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weissnich
Beigetreten: 28.01.2008

naja trigema wird wegen des hohen preises der masken auch schon kritisiert.. aber wenn sie gekauft werden, hat man wirtschaftlich alles richtig gemacht... letztlich will/wollte trigema überleben und die arbeitsplätze in deutschland halten.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von MrPGrey
Ich empfinde den Rant als völlig gerechtfertigt.

Auch die aktuelle Kritik an unserer Regierung und den getroffenen Maßnahmen ist darüber hinaus nicht nachvollziehbar,
entbehrt jeder Logik und ist aufs Schärfste zu missbilligen.

Spoiler

1.Zum Vorgehen der Regierung:
Die Hauptkritik, die hier im Thread und auch sonst in den Medien anklingt, ist diejenige,
dass aufgrund der getroffenen Maßnahmen die Wirtschaft erheblich leidet und schnellstmöglich
eine Lockerung/Öffnung des Lockdowns stattzufinden habe.

Die Regierung tut faktisch gesehen aktuell nichts anderes, als täglich eine Abwägung vorzunehmen:
Und zwar die Abwägung zwischen dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit einerseits
und dem Recht auf Versammlungs-/Bewegungsfreiheit (und mittelbar dem wirtschaftlichen Wohlstand).

Kurz: Was ist objektiv gewichtiger?
Die Antwort dürfte hier eindeutig zu Gunsten der Ersteren ausfallen.
An dieser Stelle ist übrigens auf den Verlauf COVID in den USA hinzuweisen, bei dem die Regierung zunächst nicht so schnell reagiert hat.

Ob im Zweifel die persönliche Insolvenz oder der Tod/starke körperliche Beeinträchtigung vorzuziehen ist,
kann jeder für sich selbst entscheiden.
Die Regierung hat in diesem Fall aber die einzig richtige Entscheidung zu treffen und dem Leben den Vorzug zu geben.
Das tut sie glücklicherweise aktuell.

2.Zu den ewigen Besserwissern:
In einem Paralleluniversum, in dem unserer Regierung zugunsten des Lebens keine Maßnahmen ergriffen hätte,
würden die gleichen und noch mehr Menschen nun auf der Straße protestieren und dieser nicht
die Verletzung der Versammlungsfreiheit, sondern eben des Rechts auf Leben vorgeworfen.
"Wie konnte die Regierung nur uns alle sterben lassen...Die Elite will uns ausrotten!!!"

Wie mans macht, macht mans also falsch.

Behauptet eine (Medizinrechts-)Anwältin (1 von 165.100 zugelassenen Anwälten), dass ein Verfassungsbruch vorliege, so müsse das dann natürlich stimmen. Da stürzt man sich drauf!
Dass das zum aktuellen Zeitpunkt noch niemand sicher sagen kann, da unzählige Faktoren miteinzubeziehen sind
und aktuell wohl alles dafür spricht dem Recht auf Leben den Vorrang zu gewähren - egal.
Dass die Dame keine Qualifikation im öffentlichen Recht aufzuweisen hat, sonst auch bei weitem niemand
aus dem Bereich sich dementsprechend äußert - egal. Haben entweder Angst oder gehören zur Elite - Alle 165k.

Wer also der Verschwörungstheoretiker-Szene auch nur ein Fünkchen Glauben geschenkt hat, der sollte spätestens jetzt merken, wie absolut absurd das alles ist.

Selbiges gilt natürlich für jede medizinische These seitens dieser.

3. "Ich verlier all mein Geld"
Natürlich sind finanzieller Verlust und persönliche Einbußen keine schönen Sachen.
Aber wir sind immer noch in Deutschland.

Selbst wenn jemand sein Unternehmen verliert, seinen Job aufgeben muss oder sein Haus nicht mehr abzahlen kann,
dann wird ihm immer noch das -weltweit höchste- Existenzminimum garantiert.
Niemand wird ohne Dach überm Kopf, niemand ohne Fernseher/PC/Internet/kleines Taschengeld leben müssen.

All diese Dinge sind für uns höchst selbstverständlich, während sie global gesehen wohl Luxus sind.
Ich verweise hier auch mal auf den Post von vor ein paar Tagen, der eine ähnliche Sicht eingenommen hat.

In Manila stehen die Leute teilweise Schlange, um seitens der Regierung ihre wöchentliche Essenration zu bekommen,
weil ihr Geld weder für Miete noch Essen ausreicht.
Die Menschen dort hungern und machen sich aktuell Sorgen ums Existenziellste,
während hier die Leute darüber ranten, dass Restaurants zu haben.

