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domano
Beigetreten: 04.08.2006

Ich finde die No Covid Strategie von der Philosophie her die richtige. Und für mich ist sie auch dieses Jahr Umsetzbar. Vor allem Dank der Impfungen. Bei den ganzen Öffnungsdiskussionen dürfen wir nicht vergessen, dass wir nur noch von wenigen Monaten reden, bis jeder ein Impfangebot hat. Wie schon geschrieben sollten bis Ende Q2 knapp 50 Mio Menschen geimpft sein bei uns. Wenn das klappt, wäre das imo eine Riesenleistung von allen Beteiligten. Und schon vorher sehen wir positive Effekte:
- Die besonders Verwundbaren sind geschützt, die Sterblichkeit wird signifikant sinken
- Jeder geimpfte senkt den R-Wert, sprich wenn wir noch etwas diszipliniert sind, sollten wir gegen April / Mai wieder Schritt für Schritt ins normale Leben zurückgehen können, ohne dass die Zahlen nach oben gehen

Für mich ist das einzige wirkliche Risiko, das wir noch haben, dass wir zu früh öffnen und dann eine 3. Welle bekommen die noch größer ist als die 2. Welle und dann auch viele zwischen 40 und 70 mit schweren verläufen und todesfällen erwischt. Das Risiko kann man imo mit etwas geduld und da reden wir eher von wochen als monaten recht gut beseitigen. Das wäre imo auch der Königsweg für die Wirtschaft und die Schulen, da man dann ab April / Mai wirklich aufmachen kann und nicht Angst haben muss nochmal runterzufahren.


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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von OnkelHotte
shaddi, du meinst halt nicht, was du sagst, deine Posts sind eben nicht kohärent.
Sagst immer brav "nein, wurde nicht alles richtig gemacht", aber ALLES, wirklich ALLES, was man dann aufführt als "nicht richtig gemacht", relativierst du zu 100% mit "konnte man nichts machen", greifst dazu inzwischen zu immer hanebüchenden Vergleichen, in dem du zB Pflegeheime mit Restaurants gleichsetzt/vergleichst im Bezug auf Umsetzbarkeit und Kontrolle von Maßnahmen.

So ein Unsinn. Meine sehr kohärente Aussage ist, dass es bei Pflegeheimen genau da falsch läuft wo es auch sonst falsch läuft. Angefangen mit persönlichen Entscheidungen über Verantwortungsdiskussionen und Fingerzeigen.

Erklär mir doch einfach mal, wieso du von Millionen von Pensionären und Personal im Gesundheitswesen ein anderes Verhalten erwartest, als vom Rest der Bevölkerung. Was ist da der Unterschied für dich? Wieso gelten da andere Maßstäbe und wieso gibt es da keine Akzeptanz dafür, wenn sich Menschen nicht an alle Maßnahmen halten oder schlichtweg Fehler passieren?

"Wer ohne Fehler ist werfe den ersten Stein" passt sehr gut dazu. Gefühlt haben aber gerade die mit einigen Fehlern ganze Kopfsteinpflasterstraßen leergeräumt.

Original von OnkelHotte

Populistisches Palaver. Erstens war der breite Konsens in der Bevölkerung und auch hier im Sommer, dass Covid keine Gefahr mehr darstellt. U.a. Herr Lauterbach, Frau Merkel und Prof Drosten wurden stark dafür kritisiert, dass sie das eben nicht mehr so gesehen haben. :yaoming:

ROFFEL. Ein sogenannter "Konsens der Bevölkerung" soll jetzt ausschlaggebend dafür sein, die Regierung von ihrer Pflicht zum vorausschauenden Handeln zu entbinden.

Dazu kommt ja, dass selbst in der Lockerungsstimmung wohl absolut NIEMAND gesagt hat "Pflegeheime müssen wir nicht mehr schützen, die nehmen natürlich keine Sonderrolle ein, warum auch?"

Aber du bringst Merkels Denkweise und die der BR schon gut auf den Punkt: nicht machen, was objektiv richtig und vorausschauend ist, sondern das Fähnchen in den Wind halten und dann schauen.

Ist "ROFFEL" jetzt wirklich das Level auf dem du diskutieren möchtest? Klingt für mich nicht nach einem Diplombiologen (falls ich das noch richtig im Kopf habe dass du einer bist), sondern mehr nach Teenagern am Bolzplatz.

