Original von schmandbacke
also diese verschärfungen haben doch echt minimalsten einfluß, die 2 tests/woche in schulen sind ja noch das sinnvollste. alles andere ist ja nur das eh schon auf 2% runtergefahrene privatleben auf 1% runterzufahren.
ich finds echtunfassbar wie man weiterhin keine sinnvollen ideen hat und wissenschaft quasi komplett außen vor lässt. Aufenthalt im eigenen garten nach 21 uhr verbieten![]()
Bemerkenswert, dass anscheinend der Bundesregierung eher zugetraut wird, den Aufenthalt im eigenen Garten zu verbieten, statt erst einmal bei sich selbst einen Verständnis-/Lesefehler zu vermuten ♦ Nicht offensive gemeint.Zitat Spiegel:
Den Angaben zufolge soll bei Aktivierung der sogenannten Notbremse der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung oder eines dazugehörigen Gartens von 21 bis 5 Uhr nicht erlaubt sein.
Das "außerhalb" dürfte sich sehr wahrscheinlich auch auf den Garten beziehen. Ansonsten würde es ja gar keinen Sinn ergeben, diesen überhaupt zu erwähnen. Wohnung+Garten sollte also erlaubt bleiben.
Die Kritik am Indizenzwert hat zwar berechtigten Inhalt, ist aber im Moment nicht zielführend. Zunächst einmal müssen wir eine Trendumkehr von steigenden zu fallenden Inzidenzen schaffen. Dafür finde ich grundsätzlich das politische Signal einer bundesweiten Regelung nicht schlecht, ist doch egal ob 70 oder 170 ein geeigneter Wert wäre. Andere Parameter wie Intesivbettenauslastung und inzwischen wieder steigende Sterbezahlen zeigen ein eindeutiges Bild, dass der Verlauf der Pandemie nicht unter Kontrolle ist.
Angemessene Maßnahmen wären natürlich auch nicht schlecht.
Wieso ist die Kritik am Inzidenzwert berechtigt? Wenn ich mir den Inzidenzgraphen und den der Intensivbehandlung anschaue, spricht das doch ein recht eindeutiges Bild?
Original von Dielemma
Die Kritik am Indizenzwert hat zwar berechtigten Inhalt, ist aber im Moment nicht zielführend. Zunächst einmal müssen wir eine Trendumkehr von steigenden zu fallenden Inzidenzen schaffen. Dafür finde ich grundsätzlich das politische Signal einer bundesweiten Regelung nicht schlecht, ist doch egal ob 70 oder 170 ein geeigneter Wert wäre. Andere Parameter wie Intesivbettenauslastung und inzwischen wieder steigende Sterbezahlen zeigen ein eindeutiges Bild, dass der Verlauf der Pandemie nicht unter Kontrolle ist.
Angemessene Maßnahmen wären natürlich auch nicht schlecht.
Nein, das ist nicht egal und wie auch von Gerichten angemerkt wurde, darf der Inzidenzwert alleine nicht über so schwerwiegende Grundrechtseingriffe entscheiden.
Es wurden hier kürzlich Berichte von der Intensivbettenbelegung gepostet, in dem von 2/3 Patienten im Alter über 60 berichtet wurde. Wenn diese Gruppe dann bis Ende Mail ihre erste Impfung erhalten hat und nicht mehr im Krankenhaus landet, hätten wir auch bei Inzidenzen von 200 weniger Intensivpatienten als irgendwann ab der zweiten Welle. Wenn man sich dann klarmacht, dass die Ausgangssperre und andere harte Maßnahmen schon bei Inzidenzen von über 100 greifen, dann muss man das klar kritisieren. Nimm die USA als Vergleich. Dort sind schon viele geimpft und das öffentliche Leben normalisiert sich trotz einer Inzidenz von 147. Umgekehrt würde das für Deutschland bedeuten, dass wir bis zum Ende des Sommers in diesem harten Lockdown sind, mit geschlossenen Schwimmbädern, Biergärten und dem Verbot im Hellen nach 21 Uhr Joggen zu gehen.
Das mit J&J ist echt mies.