Ich hoffe man hält einfach einen Moment inne und vergegenwärtigt sich,
wie gut es einem vergleichsweise gehen wird, selbst wenn man komplett pleite gehen sollte.

Insofern, einen schönen Tag.

Die Regierung tut faktisch gesehen aktuell nichts anderes, als täglich eine Abwägung vorzunehmen:
Und zwar die Abwägung zwischen dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit einerseits
und dem Recht auf Versammlungs-/Bewegungsfreiheit

Kurz: Was ist objektiv gewichtiger?
Die Antwort dürfte hier eindeutig zu Gunsten der Ersteren ausfallen.

Genau das geht mir so auf den Sack. Diese totale Verkürzung. "Sry hier ist ein Virus das eine Mortalität von ~0.5% hat; bei gesunden Menschen zwischen 0-65 wahrscheinlich um die 0.05%" Und dann kommt MrPGrey und sagt "Shut down everythink"; inkl. unserer Grundrechte.

Ist ja OK, dass wir:

- die Schulen schließen
- die Wirtschaft lahm legen
- Kneipen/Bars/Clubs schließen
- Konzerte/Festivals Grißveranstaltungen absagen
- Bundesliga alle Sportevents (von mir aus auch Golf) absagen
- u.v.m.

All das ist erst mal kein Grundrecht.

Aber dass man uns das Grundrecht der Versammlungsfreiheit nimmt, es Trauernden verbietet vernünftig abschied zu nehmen es dem Vater verbietet sein neugebohrenes Kind in den Arm zu nehmen ohne darzulegen welchen Effekt es hat bzw. haben soll und selbst dann noch zu verlängern nachdem man festgestellt hat, dass es so gut wir gar keinen Effekt dieser Maßnahmen gibt dann geht mir das persönlich einfach zu weit.

Und wenn man das dann öffentlich sagt, wird man gleich als Verschwörungstheoretiker/Impfgegner abgestempelt und man würde alle alten Menschen töten wollen. Tolle Diskussionskultur :appl:

Auch geil waren ja die Reaktion auf das Interview von diesem Mikrobiologen Sucharit Bhakdi. Einfach den Inhalt des Interviews herabgewürdigt weil der durchführende Interviewpartner ja ein Verschwörungstheoretiker ist. Und ich dachte wir könnten gemeinsam Fakten austauschen und die Thesen auseinander nehmen. So bilde ich mir normalerweise eine Meinung oder widerlege eine.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

bei all den Forderungen nach Lockerungen sollte man nicht vergessen wo wir herkommen. wir haben nun pro tag ungefähr so viele Neuinfektionen wie zum ausrufen des Lock-Downs:
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland#Infektionsf%C3%A4lle

die kurve ab mitte märz zeigt auch, dass die maßnahmen gewirkt haben, frage mich wie man auf die idee kommen kann, dass das alles nix gebracht hat... das ist wirklich wie auf kondome verzichten, da man ja bisher mit kondomen immer safe war...

wenn man nun zuviel und zu schnell aufmacht wird man in kürze gezwungen sein wieder komplett in Lockdown zu gehen. das wird wirtschaftlich und gesellschaftlich schlimmere folgen haben als eine nun langsamere schrittweise Öffnung. Gerade für die Wirtschaft ist nun Vertrauen wichtig.

Man muss Politikern und auch Wissenschaftlern einen gewissen "Trial and Error Modus" zugestehen. Schrittweise Öffnungen werden sicherlich bald auch im Privaten geschehen, so dass man sich z.B. wieder in kleineren Gruppen treffen darf. Auch Themen wie Beerdigungen und vor allem besuche im Krankenhaus als Vater werden auch wieder anders gehandhabt werden. Wobei das mit bei der Geburt dabei sein als Vater auch sehr unterschiedlich gelebt wird.


Antwort
Zitat
Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Gibt es eigentlich mittlerweile vernünftige Zahlen zu Letalität?
https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/
England hat noch niemanden als Geheilt gemeldet und rechnerisch kommen da ewig große Spannweiten raus.


