Zum Forum springen
Coronavirus
 
Benachrichtigungen
Alles löschen
32.6 K Beiträge
630 Benutzer
436485 Reactions
2.9 M Ansichten
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

gibt Leute die rumheulen, weil Geimpfte als negativ getestet zählen und sich nicht testen lassen müssen, das ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten


Antwort
Zitat
Sim87
Beigetreten: 29.10.2006

Original von Dogdo

Original von Sim87
Ich verzweifle momentan etwas an meinem Umfeld. Ich bin irgendwie der einzige, der radikale und sofortige Lockerungen von allem maximal Möglichen für vollständig geimpfte fordert. Ist das scheiße für mich weil es noch Wochen dauern wird bis ich selbst geimpft werde? Ja. Sollte das eine Rolle spielen? Ich denke nein. Immer wenn ich das anspreche kommen Schlagwörter wie Solidarität, Fairness und ähnliches und auch geimpfte sollen warten, bis alle ein Impfangebot erhalten haben. Ich versteh es nicht. Warum sollen geimpfte warten, bis die Bürokratie in Deutschland auch den letzten erreicht hat (übertrieben gesagt), damit erst dann alle andere zur Normalität zurückkehren können? Für mich ist das eine moralische Bankrotterklärung.

Solidarität ist halt keine Einbahnstraße. Von mir erwartet man seit über 1 Jahr das ich meine sozialen Kontakte runterfahre. Von sozialem Leben kann eigentlich keine Rede mehr sein. Arbeiten, Sport, Schlafen das wars.
Ich hatte Pandemiebedingt letztes Jahr Einkommenseinbußen >30%. Ich möchte nicht jammern denn ich weiß anderen geht es da noch viel schlimmer.
Das ganze mache ich gerne und halte es auch weiterhin für wichtig das durchzuziehen um die Risikogruppen zu schützen.
Was für finanzielle Einbußen hatte denn aber ein Großteil der Risikogruppe bisher? Bei den Rentnern kommt weiterhin die Rente pünktlich und ohne Einbußen. Angst um seinen Arbeitsplatz hat von denen auch keiner.
Die Risikogruppe erwartet von mir weiterhin Solidarität also kann ich auch ein wenig Solidarität von denen erwarten denn laut impfreihenfolge bin ich so ziemlich als letztes dran

Das ist mMn. ein problematisches Framing. Du willst even kommen in deiner Solidaritätsbilanz. Das ist emotional nachvollziehbar, aber nur wenn man sich die Prämissen dafür auch so zurechtlegt.
Ein anderer (und in meinen Augen besserer) Ansatz könnte sein, die Restriktionen und damit Leid global zu minimieren. Nichts anderes ist ja der ursprüngliche Gedanke unserer ganzen Beschränkungen. Danach erzeugt die Idee von "Solidarität" oder wie auch immer man es nennen möchte einen logischen Fehlschluss und sollte gänzlich aus den Berechnungen gestrichen werden.


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

Meine Mutter wird nächsten Donnerstag von ihrer Hausärztin geimpft! Ich freue mich so, die ganze Last die von mir abfällt (Asthma, U70, Prio 3, Bayern).


Antwort
Zitat
schnup07
Beigetreten: 08.10.2006

Original von Sim87
Ich verzweifle momentan etwas an meinem Umfeld. Ich bin irgendwie der einzige, der radikale und sofortige Lockerungen von allem maximal Möglichen für vollständig geimpfte fordert. Ist das scheiße für mich weil es noch Wochen dauern wird bis ich selbst geimpft werde? Ja. Sollte das eine Rolle spielen? Ich denke nein. Immer wenn ich das anspreche kommen Schlagwörter wie Solidarität, Fairness und ähnliches und auch geimpfte sollen warten, bis alle ein Impfangebot erhalten haben. Ich versteh es nicht. Warum sollen geimpfte warten, bis die Bürokratie in Deutschland auch den letzten erreicht hat (übertrieben gesagt), damit erst dann alle andere zur Normalität zurückkehren können? Für mich ist das eine moralische Bankrotterklärung.