Und sicher ist der Konsens der Bevölkerung wichtig, da dadurch Druck entsteht. Politiker sind vom Volk gewählt. Es war doch klar bemerkbar, wie unterschiedlich die Auffassungen der Länderregierungen waren und wie sich das auch gewandelt hat. Und wie hoch die Entrüstung gegenüber Frau Merkel und Herrn Lauterbach auch hier im Thread war. Und sie dann mit etwas Abstand betrachtet doch recht hatten. Erst so dann so. Ich finde es schade, dass hier sehr wenige Stimmen a la "Oh, da lag ich mit meiner Meinung im Sommer aber doch ganz schön falsch und werde demnächst vorsichtiger sein" gibt.

Und übrigens ist das eine Sache, die ich an der Bundesregierung in der Tat sehr respektiere und gut finde: Sie ist eben nicht von ihrer Linie abgewichen. Auch nicht als die Kritik enorm hoch war. Ganz anders, als die Landesregierungen. An denen lag es nämlich letzten Endes, dass es so oft keinen Konsens gab und auch die Lockdownschritte stark verzögert kamen. Damit liegt es vor allem in der Verantwortung der Landesregierungen, dass wir so viele Tote haben.

Dass du meine Fragen bezüglich Verantwortung und politischer Entscheidung auf Landes- und Kreisebene nicht beantwortest spricht Bände. Du redest über Dinge, von denen du eh nur periphär Ahnung hast (wir sind beide keine Gesundheitsexperten), und haust nur deine Anti-Bundesregierung-Parolen raus. Wer genau ist denn für die Pflegeheime verantwortlich?


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p00s88
Beigetreten: 08.09.2007
martenJ
Beigetreten: 01.03.2005

Ganz allgemein, und ohne jetzt auf irgendeine konkrete Entscheidung Bezug zu nehmen, ist es doch so, dass man oft Entscheidungen trifft, die zu dem Zeitpunkt, mit den Informationen, die man zu den Zeitpunkt hat richtig erscheinen.

Später hat man mehr Informationen und die Entscheidung mag im Nachhinein falsch gewesen sein.

Wenn das ab und zu passiert, ist das okay und normal, wenn das dauernd passiert muss man seine Entscheidungsfindung hinterfragen.

Hindsight is 20/20


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OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Original von Ferklsepp307
Ich kann hier vom örtlichen Altenheim nur berichten, dass dort das Hygienekonzept sehr penibel ausgeführt wurde. Teilweise Besuchsverbot, wenn Besuch dann nur mit Test. Der Schnelltest konnte auch noch vor dem Besuch gemacht werden, ansonsten kein Eintritt.
Ein Besuch war im Sommer auch möglichst nur draussen möglich.
Essen gabs nur auf den Zimmern, ausser im eigenen Zimmer überall Maskenpflicht unw. usf.
Das war jetzt auch nicht ein Konzept, welches seit Mai in Stein gemeisselt wurde, sondern es wurde je nach Gegebenheiten und Wissensstand angepasst. Aber immer äusserst penibel.

Ende vom Lied: Anfang Dezember waren plötzlich innerhalb einer Woche fast alle Bewohner und sämtliches Personal infiziert. Schlussendlich 6 Tote. Und dabei ist das Heim jetzt mit ca. 40-50 Bewohnern nicht besonders groß.
Ich befürchte, es ist praktisch einfach unmöglich solche Heim zu schützen, ausser du willst die Bewohner samt Personal komplett abriegeln. Keinerlei Besuch, niemand nach draussen, niemand nach drinnen. Ein Knast für alte Leute ist aber auch nicht unbedingt erstrebenswert.

Hier aber die Schuld komplett auf die BR zu schieben finde ich etwas unfair. Und bevor:

dein "Kann man nix machen, BR ist toll und hat alles richtig gemacht"-Mantra ablassen möchtest. Mir schleierhaft, wie man so wenig Anspruchsdenken haben kann sich damit zufrieden gibt

Nein, ich bin nicht mit allem zufrieden was die BR macht.

Du sagst doch auch nicht "Flugsicherheitskonzepte? Bringen doch nichts, siehe doch Flugzeugunglück hier, da und dort. Ende vom Lied, man kann halt Flugzeugunglücke nicht vermeiden, bringt eben alles nichts." Oder?

Es geht doch nicht darum, digital Ausbrüche und Tote in Pflegeheimen auf Null zu bringen, sondern die Anzahl und das Ausmaß von Ausbrüchen zu reduzieren.

