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OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Original von krong
AstraZeneca hat teils massiv die Lieferzusagen gekürzt.
Man wollte offenbar sicher gehen, dass man mit dem Abstand zur zweiten Impfung unter keinen Umständen außerhalb der Herstellerempfehlung landet, auch wenn das nach aktuellen Erkenntnissen nicht wirklich tragisch ist.

Ja, was du sagst, denke ich auch, dass es die Denkweise war und ich halte sie für absolut falsch.
Wie gesagt, weil es a) überhaupt nicht tragisch ist, wenn die 2. Impfung was später kommt und weil es b) völlig übervorsichtig ist, davon auszugehen, dass wir das nicht geleveld bekommen, den Supply jetzt zukünftig sicherzustellen.
Wir haben quasi seit 2 Monaten einen konstanten, leicht steigenden Supply: https://impfdashboard.de/
Und bei allen Kürzungen, die angekündigt wurden, würde das imo nie bedeutetn, dass plötzlich gar nichts mehr kommt.

Die Rückhaltung entbehrt sich doch jeglicher Grundlage.


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

Original von ScaAra

Original von OnkelHotte
Ich würde auch impfen lassen. Und Reminder nochmal: Die 1 zu 1 Million Chance auf SVT ist kein Todesurteil oder so. Ich würde mit einfach dazu noch einmal spezifisch die Symptome nachlesen und darauf achten. Statistisch gesehen hat SVT 10% Todesrate. Wenn man jung ist und auf die Warnsignale achtet, wäre ich zuversichtlich, dass man das um den Faktor 10 verringern kann. Damit sollte die Todeswahrscheinlichkeit um ein Vielfaches geringer sein als der Coronatod, auch wenn sie jung ist.

Dazu kommt, dass sie utilitaristisch etwas Gutes tut. Sie schützt ja mit der Impfung nicht nur sich, sondern auch Menschen, auf die sie Corona übertragen könnte und die eine zigfach höhere Chance auf einen tödlichen Corona-Verlauf haben.

Wenn sie die Impfung nicht nimmt bekommt Sie quasi sicher jemand der sie dringender braucht/will. Die Dosis ist ja vorerst weiter der knappe Faktor. Das Argument ist also sehr wahrscheinlich nicht nur nichtig sondern bei gegebenen Infos vermutlich auch genau andersrum, so dass der Verzicht das Gute wäre.

Letzlich hängt aber viel daran wie groß das Risiko für sie ist, bzw sie es einschätzt mit Corona in Kontakt zu kommen oder es zu übertragen. Ich habe zum Beispiel de facto quasi keine Kontakte - und wenn dann eigentlich nur freiwillig. Wäre ich im Großraumbüro o.Ä. wäre mir eine Impfung obv deutlich wichtiger als sie es aktuell ist.

2 Faktoren für mich:
1. Steht statt ihr ein 79-jähriger Spalier, der/die sehnsüchtig auf die Impfung warten würde und sie bekommt, wenn sie verzichtet? Wenn das so wäre, ein valides Argument, ich bezweifle es aber stark, dass es so laufen kann. Die Dosen, die bei der Polizei einmal gelandet sind, werden imo nicht mehr rückgeführt für ein Impfzentrum, oder?
Deutschland zeigt sich auch bei der Umsetzung beim Impfen wieder maximal verkopft und büßt damit Speed und Flexibilität ein.

2. Sie ist ja ein potentieller Multiplikator, wenn sie mit vielen Bürgern in Kontakt steht. Eine individuelle Einschätzung kann hier eine valide Basis sein.


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Zitat
OnkelHotte
Beigetreten: 16.01.2005

https://www.spiegel.de/gesundheit/coronavirus-berlin-setzt-impfungen-mit-astrazeneca-fuer-menschen-unter-60-jahren-aus-a-b79e99fb-79f7-4ef0-8b0b-f01e1ff10686

Boh, was hier immer tilted. Es werden keine Details oder Begründungen ausgesprochen. Welche neuen Details sind denn jetzt ans Licht gekommen, die zu einer Veränderung der Bewertung geführt haben und wie begründet sich die Bewertung?

Ist alles rund um das Thema de Maizière-Style und die Bevölkerung muss vor Details geschützt werden?