Hey sim,
Verstehen tue ich es auch nicht. Ist zwar ärgerlich, dass ich als ungeimpfter eingeschränkt bin und keine Chance habe schnell an eine Impfung zu kommen, Dh „unverschuldet“ und ohne Chance etwas daran zu ändern zuhause sitzen muss. Allerdings ändert es nichts für mich, wenn andere ins Kino dürfen, wenn man rein rational denkt. Wenn ich nur an mich denke und „unfair!!!“ schreie, dann fühlt sich das schon scheisse an.

Habe vor paar Wochen einen interessanten Kommentar dazu gelesen und zwar ging es darum, dass diese Einschnitte, die wir erleben, nicht das „normal“ sind! Uns frei zu bewegen, ins Kino gehen, essen gehen etc...das ist das normale! Dh der Mensch hat grds. ein Recht darauf. Dieses Recht wird gerade aufgrund der gesundheitlichen Folgen für die Gesellschaft eingeschränkt. Dh es gibt für geimpfte - falls sie weder ansteckend noch selbst ansteckbar sind - keinen Grund, wieso sie eingeschränkt werden sollen. Die müssen ihr „normal“ wiederhaben und der Rest bleibt weiter eingeschränkt. Es wird so getan als wären es Privilegien der geimpften, aber das ist eine falsche Sicht. Es ist das normal des Menschen und die Einschränkung der nicht-geimpften.

Das in meinen Worten und das sehe ich auch so...


Antwort
Zitat
alwayswinning1111
Beigetreten: 22.07.2008

.

Das ist mMn. ein problematisches Framing. Du willst even kommen in deiner Solidaritätsbilanz. Das ist emotional nachvollziehbar, aber nur wenn man sich die Prämissen dafür auch so zurechtlegt.
Ein anderer (und in meinen Augen besserer) Ansatz könnte sein, die Restriktionen und damit Leid global zu minimieren. Nichts anderes ist ja der ursprüngliche Gedanke unserer ganzen Beschränkungen. Danach erzeugt die Idee von "Solidarität" oder wie auch immer man es nennen möchte einen logischen Fehlschluss und sollte gänzlich aus den Berechnungen gestrichen werden.

Geimpfte können weiter Leute mit dem Virus anstecken, aber erkranken selbst nicht mehr schlimm. Wieso sollte man denen nun gestatten, auf die Maßnahmen zu verzichten, während die nicht geimpften weiterhin das Risiko eines schweren Verlaufs tragen?

Das ist völlig unsolidarisch und nicht nachvollziehbar. Was gibt es da für dich nicht zu verstehen?

Das ist mMn nicht der aktuelle Stand der Wissenschaft.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Beigetreten: 06.06.2010

Original von soulfly187
Über 20% wollen sich laut dem Bot nicht impfen lassen. Passt das so? ?(

Schau dafür Mal morgen abend in den Situationsbericht des RKI, da wird die altersbezogene Impfquote ausgewiesen und die lag schon letzte Woche tlw. bei über 80%.

Ich frage mich allerdings, wie der Impfrechner zu verstehen ist - bezieht es sich auf den Impftermin selbst oder auf das Datum ab dem man einen Termin buchen kann? Basierend auf ein paar Durchläufen für NRW vermute ich letzteres.

@Dogdo:
Solidarität ist keine Einbahnstraße, aber es ist gegenseitige Unterstützung.
Wenn du Unterstützung in der Form brauchst, dass es anderen auch schlecht geht, dann solltest du an deiner Einstellung arbeiten.


Antwort
Zitat
Sim87
Beigetreten: 29.10.2006
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

Also nach der Logik garkeine Lockerungen, weder für geimpfte noch für Leute mit negativem Antigentest :f_drink:


Antwort
Zitat
Sim87
Beigetreten: 29.10.2006

@ Gambler2k6
Hab ich. Hab auch geschrieben vollständig Geimpfte. 65%+ und wenn wir ehrlich sind eher 90% sind viel zu sicher um weiter derartige Restriktionen aufrechtzuerhalten. Bei wieviel Prozent würdest du denn sonst die Restriktionen für vollständig Geimpfte auflösen?