Willst du nun sagen, dass Anzahl und Ausmaß von Ausbrüchen komplett von der Umsetzung von guten Test- und Hygienekonzepten entkoppelt ist? Dass eine breit umgesetztes Testkonzept keinerlei Einfluss darauf hätte?

Damit würdest du sowohl der Wissenschaft als auch dem Menschenverstand widersprechen.

Die Kernprobleme bei den Altenheimen sind:
- Ein vernünftiges Testkonzept wird eben noch lange nicht überall systematisch umgesetzt
- Dort, wo es umgesetzt wird, wurde es meist VIEL zu spät umgesetzt
- Selbst wo ein Konzept zur Anwendung kommt, ist die Umsetzung oft mangelhaft. Und zur mangelhaften Umsetzung trägt eben oft bei, dass die Verordnungen zur Umsetzung hektisch im Oktober erlassen wurden und die Pflegeheime mit der Umsetzung allein gelassen wurden und es mangels Vorausplanung personell und logistisch zu Problemen kommt, die man eben Monate im Voraus hätte antizipieren können, man es aber nicht gemacht hat. Womit wir wieder bei der mangelnden Planung und Voraussicht wären.

Dass es auch TROTZ optimaler Planung und Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz der Pflegeheime gekommen wäre, ist höchstwahrscheinlich.
Ebenfalls ist aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit richtig, dass eine beherztere und vorausschauende Handlungsweise inkl. entsprechender Unterstützung der BR und der LRs mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu massiv weniger Ausbrüchen und Toten in Heimen geführt hätte.

Und da kann shaddi noch so oft behaupten, der "Druck der Bevölkerung sei nunmal gewesen, dass Corona vorbei ist". Es ist im Bezug auf Pflegeheime schlicht falsch und niemand hat jemals gefordert, Sicherheitskonzepte für Pflegeheime zu vernachlässigen und sich erst Gedanken zu machen, wenn eine zweite Welle bereits wütet.


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Bloodyluck
Beigetreten: 01.12.2007

Original von p00s88
https://www.schwaebische.de/sueden/baden-wuerttemberg_artikel,-gericht-hebt-naechtliche-ausgangssperre-in-baden-wuerttemberg-auf-_arid,11326129.html/blockquote >
Richtige Entscheidung, der Vergleich mit anderen Bundesländern ohne Ausgangssperre zeigt dass auch ohne diese Maßnahme die Infektionszahlen sinken. Nur schade dass dies durch ein Gericht aufgehoben werden muss und die Landespolitik die Sperre weiter aufrecht erhalten wollte....


Antwort
Zitat
Ferklsepp307
Beigetreten: 08.02.2007

Kein Ahnung, warum du immer auf dem Sommer rumreitest. Im Sommer war Corona auch in Altenheimen nicht das große Problem, ging doch eher erst ab September/Oktober los. Und ich bleibe dabei (und ist ja in der Praxis im Prinzip erwiesen): Du kannst Alten- und Pflegeheime nur schützen, wenn du sie komplett isolierst. Aber das ist einfach nicht Sinn und Zweck der Veranstaltung.


Antwort
Zitat
Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

No Covid Strategie

Im letzten Frühjahr hielt man es für strategisch klug, durch ein schnelles Absenken der Inzidenz wieder in die Containment-Phase zu gelangen mit dem Versprechen man könne dann deutlich näher und nachhaltiger gemäß der "alten Normalität" leben. Kann mir irgendjemand erklären, inwiefern sich die vermeintlich neue "No Covid Strategie" davon unterscheidet? Für mich ist es exakt die selbe Idee, lediglich mit einem anderen Namen. Auch die Rhetorik "Jetzt nur noch ein paar Wochen zusammenreißen, dann ..." kommt einem doch sehr bekannt vor. Am meisten daran stören mich diese falschen Versprechungen die wohl hauptsächlich dem Zweck dienen, die Leute weiterhin bei der Stange zu halten, damit uns dann hoffentlich in ein paar Monaten wieder der Sommer und dann anschließend die Impfung rettet.


Antwort
Zitat
Wody
Beigetreten: 23.01.2007

Original von Ferklsepp307
Kein Ahnung, warum du immer auf dem Sommer rumreitest. Im Sommer war Corona auch in Altenheimen nicht das große Problem, ging doch eher erst ab September/Oktober los. Und ich bleibe dabei (und ist ja in der Praxis im Prinzip erwiesen): Du kannst Alten- und Pflegeheime nur schützen, wenn du sie komplett isolierst. Aber das ist einfach nicht Sinn und Zweck der Veranstaltung.

