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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von murdock04

Original von AyCaramba44
War am Anfang fast überall so. Mittlerweile haben die Krankenhäuser ja auch wieder einen recht normalen Alltag und viele sicherlich die anfänglichen Maßnahmen zurückgenommen. Corona-Angst war eher Urlaub für die Mitarbeiter. Jetzt müssen viele aufgeschobene Operationen nachgeholt werden.

Tut mir leid für die Ausdrucksweise, aber was für eine Scheiße laberst du da?

Urlaub für die Mitarbeiter? Wie weltfremd kann man eigentlich sein?

Du hast schon mitbekommen, dass ganz viele Zimmer frei waren im Gegensatz zu sonst und Mitarbeiter auf einmal in Kurzarbeit geschickt wurden?


Antwort
Zitat
murdock04
Beigetreten: 09.02.2009

Ich hab zumindest mitbekommen, dass meine Schwester, die seit 1,5 Jahren in einer Klinik für Magersüchtige gearbeitet hat, auf einen Schlag aus ihrem Job gerissen, in eine normale Klinik und damit auch wieder in den Schichtbetrieb zurückbeordert wurde, weil qualifiziertes Personal fehlte. Kann sie gern mal fragen, ob sie das als Urlaub empfindet.

Aber auch ganz allgemein, wieviele Leute glaubst du, empfinden Kurzarbeit als Urlaub?


Antwort
Zitat
Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006

Original von murdock04Aber auch ganz allgemein, wieviele Leute glaubst du, empfinden Kurzarbeit als Urlaub?

Die, die z.B. 90% bis 100% ihres Nettogehaltes bekommen, könnte ich mir schon vorstellen, dass es teilweise als Urlaub empfunden wurde.

Anders sieht das natürlich bei denen aus, die 60% des Gehaltes bekommen haben.


Antwort
Zitat
Dogdo
Beigetreten: 19.06.2008

Ich glaub aber mittlerweile das sich durch die gelockerten Kurzarbeiter regeln manches Unternehmen die kosten umwälzen möchte. Ich bin in der ach so verhassten automobilindustrie tätig und da werden bei uns schon wieder zusatzschichten gefahren und stückzahlen von pre corona. Und zu uns hiess es werden tatsächlich nurnoch Autos gebaut die auch verkauft sind... nichts mehr auf Halde

ich war selber gut 7 wochen auf Kurzarbeit (80% KUG) und wäre liebend gerne arbeiten gegangen


Antwort
Zitat
murdock04
Beigetreten: 09.02.2009

Davon abgesehen, dass es auch viele gibt, die ihren Job auch gern machen, gibt es halt auch einige, denen das Geld dann abgeht. :truestory:


Antwort
Zitat
Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006

Original von murdock04
Davon abgesehen, dass es auch viele gibt, die ihren Job auch gern machen, gibt es halt auch einige, denen das Geld dann abgeht. :truestory:
Schon klar, daher auch keine absolute Feststellung meinerseits.

Ich war auch in Kurzarbeit und wäre gerne gegangen. Es ging aber nicht und dann hat man das Beste drauß gemacht.


Antwort
Zitat
murdock04
Beigetreten: 09.02.2009

War auch null auf dich bezogen. Mich hat hauptsächlich die Aussage von Caramba gestört, dass Kurzarbeit gleich Urlaub ist und die Leute in den Klinken einfach nur noch abchillen. Das Gegenteil ist der Fall.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von murdock04
War auch null auf dich bezogen. Mich hat hauptsächlich die Aussage von Caramba gestört, dass Kurzarbeit gleich Urlaub ist und die Leute in den Klinken einfach nur noch abchillen. Das Gegenteil ist der Fall.

Keine Ahnung wie Missverstehen man manche Sachen kann. Ich habe folgendes geschrieben:

Original von AyCaramba44
War am Anfang fast überall so. Mittlerweile haben die Krankenhäuser ja auch wieder einen recht normalen Alltag und viele sicherlich die anfänglichen Maßnahmen zurückgenommen. Corona-Angst war eher Urlaub für die Mitarbeiter. Jetzt müssen viele aufgeschobene Operationen nachgeholt werden.

Aber für dich ganz genau:

1. Es gab eine Zeit wo die Männer nicht bei der Geburt dabei sein durften

2. Es wurde alles mögliche abgesagt um Kapazitäten für den Corona-Ansturm zu schaffen, der nicht stattgefunden hat

3. Hunderttausende Operationen wurden verschoben und in den Krankenhäusern gab es so eine geringe Auslastung wie noch nie. Auch gab es deswegen Kurzarbeit. Andere Gesundheitseinrichtungen wie Arztpraxen haben teilweise geschlossen oder in meinem Fall nur noch halbtags geöffnet, weil keine Patienten mehr gekommen sind.

4. Meine Kernaussage war einfach, dass deutlich weniger zu tun war und entsprechend ist es " eher wie Urlaub" für das Personal. Wie würdest du es denn nennen, wenn du am Tag auf einmal nur noch 30% an Patienten behandeln musst?