Antwort
Zitat
Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von Santalino2
[...] Aktuell beträgt die Verdopplungszeit in Deutschland über 20 Tage, John-Hopkings-Universität geht sogar von ca. 25 Tagen aus, Link. Offensichtlich ist unser Gesundheitssystem aktuell nicht überfordert und das Ziel mit Verdopplungszeit von 10 Tagen wurde weit übertroffen. Mit welchen Recht sind die massiven Freiheitseinschränkungen jetzt überhaupt noch zu rechtfertigen?

Ich finde es schon albern wie sich manche Medien an diversen Aussagen von Politikern regelrecht festbeißen. Ja, Frau Merkel hatte mal die Verdopplungszeit von 10 Tagen in Zusammenhang mit Lockerungen der Maßnahmen ins Spiel gebracht. Eine Verdopplungszeit von 10 Tagen beudetet jedoch ein Fakor 64 nach nur zwei Monaten. Das ist ganz sicher kein akzeptabler Zustand und darauf hätte der Autor dieser Schlagzeile durchaus selber kommen können. Stattdessen insistiert er lieber wie ein kleines Kind auf besagter Aussage. Seriöser Journalismus sieht anders aus.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Original von MrPGrey
Nur zur Ergänzung:
Es ging mir nicht um den Vorgang der Kritik allgemein,
sondern, dass die aktuelle Kritik mit den jetzigen Inhalten
("meine Grundrechte werden verletzt; die Wirtschaft leidet wegen euch; eure Maßnahmen sind falsch")
nicht nachvollziehbar ist.

Kann sein, dass du es auch so verstanden hast,
kann aber auch sein, dass du es eben missverstanden hast.

Dazu hatte ich schon mal was geschrieben.
Zu sagen: Die Beschneidung meiner Grundrechte ist in Ordnung oder nicht in Ordnung sind beides völlige legitime Meinungsäußerungen.
Das ist auch etwas, wo jeder von uns eine eigene Grenze zieht wie viele gefährdete Leben welche Einschränkung rechtfertigen. An diese Frage gehen manche emotional, manche mit Prinzipien heran. Manche können das für sich sofort, manche erst später abwägen. Dazu kommt, dass sich die Meinung auch ändern kann, weil die vorherige auf Irrtümer und falsche Vorhersagen beruhen. Manche überbewerten Konsequenzen, manche unterbewerten sie.

Ist halt ein schwieriges Thema, weil es um Menschenleben geht. Aber auch über schwierige und emotional aufgeladene Themen muss man diskutieren und Kritik billigen können.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von housebesuch
https://twitter.com/19insomnia82/status/1251095569134649345?s=21

Der komplette Strang ist ein random Rant einer Anästhesistin und Intensivmedizinerin auf einer COVID-19-Station.

AC träumt ja insgeheim den Traum der Herdenimmunität. Kleiner Tipp an ihn, mit der Lunge aus dem Link, wird er Tennis für lange Zeit vergessen können.
Andere Folgeschäden sind in Gänze noch nicht absehbar, erste Berichte ( https://jamanetwork.com/journals/jamaneurology/fullarticle/2764549) legen neben Auswirkungen auf Herz und Lunge auch neurologische Schäden nahe.
Das sind Menschen, die als billige Arbeitskräfte für die ach so geschundene Wirtschaft in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen, dafür aber für hohen Aufwand im Gesundheits- und Pflegesystem sorgen werden.

99,5% aller infizierten Menschen werden überleben, das ist abzusehen, aber wie dieses Leben aussehen wird, ist im Augenblick nicht absehbar. Herdenimmunität ist nur dann eine Option, wenn wir kein Problem mit Menschenversuchen haben.

Irgendwie ist mir die Twitter Person (eigene Beschreibung: Approbierte Gastante, Fachbitch für Intensivtaten, harte Drogen und medikamentöse Schlaferzwingung in der Anstalt. Signalfarb-Transporterbesatzung) und das Bild nicht klar. Wenn man die Kommentare anschaut, dann wirkt das wenig wissenschaftlich. Das man zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht alle Langzeitfolgen ausschließen kann ist klar und logisch, aber daraus darf man auch nicht schließen, dass wir jetzt das erste Killervirus haben, welches ganz schlimme Langzeitfolgen verursacht. Woher kommt das Bild und was zeigt es genau?

Ich stelle mir ja eher die Frage was mit den 100.000 (+ Dunkelziffer) genesenen Menschen in Deutschland ist? Gehen die gerade alle geisteskrank durch die Gegend bis sie irgendwann bei einer Treppe nicht weiterkommen? Es ist einfach sehr viel wahrscheinlicher, dass junge Leute nach ein paar Wochen keine merkbaren Einschränkungen mehr haben. Ältere brauchen wie immer mehr Zeit für eine Regeneration. Aber auch da habe ich noch nicht über 3 Monate genesene Menschen gelesen, die immer noch mit den Folgen kämpfen, wenn der Verlauf der Krankheit nicht schlimm war.