Also würdest du die Schnelltests oder sonstige Hygienekonzepte abschaffen, weil man ja Altenheime damit nicht schützen kann? Es ist doch nicht schwarz/weiß. Man kann mit vielen Maßnahmen (wie Schnelltests) die Wahrscheinlichkeit der Viruseintragung in ein Altenheim deutlich senken, aber natürlich nicht auf 0%. Aber selbst wenn es noch 50% wären, hätte man über 10000 Menschenleben gerettet.

@OnkelHotte: Ich meine mich zu erinnern, dass du gefordert hast die Pflegemitarbeiter 2 Mal pro Woche zu testen, was scheinbar auch die aktuelle politische Linie ist. Wieso aber nicht täglich, denn der Schnelltest ist "nur eine Momentaufnahme, denn es könnte schon am nächsten Tag anders ausfallen"?

Original von Zatox11
No Covid Strategie

Im letzten Frühjahr hielt man es für strategisch klug, durch ein schnelles Absenken der Inzidenz wieder in die Containment-Phase zu gelangen mit dem Versprechen man könne dann deutlich näher und nachhaltiger gemäß der "alten Normalität" leben. Kann mir irgendjemand erklären, inwiefern sich die vermeintlich neue "No Covid Strategie" davon unterscheidet? Für mich ist es exakt die selbe Idee, lediglich mit einem anderen Namen. Auch die Rhetorik "Jetzt nur noch ein paar Wochen zusammenreißen, dann ..." kommt einem doch sehr bekannt vor. Am meisten daran stören mich diese falschen Versprechungen die wohl hauptsächlich dem Zweck dienen, die Leute weiterhin bei der Stange zu halten, damit uns dann hoffentlich in ein paar Monaten wieder der Sommer und dann anschließend die Impfung rettet.

#2

Als Vorbild orientiert sich die no Covid Strategie am Beispiel Melbourne und dort gibt es folgenden Maßnahmeplan:

https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2021-01/no-covid-strategie.pdf

Und trotz der deutlich besseren Voraussetzungen (zB vom Meer umgeben und nicht von Nachbarländern mit z.T. Inzidenzen von >400) hat es dort einen 112 tägigen Lockdown gegeben.

Die no Covid Strategie ist positiv formuliert eine Motivation (negativ formuliert Propaganda) für die Bevölkerung um die Maßnahmen konsequent einzuhalten um die Zahlen schneller nach unten zu bringen und dort zu halten. Ehrlich ist sie aber nicht.
In Wirklichkeit ist man dann länger und härter im Lockdown als mit alternativen Strategien, wie sie zahlreiche andere Länder fahren und trotz deutlich höherer Inzidenzen weniger Grundrechte einschränken als wir.


Antwort
Zitat
Ferklsepp307
Beigetreten: 08.02.2007

Original von Wody

Original von Ferklsepp307
Kein Ahnung, warum du immer auf dem Sommer rumreitest. Im Sommer war Corona auch in Altenheimen nicht das große Problem, ging doch eher erst ab September/Oktober los. Und ich bleibe dabei (und ist ja in der Praxis im Prinzip erwiesen): Du kannst Alten- und Pflegeheime nur schützen, wenn du sie komplett isolierst. Aber das ist einfach nicht Sinn und Zweck der Veranstaltung.

Also würdest du die Schnelltests oder sonstige Hygienekonzepte abschaffen, weil man ja Altenheime damit nicht schützen kann? Es ist doch nicht schwarz/weiß. Man kann mit vielen Maßnahmen (wie Schnelltests) die Wahrscheinlichkeit der Viruseintragung in ein Altenheim deutlich senken, aber natürlich nicht auf 0%. Aber selbst wenn es noch 50% wären, hätte man über 10000 Menschenleben gerettet.

Obv. aus deinen schon angeführten Begründungen natürlich nicht abschaffen. Vollkommen schützen kann man die Heime nur mit Tests eben nicht, daher bin ich mit deiner Begründund absolut d´accord.
Und genau deshalb verstehe ich nicht, warum man der BR hier die komplette Schuld in die Schuhe schieben will.


