentlich den Effekt haben einige Infektionen zu verringern, sonst wären sie ja auch absolut sinnlos. Die Menschen mit den Scheuklappen wie du können einem halt leider nur nicht sagen wie groß dieser Effekt jetzt ist und was die Strategie genau sein soll - außer natürlich einfach weitermachen und Tee trinken. Wir können auch wieder in nen Lockdown, offenbar sind für manche die Zustände in den Krankenhäusern ja bereits jetzt unerträglich und dann bleibt ja eigentlich keine andere Lösung - also worauf warten?

Möglicherweise ist die Welt aber nicht so ganz eindimensional und wer nichtmal mit einer Strategie um die Ecke kommen kann, die einen halbwegs nachvollziehbaren und begründeten Zeitplan zum besiegen bzw. mit Corona leben gibt, steht argumentativ eben recht blank da.


Antwort
Zitat
nbchiller
Beigetreten: 05.03.2010

Original von ipraythesun
Selbst wenn ein kleiner Bruchteil der Mitarbeiter symptomlos ist, kommt bestimmt keiner auf die Idee zu sagen: dann sollen sie mit Corona arbeiten gehen.

Nein, auf die Idee kommt man nicht.
Allerdings nur deswegen nicht, weil der positive Test so sichtbar ist. Weil wir ihn sichtbar machen mit unserer heiligen PCR-Kuh. Und wenn wir ihn sichtbar machen, müssen wir virtue signaling betreiben. Weil wir im Spotlight stehen.

Jedes Jahr haben Ärzte und Pfleger hunderte und tausende Patienten jährlich dahingerafft, weil sie sich mit Atemwegsinfekten und Grippe zur Arbeit gemacht haben. Und zudem infizieren sie jährlich eine halbe Millionen Menschen (!) mit Krankenhauskeimen. Damit erlegen sie täglich 30 Patienten - nach der günstigsten Schätzung.

Aber all das wird nicht tagesaktuell gemessen, getestet und täglich in Graphen und Balkendiagrammen verpackt. Es liegt im Dunkeln, deswegen fühlt sich niemand bemüßigt das wirklich anzugehen.

Also ja - wenn die Welt so herzlos und oberflächlich ist, wie sie immer war, dann sollen diese Menschen mit Corona arbeiten gehen. Wie eh und je. Oder aber - wir testen alle Angestellten von Krankenhäusern und Pflegeheimen ab sofort auch auf alle anderen potenziell gefährlichen Viren und Bakterien.
Entweder schützt man die vulnerablen Gruppen komplett oder gar nicht.

Realitätstalk Ende.


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Magst du uns dann aufklären, was an dem Post genau falsch sein soll?

Schon immer würde in Krankenhäusern und Arztpraxen mit Erkältungskrankheiten gearbeitet. Meistens sicher nicht wissentlich und meistens sicher auch weitestgehend asymptomatisch. Jetzt ist das erste Mal, dass alle Mitarbeiter regelmäßig anlasslos auf ein Virus getestet werden und im Positivfall nach Hause geschickt werden.

Der Hauptunterschied zu früher ist vor allem das sichtbar machen. Das ist doch nicht mal kontrovers.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von ScaAra

Original von shaddiii

Original von JonnyOh
So in Österreich sind die Zahlen jetzt offiziell stark am sinken obwohl quasi 2,5 Wochen fast alle Maßnahmen beendet waren. Kann ja jetzt jeder darüber denken was er will. Für alle die 1+1 zusammenzählen können - der natürliche Peak ist erreicht, alle Maßnahmen beenden und fertig.

Wie schon richtig schreibst fast alle Maßnahmen, denn insbesondere die Maskenpflicht und auch Sonderregeln was Veranstaltungen angeht wurden ja wieder eingeführt. 1+1 zusammenzählend argumentierst du damit folgerichtig pro Maskenpflicht.

Auf eins kann man sich in der ganzen Pandemie verlassen: Wenns warm wird, verschwindet Covid-19 aus den Köpfen der Menschen und alle Maßnahmen sollen insta abgeschafft werden. Im Herbst geht es dann wieder los mit "LOL Bundesregierung, Totalversagen, wir sind auf die Welle nicht vorbereitet".