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Naja, wenn die USA jetzt wieder bissl schneller alles aufmachen will, dann werden wir ja sehen wie sich das auswirkt. Wenn in Deutschland dann gesehen wird, wie gut das klappt, dann kann man schnell nachziehen. :f_drink:


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Ich hab mal ne Frage, nehmen wir an man würde auf Herdimmunität gehen, wenn das Virus dann mutiert, wäre doch wieder keiner Immun oder?
Und wie ist es mit einem Impfstoff, wenn dieser entwickelt ist, könnte man dann daraus "easy" einen Impfstoff für eine Mutation entwickeln so wie bei der Grippe?
Vermutlich sind das aber Fragen, die keiner richtig Beantworten kann.


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Original von topspit
Genau das geht mir so auf den Sack. Diese totale Verkürzung. "Sry hier ist ein Virus das eine Mortalität von ~0.5% hat; bei gesunden Menschen zwischen 0-65 wahrscheinlich um die 0.05%" Und dann kommt MrPGrey und sagt "Shut down everythink"; inkl. unserer Grundrechte.

Ist ja OK, dass wir:

- die Schulen schließen
- die Wirtschaft lahm legen
- Kneipen/Bars/Clubs schließen
- Konzerte/Festivals Grißveranstaltungen absagen
- Bundesliga alle Sportevents (von mir aus auch Golf) absagen
- u.v.m.

All das ist erst mal kein Grundrecht.

Aber dass man uns das Grundrecht der Versammlungsfreiheit nimmt, es Trauernden verbietet vernünftig abschied zu nehmen es dem Vater verbietet sein neugebohrenes Kind in den Arm zu nehmen ohne darzulegen welchen Effekt es hat bzw. haben soll und selbst dann noch zu verlängern nachdem man festgestellt hat, dass es so gut wir gar keinen Effekt dieser Maßnahmen gibt dann geht mir das persönlich einfach zu weit.

Und wenn man das dann öffentlich sagt, wird man gleich als Verschwörungstheoretiker/Impfgegner abgestempelt und man würde alle alten Menschen töten wollen. Tolle Diskussionskultur :appl:

Auch geil waren ja die Reaktion auf das Interview von diesem Mikrobiologen Sucharit Bhakdi. Einfach den Inhalt des Interviews herabgewürdigt weil der durchführende Interviewpartner ja ein Verschwörungstheoretiker ist. Und ich dachte wir könnten gemeinsam Fakten austauschen und die Thesen auseinander nehmen. So bilde ich mir normalerweise eine Meinung oder widerlege eine.

Der erste Fakt, den du akzeptieren solltest ist, dass jeder vernünftige und seriöse Wissenschaftler
in der aktuellen Situation seine Aussagen unter dem Vorbehalt der aktuellen Erkenntnisse äußert.
Ich habe das KenFM-Video mit Herrn Bhakdi bereits nach genau 8 Minuten abgebrochen,
weil eben jener Herr Bhakdi bereits hier den unverzeihlichen Fehler begeht und dies nicht tut.

Du tust aktuell nichts anderes.
Du sagst das Virus hat eine Sterberate von 0,5%, bei gesunden Menschen 0,05%,
obwohl das zum jetzigen Zeitpunkt niemand sicher sagen kann.
Ich für meinen Teil, akzeptiere auch den Umstand, dass ein gewisser Anteil der Ärzte energisch darauf
aufmerksam macht, dass teilweise schwere Lungen- und/oder sonstige Körperschäden bestehen bleiben.
Das beziehst du in deine Abwägung leider scheinbar nicht mitein.

Im Übrigen betreffen all deine aufgezählten Einschränkungen immer ein Grundrecht.
Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wurde im Übrigen nur theoretisch (tatsächlich) genommen.
Rein rechtlich besteht es - selbstverständlich - immer noch und wie im Einzelnen die Behörden damit
verfahren, ist ja an zahlreichen Demonstrationen zu sehen, die dennoch genehmigt werden.
(Heute z.B. die Demonstration der Pegida-Leute in Dresden.)
Auch in Heidelberg hat man sich vor der Polizeiwache zum Empfang der Rechtsanwältin versammelt
und dabei - schizophren wie man ist - lauthals geschrien, dass ja das Grundrecht auf Versammlung genommen werde.
Dass die Behörden dabei bei Hunderten von Menschen von Strafe abgesehen haben - egal.
Dass die Behörden die faktische Versammlung nicht aufgelöst haben - auch egal.
Selbiges bei sämtlichen anderen Demos.