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

.

Das ist mMn. ein problematisches Framing. Du willst even kommen in deiner Solidaritätsbilanz. Das ist emotional nachvollziehbar, aber nur wenn man sich die Prämissen dafür auch so zurechtlegt.
Ein anderer (und in meinen Augen besserer) Ansatz könnte sein, die Restriktionen und damit Leid global zu minimieren. Nichts anderes ist ja der ursprüngliche Gedanke unserer ganzen Beschränkungen. Danach erzeugt die Idee von "Solidarität" oder wie auch immer man es nennen möchte einen logischen Fehlschluss und sollte gänzlich aus den Berechnungen gestrichen werden.

Geimpfte können weiter Leute mit dem Virus anstecken, aber erkranken selbst nicht mehr schlimm. Wieso sollte man denen nun gestatten, auf die Maßnahmen zu verzichten, während die nicht geimpften weiterhin das Risiko eines schweren Verlaufs tragen?

Das ist völlig unsolidarisch und nicht nachvollziehbar. Was gibt es da für dich nicht zu verstehen?

das stimmt einfach nicht. das rki sagt, dass es unwahrscheinlicher ist, dass ein geimpfter das virus weiter gibt, als jemand der am gleichen tag einen negativen schnelltest hat.

Bin auch ganz klar dafür den geimpften ihre grundrechte zurück zu geben. maßnahmen die nicht wehtun wie maske tragen, kann man als sicherheit und zur solidarität weiterführen, aber restaurant besuche urlaube etc. sollte man geimpften möglichst schnell wieder erlauben, da haben wir als gesellschaft auch was davon, da viele betriebe wieder umsätze generieren können. zudem wird auch nur einer von uns der letzte sein der geimpft wird und so können alle anderen vorher schon wieder ein halbwegs normales leben haben. ;)


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

.


Antwort
Zitat
nemesis0381
Beigetreten: 25.12.2014

mal allgemein:

- die Impfbereitschaft sollte oder kann (leider) kein Indikator dafür sein wann die enormen Maßnahmen wieder gelockert werden

- selbst wenn trotzt Impfung es möglich ist jemand anderes zu infizieren, ist das für mich nicht ganz so relevant. Wichtig ist dass alle Risikopatienten und Gruppen die Möglichkeit haben sich impfen zu lassen und ein Schutz die besonderes betroffen wären. Wichtige Fragen wäre noch bei welcher Altersklasse man da anfängt und welche sonstige Risikogruppen mit Vorerkrankungen man festgelegt .
Auch sollte man gegen neue Mutationen geschützt sein.
Wenn das alles der Fall ist und jeder der in die Risikogruopen fällt über sein eignen Schutz durch die Impfungen bestimmen kann, wird es schwer die starken Einschränkungen zu verteidigen.


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006

Original von nemesis0381

Spoiler

mal allgemein:

- die Impfbereitschaft sollte oder kann (leider) kein Indikator dafür sein wann die enormen Maßnahmen wieder gelockert werden

- selbst wenn trotzt Impfung es möglich ist jemand anderes zu infizieren, ist das für mich nicht ganz so relevant. Wichtig ist dass alle Risikopatienten und Gruppen die Möglichkeit haben sich impfen zu lassen und ein Schutz die besonderes betroffen wären. Wichtige Fragen wäre noch bei welcher Altersklasse man da anfängt und welche sonstige Risikogruppen mit Vorerkrankungen man festgelegt .

Auch sollte man gegen neue Mutationen geschützt sein.
Wenn das alles der Fall ist und jeder der in die Risikogruopen fällt über sein eignen Schutz durch die Impfungen bestimmen kann, wird es schwer die starken Einschränkungen zu verteidigen
.

Das hieße doch, Ungeimpfte dürften erst wieder "raus", wenn alle Impfwilligen aus der noch zu definierenden Risikogruppe geimpft sind UND sich nicht vorher eine neue Mutante zeigt, die das Impfkarussell neu startet.