Deine selektive Wahrnehmung und Dehnung von Tasachen ist auch etwas worauf man sich verlassen kann. Die Maskenpflicht ist seit letzter Woche Mittwoch wieder in Kraft. Wenn das einen sinkenden Trend der letzten 2,5 Wochen erklären kann haben deren Masken gar wundersame Effekte.

Es wurde auch bereits mehrfach gesagt dass Masken hoffentlich den Effekt haben einige Infektionen zu verringern, sonst wären sie ja auch absolut sinnlos. Die Menschen mit den Scheuklappen wie du können einem halt leider nur nicht sagen wie groß dieser Effekt jetzt ist und was die Strategie genau sein soll - außer natürlich einfach weitermachen und Tee trinken. Wir können auch wieder in nen Lockdown, offenbar sind für manche die Zustände in den Krankenhäusern ja bereits jetzt unerträglich und dann bleibt ja eigentlich keine andere Lösung - also worauf warten?

Möglicherweise ist die Welt aber nicht so ganz eindimensional und wer nichtmal mit einer Strategie um die Ecke kommen kann, die einen halbwegs nachvollziehbaren und begründeten Zeitplan zum besiegen bzw. mit Corona leben gibt, steht argumentativ eben recht blank da.

Danke für dein Feedback. Ich habe mal ausnahmsweise alles stehen lassen, damit mir nicht wieder vorgeworfen werden kann, selektiv zu sein oder zu rezitieren. Was ich übrigens nicht so empfinde, sondern versuche mir eine dedizierte neutrale Meinung zu bilden ohne nur Argumente pro oder contra zu suchen. Neutralität und Offenheit vermisse ich hier bei vielen Diskussionsteilnehmern, egal ob pro oder contra Maßnahmen.

Die Maskenpflicht war soweit ich weiß nie komplett ausgesetzt in Österreich, sondern galt nach wie vor in Supermärkten, Banken, Trafiken, Tankstellen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Am 24. März wurde sie auf geschlossene Räume wieder ausgeweitet bzw 3G als Alternative für Veranstaltungen und Nachtgastro eingeräumt.

Zur Effektivität von (FFP2-)Masken gibt es Dutzende Studien. Ergebnisse hatte ich in den letzten Jahren hier immer mal wieder geposted. Wieso du mir da lieber Scheuklappen vorwirfst statt mal zu googlen und sowas zu lesen und wir uns jedes Jahr im Kreis drehen verstehe ich offen gesagt nicht.

Beispiele: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Gesichtsmasken-So-effektiv-helfen-verschiedene-Modelle,coronamasken102.html
https://www.science.org/doi/10.1126/science.abg6296
https://www.mdpi.com/1660-4601/17/21/8114

Die Zeit hat sogar einen Simulator, mit dem man diverse Szenarien nachstellen kann: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-11/coronavirus-aerosole-ansteckungsgefahr-infektion-hotspot-innenraeume

Natürlich sind das jetzt erstmal vor allem Studienergebnisse und keine konkrete Hochrechnung, wie sich die Infektionszahlen und Intensivauslastungen in verschiedenen Situationen im echten Leben entwickeln. Dafür gibts die Modellierer, die mal mehr und mal weniger richtig liegen mit ihren Prognosen.

Wenn nun ein Land wie Österreich zu dem Ergebnis kommt, dass vor allem die Maskenpflicht wieder verschärft wird, sollte das gute Gründe haben und auf Basis solcher Modellierungen erfolgen. Wie man da die Haltung an den Tag legen kann, dass solche Maßnahmen total sinnlos seien und alle keine Ahnung haben, erschließt sich mir nicht. Mit dem letzten Satz meine ich übrigens nicht per se dich, sondern einen Teil deiner Vorposter.

Und ja, England hats weitestgehend durchgezogen, aber die hatten erstens eine höhere Grundimmunisierung der Bevölkerung und zweitens auch ganz schön Probleme mit Engpässen und dem Aufrechterhalten kritischer Infrastruktur. Und trotzdem jetzt auch wieder stark steigende Krankenhauseinweisungen.

Man kann den Weg, den England da geht, ja okay finden. Aber so zu tun als wäre es nicht auch eine plausible Variante, weniger Risiko auf sich zu nehmen und Maßnahmen langsam ausfaden zu lassen, ist einfach engstirnig.


