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Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Gibt es denn eine Studie, die das Risiko-Nutzen-Verhältnis Retrospektive seriös untersucht? Dass Durchfall als eine schweren Nebenwirkung der Impfung definiert wird, finde ich sehr unseriös. Ich habe bei der Impfung schon mit Nebenwirkungen gerechnet und hatte auch Fieber und Abgeschlagenheit. Es war aber vorher klar, dass es dazu kommen kann und als schwer würde ich es subjektiv auch nicht bezeichnen.

Mir scheint, diese Abwägung steht und fällt mit der Definition der Kategorien und das finde ich höchst unbefriedigend.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Habe jetzt extra nochmal die Studie gelesen. Ist wohl beim ersten Mal untergegangen, aber sie haben es doch ganz klar beschrieben:

An SAE was defined as an
107 adverse event that results in any of the following conditions: death; life-threatening at the time of
108 the event; inpatient hospitalization or prolongation of existing hospitalization; persistent or
109 significant disability/incapacity; a congenital anomaly/birth defect; medically important event,
110 based on medical judgement

Wie ich also bereits vorher vermutet habe, zählt durchfall nur, wenn man daran gestorben oder in Lebensgefahr ist, man ins Krankenhaus kam, behindert wurde oder Fehlgeburt hatte.

Damit nochmal zusammengefasst ganz schlechter Kritikstil vom ÖR. Im Ukraine-Russland thread wurde erst kurzem darüber diskutiert ob man die Leute nicht besser zur quellenanslyse/fake news informieren muss.

Die Kritik an der Studie wäre top dafür geeignet.

Sie Studie die du dir wünscht zu erstellen, ist selbst mit Rohdaten fast ein Ding der Unmöglichkeit. Deswegen wurde ja vorallem mit Zahlen zur relativen risikoreduktion statt den zur absoluten gearbeitet.

Die absoluten ändern sich halt extrem, je nach Variante, betrachtubgszeitraum und dem regionalen infektionsgeschenen.

Impfen ich einer Region mit kaum coronsfällen, ist die absolute risikoreduktion fast nich vorhanden, wenn kein corona da, wird auch kein Fall verhindert


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Fehler passieren. Entscheidend ist wie man damit umgeht und obv sollten sie sich nicht wiederholen.

Kannst du dem ÖR vll ne Mail schicken? Mich würde deren Reaktion interessieren.


Antwort
Zitat
stefeu
Beigetreten: 10.01.2007

Original von Topgamer
Habe jetzt extra nochmal die Studie gelesen. Ist wohl beim ersten Mal untergegangen, aber sie haben es doch ganz klar beschrieben:

An SAE was defined as an
107 adverse event that results in any of the following conditions: death; life-threatening at the time of
108 the event; inpatient hospitalization or prolongation of existing hospitalization; persistent or
109 significant disability/incapacity; a congenital anomaly/birth defect; medically important event,
110 based on medical judgement


Wie ich also bereits vorher vermutet habe, zählt durchfall nur, wenn man daran gestorben oder in Lebensgefahr ist, man ins Krankenhaus kam, behindert wurde oder Fehlgeburt hatte.

Damit nochmal zusammengefasst ganz schlechter Kritikstil vom ÖR. Im Ukraine-Russland thread wurde erst kurzem darüber diskutiert ob man die Leute nicht besser zur quellenanslyse/fake news informieren muss.

Die Kritik an der Studie wäre top dafür geeignet.

Sie Studie die du dir wünscht zu erstellen, ist selbst mit Rohdaten fast ein Ding der Unmöglichkeit. Deswegen wurde ja vorallem mit Zahlen zur relativen risikoreduktion statt den zur absoluten gearbeitet.

Die absoluten ändern sich halt extrem, je nach Variante, betrachtubgszeitraum und dem regionalen infektionsgeschenen.

Impfen ich einer Region mit kaum coronsfällen, ist die absolute risikoreduktion fast nich vorhanden, wenn kein corona da, wird auch kein Fall verhindert

Zudem setzen die Autoren in ihrem Fazit ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis mit einem Krankenhausaufenthalt eines Corona-Patienten gleich - angesichts von den aufgeführten Symptomen wie Durchfall, Hautausschlag oder Bauchschmerzen mindestens fragwürdig.