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Zitat
DarkZonk
Beigetreten: 21.12.2008

Um nicht nur über Deutschland zu meckern, Frankreich ist genauso unglaublich:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-in-frankreich-krankenhaeuser-veroeffentlichen-hilferuf-17268731.html?GEPC=s33

Mein Lieblingsabschnitt ist ja

Der öffentliche Krankenhausverband AP-HP in Paris will den Nationalen Ethikrat anrufen, um allgemeingültige Regeln für die Triage zu erhalten. Auf dem Höhepunkt der ersten Welle waren im Elsass bereits einige Krankenhäuser beispielsweise in Mulhouse so überlastet, dass Ärzte eine Auswahl treffen mussten. Etliche schwer erkrankte Covid-19-Patienten in Alterspflegeheimen wurden nicht in die Krankenhäuser gebracht. Die Entscheidung war vom Ethikrat gebilligt worden.

Vor dem Szenario überlasteter Intensivstationen hatte der Präsident des französischen Wissenschaftsrates, Jean-Francois Delfraissy, am 24. Januar ausdrücklich gewarnt. Er sprach sich damals für härtere Einschränkungen aus. Eine nächtliche Ausgangssperre werde nicht reichen, um die Verbreitung der Virusmutanten zu verhindern. „Wir haben in England und in Irland gesehen, dass geringfügige Maßnahmen nicht ausreichen. Die Londoner Krankenhäuser waren in einer sehr schwierigen Lage“, warnte Delfraissy.

Doch Präsident Emmanuel Macron entschied am 29. Januar, den Rat des Beratergremiums auszuschlagen und auf neue Einschränkungen zu verzichten. Es hieß, er habe sich von den Wissenschaftlern „emanzipiert“.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von OnkelHottehttps://www.spiegel.de/gesundheit/coronavirus-berlin-setzt-impfungen-mit-astrazeneca-fuer-menschen-unter-60-jahren-aus-a-b79e99fb-79f7-4ef0-8b0b-f01e1ff10686

Boh, was hier immer tilted. Es werden keine Details oder Begründungen ausgesprochen. Welche neuen Details sind denn jetzt ans Licht gekommen, die zu einer Veränderung der Bewertung geführt haben und wie begründet sich die Bewertung?

Ist alles rund um das Thema de Maizière-Style und die Bevölkerung muss vor Details geschützt werden?

Insgesamt liegen einfach 30 schwerwiegende Probleme der Impf-Kommission vor und 9 Leute sind wahrscheinlich an den Folgen der Impfung gestorben (Sinusvenenthrombose). Keine alten Leute, sondern jüngere Leute wo das Virus kein großes Risiko ist. Daher ausgesetzt für Jünger und weiter empfohlen für Älter mit einem höheren Risiko durch das Coronavirus.

Was verstehst du genau daran nicht? Mehr Details gehen doch gar nicht? Oder nicht den Artikel gelesen?

Selbst Lauterbach sagt folgendes:

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich ebenfalls für einen Stopp der AstraZeneca-Impfungen für Menschen unter 55 Jahren ausgesprochen. »Es sollte aufgrund der Datenlage noch einmal geprüft werden, die Impfung mit AstraZeneca auf Menschen über 55 Jahren vorerst zu begrenzen«, sagte Lauterbach der »Rheinischen Post«. »Bislang sind wir von einem Risiko von deutlich weniger als eins zu 100.000 Fällen ausgegangen, bei denen eine oft tödliche Hirnvenenthrombose auftreten kann. Dieses Risiko scheint nach aktuellen Erkenntnissen für Jüngere, insbesondere Frauen, etwas höher zu sein.


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Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

War halt abzusehen. Der Druck ist zu hoch weil zu viele Leute kein Bock haben sich damit zu impfen.
Das ist das, was die Verantwortlichen ganz oben nicht sehen wollen.
Und plötzlich gibt's dann neue "Empfehlungen".
Einfach wegkippen und gut den Scheiß.
Es kann ja nicht jede Medikamentenentwicklung gelingen. Wir können von Glück reden, dass wir zunächst mal nur Probleme mit einem von mehreren Impfstoffen haben. Die Sache würde ganz anders aussehen, wenn es keine Alternativen gebe.


Antwort
Zitat
GeraldG
Beigetreten: 24.05.2011

Original von krong
Gibt halt solche und solche Apotheker.
Die einen spenden ihre 5-stelligen Gewinne, die durch das Maskengeschäft eingetrudelt sind, die anderen stellen sich nen Sportwagen in die Garage...

denken Leute ernsthaft dass Apotheken Goldgruben sind :|


Antwort
Zitat
soulfly187
Beigetreten: 05.02.2007

Komisch, dass da in England nichts ans Tageslicht gekommen ist. Die haben ja schon viel mehr mit Astrazeneca geimpft als wir.

Oder wird das verschleiert, weil die Impfe von der Oxford Uni kommt :f_pleased:


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von soulfly187
Komisch, dass da in England nichts ans Tageslicht gekommen ist. Die haben ja schon viel mehr mit Astrazeneca geimpft als wir.