Die übrigen Maßnahmen (trauernder Vater, Kind) sind übrigens sicher nicht von der Regierung angeordnet,
sondern schlicht die (ggf. Miss-)Deutung und Ausübung der jeweiligen Befugnisse durch Individuen.
Wenn ein Krankenhaus also von seinem Hausrecht ggf. in falscher Weise Gebrauch macht, so hat das relativ
wenig mit Grundrechten und der Regierung zu tun.

Und woher weißt du, dass diese Maßnahmen keinen Effekt haben?
Da bist du scheinbar vielen Wissenschaftlern voraus.
Ist es im Übrigen wirklich so schwer zu verstehen, dass man in diesen Zeiten nicht noch zusätzliche potentielle Virenträger
bei Säuglingen haben will?
Ist es so hart einfach 10 Minuten zu warten bis sein Baby rauskommt?
Egal...MEIN GRUNDRECHT WIRD MIR GENOMMEN! SKANDAL.

Die Diskussionskultur ist nur so verkommen, weil eine Seite
immer vermeintlich meint die absolute Wahrheit zu kennen und diese Seite
meist weder die medizinischen, rechtlichen noch sonstigen Hintergründe beurteilen kann,
aber natürlich seine Meinung als die einzig richtige verkauft.

Als letzte Frage:*
Gewichtest du also die von dir vermeintlich verletzten Grundrechte
(Versammlungsfreiheit, sonstige)
höher als das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Leben?
* gemeint ist natürlich in der aktuellen Situation.


Antwort
Zitat
Xantos
Beigetreten: 07.09.2005

Original von MrPGrey
Als letzte Frage:
Gewichtest du also die von dir vermeintlich verletzten Grundrechte
(Versammlungsfreiheit, sonstige)
höher als das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Leben?

Grundsätzlich macht diese Frage keinen Sinn, weil es stets um Güterabwägung geht.

Wenn du sie schon aber so vereinfacht stellst:
Ja, Grundrechte stehen auch über "dem Recht auf körperliche Unversehrtheit und Leben", sofern es bei letzterem um kleine Risiken geht.
Beispiel: Ich darf ja mit dem Auto herumfahren, obwohl ich dadurch das Leben anderer gefährde.


Antwort
Zitat
Wody
Beigetreten: 23.01.2007

Original von MrPGrey

Original von topspit
Genau das geht mir so auf den Sack. Diese totale Verkürzung. "Sry hier ist ein Virus das eine Mortalität von ~0.5% hat; bei gesunden Menschen zwischen 0-65 wahrscheinlich um die 0.05%" Und dann kommt MrPGrey und sagt "Shut down everythink"; inkl. unserer Grundrechte.[...]

Der erste Fakt, den du akzeptieren solltest ist, dass jeder vernünftige und seriöse Wissenschaftler
in der aktuellen Situation seine Aussagen unter dem Vorbehalt der aktuellen Erkenntnisse äußert.
Ich habe das KenFM-Video mit Herrn Bhakdi bereits nach genau 8 Minuten abgebrochen,
weil eben jener Herr Bhakdi bereits hier den unverzeihlichen Fehler begeht und dies nicht tut.

Du tust aktuell nichts anderes.
Du sagst das Virus hat eine Sterberate von 0,5%, bei gesunden Menschen 0,05%,
obwohl das zum jetzigen Zeitpunkt niemand sicher sagen kann.
[...]

Das ist ein schwachsinniger Vorwurf. Es ist doch klar, dass Posts hier im Forum keine wissenschaftliche Qualität haben. Es ist hier vielmehr eine politische Diskussion. Außerdem hat topspit seine Aussagen sogar mit "~" und "wahrscheinlich" versehen.

Was aber bei der Diskussion nicht weiterhilft ist zu sagen, dass es Fälle gibt, wo Menschen Langzeitschäden durch Corona erleiden. Da muss man schon wissen, ob es Einzelfälle sind oder nicht.

Darum solltest du Aussagen bezüglich Diskussionskultur stecken lassen. Glashaus und Steine und so.