Antwort
Zitat
JonnyOh
Beigetreten: 25.09.2008

Original von shaddiii
Wenn nun ein Land wie Österreich zu dem Ergebnis kommt, dass vor allem die Maskenpflicht wieder verschärft wird, sollte das gute Gründe haben und auf Basis solcher Modellierungen erfolgen. Wie man da die Haltung an den Tag legen kann, dass solche Maßnahmen total sinnlos seien und alle keine Ahnung haben, erschließt sich mir nicht. Mit dem letzten Satz meine ich übrigens nicht per se dich, sondern einen Teil deiner Vorposter

Wenn du glaubst, dass in Österreich solche Dinge professionell und aufgrund von Modellierungen getroffen werden, muss ich dich leider enttäuschen.

Wir haben in ganz Österreich aktuell 233 Personen mit Corona auf der Intensivstation, Peak war 700. Es gibt ca 1000 Betten. Am Anfang der Pandemie hat es geheißen, an dieser Zahl werden Maßnahmen evaluiert, was ich auch für logisch erachtete und das tue ich noch immer.

Ein paar sagen dann immer, durch Omikron sind nicht mehr die Intensivbetten relevant sondern jene der Normalstation. Hier sind aktuell 3200 belegt und über 20000 frei. Also ich kann hier keinen Engpass erkennen, aber keine Ahnung wo mein Denkfehler ist.


Antwort
Zitat
Super-Moderator
Spiike
Beigetreten: 10.07.2014

Aufgeräumt.
@Siedepunkt
Es wäre gut wenn du deine Aussage auch noch begründest, ansonsten muss es ebenfalls als Spam gewertet werden. Sonst fangen wir an in ein Beitragsmuster zu verfallen wo eine inhaltsleere Aussage die nächste jagt. Im Sinne von:

Solche Aussagen können nur von Personen kommen, die noch nie in einem Krankenhaus gearbeitet haben und keine Ahnung von der Materie haben.

Das glaube ich aber nicht!

Oh doch, genauso ist es!

Ich hoffe du verstehst worauf ich hinauswill. Eine Begründung ist in so einem Fall also notwendig.

MfG Spiike

Edit:
Beitrag von Siedepunkt gelöscht aufgrund fehlender Begründung.


Antwort
Zitat
ScaAra
Beigetreten: 19.02.2009

Original von shaddiii

Original von ScaAra

Original von shaddiii

Original von JonnyOh
So in Österreich sind die Zahlen jetzt offiziell stark am sinken obwohl quasi 2,5 Wochen fast alle Maßnahmen beendet waren. Kann ja jetzt jeder darüber denken was er will. Für alle die 1+1 zusammenzählen können - der natürliche Peak ist erreicht, alle Maßnahmen beenden und fertig.

Wie schon richtig schreibst fast alle Maßnahmen, denn insbesondere die Maskenpflicht und auch Sonderregeln was Veranstaltungen angeht wurden ja wieder eingeführt. 1+1 zusammenzählend argumentierst du damit folgerichtig pro Maskenpflicht.

Auf eins kann man sich in der ganzen Pandemie verlassen: Wenns warm wird, verschwindet Covid-19 aus den Köpfen der Menschen und alle Maßnahmen sollen insta abgeschafft werden. Im Herbst geht es dann wieder los mit "LOL Bundesregierung, Totalversagen, wir sind auf die Welle nicht vorbereitet".

Deine selektive Wahrnehmung und Dehnung von Tasachen ist auch etwas worauf man sich verlassen kann. Die Maskenpflicht ist seit letzter Woche Mittwoch wieder in Kraft. Wenn das einen sinkenden Trend der letzten 2,5 Wochen erklären kann haben deren Masken gar wundersame Effekte.

Es wurde auch bereits mehrfach gesagt dass Masken hoffentlich den Effekt haben einige Infektionen zu verringern, sonst wären sie ja auch absolut sinnlos. Die Menschen mit den Scheuklappen wie du können einem halt leider nur nicht sagen wie groß dieser Effekt jetzt ist und was die Strategie genau sein soll - außer natürlich einfach weitermachen und Tee trinken. Wir können auch wieder in nen Lockdown, offenbar sind für manche die Zustände in den Krankenhäusern ja bereits jetzt unerträglich und dann bleibt ja eigentlich keine andere Lösung - also worauf warten?

Möglicherweise ist die Welt aber nicht so ganz eindimensional und wer nichtmal mit einer Strategie um die Ecke kommen kann, die einen halbwegs nachvollziehbaren und begründeten Zeitplan zum besiegen bzw. mit Corona leben gibt, steht argumentativ eben recht blank da.