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

Original von Zatox11
No Covid Strategie

Im letzten Frühjahr hielt man es für strategisch klug, durch ein schnelles Absenken der Inzidenz wieder in die Containment-Phase zu gelangen mit dem Versprechen man könne dann deutlich näher und nachhaltiger gemäß der "alten Normalität" leben. Kann mir irgendjemand erklären, inwiefern sich die vermeintlich neue "No Covid Strategie" davon unterscheidet? Für mich ist es exakt die selbe Idee, lediglich mit einem anderen Namen. Auch die Rhetorik "Jetzt nur noch ein paar Wochen zusammenreißen, dann ..." kommt einem doch sehr bekannt vor. Am meisten daran stören mich diese falschen Versprechungen die wohl hauptsächlich dem Zweck dienen, die Leute weiterhin bei der Stange zu halten, damit uns dann hoffentlich in ein paar Monaten wieder der Sommer und dann anschließend die Impfung rettet.

- Eine Präzisionsstrategie anstelle einer Generalstrategie
- Es wird ein harter Lockdown benötigt, um
die Zahlen sehr weit hinunter (unter 10 zu bringen)
-Schaffen von grünen Zonen, in denen Bürger einer Region sich Freispielen und zum normalen Leben zurückkehren können
- eine grüne Zone ist erreicht, wenn ein Gesundheitsamt jeden einzelnen Fall (jede einzelne Infektion) exakt und vollständig zurückverfolgen kann
- Schaffen von Aussengrenzen (flächendeckenden Grenzkontrollen)
- Abkehr vom ewigen Vertrösten an Datum x, zichfacher Verlängerung, hin zu dem klaren Ziel der Schaffung einer grünen Zone
- Wettbewerb der Regionen untereinander: Welche Region ist grüner? Wir wollen auch die Vorzüge der Nachbarregion, ergo strengen wir uns mehr an, um auch dorthin zu kommen.
- was auch noch kommen wird: grün/gelb/orange/rot: detaillierte Ausarbeitung, auf wissenschaftlicher Basis, ab welcher Inzidenz welche Öffnungen möglich sind, auch in Abstimmung mit dem jeweiligen Gesundheitsamt, das angibt, welche Kapazitäten es zurückverfolgen kann
- Abkehr von politisch, nicht wissenschaftlich begründbaren Werten, wie z.b. der politisch gewählten 7-Tage-Inzidenz von 50/100k


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OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Original von Ferklsepp307
Kein Ahnung, warum du immer auf dem Sommer rumreitest. Im Sommer war Corona auch in Altenheimen nicht das große Problem, ging doch eher erst ab September/Oktober los. Und ich bleibe dabei (und ist ja in der Praxis im Prinzip erwiesen): Du kannst Alten- und Pflegeheime nur schützen, wenn du sie komplett isolierst. Aber das ist einfach nicht Sinn und Zweck der Veranstaltung.

Ok, dann lass stecken.
Du bist also der Meinung, man hätte den ruhigen Sommer nicht nutzen können, um sich besser auf eine zweite Welle, die mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwarten war, vorbereiten zu können.
Du willst sagen, dass man immer erst dann handeln soll, wenn die Probleme bereits da sind und nicht versuchen sollte, sie zu antizipieren.
Du sagst außerdem, mein letztes Posts ignorierend, man könne Pflegeheime nunmal nicht besser schützen, und dass jede Umsetzung von Hygiene- und Testkonzepten eh sinnlos ist.
Du sagst außerdem, dass Flugsicherheitskonzepte sinnlos sind, weil ja analog, ebenfalls in der Praxis erwiesen, trotz aller Konzepte Unglücke passieren.

Ich glaube, dass du mit dieser Einstellung schlicht fundamental falsch liegst und völlig falsche Maßstabe ansetzt an politische Verantwortung.

Jeder CEO eines DAX-Konzerns würde 8kantig gefeuert werden, wenn er/sie es wagen würde, zu sagen, man habe in guten Zeiten schlicht keinen Anlass gesehen, die Challenges der Zukunft vorauszusehen und dementsprechend zu handeln und sich vorzubereiten.
Aber für die Bundes- und Länderregierungen werden derartig "anspruchsvolle" Erwartungen offenbar nicht als Messlatte angesehen.