Da passt doch irgendetwas nicht zusammen.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Du hast schon Recht topspit, ich lasse da auch zu selten den benefit of doubt gelten. Würde auch nicht behaupten, dass dort bewusst irgendwas falsch berichtet wurde, aber auch nicht das sich ergebnisoffen mit der Studie auseinandergesetzt wurde.

Habe die Redaktion übers Kontaktformular kontaktiert. Problem ist, dass selbst dieser Fehler schwer zu kritisieren ist, der Artikel schreibt ja folgendes:

Zudem setzen die Autoren in ihrem Fazit ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis mit einem Krankenhausaufenthalt eines Corona-Patienten gleich - angesichts von den aufgeführten Symptomen wie Durchfall, Hautausschlag oder Bauchschmerzen mindestens fragwürdig.

Der erste Satz ("Zudem setzen die Autoren in ihrem Fazit ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis mit einem Krankenhausaufenthalt eines Corona-Patienten gleich") trifft ja zu. Der zweite Satz ist einfach nur eine Meinung, du kannst niemandem die Meinung verbieten etwas fragwürdig zu finden und es gibt auch keine objektiven Kriterien ab wann man etwas fragwürdig finden darf. Auch die Aussage das Symptome wie Durchfall mit einem Krankenhausaufenthalt eines Corona Patienten gleichgesetzt werden ist nicht ganz falsch. Es wird einfach nur weggelassen, dass diese Symptome nur erfasst werden wenn sie mit einem Krankenhausaufenthalt einhergehen.

Das ist auch der Grund warum ich mich mit der Kritik auseinandergesetzt habe, man nennt sich Faktenchecker, schreibt dann aber sehr geschickt seine eigene Meinung wieder und andere Menschen verlassen sich darauf, weil es auf den ersten Blick sehr seriös wirkt, nicht nach Meinung, sondern nach objektiver Auseinandersetzung aussieht, dabei ist es oft genauso subjektiv und irreführend wie die Leute, die man eigentlich widerlegen will.

Packe den nächsten Abschnitt mal in den Spoiler, war meine ursprüngliche Antwort, ist allerdings etwas lang geworden und ist die obige Aussage nochmal genauer ausgeführt.

Spoiler

Wenn ich eins in der Corona Zeit gelernt habe, dann, dass man mit differenzierter Betrachtung niemanden erreicht. Wie oft geht es hier im Thread darum von welcher Seite jemand argumentiert, oder was vermutet wird was die Intention hinter geschriebenem ist? Oft wird garnicht der Inhalt betrachtet, sondern erstmal entweder in die Kategorie pro politik oder halt contra politik eingeordnet und dann entsprechend auf den post reagiert (Und das ist hier noch weitaus gesitteter als anderswo).

Habe daher schon lange mehr oder weniger aufgehört mich intensiv damit zu beschäftigen sowohl im Real Life als auch online. Hat halt nie irgendwas gebracht, für die Pro Maßnahmen Leute war ich Schwurbler, für die Schwurbler war ich Schlafschaf. Und dabei habe ich meine persönliche Meinung fast nie ausgesprochen, sondern einfach den Bullshit Bullshit genannt, egal von welcher Seite.

Das Problem ist doch einfach folgendes, wir leben in einer Demokratie in der alle mitbestimmen konnten, man also Mehrheiten braucht um etwas gemeinsam zu entscheiden. Wenn man in einer großen Gruppe zusammen irgentwo hingeht, müssen alle das Tempo des langsamsten Teilnehmers halten, sonst lassen sie ihn zurück.
Genauso ist es doch mit Mehrheiten in der Demokratie, du musst mit deiner Ansprache den "dümmsten" erreichen nicht die paar gebildeten und intelligenten die die Dinge durchweg kritisch und differenziert betrachten (die dich demzufolge garnicht brauchen).

Um komplexe Sachverhalte für Menschen darzustellen die weniger komplex denken, muss man vereinfachen. Beim vereinfachen gehen aber Informationen verloren und je nachdem wie sehr man vereinfacht, hat man am Ende aussagen die im Grunde falsch sind. Was also machen, dinge differenziert darstellen und damit die Mehrheit der Leuten Rattenfänger hinterherlaufen lassen, weil die simplere Erklärungen liefern?

Auch wenn ich persönlich nicht viel davon halte ist die Konsequenz daraus, dass man sich auf das selbe Niveau der Rattenfänger begibt, sich selbst aber nicht als Rattenfänger sieht, denn man hat ja eine edle und keine negative Intention. Ich persönlich halte davon nichts, aber doch ist es genau das, was ich seit Corona massiv beobachte.