Danke für dein Feedback. Ich habe mal ausnahmsweise alles stehen lassen, damit mir nicht wieder vorgeworfen werden kann, selektiv zu sein oder zu rezitieren. Was ich übrigens nicht so empfinde, sondern versuche mir eine dedizierte neutrale Meinung zu bilden ohne nur Argumente pro oder contra zu suchen. Neutralität und Offenheit vermisse ich hier bei vielen Diskussionsteilnehmern, egal ob pro oder contra Maßnahmen.

Die Maskenpflicht war soweit ich weiß nie komplett ausgesetzt in Österreich, sondern galt nach wie vor in Supermärkten, Banken, Trafiken, Tankstellen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Am 24. März wurde sie auf geschlossene Räume wieder ausgeweitet bzw 3G als Alternative für Veranstaltungen und Nachtgastro eingeräumt.

Zur Effektivität von (FFP2-)Masken gibt es Dutzende Studien. Ergebnisse hatte ich in den letzten Jahren hier immer mal wieder geposted. Wieso du mir da lieber Scheuklappen vorwirfst statt mal zu googlen und sowas zu lesen und wir uns jedes Jahr im Kreis drehen verstehe ich offen gesagt nicht.

Beispiele: https://www.ndr.de/nachrichten/info/Gesichtsmasken-So-effektiv-helfen-verschiedene-Modelle,coronamasken102.html
https://www.science.org/doi/10.1126/science.abg6296
https://www.mdpi.com/1660-4601/17/21/8114

Die Zeit hat sogar einen Simulator, mit dem man diverse Szenarien nachstellen kann: https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-11/coronavirus-aerosole-ansteckungsgefahr-infektion-hotspot-innenraeume

Natürlich sind das jetzt erstmal vor allem Studienergebnisse und keine konkrete Hochrechnung, wie sich die Infektionszahlen und Intensivauslastungen in verschiedenen Situationen im echten Leben entwickeln. Dafür gibts die Modellierer, die mal mehr und mal weniger richtig liegen mit ihren Prognosen.

Wenn nun ein Land wie Österreich zu dem Ergebnis kommt, dass vor allem die Maskenpflicht wieder verschärft wird, sollte das gute Gründe haben und auf Basis solcher Modellierungen erfolgen. Wie man da die Haltung an den Tag legen kann, dass solche Maßnahmen total sinnlos seien und alle keine Ahnung haben, erschließt sich mir nicht. Mit dem letzten Satz meine ich übrigens nicht per se dich, sondern einen Teil deiner Vorposter.

Und ja, England hats weitestgehend durchgezogen, aber die hatten erstens eine höhere Grundimmunisierung der Bevölkerung und zweitens auch ganz schön Probleme mit Engpässen und dem Aufrechterhalten kritischer Infrastruktur. Und trotzdem jetzt auch wieder stark steigende Krankenhauseinweisungen.

Man kann den Weg, den England da geht, ja okay finden. Aber so zu tun als wäre es nicht auch eine plausible Variante, weniger Risiko auf sich zu nehmen und Maßnahmen langsam ausfaden zu lassen, ist einfach engstirnig.

Auch wenn du ein "Mit dem letzten Satz meine ich übrigens nicht per se dich" dahinter schreibst möchte ich mich entschieden von der von dir davor beschrieben Haltung distanzieren. Du beschreibst dich hier auch häufiger als neutral und nur als wiedergeber der Wissenschaft und ähnliches. Nützt aber nix wenn du einseitig oder gar tendenziös berichtest oder z.B. Aussagen aus Drostens Podcast so dehnst, dass es zwar schon noch stimmt aber schon auch fragwürdig wiedergegeben ist. Happens, aber neutral ist halt was anderes.

Zum Rest. Die Argumente sind doch hinlänglich ausgetauscht. Ja Österreich kam offensichtlich zu einer Schlussfolgerung und andere Länder kamnen zu einer anderen - beide können nicht oder nur bedingt recht haben. England führst du hier zum Beispiel selbst an und verweist dann auf eine höhere Grundimmunisierung. Woher haben sie diese denn? Die Argumentation ist also: Kann man nicht machen weil man es nicht macht?