Meine Glaskugel sagt, dass die Impfempfehlung hierzulande ähnlich zu Astra ausfallen dürfte.
D.h. wir haben vermutlich schon im Mai ne Menge Impfstoffe über, wenn alle ab 60 ihr Impfangebot bekommen haben...
Original von GeraldG
Wieso ist die Kritik am Indizenzwert berechtigt? Wenn ich mir den Indizenzgraphen und den der Intensivbehandlung anschaue, spricht das doch ein recht eindeutiges Bild?
Wichtig ist das Pandemiegeschehen (der "echte" R-Wert).
Klassisch kann man das rückwirkend ziemlich gut an der ITS-Belegung festmachen - Prognosen kann über Inzidenzen i.V.m. Positivraten treffen.
Das funktioniert aber nur, wenn man:
- konstant testet
- sich keine aggressiven Mutanten verbreiten
Dazu haben Impfungen einen Einfluss auf Grenzwerte.
Deshalb ist der bloße Blick auf die Inzidenz nicht ausreichend. Das gilt wohlgemerkt für Lockerungen UND Verschärfungen.
Eine aggressivere Variante wie B117 auch bei sinkenden Inzidenzen härtere Maßnahmen erfordern (z.B. wenn mehr/längere Behandlungen auf der ITS erforderlich sind).
RKI / Politik sind hier in der Pflicht einen besseren Indikator aufzuzeigen.
Es war btw auch schon am 3.3.21 Diskussionspunkt in der MPK.
Diese Thrombosegeschichte scheint dann wohl ein Generelles Problem mit den Vektorimpfstoffen zu sein oder?
Naja, Problem ist ja relativ. Die Wahrscheinlichkeit an einem Verkehrsunfall zu sterben ist höher.
Ab Montag können sich dann auch alle ab 60 nen Termin geben lassen.... Denke jetzt zieht das richtig an... Bin mittlerweile guter Dinge, dass ich in ~10 Wochen meinen ersten Termin hab. (32j)
Original von Wody
Original von Dielemma
Die Kritik am Indizenzwert hat zwar berechtigten Inhalt, ist aber im Moment nicht zielführend. Zunächst einmal müssen wir eine Trendumkehr von steigenden zu fallenden Inzidenzen schaffen. Dafür finde ich grundsätzlich das politische Signal einer bundesweiten Regelung nicht schlecht, ist doch egal ob 70 oder 170 ein geeigneter Wert wäre. Andere Parameter wie Intesivbettenauslastung und inzwischen wieder steigende Sterbezahlen zeigen ein eindeutiges Bild, dass der Verlauf der Pandemie nicht unter Kontrolle ist.
Angemessene Maßnahmen wären natürlich auch nicht schlecht.Nein, das ist nicht egal und wie auch von Gerichten angemerkt wurde, darf der Inzidenzwert alleine nicht über so schwerwiegende Grundrechtseingriffe entscheiden.
Es wurden hier kürzlich Berichte von der Intensivbettenbelegung gepostet, in dem von 2/3 Patienten im Alter über 60 berichtet wurde. Wenn diese Gruppe dann bis Ende Mail ihre erste Impfung erhalten hat und nicht mehr im Krankenhaus landet, hätten wir auch bei Inzidenzen von 200 weniger Intensivpatienten als irgendwann ab der zweiten Welle. Wenn man sich dann klarmacht, dass die Ausgangssperre und andere harte Maßnahmen schon bei Inzidenzen von über 100 greifen, dann muss man das klar kritisieren. Nimm die USA als Vergleich. Dort sind schon viele geimpft und das öffentliche Leben normalisiert sich trotz einer Inzidenz von 147. Umgekehrt würde das für Deutschland bedeuten, dass wir bis zum Ende des Sommers in diesem harten Lockdown sind, mit geschlossenen Schwimmbädern, Biergärten und dem Verbot im Hellen nach 21 Uhr Joggen zu gehen.
Habe mich explizit auf die momentane Situation bezogen. Zur Zeit ist die Inzidenz zu hoch, unabhängig davon welche Makel diese Zahl hat. Also muss etwas passieren, damit sie sinkt, wozu eine einheitliche Regelung etwas beitragen kann.