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

- Ich schrieb "~"0.5 und "wahrscheinlich" 0.05% -> Es wird sich wahrcheinlich irgendwo in diesem Bereich bewegen.
- Nicht ich muss darstellen, dass das Einschränken der Grundrechte keinen Effekt hat, sondern du musst nachweisen, dass das Einschränken der Grundrechte einen nennenswerten Effekt hat. Ich rede hier vom Kontaktverbot bzw. dem Versammlungsrecht.
- Ist ja echt nett, dass die Polizei 200 Personen erlaubt hat sich für die Anwältin zu demonstrieren. Im ernst, soll ich das jetzt feiern?
- Fun Fact: Die Anwältin wurde in die Psychatrie eingewiesen. Ein Schelm wer...

Mit dem rest bin ich mehr oder einverstanden, du hast recht.

Als letzte Frage:
Gewichtest du also die von dir vermeintlich verletzten Grundrechte (Versammlungsfreiheit, sonstige) höher als das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Leben?

Es ist immer ein Abwägen. Es gibt hier nicht 0 oder 1. Wie ich schon schrieb ist alles OK:

- die Schulen schließen
- die Wirtschaft lahm legen
- Kneipen/Bars/Clubs schließen
- Konzerte/Festivals Grißveranstaltungen absagen
- Bundesliga alle Sportevents (von mir aus auch Golf) absagen
- u.v.m.

Was nicht meiner Meinung nach überzogen ist, ist das generelle Kontaktverbot maximal 2 Personen im öffentlichen Raum und 5 Personen im Privaten. Hier fehlt mir eine Begründung.
Nochmal: Du musst begründen, warum diese Maßnahme notwendig war (Inbs. die Verlängerung: Welche Datengrundlage lag da vor?), da sie meine Rechte einschränkt und nicht ich muss begründen, warum eine Einschränkung meiner Grundrechte unverhältnismäßig sind. Was ist denn das für ein "Rechtsverständnis"?!

Du darfst mir jetzt gerne weiter in den Mund legen, dass ich generell alle Maßnahmen für "unverhältnisäßig" halte oder mich noch 100 mal Fragen ob ich ich denn immer die Versammlungsfreiheit höher gewichten würde als die Unversehrtheit des leben.

Diese Fragerei ist mind. genauso "dumm-subtil" wie die vom KenFM

Edit1:
Nachtrag zu der Versammlung/Demo für die Anwältin:

Polizei gründet Ermittlungsgruppe und will Teilnehmer identifizieren

Zum Glück kommt bald ne App... Stasi 2.0 Incoming.

Ich bin mir meiner "extremen" Schwarzmalerei durchaus bewusst. Und ich weiß auch dass die Wahrscheinlichkeit durchaus gering ist, dass wir bald in einem vollkommenen Orwell-Staat leben. Aber die Gefahr ist nun mal einfach dar, und wenn man darauf hinweist sollte man nicht in eine Psychatrie eingewiesen werden. Wir begegnen den Links/Rechts-Faschisten doch auch mit Fakten (oder sagen es zumindest) warum nicht auch jetzt?


Antwort
Zitat
katharz
Beigetreten: 28.10.2007

Original von domano
bei all den Forderungen nach Lockerungen sollte man nicht vergessen wo wir herkommen. wir haben nun pro tag ungefähr so viele Neuinfektionen wie zum ausrufen des Lock-Downs:
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland#Infektionsf%C3%A4lle

die kurve ab mitte märz zeigt auch, dass die maßnahmen gewirkt haben, frage mich wie man auf die idee kommen kann, dass das alles nix gebracht hat... das ist wirklich wie auf kondome verzichten, da man ja bisher mit kondomen immer safe war...

wenn man nun zuviel und zu schnell aufmacht wird man in kürze gezwungen sein wieder komplett in Lockdown zu gehen. das wird wirtschaftlich und gesellschaftlich schlimmere folgen haben als eine nun langsamere schrittweise Öffnung. Gerade für die Wirtschaft ist nun Vertrauen wichtig.

Man muss Politikern und auch Wissenschaftlern einen gewissen "Trial and Error Modus" zugestehen. Schrittweise Öffnungen werden sicherlich bald auch im Privaten geschehen, so dass man sich z.B. wieder in kleineren Gruppen treffen darf. Auch Themen wie Beerdigungen und vor allem besuche im Krankenhaus als Vater werden auch wieder anders gehandhabt werden. Wobei das mit bei der Geburt dabei sein als Vater auch sehr unterschiedlich gelebt wird.