Was ist denn langsam ausfedern lassen? Wir hatten langsam ausfedern bis März, dann April, jetzt vermutlich Mai und dann bis?
Ich hatte dich und andere im letzten Sommer oder Herbst gefragt was eure Vorstellung ist, welche Kennzahlen oder Zeithorizont - weil man von den Politikern oder Entscheidern ja ohnehin keine hört oder sie nur wenige Wochen halten und ich es quasi seit "nach der Impfung" (bis heute) nicht mehr verstehe was das Ziel sein soll. Denn immer wenn ein Ziel erreicht ist gibts ein anderes oder jedenfalls ein neues Hindernis.

Mich persönlich würds auch weniger stören wenn man nochmal in einen Lockdown gehen würde für den es eine triftige Begründung und vor allem einen Plan gäbe als das man einfach irgendwelche Regeln verlängert auch dann, wenn sie relativ marginal sind. Maskenpflicht im Restaurant auf dem Weg zum Platz oder Toilette zum Beispiel. Das kann doch keiner mehr ernst nehmen.

Wer definiert denn, dass wir mit x Monaten Maskenpflicht weniger Risko haben und welches Risiko betrachten wir hier? Das Leben besteht nicht nur aus Corona/Long Covid ja oder nein. Diverse Menschen müssen Unbeschwertheit in Gesellschaft quasi neu erlernen und sind immer noch verängigst in der Gegenwart von Menschengruppen. Sind diese Risiken da mit drin? Kannst du dieses Risiko abwägen? Oder Experten wie Lauterbach? Der kann es nämlich ganz sicher nicht, weil er eben nur Corona betrachtet. Das mag auch sein Job sein, reicht aber für eine Abwägung und Entscheidung in ihrer Gesamtheit aber eben nicht (mehr).

Es gäbe bestimmt genug Menschen die sich mit punktuellen und nachvollziehbar begründeten! Regelungen wie Masken im ÖPNV, Krankenhaus, Altenheim o.ä. anfreunden könnten und vermutlich wäre sogar Maßnahmen anhand von bestimmten Werten denkbar... gewesen ... wenn man das Vertrauen nicht auch bereits 2x innerhalb eines Jahres torpediert hätte. Einfach Maßnahmen verlängern "weil es ja hilft" ist eben kein valider Grund. Mit der Begründung können wir ewig Masken tragen, denn bis wir Infektionskrankheiten ausrotten werden sie helfen Tote zu verhindern. Und Solidarität um das zu verhindern versteht sich ja von selbst!

Es ist übrigens keine Frage das Masken helfen. Das brauche ich auch nicht nochmal googlen. Die Frage ist wie wir alle mit ihnen durch ein Jahr kommen bzw. wie ohne und nicht ob sie mir im Raum mit x Personen für x Stunden hilft auch wenn das tool ziemlich cool ist. Die Scheuklappen treffen es deswegen leider offenbar recht gut. Für dich gibt es nur geradeaus, mit Maske, weil sie hilft. Und auf die Frage wie lange antwortest du "solange es hilft!". Ganz offensichtlich ist dir ein Schauen nach links und rechts nicht mehr möglich. Oder möchtest du dein Leben lang in einer Gesellschaft mit Masken leben? Ansonsten lautet die Frage: Wann nicht mehr? Nach der Impfung war es nicht. Nach dem Booster war es auch nicht. Nach der "besseren" Variante für uns scheint es auch nicht zu sein. Und die von dir geposteten Fakten zu Masken werden auch bleiben - genau wie Corona.


Antwort
Zitat
GoodGrief
Beigetreten: 12.07.2011

Original von nbchiller
Jedes Jahr haben Ärzte und Pfleger hunderte und tausende Patienten jährlich dahingerafft, weil sie sich mit Atemwegsinfekten und Grippe zur Arbeit gemacht haben. Und zudem infizieren sie jährlich eine halbe Millionen Menschen (!) mit Krankenhauskeimen. Damit erlegen sie täglich 30 Patienten - nach der günstigsten Schätzung.

Aber all das wird nicht tagesaktuell gemessen, getestet und täglich in Graphen und Balkendiagrammen verpackt. Es liegt im Dunkeln, deswegen fühlt sich niemand bemüßigt das wirklich anzugehen.

Also ja - wenn die Welt so herzlos und oberflächlich ist, wie sie immer war, dann sollen diese Menschen mit Corona arbeiten gehen. Wie eh und je. Oder aber - wir testen alle Angestellten von Krankenhäusern und Pflegeheimen ab sofort auch auf alle anderen potenziell gefährlichen Viren und Bakterien.
Entweder schützt man die vulnerablen Gruppen komplett oder gar nicht.