Antwort
Zitat
domano
Beigetreten: 04.08.2006

die impfverweiger könnten auch noch davon profitieren, dass genug herdenimmunität da ist und das virus deshalb verschwindet. ein punkt den man dabei nicht vergessen, darf ist dass die impfverweigerer nicht nur sich selbst gefährden sondern auch, die kinder die erstmal nicht geimpft werden und ggf. auch impfwillige, die aufgrund von krankheiten nicht geimpft werden können. insg. ist sich nicht impfen lassen also nicht nur dumm, sondern auch assozial.


Antwort
Zitat
nemesis0381
Beigetreten: 25.12.2014

@Rubnik
ja so hast du es richtig verstanden und es sollte klar sein. Die Mutationen sind natürlich noch ein relativ unbekannter Fakor. Aber was heißt "erst" klar hat die Regierung Fehler gemacht, aber es geht doch in die richtige Richtung. Momentan habe ich keinen genauen Überblick, in den Nachrichten haben ich nur mal ne ungefähre Rechnung gesehen die gezeigt hat, dass es nicht ganz unrealistisch ist bis Ende August eine Herdenimmunität durch die Impfungen erreichen kann. Ok ob man das jetzt als einen sehr langen Zeitraum oder kurzen Zeitraum wahrnimmt liegt wohl bei jeden anders. Wobei es wohl keinen schnell genug gehen kann. Bis zum Weg zur Herdenimmunität wird man dann auch immer mehr Lockerungen erwarten können.....


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

So oder so wird es auch im nächsten Jahr immer noch Maßnahmen wie Masken und Abstand geben, da wir das Virus trotz Impfung nicht ausrotten können/werden. Ich bin ja echt mal auf die Situation der Krankenpfleger/Ärzte gespannt, denn diese werden das hohe Pensum weiterfahren müssen. Zusätzlich rechne ich damit, dass auch in 2022 geplante Operationen aufgrund von Corona verschoben werden müssen. Man wird halt zusätzlich zu dem normalen Pensum einen regelmäßigen Inzidenzwert von 10-100 oder so haben. Das wird dauerhaft mit dem Personal nicht zu stemmen sein. Außerdem wird man auch nicht ewig geplante Operationen/Vorsorge verschieben können. Es werden bereits mit deutlich mehr Toten durch Krebs etc. gerechnet, die eventuell vermeidbar gewesen wären, wenn die Krankenhäuser nicht so an der Belastungsgrenze wären.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich glaube, dass in 2022 einiges kollabiert. Laut Statistiken überlegen ca. 30% der Pflegekräfte den Job zu wechseln, wenn die Pandemie vorbei ist. So lange wollen sie noch durchhalten. Aber was ist, wenn die Pandemie trotz Impfung weitergeht? Und das wird sie, bei einer hochinfektiösen Mutante, keine Impfung bei Kindern/Jugendlichen und Impfverweigerern. Die Modellierung zeigt, dass wir die notwendige Impfquote nicht erreichen werden. Wir werden dann wohl zwar keinen massiven R-Wert mehr haben, aber auch ein geringer R-Wert über einen langen Zeitraum wird die Menschen zermürben.

Der große Burnout wird kommen, wenn diese ständig Anspannung größtenteils vorbei ist, also wenn Ende 2021 die allermeisten Patienten geimpft sind und die Situation unter Kontrolle scheint, aber defacto nicht unter Kontrolle ist. Das Problem ist auch, dass die Pfleger zurzeit massiv ihren Körper ausbeuten und fast gar keinen Ausgleich (Sport etc. ) haben. Irgendann zollt der Körper dafür Tribut und dann auch so, dass es massive Konsequenzen hat (körperliche/geistige Erschöpfung, Berunfsunfähigkeit etc.)


Antwort
Zitat
nemesis0381
Beigetreten: 25.12.2014

Original von domano
die impfverweiger könnten auch noch davon profitieren, dass genug herdenimmunität da ist und das virus deshalb verschwindet. ein punkt den man dabei nicht vergessen, darf ist dass die impfverweigerer nicht nur sich selbst gefährden sondern auch, die kinder die erstmal nicht geimpft werden und ggf. auch impfwillige, die aufgrund von krankheiten nicht geimpft werden können. insg. ist sich nicht impfen lassen also nicht nur dumm, sondern auch assozial.