Original von Ferklsepp307
Obv. aus deinen (Anmerk. Wody gemeint) schon angeführten Begründungen natürlich nicht abschaffen. Vollkommen schützen kann man die Heime nur mit Tests eben nicht,

Das hat auch niemand gefordert, aber es wäre halt sehr wohl drin gewesen, Infektionen und Todesfälle, vllt um 80% zu reduzieren. Wenn man das geschafft hätte, hätte man ca. 40% weniger Todesfälle insgesamt.
Ich weiß nicht, wo die Gesinnungsfraktion hier geblieben ist? Aber auch für die Verantwortungsethik-Fraktion sind das eine Menge Menschen, die noch am Leben hätten sein können. Und ich spreche einem 80+ Bürger nicht den Wert seiner Lebensjahre ab aka "wäre ja eh bald abgenippelt"


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n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

Also in NRW sind die Vorgaben für alle (Pflege) Heime wie schon erläutert gleich. Halten sich auch alle dran mit denen ich bisher zu tun hatte. (so ca 6).
Generell ist es so, dass es nicht anders war als bei allen anderen bereichen - sprich märz bis Mai war jeglicher Kontakt verboten, Bewohner in den Zimmern etc. Im Sommer wurde dann wegen der geringeren zahlen wieder gelockert. Allerdings wurden die Hygiene Auflagen präzisiert.
Pflege zum Beispiel nur mit Kittel, Visier, Handschuhen und mind. FFP2. Schon seit Sommer.
Seit November dann die tests für alle Personen.

Wäre sicher mal interessant in einer Studie zu ergründen, ob die strengeren Auflagen in NRW zu weniger Toten und infizierten in pflegeeinrichtungen geführt haben als in Sachsen. Generell könnte man hier aber natürlich auch nicht alle Infektionen verhindern und es geht auch rasend schnell. Hier gab's ein Altenheim wo montags noch alle negativ waren und beim nächsten test 3 Tage später waren plötzlich 12 Bewohner und 2 pfleger positiv.

Generell finde ich schon dass sich eine Korrelation erkennen lässt zwischen den umgesetzten Maßnahmen, Infektionen , Stimmung in der Bevölkerung, afd Wählern und Corona leugnern.
Ist aber nur meine subjektive Meinung...


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cptbanano
Beigetreten: 08.03.2009

Wenn alles so vorhersehbar ist, wo sollte die Bundesregierung JETZT ihre Prioritäten setzen? Welche Probleme kommen auf uns in den nächsten Monaten zu? Wie groß ist die Gefahr bei den Mutationen? Vorbereiten auf eine dritte Welle oder generell Fokus mehr auf die Wirtschaft?

Ich bin gespannt auf die Antworten immerhin habt ihr schon im Sommer gewusst, welche Probleme uns heute beschäftigen.


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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von OnkelHotte
Und da kann shaddi noch so oft behaupten, der "Druck der Bevölkerung sei nunmal gewesen, dass Corona vorbei ist". Es ist im Bezug auf Pflegeheime schlicht falsch und niemand hat jemals gefordert, Sicherheitskonzepte für Pflegeheime zu vernachlässigen und sich erst Gedanken zu machen, wenn eine zweite Welle bereits wütet.

Was shaddiii behauptet ist, dass die Pflegeheime nicht Sache der Bundesregierung sind. Sondern, wie eigentlich alle Coronamaßnahmen, Sache der Landesregierungen. Du kritisierst aber fortlaufend die Bundesregierung. Mein Hinweis ist nicht, dass Kritik per se unberechtigt ist, sondern dass ihr sie oftmals an die falsche Stelle richtet.

Was shaddiii zudem behauptet ist, dass Pflegeheime und Gesundheitspersonal nicht einfach isoliert betrachtet werden können. Das sind zum großen Teil auch wirtschaftliche Unternehmen mit Gewinnabsichten, so wie die restliche freie Wirtschaft auch. Entsprechend werden Maßnahmen mal besser und mal schlechter umgesetzt. Wie in anderen Unternehmen, dem öffentlichen Verkehr oder in der Freizeit auch.

Komischerweise kommt gegen diese beiden Punkte auch kein Argument von dir. Sondern nur irgendwelche Allgemeinplätze und der Versuch Stimmung zu machen. Kannste tun, wenn dich das happy macht und ihr könnt hier runtervotieren, wenn euch das happy macht. Das macht es aber nicht richtiger.


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OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Original von cptbanano
Wenn alles so vorhersehbar ist, wo sollte die Bundesregierung JETZT ihre Prioritäten setzen? Welche Probleme kommen auf uns in den nächsten Monaten zu? Wie groß ist die Gefahr bei den Mutationen? Vorbereiten auf eine dritte Welle oder generell Fokus mehr auf die Wirtschaft?