Oder wird das verschleiert, weil die Impfe von der Oxford Uni kommt :f_pleased:

Gibt doch aus etlichen Ländern ähnliche Berichte und Deutschland ist ja nur nachgezogen. In den USA, obwohl dort schon viel zugelassen wurde, gibt es immer noch keine Zulassung für Astrazeneca und etliche Bedenken.


Antwort
Zitat
soulfly187
Beigetreten: 05.02.2007

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den AstraZeneca-Impfstoff nur noch für Menschen ab 60 Jahren. Wie die Stiko am Dienstag mitteilte, wurde die Empfehlung „auf Basis der derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“ bei jüngeren Geimpften geändert.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat die Impfzentren im Land angewiesen, die Corona-Schutzimpfung mit Astrazeneca ab sofort nur noch an Männer und Frauen über 60 Jahre zu verimpfen.

Frag mich welcher über 60 jährige das Zeug jetzt noch nehmen will. :f_rolleyes:


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cptbanano
Beigetreten: 08.03.2009

In UK gab es 5 Thrombosefälle, alles Männer unter 60. Aber dort wurden viele alte Menschen mit Astrazeneca geimpft, während bei uns überwiegend junge Menschen mit AZ geimpft wurden.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Original von soulfly187
Frag mich welcher über 60 jährige das Zeug jetzt noch nehmen will. :f_rolleyes:

Jeder? Weil das Risiko einer schweren Coronaerkrankung maximal anwächst mit dem Alter?


Antwort
Zitat
soulfly187
Beigetreten: 05.02.2007

Klar. Aber in Wirklichkeit wird das ganz anders aussehen. Das Vertrauen in den Impfstoff schwindet immer mehr. Vor nen paar Wochen hieß es noch nicht an UE65 jährige verimpfen, jetzt soll er angeblich super für UE60 jährige sein und zu gefährlich für unter 60 jährige ! 180° Kehrtwende :f_love:

Was sollen die Menschen denn denken bei diesem ganzen hin und her.

Da werden zig Termine verfallen, wenn da nicht Moderna/Biontech bei dem Impftermin steht.


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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Original von soulfly187
Da werden zig Termine verfallen, wenn da nicht Moderna/Biontech bei dem Impftermin steht.

Mag sein. Und wenn wird es eine neue ethische Debatte aufwerfen. Nämlich wie verfahren werden soll, wenn sich Menschen infizieren, auf Intensivstationen landen und sterben, die sich hätten impfen lassen können.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Zeigt dein Gedankengut ganz gut, man soll also sich einen unsicheren Impfstoff geben müssen, damit man weiterhin behandelt wird...


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Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Galt das mir? Falls ja, so ist deine Vermutung falsch.

Ich sage einfach, dass es in dem Fall eine Debatte geben wird. Unabhängig von meiner persönlichen Meinung und dem Ausgang der Debatte. Und die Frage wäre auch nicht, ob die Person behandelt wird oder nicht, sondern ob es beispielsweise weiterhin Lockdowns oder andere Maßnahmen geben würde, um weitere nicht geimpfte zu schützen. Oder es dann einfach deren Verantwortung ist, genauso wie beim Konsum von Alkohol, Tabak, dem Springen von Klippen oder whatever.

Das ist übrigens losgelöst von Astrazeneca und beträfe alle Menschen, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen möchten. Aus welchen Gründen auch immer. In dem Fall einer weiterhin grassierenden Pandemie.


Antwort
Zitat
Floppy83
Beigetreten: 10.09.2006

Naja die Debatte wird halt so oder so entstehen, wenn sich die Problematik weiter zuspitzt. Das mit dem Gedankengut hast nur du ihm zugeschrieben.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Wenn jeder die Chance auf eine Impfung hat, dann gäbe es einfach noch null Gründe für jegliche Maßnahme. Eigenverantwortung ist dann wieder angesagt!


Antwort
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shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

Was macht dich da so sicher? Mal hypothetisch angenommen ein größerer Teil der deutschen Bevölkerung möchte sich nicht impfen lassen, egal mit welchem Impfstoff. Und weiter angenommen, Infektionszahlen und Patienten auf Intensivstationen steigen ebenfalls auf ähnliche Höhen wie im November/Dezember 2020 oder jetzt.

Sind dann aus deiner Sicht in keinem Fall Maßnahmen angebracht?


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006

Söder will Astrazeneca jetzt nur noch an Hausärzte geben damit sie das Risiko tragen und nicht die Politik. Dieser Typ ist so eiskalt. Unfassbar


Antwort
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