Ja seh ich auch so und man gefährdet die Leute bei denen die Impfung nicht wirkt....


Antwort
Zitat
Rubnik
Beigetreten: 12.02.2006

Original von nemesis0381

Spoiler

@Rubnik
ja so hast du es richtig verstanden und es sollte klar sein. Die Mutationen sind natürlich noch ein relativ unbekannter Fakor. Aber was heißt "erst" klar hat die Regierung Fehler gemacht, aber es geht doch in die richtige Richtung. Momentan habe ich keinen genauen Überblick, in den Nachrichten haben ich nur mal ne ungefähre Rechnung gesehen die gezeigt hat, dass es nicht ganz unrealistisch ist bis Ende August eine Herdenimmunität durch die Impfungen erreichen kann. Ok ob man das jetzt als einen sehr langen Zeitraum oder kurzen Zeitraum wahrnimmt liegt wohl bei jeden anders. Wobei es wohl keinen schnell genug gehen kann. Bis zum Weg zur Herdenimmunität wird man dann auch immer mehr Lockerungen erwarten können....

.

"Erst" war hier als Zeitangabe gedacht, nicht als "Kritik".
Ich bin bei der Frage einfach noch unentschlossen. und mit Ungeimpften meine ich nicht nur Impfverweigerer, es ging doch darum erstmal die Risikogruppen zu impfen dh es gibt noch Ungeimpfte.
Ich bin btw. auch nicht generell gegen Impfungen...


Antwort
Zitat
EddiGonzalez
Beigetreten: 04.07.2006

Original von TyCobb

Original von EddiGonzalez
Nö meine Kleine ist nicht Schulpflichtig.

Wieviele Kinder sind denn weltweit bisher an COVID gestorben?

Spoiler

1) Um meine Fragen mal in Relation zu setzen. Ich habe ein schulpflichtiges Kind und bin froh darüber, dass er sich und seine Freunde und Klassenkameraden schützt. Mein Eindruck ist, dass die Kinder das wesentlich besser wegstecken, als man denken könnte. Ich gebe Dir dahingehend Recht, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand Langzeitfolgen für die Entwicklung der Kinder durch das Maske tragen absehen kann. Das geht aber in beide Richtungen, also man kann weder sagen, dass es nachteilig ist noch kann belegt werden, das es nicht nachteilig ist.

2) Deine Antwort "Wieviele Kinder..." hört sich (nicht böse gemeint) nach dem klassischen "ist-ja-nicht-mein-kind" Argument an. Eine Anschlussfrage, wieviel Kinder müssen sterben, damit Deine Kosten-Nutzen-Rechnung zugunsten der Maskenpflicht ausfällt?

Für mich sieht die Rechnung folgendermaßen aus: auf der einen Seite haben wir die Kostenrechnung: Kinder müssen Masken tragen. Das führt uU zu Fehlentwicklungen, die in die nächsten Jahren sich zeigen werden. Ausserdem hat Kevin jetzt häufig Kopfschmerzen und übel ist ihm auch noch. Auf der andere Seite der Nutzen, das ist der Schutz der Kinder vor einer tödlichen Krankheit. An dieser Stelle muss jeder für sich entscheiden, was er höher bewertet. Eine unbelegbare Fehlentwicklung sowie Kopfschmerzen und Übelkeit gegen eine ungewisse Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind an Covid erkrankt und im schlimmsten Fall daran stirbt.

3) Ich habe den Beschluss jedenfalls teilweise gelesen (lol 180 Seiten). Das was mich am meisten daran ärgert ist nicht, dass Kevin jetzt keine Maske mehr tragen muss sondern die Ausweitung auf die gesamten Schüler der Schule, wodurch eine Vielzahl von anderen (am Rechtsstreit unbeteiligten) Kindern potentiell gefährdet werden. Das ist ne Schweinerei, weil der Richter einfach sehr wahrscheinlich massiv seine Kompetenzen überschreitet, mutmasslich, weil er ein "Coronagegner" ist. Das Verhalten des Richters wird strafrechtlich überprüft (Amtsmissbrauch?).