Realitätstalk Ende.

Und immer wieder taucht diese Zahl auf, wenn es darum geht, dass 1/2 Millionen Patienten sich mit Krankenhauskeimen anstecken. Bevor man sich jetzt vorstellt, dass Ärzte und Pfleger alle diese Keime mit ihren Baatzhänden und anderen Sauereien von einem zum anderen verteilen, so ist es doch wichtig zu sehen, was sind denn diese Krankenhausinfektion für Infektionen? Jeder Infektnachweis - meist Lungenentzündungen, Harnwegsinfekionen und Wundinfektionen -, die 48h nach Krankenhausaufnahme oder nach Eingriffen erkannt werden, werden als nosokomiale Infektionen diagnostiziert und gehen in die Statistik ein. Ja - diese Daten werden seit Jahren acquiriert mit Inzidenz und Mortalität.

Nach Eingriffen oder auch Blasenkatheteranlagen kommt es ebenfalls zu Infektionen. Daher soll und muss jeder Eingriff indiziert sein.

Und wenn man sich jetzt anschaut, welche Keime werden nachgewiesen, dann sind dies nicht oder nur zu einem kleinen Anteil vom Pfleger oder Arzt übertragen, sondern zu >75% die eigene Flora des Patienten, sei es die Hautflora (für Wundinfektionen oder Katheterinfektionen) oder auch Bestandteile der Darmflora. Da viele dieser Pat. bereits verschiedene Vorerkrankungen aufweist, immunsupprimiert sind oder auch bereits Devices im Körper haben wie Schrittmacher, künstl. Gelenke usw.. und nicht ohne Grund im Krankenhaus sind, - sind halt krank - sind sie eben für solche Keime auch wenn es die eigenen sind, vulnerabel.

Das Schlimme ist ja, dass selbst die Fachjournalisten, die mit der Zahl 1/2 Million Infektionen um sich werfen, nicht verstehen oder verstehen wollen, wie diese Zahl zustande kommt. Diese Zahl der Infektionen ist sicherlich zu verbessern, jedoch wird sie nie verschwinden, sondern nur verringert werden können.

Es gibt sicherlich noch weiter Sachen zu Verbessern in der Hygiene, aber die Standards haben sich aufgrund der Erhebung der nosokomialen Infektion immer weiter auch verbessert, welche dann auch erklären, warum nicht nur die Isopatienten so aufwändig sind in der Versorgung. Und wenn ich noch auf den vergangenen Seiten lese, dass diese ganzen vulnerablen Pat., die mit müh und Not den Krankenhausaufenthalt überstehen sollen dann auch noch Besuch von Omikron BA1, danach BA2 und weitere erhalten sollen, dann kommt dies fast ausschließlich von Leuten ohne Blick ins Gesundheitswesen. Für diese ganzen Risikopatienten (multimorbide) über 60J und Immunsupprimierte und auf Intensivstationen, IMCs, Notaufnahmen sind auch die kleinen grippalen Infekte gefährlich. Und wann jetzt schaut, wo im Krankenhaus sich diese Patientengruppen nicht befinden, so komme ich auf die Kantine, die Bettenzentrale, die Entbindungsstation und die Prosektur.

Original von Siedepunkt
Solche Aussagen können nur von Personen kommen, die noch nie in einem Krankenhaus gearbeitet haben und keine Ahnung von der Materie haben.

@Spike, ohne den Rest des Postes von Siedepunkt gelesen zu haben, komme ich zum gleiche Schluss wie Siedepunkt.


Antwort
Zitat
lokalmatador123
Beigetreten: 26.10.2008

Das Argument ist insofern schon schwach, als dass die Behauptung aufstellt wird, dass andere Infektionen nicht gemessen und in den Fokus gerückt werden. Gleichzeitig wird mit der halben Million um sich geworfen, ein offensichtlich gemessener Wert, der regelmäßig durch die Presse geht. Muss man erstmal drauf kommen das so umzudrehen. Und das dann noch als Argument benutzen, frei nach dem Motto: "Ja, wenn doch eh schon 500.000 Infektionen rumgehen, wieso nicht auch noch Corona oben drauf."


