Interessante Studie, die in Nature veröffentlicht wurde: Es wurden diskriminierende Einstellungen gegen ungeimpfte Menschen untersucht, wobei 21 Länder beleuchtet wurden.
Prinzipiell wurde geprüft, ob diskriminierende Einstellungen eine breite Grundlage in der Gesellschaft haben.
Die Ergebnisse zeigen, dass geimpfte Personen eine ausgrenzende Haltung gegenüber ungeimpften Personen zeigen, selbst in Familienbeziehungen.
Diese diskriminierenden Einstellungen treten kulturübergreifend auf, wobei die Stärke der Diskriminierung erheblich von den kulturellen Gegebenheiten des Landes abhängt.

Länder, denen es gelungen ist, die Todesfälle durch Covid-19 niedriger zu halten, zeigen eine höhere diskriminierende Haltung gegenüber ungeimpften Personen (ca. 20%).
Länder mit einem höheren sozialen Vertrauen (wo den meisten Menschen vertraut werden kann; subjektiv) weisen gleichzeitig eine höhere Diskriminierung auf.
Des Weiteren ist die Diskriminierung in Ländern höher, die sich an starken Normen sowie an der Sanktionierung von Normverletzungen orientieren. Kulturen, die höhere moralische Erwartungen vermitteln, bieten folglich mehr Nährboden für ausschließende Haltungen.

Die Antipathie von geimpften Personen gegenüber ungeimpften Personen war etwa genauso hoch wie gegenüber Drogenabhängigen und höher als gegenüber Menschen, die im Gefängnis waren.