Bezogen auf die Studie:
Die Studie als Wissenschaftliche Arbeit steht für sich selbst, wissenschaftliches Arbeiten ist komplex und nicht ohne Grund gibt es bestimmte Methoden, einen bestimmten Aufbau mit unterschiedlichen Abschnitten und das ganze nimmt 20 Seiten ein. Wer die Studie wirklich verstehen will, muss sie lesen und das nötige backgroundwissen haben um die wissenschaftliche Qualität beurteilen zu können. Das trifft aber auf die große Mehrheit nicht zu, also müssen sie sich auf andere verlassen, die ihnen die wissenschaftlichen Erkenntnisse in verdaulichen happen servieren können.

Jetzt kommt die eine Fraktion und führt die Studie als wissenschaftlichen Fakt aus, der beweist das die Impfungen -EV schon von Anfang waren, wir verarscht wurden etc.
Dabei ist das nicht Inhalt der Studie, sondern eine extreme Vereinfachung, bei der extrem viel unter den Tisch fällt und am Ende ein bisschen Wahrheit mit viel eigener Meinung irreführend dargestellt wird.

Bleiben 2 (mit ignorieren 3) Möglichkeiten zu reagieren.
1. Setzt du dich zusammen mit deinem Publikum sehr differenziert mit der Studie auseinander, betrachtest und erklärst absolute vs relative risikoreduktion, stichprobengrößen, demografisch relevante faktoren, infektionsgeschehen, den zeitlichen kontext des zu untersuchenden Zeitraums etc.
Nach 5 Minuten hast du schon 80% des Publikums verloren und vom Rest fragt sich die Hälfte die ganze Zeit was du eigentlich redest und versucht dich in eine Kategorie (pro/anti vaccine) einzuordnen und betrachtet dein gesagtes dann aus dieser Brille.

2. Du machst genau das, was du der Gegenseite vorwürfst, jeder versteht sofort was du sagen willst, nur die wenigsten merken wirklich was du machst. Dann sagst du eben diese Studie ist quatsch (das führst du natürlich ohne verwendung des wortes quatsch auf andere art und weisen aus (z.b. unterstellungen wie einseitige betrachtungsweise), suchst dir mehr oder weniger berechtigte Kritikpunkte, ignorierst die punkte die nicht in dein narrativ passen und kommst zu den typischen Fakten Checker Artikeln. Ich würde nicht mal behaupten, dass das nun ein bewusstes Vorgehen ist, sondern einfach das Resultat von subjektiven statt objektiven Herrangehensweise, eher ein unterbewusster bias, dazu kommt dann oft noch moralische überhöhung bzw generell emotionen wie Angst ins Spiel (Angst vor dem Virus vs Angst vor der Regierung, die Leute mit seiner "Aufklärung" vor dem Virus retten vs die Leute mit seiner Aufklärung vor den Politikern schützen). Und last but not least sind die Leute die sowas schreiben auch nicht zwangsläufig anders als Ihr Publikum, nur wenn man selber differenziert denkt, kann man die Dinge auch differenziert darstellen.

Könnte man eigentlich auch machen, also dort mal nachfragen, denke mal sie würden es ändern. Problem sind aber weniger die wirklich falschen Aussagen (sind mir ja genauso passiert, wie du sagst "Fehler passieren"), als eben die Vereinfachung die am Ende rauskommt.

edit:
@Josch:

Richtig, hier passt auch irgentwas nicht zusammen:

So wurden beispielsweise SAEs aus der Analyse herausgenommen, die mit einer Covid-19-Infektion in Verbindung gebracht werden konnten."

This effort created an AESI list which categorizes
125 AESIs into three categories: those included because they are seen with COVID-19


Antwort
Zitat
stefeu
Beigetreten: 10.01.2007

Original von Topgamer
Richtig, hier passt auch irgentwas nicht zusammen:

So wurden beispielsweise SAEs aus der Analyse herausgenommen, die mit einer Covid-19-Infektion in Verbindung gebracht werden konnten."