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Original von nbchiller

Original von ipraythesun
Selbst wenn ein kleiner Bruchteil der Mitarbeiter symptomlos ist, kommt bestimmt keiner auf die Idee zu sagen: dann sollen sie mit Corona arbeiten gehen.

Nein, auf die Idee kommt man nicht.
Allerdings nur deswegen nicht, weil der positive Test so sichtbar ist. Weil wir ihn sichtbar machen mit unserer heiligen PCR-Kuh. Und wenn wir ihn sichtbar machen, müssen wir virtue signaling betreiben. Weil wir im Spotlight stehen.

Jedes Jahr haben Ärzte und Pfleger hunderte und tausende Patienten jährlich dahingerafft, weil sie sich mit Atemwegsinfekten und Grippe zur Arbeit gemacht haben. Und zudem infizieren sie jährlich eine halbe Millionen Menschen (!) mit Krankenhauskeimen. Damit erlegen sie täglich 30 Patienten - nach der günstigsten Schätzung.

Aber all das wird nicht tagesaktuell gemessen, getestet und täglich in Graphen und Balkendiagrammen verpackt. Es liegt im Dunkeln, deswegen fühlt sich niemand bemüßigt das wirklich anzugehen.

Also ja - wenn die Welt so herzlos und oberflächlich ist, wie sie immer war, dann sollen diese Menschen mit Corona arbeiten gehen. Wie eh und je. Oder aber - wir testen alle Angestellten von Krankenhäusern und Pflegeheimen ab sofort auch auf alle anderen potenziell gefährlichen Viren und Bakterien.
Entweder schützt man die vulnerablen Gruppen komplett oder gar nicht.

Realitätstalk Ende.

Verstehe nicht ganz,wie passt hier Virtue Signalling rein, wenn man potentiell infektiösen Personen sagt, sie sollen Zuhause bleiben? Ist es Virtue Signalling, wenn man sagt Leute, die mit dem HIV-virus infiziert sind, sollen beim Sex die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen treffen?
Ich vermute auch, dass die meisten, die symptomlos krankgeschrieben werden darin kein Problem sehen.
Rest ist halt gewohnter halbgarer Schmarn von dir und der Abschluss "Realitätstalk Ende" setzt der Lächerlichkeit noch die Krone auf
Kann deinen Punkt zwar nachvollziehen und finde ihn berechtigt, Begründung ist aber halt max 4+, so wie gewohnt von dir


Antwort
Zitat
Super-Moderator
Spiike
Beigetreten: 10.07.2014

Original von GoodGrief

Original von Siedepunkt
Solche Aussagen können nur von Personen kommen, die noch nie in einem Krankenhaus gearbeitet haben und keine Ahnung von der Materie haben.

@Spike, ohne den Rest des Postes von Siedepunkt gelesen zu haben, komme ich zum gleiche Schluss wie Siedepunkt.

Das es wahrscheinlich inhaltliche Fehler in dem Beitrag von nbchiller gibt und dieser eher populistischer Natur ist, weil die fachliche Kompetenz und der Einblick in das Medinzinwesen fehlen, dachte ich mir schon. Da ich aber selbst nur Laie bin konnte ich mir da kein Urteil erlauben. Von daher danke ich dir für die Aufklärung und das Richtigstellen.

Es ging aber in der Moderation auch nicht darum ob die Aussage von Siedepunkt korrekt ist. Es ging darum, dass die Begründung dazu fehlt. Wenn er den Inhalt von nbchiller so klar angreift, dann muss er es eben auch begründen. Da dies nicht passiert ist, habe ich seinen Beitrag nun auch gelöscht.

MfG Spiike


Antwort
Zitat
karoel
Beigetreten: 04.06.2006

Komme Gerade von der U Untersuchung vom Kinderarzt.
Ärztin meinte im April können wir ihre Tochter gegen Covid impfen, als ich dies verneinte hättet ihr mal ihren Blick sehen sollen, pures Entsetzen.

Meine Tochter ist genesen wofür dann noch impfen? Hat mir auch direkt gesagt ihre Kollegin kennt ein Kind welches schon lange an Long Covid leidet aber im gleichen Atemzug sagt das Nebenwirkungen vom Impfen meistens nur bei Jungs und Männern im Alter von 15-25 auftreten :facepalm:


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Original von karoel
Komme Gerade von der U Untersuchung vom Kinderarzt.
Ärztin meinte im April können wir ihre Tochter gegen Covid impfen, als ich dies verneinte hättet ihr mal ihren Blick sehen sollen, pures Entsetzen.