Also so ganz verstehe ich dich nicht. Erst argumentierst du gegen die R0 Grafik des RKI, bei der deutlich zu sehen ist dass der R0 Wert schon am 20.3 unter 1 war und sich danach nicht mehr signifikant geändert hat, dass man ja noch andere Faktoren berücksichtigen müsse.

Jetzt kommst du mit einer Wikipedia Grafik bei der einfach nur nackte Infektionszahlen des jeweiligen Tages zu sehen sind. Keinerlei Auskunft über die Testanzahl oder über Testkriterien nix. Zusätzlich wurde die Falldefinition noch geändert am 24.3 (jemand der Kontakt mit positiven personen hatte gilt als positiv)

Zudem noch der Verzug der Wirksamkeit der Maßnahmen von ca 2 wochen
Und Mitte März waren die Zahlen noch bei ca 1000 infizierten bevor sie dann stark angestiegen sind (wegen massiver testerhöhung sowie änderung falldefinition und weniger wegen der Verbreitung)

Und bei Ausruf des Lockdowns hatten wir ca 4-5k neue Fälle und nun um 2k (gestern nur 1,3k)


Antwort
Zitat
MrPGrey
Beigetreten: 27.08.2008

Also mir reicht der Nachweis in Gestalt des Vergleichs mit den USA/ China (zu Beginn) völlig aus.
Man sieht ja eindeutig, wie rasant sich das Virus mit ähnlichen Bedingungen (Bevölkerungsdichte)
ohne Shutdown und mit Shutdown entwickelt hat.

Und ja - das kannst du ruhig feiern.
Wenn man nämlich nicht durchwegs mit "Versammlungsrecht"-Schreien beschäftigt ist,
dann kann man durchaus anerkennen, wie extrem sanft die jeweilige Exekutive in Deutschland
mit Verstößen umgeht.
Ein Blick in andere Staaten (öffentliche Demütigungen, körperliche Bestrafungen, hohe Geldstrafen)
zeigt, dass die Behörden hier noch sehr human die Sache versuchen zu behandeln.

Die Begründung wird die Folgende sein:
Bild.

Ansonsten will ich nicht behaupten - auch nicht implizit -,
dass du irgendetwas für unverhältnismäßig hältst.
Ich habe dich jetzt genau 1 Mal am Ende des letzten Posts danach gefragt
und bislang keine eindeutige Antwort bekommen.

Ok... habe nun deinen Edit gelesen...nevermind...


Antwort
Zitat
StratoPrince187
Beigetreten: 12.09.2006

Ich möchte einfach mal meine Subjektive Meinung teilen. Ich hatte in einem frühen Post schon darauf hingewiesen dass die Maßnahmen nicht vollumfänglich durchdacht sind. [Klick]

Aktionismus
Ohne richtige Datenbasis, die teilweise immer noch sehr viel Interpretationsspielraum zulässt, wurden Maßnahmen beschlossen, die an anderer Stelle immensen Schaden anrichten. (Wirtschaft, Soziale Strukturen, Angst der Menschen)
Auf dieser Basis ist es nicht gelungen die optimalen Maßnahmen herauszuarbeiten. Wir befinden uns auch nicht in der größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg.
Ich kann verstehen das man hier lieber etwas vorsichtig ist. Wenn man etwas nicht weiß kann man das allerdings auch so benennen und gezielt darauf hinarbeiten fehlende Lücken zu schließen.
Andere Länder zeigen auch sehr wohl, dass man die Corona Krise gesellschaftlich besser lösen kann.
Dennoch muss ich positiv anmerken das wir hier keinen kompletten Lockdown haben. Das finde ich gut.

Angst der Menschen
Ich bin erstaunt wie ängstlich diese Gesellschaft ist. Mal abgesehen davon das man mit Angst die Menschen ungemein gut steuern kann, zeigt sich auch ein asoziales Verhalten. Es ist für mich nicht akzeptabel das man Waren hortet ala. jeder ist sich selbst der nächste. Von den Hobbypolizisten den meinen jetzt überall andere zu belehren möchte ich nicht anfangen. Das schlimmste ist das Freiheitsbeschränkungen einfach so akzeptiert und durchgesetzt werden ohne klare Kommunikation und Fahrplan. Ich hoffe auf unser Rechtssystem.