This effort created an AESI list which categorizes
125 AESIs into three categories: those included because they are seen with COVID-19

149 incidence of SAEs. We excluded SAEs that were efficacy outcomes (i.e. COVID-19). Because
150 we did not have access to individual participant data

b All SAEs are included in the calculations except for efficacy outcomes which were included in
certain SAE tables: “COVID-19” and “COVID-19 pneumonia” (Moderna) and “SARS-CoV-2 test
positive” (Pfizer). “All SAEs” for Moderna was calculated using the “Number of serious AEs” row
in Moderna’s submission to FD

Excluded SAE types (efficacy-related endpoints): COVID-19, COVID-19 pneumonia, SARS-CoV-2 test positive.

Muss gestehen, dass ich da gerade nicht ganz durchblicke.

Noch etwas: wie passt diese Aussage

Original von Topgamer
Wie ich also bereits vorher vermutet habe, zählt durchfall nur, wenn man daran gestorben oder in Lebensgefahr ist, man ins Krankenhaus kam, behindert wurde oder Fehlgeburt hatte.

zu dieser Liste:

An SAE was defined as an
107 adverse event that results in any of the following conditions: death; life-threatening at the time of
108 the event; inpatient hospitalization or prolongation of existing hospitalization; persistent or
109 significant disability/incapacity; a congenital anomaly/birth defect; medically important event,
110 based on medical judgment
.

Edit:

Original von Topgamer
man nennt sich Faktenchecker, schreibt dann aber sehr geschickt seine eigene Meinung wieder und andere Menschen verlassen sich darauf, weil es auf den ersten Blick sehr seriös wirkt, nicht nach Meinung, sondern nach objektiver Auseinandersetzung aussieht, dabei ist es oft genauso subjektiv und irreführend wie die Leute, die man eigentlich widerlegen will.

Sorry, aber das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Kannst du anhand irgendeines bekannten Faktencheckers belegen? Würde mich stark wundern, aber falls doch, dann weiss man wenigstens was man in Zukunft meiden sollte.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Welche These hällst du denn für wahrscheinlicher:

A) Die Studie wurde einseitig verzerrt, dadurch das z.b. Durchfallsymptome mit Krankenhausaufenthalt gleichgesetzt werden, obwohl es keine durchfallsymptome in der Kontrollgruppe gab und das obwohl 25 pro Tag zu erwarten gewesen wären.

B) Das keine einfachen Durchfallsymptome gewertet wurden, sieht man nicht nur an der definition, die sich auf krankenhausaufhenthalte und ähnlich schwere dinge bezieht, sondern auch daran, dass im Betrachtungszeitraum von 2 Monaten kein einziges mal Durchfall als SAE bei der Kontrollgruppe gefunden wurde, obwohl normale Durchfallsymptome statistisch ca. 25 mal am Tag bei Population von 10.000 Teilnehmern auftreten sollte.

Original von stefeu

Edit:

Original von Topgamer
man nennt sich Faktenchecker, schreibt dann aber sehr geschickt seine eigene Meinung wieder und andere Menschen verlassen sich darauf, weil es auf den ersten Blick sehr seriös wirkt, nicht nach Meinung, sondern nach objektiver Auseinandersetzung aussieht, dabei ist es oft genauso subjektiv und irreführend wie die Leute, die man eigentlich widerlegen will.

Sorry, aber das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Kannst du anhand irgendeines bekannten Faktencheckers belegen? Würde mich stark wundern, aber falls doch, dann weiss man wenigstens was man in Zukunft meiden sollte.

Genau das habe ich doch in dem Post getan. Was willst du denn für einen Beleg haben?

Studie findet bei gegebenen Betrachtungszeitraum, mit gegenbener Variante, Population etc, aber fehlenden Rohdaten, ein minus EV outcome bei Imfpung.

Die eine Seite macht daraus, dass die Studie generell beweist, dass die Impfung immer schon -EV war, wissenschaftlich falsch.

Die nächste Seite stellt die Studie als unwissenschaftlich hin, nutzt dazu aber keine fakten sondern unwissenschaftlich kritik (Anschuldigung: Die Wissenschaftler könnten lügen oder betrogen haben, etwas durchfall oder bauchschmerzen werden mit krankenhausaufenthalt gleichgesetzt).

Beide Seiten haben die Studie nicht objektiv wiedergegeben.

Am Ende der Studie in der Diskussion wird ganz klar von den Autoren beschrieben, welche limitations es gibt, und das der Hauptgrund die fehlenden Rohdaten sind und die Autoren fordern aufgrund der Studie und ihrer Argumentation, dass es nötig ist diese zu veröffentlichen. Verstehe nicht warum man da jetzt so ein Politikum draus machen muss.