Ich bin gespannt auf die Antworten immerhin habt ihr schon im Sommer gewusst, welche Probleme uns heute beschäftigen.

Ich vergas, eine BR oder LR braucht ja keine besonderen Kompetenzen. Wenn ein 0/8/15 Bürger nicht genau sagen kann, welche Prios gesetzt werden sollten, dann kann man das von einer Regierung, mit unendlich mehr Ressourcen, natürlich auch nicht erwarten.

Dass eine Regierung besser informiert ist und weitsichtiger handelt, als der Durchschnittsmichel, ist also ein völlig abstruser Anspruch.

Herr CEO, sie haben die Probleme und Challenges der Zukunft ihres Unternehmens nicht antizipiert und es daher vor die Wand gefahren.
CEO: Na und? Haben SIE, Herr Interviewer, die Probleme vielleicht gesehen? Etwa nicht? Wo kommt bitte der Anspruch her, dass ich als CEO irgendwie bessere Kompetenzen in Sachen Weitsicht und Problem-Antizipation haben sollte als sie?
banano dann: ok.jpg

Folgendes wäre ein Auszug von Top Prios für mich:
Herdenummunität asapst erreichen und mal Berge in Bewegung setzen, dass das auch klappt.
Vorausplanen, dass man ggfalls alle nochmal nachimpfen muss wegen Mutationen.
Versäumnisse beim Schutz der Heime nachholen. Logistische und personelle Probleme angehen, um Heime zu unterstützen. VORHERSEHEN, dass Impfschutz bei Alten ggfalls nicht so gut wirkt und dass man Maßnahmen auch noch weiter umsetzen muss, bis man safe ist, was Mutationen, Impfschutz etc ist. Dabei bedenken, dass das noch weit bis in 2022 andauern kann und nicht sagen "Bald sind ja alle geimpft, ab September müssen wir uns keine Gedanken mehr machen.

Die Liste lässt sich noch sehr weit fortsetzen, aber mein Anspruch ist, dass die Regierung das deutlichst besser als ich oder jeder Forenuser hier kann.


Antwort
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OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Shaddi: Es macht halt keinen Sinn, auf deine Argumente einzugehen, weil sie entweder hanebüchen (Restaurants mit Pflegeheimen vergleichen) oder Strohmann Argumente sind (Bundesregierung und Kanzler kann NICHTS beim Schutz von Pflegeheimen machen. Ist Ländersache PUNKT. Echt schade man). Und es stimmt halt auch einfach nicht. Schulen sind auch Ländersache und als ob die Kanzlerin keinen Einfluss drauf gehabt hätte, was zu Schulschließungen passiert ist, ebenfalls wurden auf Bundesebene ja Erlässe verfasst, die auch für Länder gelten (halt erst im Oktober)
Zumal die LRs in meine Kritik ebenfalls eingeschlossen sind.


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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Hotte, irgendwie wirkst du die ganze Zeit wie auf Monstertilt und wenig sachlich.

Deine Argumente drehst du dir total zurecht, statt einfach mal zuzugeben, dass du dich hier etwas verrannt hast. Den Unterschied zwischen "Einfluss haben" und "Verantwortung tragen" muss ich dir doch nun wirklich nicht erklären. Macht es nicht mehr Sinn, die verantwortliche Instanz zu kritisieren statt selektiv eine einzelne Instanz mit Einfluss?

Erklär mir lieber mal, was der Unterschied zwischen einem wirtschaftlich betriebenen Restaurant, einem wirtschaftlich betriebenen Krankenhaus und einem wirtschaftlich betriebenen Pflegeheim ist. Und ob du beispielsweise allen Beziehern von Pflegedienstleistungen beispielsweise Restaurantbesuche verwehren möchtest. Oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.


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Super-Moderator
Spiike
Beigetreten: 10.07.2014

Spam entfernt. Es spielt keine Rolle ab wann du irgendwas nicht weitergelesen hast BillyTheChip.

MfG Spiike


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Moderator
buschips
Beigetreten: 25.10.2010

Man merkt halt einfach, dass manche hier noch nie länger mit einer Senorienresidenz/ Pflegeheim zu tun hatten.

Es wirkt einfach richtig ekelhaft arrogant bzw. von oben herab was manche hier schreiben.


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