Original von alwayswinning1111
Original von Zivilist
ich bin kurz davor zu sagen, dass man langsam wirklich eine Demo organisieren oder mitmachen muss. Das Thema Corona-Lösung ist von der Regierung entweder total stümperhaft umgesetzt oder stümperhaft kommuniziert.Dass nach einem halben Jahr niemand in der Lage ist auch nur einigermaßen evident aufzuzeigen, welche Maßnahmen welchen Impact haben, wo sich Leute anstecken und wie die Übertragungsketten sind, ist kaum zu glauben. Wozu haben die Gesundheitsämter die Coronaleute getrackt? Was wurde aus diesen Daten ausgelesen?
Wieso hat die Regierung für das Thema Corona nicht seit Anfang an McKinsey, BCG und noch 5 weitere Top-Beratungen dran sitzen, die das Thema mit den cleveresten Leuten rauf- und runterdurchanalysieren und Pläne ausarbeiten? Oder geschieht das schon und es wird nur nicht kommuniziert? Wenn da aber wirklich nur das RKI dran saß und ein Politiker-Gremium, dann wäre das wirklich ein absurdes Armutszeugnis.Leider lässt mich schon die logikfreie Zielsetzung "wir wollen auf Coronalevel zurückkommen, das die Gesundheitsämter nachverfolgen können" leider eher insgesamt auf Unfähigkeit vermuten, als auf schlechte Kommunikation.
Weiss jemand mehr, wie konkret die Regierung arbeitet in Sachen Informations- und Strategiebeschaffung?
haben diese beratungsfirmen nicht unmittelbar dazu beigetragen, das gesundheitssystem kaputtzusparen, weil das ja ein eh unnötiger kostenapparat ist? was dann zu x 100k coronatoten in südeuropa geführt hat, weil diese länder eben weniger kapital haben als deutschland und diese spartipps mitmachen mussten? ^^
und diese leute sollen jetzt eine jahrhundertkrise beseitigen? das bezweifle ich.
Ich habe mal als M&A Berater während eines Praktikums daran mitgearbeitet, 2 öffentliche Krankenhäuser zusammenzulegen, weil wirklich jedes Kriterium dafür sprach. Nach 1 1/2 Jahren Arbeit ist das Projekt daran gescheitert, dass die Politiker aus den unterschiedlichen Kreisen sich nicht darauf einigen konnten, wie viele Politiker, der jeweiligen Kreise, in den aufsichtsgremien Platz bekommen. Der Kreis mit dem "kleineren Krankenhaus" wollte bei der Zusammenlegung 50% der Plätze.
Viele dieser Projekte im öffentlichen Sektor scheitern nicht an den Beratern oder an den klugen Konzepten, sondern daran, dass Politiker oder Beamte Ihre Pfründe oder Einfluss nicht verlieren möchten (oder das keiner Bock auf die Umsetzung hat, weil es ja eh irgendwie läuft).
Wir haben gerade im Krankenhausbereich große Effizientfortschritte gemacht. Aber es läuft trotzdem auch eine Menge schief, insbesondere was die Personalauslastung angeht. Personalkosten ist der größte Kostenblock im Gesundheitswesen.
Am Ende ist es eine politische Entscheidung. Wie viel sind wir bereit für das Gesundheitswesen zu zahlen und! bei anderen Dingen zu verzichten.