5. Ich habe nie geschrieben, dass Kurzarbeit = Urlaub ist! Das war ein Beweis um zu zeigen, dass wirklich deutlich weniger zu tun war.

Kliniken und Ärzte haben während der Coronavirus-Pandemie für rund 410.000 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/coronavirus-rund-410-000-antraege-auf-kurzarbeit-fuer-kliniken-und-aerzte-a-51dd8fd8-0fd3-4aba-a8dc-8bfa75e0dfc4


Antwort
Zitat
Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Gab ja schon einige Fälle, wo sich Menschen bei einer Trauerfeier infizierten.
Nun, ich war heute auf ner Beerdigung. Also hier ein Tripreport aus der Reihe "Kleeblatt1903 in Gefahr" :|

Muss sagen, dass das für viele schon eine große Herausforderung ist.
Vor der Halle erst mal eintragen, wer überhaupt alles da ist. Hab Familie "Kleeblatt" hingekritzelt. Sollte ja obviös sein, dass ich das bin.
Beim Reingehen in die Halle - Maske auf. Ja, auch hier in Franken haben wir heute die 30 Grad erreicht. Frau Kleeblatt ist gleich ganz draussen geblieben.
Am Platz - Maske kann ab. Machten zu 99 % alle. 2 Reihen vor mir ein älterer Herr und 5 Plätze daneben eine ältere Dame sind mir aufgefallen, die ihre Maske die ganze Zeit aufbehielten. Respekt, da es gefühlsmäßig in der Halle wie in einer Sauna war.
DingDong... Pfarrer kommt rein mit 2 Ministranten - ohne Masken. Wenn der nun mit seinem Schal rumgewedelt hätte, wäre er als Saunameister durchgegangen.
Bevor er loslegt hat er erst mal 2 Mal abgehustet. (Ohne Scheiß! Dachte mir nur DAFUQ??! Ja, der Weihrauch bestimmt schuld dran.)
Dann die Trauerfeier, wo zu Beginn, in der Mitte und am Schluß alle ein Lied gesungen haben. Naja nicht alle, ich bin da nicht so textsicher. Auch diese Wechselsprechchöre hatte ich nicht so drauf.
Dann am Schluß alle aufgestanden und raus, weil ja diese Urne noch in die Erde musste. Dabei hatten höchstens 50 % ihre Maske auf.
Abstand? Gabs die ganze Zeit auch eigentlich nirgends. War schon froh, dass rechts und links von mir ein Platz frei gehalten wurde.
Danach wurde gegenseitig alle möglichen Hände geschüttelt, sich umarmt und herzlich abgebusselt.
Da der verstorbene Verwandter 2. Grades war, durfte ich anschließend auch noch mit zu Kaffee und Kuchen.
Das gleiche Spiel wieder von vorne. Maske auf beim Reingehen. Am Platz dann Maske ab. Dann gemerkt... Solltest nun vielleicht doch erst mal Hände waschen. (Meine Frau hat sich schon mal am Friedhof am Gießbrunnen die Hände gewaschen!)
Also Maske auf, zu den Klos flaniert, Hände gewaschen, Maske runter, weils Gesicht ja verschwitzt war und wieder hoch - natürlich wieder Maske auf.
Dann nen Kaffee eingelassen, Semmala gegessen und gedacht: Edzerdla wirds aber mal Zeit für eine Zigarette. Also Zigarettla gedreht, Maske auf und wieder raus in den Garten pinguiert.
Draußen Maske runter, weil mit Maske rauchen... ja, muss ich euch ja ned erklären.
Wir ähneln uns ja alle in grundlegenden Dingen und so hatten natürlich auch andere die ähnlichen Bedürfnisse wie ich.
Naja, der Ablauf klappte nicht bei jedem zu 100 % und auch ich hatte das ein oder andere Mal Probleme zu checken, ob ich nun mit oder ohne Maske sein darf.
Wohlgemerkt, da war kein Bier, Wein oder Schnaps im Spiel. Ich glaube, mit Alkohol bekommt das einfach kein Mensch der Welt auf die Reihe!
Hab mich dann nach 90 Minuten höflich verabschiedet, Hände schütteln, umarmen, Bussi Bussi...

Fazit: Kann mir jetzt durchaus vorstellen, dass Trauerfeiern recht einfach zu Infektionsherden werden können.

2.Fazit:
Ich finde das alles eben menschlich. Du kannst sowas einfach niemals völlig kontaktlos machen.
Es kommt niemand auf die Idee einem aus 1,50m Entfernung Beileid auszudrücken und dabei freundlich zu winken. Das funktioniert einfach nicht. Höchstens als gefühlsloser Cyborg.
Da sind halt Leute, die man Monate und vielleicht schon Jahre nimmer gesehen hat. Klar will man die auch begrüßen, umarmen und evtl trösten.
Fand das unheimlich schwierig auf der einen Seite in der momentanen Situation vernünftig, bedacht und rücksichtsvoll zu handeln und auf der anderen Seite seine menschliche Gefühlsseite nicht ausblenden zu können.
Es redet sich in der Theorie immer einfach. Muss sagen, dass ich da auch oft recht einfach gedacht habe.
So nach dem Motto: Befolgt halt einfach die paar Scheißregeln vorübergehend und dann sind wir auch wieder schnell aus dieser Scheisse raus.
Doch so einfach ist das nicht immer.
Natürlich sollte jeder hier sein Möglichstes beitragen. Das ist aber nicht bei jedem gleich.
Sollte man dabei auch immer berücksichtigen.
Letztes Fazit: FCK DCH Covid!