Meine Tochter ist genesen wofür dann noch impfen? Hat mir auch direkt gesagt ihre Kollegin kennt ein Kind welches schon lange an Long Covid leidet aber im gleichen Atemzug sagt das Nebenwirkungen vom Impfen meistens nur bei Jungs und Männern im Alter von 15-25 auftreten :facepalm:

Ich kenne auch jemanden, der einen Schaden aufgrund der Impfung hat. Ist genau so wenig repräsentativ. Fakt ist, dass eine Impfung von Kindern nach einer COVID-Infektion sicher möglich und auch grundsätzlich sinnvoll ist (es gibt eine Empfehlung). Der Erwartungswert ist positiv, da man langfristig vor einem schweren Verlauf, auch bei anderen Virusvarianten, gut geschützt zu sein scheint. Dennoch ist es nicht so, dass der Erwartungswert extrem positiv ist, wie bei Erwachsenen. Deshalb ist auch der Verzicht auf eine Impfung kein Grund zur Panik. Ob man das Kind impft oder nicht wird statistisch gesehen so gut wie gar keinen Unterschied auf die Lebenserwartung machen.


Antwort
Zitat
karoel
Beigetreten: 04.06.2006

Mein Kind hatte schon Corona wofür dann noch impfen da gerade Omikron im Verhältnis zu Delta einfach viel "Harmloser" ist.


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Weil nach einer Infektion mit Omikron die Immunität gegen andere Virusvarianten nicht gegeben ist. Das "harmlos" bezieht sich auch auf die Immunantwort.
Kommt im Herbst nomma ne blödere Mutante, kann das durchaus relevant werden...


Antwort
Zitat
GoodGrief
Beigetreten: 12.07.2011

Hi karoel, war die Coronainfektion in einer Zeit, wo es passiert ist, am wahrscheinlichsten mit Delta oder Omikron? Und sie ist dann gerade erst 5 geworden?

@krong: du kamst gleichzeitig mit deinem post. Darauf will ich auch hinaus. War es vielleicht eine Deltainfektion?


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Original von karoel
Mein Kind hatte schon Corona wofür dann noch impfen da gerade Omikron im Verhältnis zu Delta einfach viel "Harmloser" ist.

Hast du gelesen was über dir geschrieben wurde? Im Text steht doch wieso es trotzdem sinnvoll ist.

Wozu stellst du eine Frage, wenn du auf die Antwort danach einfach wieder das Selbe fragst :|?


Antwort
Zitat
Elisamo
Beigetreten: 12.08.2008

Wenn das so kommen sollte dann kann man immer noch impfen, wenn man dies für nötig hält. Solange dieser Fall nicht eintrifft braucht man sein Kind auch nicht dem Risiko einer Impfung aussetzen.


Antwort
Zitat
Siedepunkt
Beigetreten: 08.10.2008

Original von Spiike

Original von GoodGrief

Original von Siedepunkt
Solche Aussagen können nur von Personen kommen, die noch nie in einem Krankenhaus gearbeitet haben und keine Ahnung von der Materie haben.

@Spike, ohne den Rest des Postes von Siedepunkt gelesen zu haben, komme ich zum gleiche Schluss wie Siedepunkt.

Das es wahrscheinlich inhaltliche Fehler in dem Beitrag von nbchiller gibt und dieser eher populistischer Natur ist, weil die fachliche Kompetenz und der Einblick in das Medinzinwesen fehlen, dachte ich mir schon. Da ich aber selbst nur Laie bin konnte ich mir da kein Urteil erlauben. Von daher danke ich dir für die Aufklärung und das Richtigstellen.

Es ging aber in der Moderation auch nicht darum ob die Aussage von Siedepunkt korrekt ist. Es ging darum, dass die Begründung dazu fehlt. Wenn er den Inhalt von nbchiller so klar angreift, dann muss er es eben auch begründen. Da dies nicht passiert ist, habe ich seinen Beitrag nun auch gelöscht.

MfG Spiike

Du hättest mir aber die Möglichkeit geben können, meinen Beitrag näher auszuführen. Du schreibst gestern spät abends etwas dazu und ich soll während der Arbeitszeit etwas dazu schreiben. Schade.


Antwort
Zitat