Medienbild
Mir sind es zu wenig kritische Stimmen. Die Aufgabe der Medien ist zu hinterfragen und nicht ein accelerator für Angst zu sein.

Mein Fazit: Maßnahmen sind nicht weit genug gedacht. Vorsicht vor Vernunft ist ok, allerdings nur mit Fahrplan und Transparenz. Definitiv kein akzeptabler Dauerzustand. Die Gesellschaft ist ängstlich und akzeptiert Freiheitsbeschränkungen, ohne selbst die Sinnhaftigkeit zumindest zu hinterfragen.

Positiv sehe ich die Vorteile eines entwickelten Sozialstaates der hier und da agieren kann, wo andere Länder einfach nicht die Power haben. Auch finde ich das marode Wirtschaftszweige nicht unbedingt mit Steuergeldern gerettet werden sollen. Man muss schon genau hinschauen, wenn oder was man unterstützt.

Profitieren können wir wenn wir die Corona Learnings in unsere Gesselschaft und Wirtschaft einbringen und uns so auf für zukünftige Extremsituationen besser vorbereiten.


Antwort
Zitat
Gofa
Beigetreten: 23.09.2007

Original von topspit
- Nicht ich muss darstellen, dass das Einschränken der Grundrechte keinen Effekt hat, sondern du musst nachweisen, dass das Einschränken der Grundrechte einen nennenswerten Effekt hat. Ich rede hier vom Kontaktverbot bzw. dem Versammlungsrecht.

Ich hoffe, dass ich das falsch verstehe. Ansonsten finde ich die Einstellung sehr problematisch. Er hat dich gefragt, woher du das weißt. Wenn du eine Quelle hast, dann nenne diese doch bitte spätestens bei Nachfrage. Falls du keine hast: Bedeutet das in der Konsequenz, dass ich jegliche Behauptung in die Welt setzen kann und andere Leute den Gegenbeweis erbringen müssen?

Bzgl. Effekt von Kontaktverbot (du willst dich ja möglichst faktenbasiert informieren): 1, 2, 3, 4


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Original von StratoPrince187
Andere Länder zeigen auch sehr wohl, dass man die Corona Krise gesellschaftlich besser lösen kann.

zum Beispiel?


Antwort
Zitat
lechef10
Beigetreten: 15.07.2014

Original von StratoPrince187

Andere Länder zeigen auch sehr wohl, dass man die Corona Krise gesellschaftlich besser lösen kann.

und zwar welche?


Antwort
Zitat
Gofa
Beigetreten: 23.09.2007

Original von katharz

Spoiler

Original von domano
bei all den Forderungen nach Lockerungen sollte man nicht vergessen wo wir herkommen. wir haben nun pro tag ungefähr so viele Neuinfektionen wie zum ausrufen des Lock-Downs:
https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland#Infektionsf%C3%A4lle

die kurve ab mitte märz zeigt auch, dass die maßnahmen gewirkt haben, frage mich wie man auf die idee kommen kann, dass das alles nix gebracht hat... das ist wirklich wie auf kondome verzichten, da man ja bisher mit kondomen immer safe war...

wenn man nun zuviel und zu schnell aufmacht wird man in kürze gezwungen sein wieder komplett in Lockdown zu gehen. das wird wirtschaftlich und gesellschaftlich schlimmere folgen haben als eine nun langsamere schrittweise Öffnung. Gerade für die Wirtschaft ist nun Vertrauen wichtig.

Man muss Politikern und auch Wissenschaftlern einen gewissen "Trial and Error Modus" zugestehen. Schrittweise Öffnungen werden sicherlich bald auch im Privaten geschehen, so dass man sich z.B. wieder in kleineren Gruppen treffen darf. Auch Themen wie Beerdigungen und vor allem besuche im Krankenhaus als Vater werden auch wieder anders gehandhabt werden. Wobei das mit bei der Geburt dabei sein als Vater auch sehr unterschiedlich gelebt wird.

Also so ganz verstehe ich dich nicht. Erst argumentierst du gegen die R0 Grafik des RKI, bei der deutlich zu sehen ist dass der R0 Wert schon am 20.3 unter 1 war und sich danach nicht mehr signifikant geändert hat, dass man ja noch andere Faktoren berücksichtigen müsse.

Kann es sein, dass du ihn mit mir verwechselst? Ich hab btw nicht "gegen die R0 Grafik des RKI" argumentiert.


Antwort
Zitat