Stand heute sind einfach seit Beginn der Pandemie 17 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahren gestorben.
Also ich sehe hier keinerlei Bedarf Kindern die Langzeitrisiken (Rückatmung, verminderte Sauerstoffsätigung, psychische Probleme) zuzumuten.
Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/

Also ich rede von Grundschülern. Bei Jugendlichen kann man es mMn aufgrund des Reifegrades der körperl. und seelischen Entwicklung eventuell machen.
Aber wieso wenn Sie doch nicht die Zielgruppe des Virus sind.


Antwort
Zitat
GoodGrief
Beigetreten: 12.07.2011

Original von schmandbacke
irgendwie versteh ich die geschichte mit dem asthma spray nicht so recht und mich würd da mal der input von goodgrief interessieren. diese neue studie (mit recht kleinem umfang) attestiert ja bei milden verläufen das risiko eines schweren verlaufs um 90% zu reduzieren.
und scheinbar wurde ja auch sehr früh in der pandemie beobachtet, das erstaunlich wenig asthmatiker schwere verläufe haben wo ja eher das gegenteil zu erwarten war.

ist ein asthma mittel was sehr günstig ist, kaum nebenwirkungen hat da nicht mit das erste was man ausprobiert wenn sonst nix hilft? und selbst ohne wissenschaftliche studien müsste sich das doch schnell rumsprechen und dann recht viel getestet worden sein, oder nicht?

ich kann irgendwie nicht glauben das es wirklich so eine wunderwaffe ist und man das erst nach einem jahr feststellt. von dem mittel sollte ja wirklich so viel vorrätig sein das man jedem beim ersten husten einen inhalator gibt. und wenn es nur 20-30% schwere verläufe reduziert wäre es schon ein riesen unterschied ohne aufwand.

die Studie zeigt ein großes Problem, welches außerklinische Studien zeigen. Von Juli 2020 bis Dezember 2020 haben die in GB ca. 160 Patienten in die Studie gebracht, eigentlich ziemlich wenig und es hat einfach sehr lange gedauerrt, da die gesamte Dauer - Beginn der Behandlung und Nachbeobachtung nur 28 Tage betrug. Die großen Studien im letzten Frühsommer bezüglich Dexamethason, Immunglobuline, Rotinavir, Hydroxychloroquin und Kombinationen davon waren schneller fertig (aber diese erfolgten ausschließlich unter stationärer Behandlung! und ist auch im Krankenhaus einfacher durchführen, da die Pat. nunmal dort sind). Diese hatte für Dexamethason (vergleichbares Wirkprinzip bis dieses Asthmaspray mit Budenosid) übrigens für leichte Fälle (die bereits im Krankenhaus waren) keine Verbesserung gebracht.

Es scheint einen positiven Effekt haben, jedoch gab es leider keine Doppelverblindung, d.h. die Therapierten wussten, dass sie therapiert werden und die Kontrollgruppe wußte ebenfalls bescheid. Das Alter der Therapierten war 18 bis knapp über 70, der Therapiebeginn mit dem Spray erfolgt innerhalb eine Woche nach Beginn der Symptome.

Es ist sicherlich nicht so, dass aktiv solche auch wichtigen Studien torpediert werden, jedoch schien diese Idee der Therapie keine besonders großen Unterstützer gehabt zu haben. Sie musste zudem ungewöhnlich durchgeführt werden: es musste medizinisches Personal (keine Ärzte) zu den isolierten Kranken 3x nach Hause fahren. Dies könnte ein Grund sein, warum es lange gedauert hat.

Zusammenfassend würde ich sagen: ich würde es wahrscheinlich nehmen bzw. ich würde es empfehlen zu nehmen. Die andere Alternative für milden bis schweren Verlauf ist eine Antikörpertherapie, die nur Pat. mit hohem Risiko für schweren Verlauf vorbehalten ist, jedoch nicht für die breite Anwendung. Dies könnte sich nun ändern mit diesem Asthmaspray (es ist zu erwarten, dass auch andere Corticoidhaltige Sprays ähnliches können).


Antwort
Zitat