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von Kleeblatt1903

So nach dem Motto: Befolgt halt einfach die paar Scheißregeln vorübergehend und dann sind wir auch wieder schnell aus dieser Scheisse raus.

Das ist doch das Hauptproblem. Es gibt kein "schnell aus der Scheisse raus" und dann kann man eben überlegen was man die nächsten Jahre durchziehen kann und was nicht. Irgendwann kommt dann automatisch der Punkt wo man keine Angst mehr hat und Corona ausblendet. Anders geht man ja auch psychisch kaputt. Das kannst du 2-3 Monate machen, wenn du weißt, dass dann die Scheisse wieder vorbei ist.

Da es aber auf der ganzen Welt grasiert und wir stark vernetzt sind, wird es einfach dableiben!


Antwort
Zitat
Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Ja is richtig.
Wenns einen dann selbst in größerem Maße betrifft, wird einem das auch bewusst.
Bin bisher ja eher so ein Hardliner gewesen. Hab alle Regeln so gut es geht befolgt und mich dran gehalten. Ich empfand es als lästig aber immer ertragbar. Mach ich auch weiterhin!
Heute die Erfahrung bei einer Beerdigung gemacht.
Das ist teilweise unwürdig, was da verordnet wurde.
Ein Stückchen Menschlichkeit und damit auch Risiko muss dabei halt sein.


Antwort
Zitat
NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005

schönes Video, das zeigt, wie dumm die Querdenker so sind :profit: ein Statement beklatschen, weil sie nicht kapieren, dass er sie gerade durch den Kakao gezogen hat. Buhen, wenn eine Meinung nicht passt. Aber hey, Meinungsfreiheit statt Coronadiktatur :yaoming:


Antwort
Zitat
ElhombreAlleman
Beigetreten: 01.06.2017

Original von NoG2k5

schönes Video, das zeigt, wie dumm die Querdenker so sind :profit: ein Statement beklatschen, weil sie nicht kapieren, dass er sie gerade durch den Kakao gezogen hat. Buhen, wenn eine Meinung nicht passt. Aber hey, Meinungsfreiheit statt Coronadiktatur :yaoming:

das ist zu geil!!


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

"Wollt ihr die totale Meinungsfreiheit"

Anspielung ist schon sehr geschmacklos. Was unterscheidet das von Höckes "Ausschwitzen"?


Antwort
Zitat
Penishaubize
Beigetreten: 04.06.2006

Original von meistermieses
Was unterscheidet das von Höckes "Ausschwitzen"?

Der Kontext


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Original von meistermieses
Was unterscheidet das von Höckes "Ausschwitzen"?

Gar nichts. Das nennt man Wortspielerei für die der Zuhörer entweder etwas übrig hat, ihn nicht weiter juckt oder den Kopf rot anschwellen lässt.


Antwort
Zitat
katharz
Beigetreten: 28.10.2007

Original von NoG2k5

schönes Video, das zeigt, wie dumm die Querdenker so sind :profit: ein Statement beklatschen, weil sie nicht kapieren, dass er sie gerade durch den Kakao gezogen hat. Buhen, wenn eine Meinung nicht passt. Aber hey, Meinungsfreiheit statt Coronadiktatur :yaoming:

Meinungsfreiheit heisst ja nicht dass man die gleiche Meinung haben muss. Immerhin wurde auch ein "Gegenpart" auf so eine Demo eingeladen. Im "Mainstream" durfte man noch keine andere Meinung hören.

Musste aber lachen bei den "dann sind hier heute 130k" :f_biggrin:


Antwort
Zitat
stefeu
Beigetreten: 10.01.2007

Original von meistermieses
"Wollt ihr die totale Meinungsfreiheit"

Anspielung ist schon sehr geschmacklos. Was unterscheidet das von Höckes "Ausschwitzen"?

Wie schon erwähnt, Kontext. Aber imo auch Inhalt.
Der eine, wohlgemerkt Berufspolitiker, deutet an politische Gegner ins Konzentrationslager zu schicken.

Der andere, ein Comedian, führt das Publikum vor, indem er anspielt, dass diese blind etwas/jemandem hinterherrennen und sich dabei ihr eigenes Grab schaufeln (verantwortlich für strengere Maßnahmen etc zu sein).


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Ihr habt schon recht, finde es trotzdem etwas geschmacklos.


Antwort
Zitat
Quentin73
Beigetreten: 23.09.2005


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Zitat