Original von AyCaramba44
Finde den Schweden Vergleich gar nicht so verkehrt. Es geht dabei ja nicht um "Normal" gegen "Komplett" sondern um "freiwillig" gegen "Strafen". In Schweden wurde ja auch vieles vorgeschlagen, was man machen sollte und auch dort hat sich das Leben dadurch geändert. Man gibt aber den Leuten eben Optionen und am Ende entscheidet jeder Einzelne selbst. In anderen Ländern gibt es eben die Keule von oben.Was man meiner Meinung nach sehen kann, dass beides eine Auswirkung hat. Direkt auf Corona bezogen haben (erstmal) Strafen natürlich einen schnelleren/größeren Effekt auf Corona. Aber auch freiwillige Maßnahmen haben einen deutlichen Effekt. Nichts machen ist garantiert verkehrt. Nichts machen tut aber auch Schweden nicht. Die Frage ist wieviel besser Schweden mit dem freiwilligen Weg wegkommt. Nur auf Corona zu schauen ist jedenfalls keine zielführende Betrachtung. Eine weitere wichtige Sache ist z.B. die langfristige Akzeptanz in der Bevölkerung. Den Schwedenweg kann man sicherlich deutlich länger durchhalten als einen strikten Weg mit Strafen.
Was man unabhängig davon lernen muss, dass wir endlich mal mehr in unsere digitale Zukunft investieren müssen. Schul und Uniangebote hochwertig per Internet möglich machen, was z.B. auch später bei der Nachbearbeitung von Problemen Schülern helfen kann. Mehr Homeoffice möglich machen. Das heißt nicht, dass jeder Homeoffice machen sollte, sondern das es die Möglichkeit gibt einen gewissen Teil von zu Hause erledigen zu können. Ich ahne aber schon, dass wir dafür kein Geld mehr haben werden...
Freiwilligkeit funktioniert aber sehr wahrscheinlich nicht in jedem Land gleich gut, d.h. selbst wenn sich der schwedische Weg auf lange Sicht als richtig für Schweden erweisen sollte, lässt das leider nicht den Schluss zu, dass man mit dem Modell in Deutschland bspw. gleich gut gefahren wäre.