A systematic review and meta-analysis using individual participant data should be undertaken to
376 address questions of harm-benefit in various demographic subgroups. Full transparency of the
377 COVID-19 vaccine clinical trial data is needed to properly evaluate these questions.
378 Unfortunately, well over a year after widespread use of COVID-19 vaccines, participant level
379 data remain inaccessible


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Gab es schon Feedback vom ÖR? Wird meiner Ansicht nach sowieso nichts kommen. Die werden das aussitzen und sind gar nicht an konstruktivem Feedback thematisiert. Gerade bei so einem Thema wollen die gar nicht den Standpunkt verändern, damit man bloß nicht den "Querdenkern" Angriffsfläche bietet. Aber Transparenz sieht anders aus.


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Der ÖR wartet nur drauf, dass die ne Mail beantworten können, in der irgendein Hansel irgendwas nachfragen/kritisieren will :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Mal eine Frage zur "gefühlten Wahrheit" so hier :-)
Man hat ja im eigenen Umfeld schon eine gewisse Sample Size an COVID cases um sich rum. Bei mir bestimmt im mittleren 2 stelligen Bereich so in den letzten 8 Wochen.

Aktuell wäre meine Wahrnehmung, dass die Verläufe irgendwie schwerer werden. Jetzt nicht im Sinne von, was man unter einem "schweren" Verlauf versteht, aber dass es mehr Richtung echte Grippe geht.

Gefühlt war das Anfang des Jahres so, dass jeder COVID hatte und 80% gesagt haben 1-3 Tage schon krank irgendwie, manche Fieber aber viele auch gar nicht, danach eher fit und 5-7 Tage warten bis Test negativ ist.
Jetzt ist es, immer noch gefühlt so, dass die Cases schon häufiger richtig flach liegen, auch junge Leute.
Ich kann nicht bewerten, ob manche einfach nur länger "Urlaub" haben wollen, aber wir haben u30 Leute im Unternehmen, die jetzt 3 Wochen krank waren wegen COVID.

Daher nur mal, um die Samplesize in den mittleren 3 stelligen Bereich zu heben.
Einfach reiner Zufall? Oder gar falsche Wahrnehmung oder kann das wer bestätigen oder auch falsifizieren?


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

Joar kann ich so bestätigen, wobei ich in meinem Umfeld immer noch keinen wiklichen schlimmen verlauf hatte. gerade vor ner woche mit 3 freunden getroffen, die es alle anfang okt. hatten und die sind noch ganz gut am rumhusten. auch wenn sie sonst wieder fit sind. Muss aber auch sagen, dass die meisten in meinem Umfeld inkl. mir die erste infektion so 1-3 Monate nach dem booster hatten. ich denke das kann damit schon zusammen hängen. die beschriebenen fälle hatten nun auch min 6-7 monate seit booster / erster infektion.

Btw. wie handhabt ihr das mit dem booster? Ich würde tendenziell einen nehmen, hab aber auch gehört, dass es aktuell noch schwer ist an den stoff zu kommen, wenn man nicht über 60/risikopatentient ist. vor paar wochen gabs mal wieder corona virus update auch mit schwerpunkt zu dem thema. Da hieß es ü60 + risikopatentien auf jeden fall. gesunde Mitdreißiger, die schon 3x geimpft und sogar erkrankt waren, eher individuelle entscheidung zudem erstmal denen dies brauchen den vorrang geben. wäre cool hier mal studien und/oder gefühlte wahrheit zu bekommen.


Antwort
Zitat
Moderator
krong
Beigetreten: 26.12.2005

Meine persönliche unfundierte Einschätzung: Sehe bei 3x geimpft + durchgemachter Infektion mit omikron keine Notwendigkeit für den omikron Booster.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Spannende Erfahrung bei dir. In meiner Bubble hat aktuell niemand Covid-19, sondern wenn andere Infekte. Trotz Clubbesuchen und Firmenevent im EU-Ausland mit gefüllten Flugzeugen, Bahnen und Restaurants ohne Maske.

Aktuell herrscht Omikron BA.5 vor, welche wie alle Omikron-Varianten prinzipiell milder verläuft als Delta. In wenigen Wochen wird es vermutlich die neue Variante BQ.1.1, welche nach aktuellem Stand allerdings auch keine schwereren Verläufe mit sich zu bringen scheint ((Quelle).