Gelockert wird sowieso früh genug, v.a. im Hinblick auf die Wahl.
Auch die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen der neuen Regelung möchte ich nicht verteidigen. Ich finde es auch nutzlos Einzelpersonen/Haushalte "einzusperren". Trotzdem finde ich es unangebracht, momentan die Inzidenzkritik in den Fokus zu rücken.
schon beeindruckend wieviel Zeit und Energie Leute immer in so absoluten Schwachsinn stecken
Original von PaRaZzEe
USA stoppt laut NYT die Verimpfung von J&J aufgrund neuer Thrombosefälle![]()
Das ist echt krass und ungut. Zu Beginn war die Skepsis vor mRNA-Impfstoffen höher, da quasi Neuland. Nun können wir mehr als dankbar sein, dass es sie gibt und diese Pionierleistung geleistet wird. Zu Biontech und Moderna habe ich noch keine negativen News oder Berichte gelesen.
Gerade was Wirksamkeit, Verträglichkeit und auch Anpassbarkeit gegenüber Mutationen angeht ist das echt krass. Ein Nobelpreis irgendwann wäre nicht verwunderlich.
Nobelpreis ist imo ein Nobrainer. Ist nur die Frage ob den Sahin/Türeci (Biontech) oder Ingmar Hoerr (Curevac) bekommt. Verdienter hätte es m.E. der Hoerr, allerdings stehen Sahin/Türeci viel mehr in der Öffentlichkeit, auch weil der Biontech Impfstoff viel schneller fertig/zugelassen war...
Original von Dielemma
Habe mich explizit auf die momentane Situation bezogen. Zur Zeit ist die Inzidenz zu hoch, unabhängig davon welche Makel diese Zahl hat. Also muss etwas passieren, damit sie sinkt, wozu eine einheitliche Regelung etwas beitragen kann.
Gelockert wird sowieso früh genug, v.a. im Hinblick auf die Wahl.
Auch die Sinnhaftigkeit der Maßnahmen der neuen Regelung möchte ich nicht verteidigen. Ich finde es auch nutzlos Einzelpersonen/Haushalte "einzusperren". Trotzdem finde ich es unangebracht, momentan die Inzidenzkritik in den Fokus zu rücken.
Kritik an der Inzidenz ist keine Forderung nach Lockerungen, sondern der nachvollziehbare und angemessene Wunsch, dass man Entscheidungen vom Pandemiegeschehen abhängig macht.
Für die meisten spielt da sicherlich auch mit rein, dass es wieder das Auf-Sicht-Fahren ist.
Original von krong
Nobelpreis ist imo ein Nobrainer. Ist nur die Frage ob den Sahin/Türeci (Biontech) oder Ingmar Hoerr (Curevac) bekommt. Verdienter hätte es m.E. der Hoerr, allerdings stehen Sahin/Türeci viel mehr in der Öffentlichkeit, auch weil der Biontech Impfstoff viel schneller fertig/zugelassen war...
ich wäre eher für herrn hoer.. der hatte jettz einfach pech das er bei begin der pandemie megakrank war.. sonst wäre curevac eventuell auch weiter vorn dabei gewesen..
Es gibt neue Studien die sagen, dass die Variante B117 nicht tödlicher ist als der Wildtyp.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-mutation-b-1-1-7-wohl-doch-nicht-toedlicher-aber-hoehere-viruslast-a-9c7878fa-7b3d-4833-a459-3c901533b09c
Original von lostsoul
Gibt es eigentlich nen Problem wenn ich eigentlich Gruppe 3 bin, aber jetzt ein Impfangebot vom Hausarzt bekomme habe? Die ja eigentlich nur Gruppe 1 und 2 impfen dürfen?
Und drin ist die Impfung.
Wie läuft das bei der Ausgangsbeschränkung eigentlich mit Obdachlosen? Werden die dann zwangsverfrachtet ins nächste Obdachlosenheim, falls sie nach 21h auf der Straße angetroffen werden?