Von der hier im Thread vor 1-2 Monaten stark befürchteten Wiedereinführung der Maskenpflicht in öffentlichen Gebäuden oder weiteren Maßnahmen ab Oktober ist bis dato übrigens nichts zu sehen. Oder gab es irgendwo lokale Anpassungen an das Infektionsgeschehen?


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Wozu soll es jetzt weitere Maßnahmen geben?
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/COVID-19-Trends/COVID-19-Trends.html?__blob=publicationFile#/home

R-Wert wieder <1

Wenn sich der Trend hält kann man sogar drüber nachdenken noch geltende Maßnahmen zu kippen. Maskenpflicht im ÖPNV zB. Könnte man genauso freiwillig gestalten wie im Supermarkt.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Kenne auch nur eine Person die in letzter Zeit covid hatte. Kein schwerer Verlauf.
Ist aber generell kein wirklichs Thema mehr in meiner bubble. Von daher erfährt man eventuell auch einfach nicht jedee nachgewiesene Infektion.


Antwort
Zitat
bumblebeebee
Beigetreten: 06.06.2006

In meinem Bekanntenkreis auch sehr wenige mit Infektionen momentan.
Aber die, die's haben tatsächlich mit etwas schwereren Verläufen. Eine Woche lang Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, etc. plus ein bis zwei Wochen, um wieder halbwegs fit zu werden.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von topspit
Wozu soll es jetzt weitere Maßnahmen geben?
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/COVID-19-Trends/COVID-19-Trends.html?__blob=publicationFile#/home

Ich sehe für weitere Maßnahmen aktuell auch keinen Grund. War auch nicht die Aussage meines Postings.


Antwort
Zitat
Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Bei mir gabs letzten Monat ziemlich viele Fälle im privaten Umfeld.
Heisst: Fußball, Stadion, Vereinsheim, Auswärtsbus.
Von den Symptomen bei den Kollegen war von gar nix bis 1 Woche knockout alles dabei.
Mich hat es im Oktober dann nach Februar zum 2. Mal erwischt. (3 Impfungen)
Ich empfand es für mich sehr mild. Milder als beim ersten Mal, welches damals aber auch nicht besonders schlimm war.
Diesmal kein Fieber, kein Husten, kein Schwitzen. (im Februar hatte ich das etwa 36 Std und war 2 Wochen mit Rotznasen-Symptomen daheim, incl 10 Tage positiv)
Eigentlich nur ein stärkerer Schnupfen. Und nach der Mindestisolationszeit war ich auch wieder symptomfrei negativ.
Kollege aus dem Verein hatte es zum ersten Mal. Sehr wahrscheinlich von mir/uns angesteckt. Ebenfalls 3 Impfungen. Den hats eine Woche komplett umgelegt.
Frau Kleeblatt hats auch zum 2. Mal jetzt bekommen. Die hatte 1 Tag erhöhte Temperatur und 5 Tage sehr starken Husten und war nach 8 Tagen wieder symptomfrei. Sie empfand es jetzt heftiger als im Februar.


Antwort
Zitat
dustykid24
Beigetreten: 27.04.2009

Überlege den Jahreswechsel heuer in Berlin zu feiern. Gibt es hier aktuell noch Covid Maßnahmen und muss bei der Anreise per Flugzeug ein Test oder ähnliches vorgelegt werden?


Antwort
Zitat
mustangpower
Beigetreten: 20.02.2008

Hängt davon ab woher du einreist...
Einzelheiten hier:
https://www.berlin.de/corona/massnahmen/#headline_1_36

"Derzeit gelten nur noch für Einreisende aus Virusvariantengebieten bestimmte Vorgaben wie Anmelde-, Test- und Quarantänepflichten. Für Einreisen aus anderen Gebieten gelten keine Maßnahmen. Als Virusvariantengebiete gelten Gebiete, in welchen besorgniserregende SARS-CoV-2-Mutationen verbreitet auftreten, welche noch nicht oder nicht mehr flächig in der Bundesrepublik vorhanden sind."

Da 4 Bundesländer bereits sogar die Isolationspflicht abschaffen wollen, habe ich die Hoffnung, dass es bald mit allen Maßnahmen zu Ende geht.

https://www.tagesschau.de/inland/corona-isolationspflicht-105.html


Antwort
Zitat