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Gehirn Katheter
 
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Gehirn Katheter

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Noonien
Beigetreten: 01.01.2007

Hallo zusammen,

Hatte jemand schonmal einen Gehirnkatheter ?
Meine Frau hat im Kopf zusammengewachsene Venen und Arterien . Wurde bei einer CT/MRT Untersuchung des Kopfs festgestellt.
Wir wissen das sie bei dieser Untersuchung vom Oberschenkel an eine Sonde bis ins Gehirn geschoben bekommt um Aufnahmen von innen zu machen, diese entscheiden dann wie und ob operiert werden kann.
Hatte schonmal jemand hier sowas und kann mir sagen ob sie dabei betäubt wird oder ne lmaa Spritze bekommt oder ähnliches ?
Leider bekommen wir erst am Dienstag Infos von der Klinik dazu aber wüssten jetzt schon gerne etwas.


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273 Antworten
Laccyby
Beigetreten: 21.04.2008

im ernst? sowas geht? sick _o:


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docjulian
Beigetreten: 15.12.2006

wird nicht betäubt
sie spürt ja fast nix außer einstich in der leistengegend
sie kriegt aber ein beruhigungsmittel


Antwort
Zitat
Noonien
Beigetreten: 01.01.2007

Original von docjulian
wird nicht betäubt
sie spürt ja fast nix außer einstich in der leistengegend
sie kriegt aber ein beruhigungsmittel

Sie muß ja wenn die im Gehirn sind Befehle beantworten wie "Luft anhalten" usw. Ist das Mittel da ssie bekommt in der Art das sie zwar alles mitbekommt aber irgendwie total drauf ist (lmaa spritzen artig halt) ?


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Zitat

google nach benzodiazepine (valium und andere)
deine frau wird wahrscheinlich einen vertreter aus dieser gruppe bekommen


Antwort
Zitat
Jayston
Beigetreten: 14.07.2005

Original von Noonien
Wir wissen das sie bei dieser Untersuchung vom Oberschenkel an eine Sonde bis ins Gehirn geschoben bekommt

omg mir wird gerad echt schwindelig.
alles gute für deine frau und berichte mal das es gut ausgegangen ist!


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Zitat
JackAce91
Beigetreten: 26.11.2009

hab von sowas ehrlich gesagt noch nie was gehört

aber ich wünsche deiner frau alles gute!


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Noonien
Beigetreten: 01.01.2007

Danke an alle. Ich werd mal nächste Woche Mittwoch berichten.


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docjulian
Beigetreten: 15.12.2006

Soll sich nicht so Sorgen machen, ist keine schlimme Untersuchung und Standard in der Klinik.


Antwort
Zitat

Sie wird eine ausreichende örtliche Betäubung in der Leiste bekommen, danach wird dort dann die Leistenarterie punktiert und eine sog. Schleuse eingelegt, das ist im Prinzip ein Plastikschlauch mit einer Membran obendrauf. Über diese Schleuse und unter Durchleuchtungskontrolle (Röntgen) wird dann mit dünnen Drähten und speziellen Kathetern im Gefäßsystem nach oben bis in den Hals bzw. bis vor die Gefäßmißbildung sondiert. Davon merkt aber der Patient nichts, in den Gefäßen sind keine Nerven die das ganze als Schmerz melden könnten...

Die Drähte und Katheter sind wirklich sehr dünn, also keine dicken "Sonden", die Drähte sind 0,0035 inch dünn (0,89mm), gibt aber noch dünnere, die Katheter haben 4 charriere, ein charriere sind 1/3mm

Sobald der Katheter an der gewünschten Stelle liegt wird darüber Kontrastmittel gegeben und Aufnahmen aus verschiedenen Winkeln gemacht. Bei der Kontrastmittelgabe kann ein Wärmegefühl im Körper auftreten, das flaut aber nach ein paar Sekunden wieder ab und ist ganz normal. Der Katheter wird zurückgezogen, die Schleuse kommt raus, die Stelle wird ein paar Minuten abgedrückt und ein Druckverband kommt drauf, fertig.

Bei Bedarf bekommt der Patient zusätzlich zur örtlichen Betäubung ein leichtes Beruhigungsmittel und weitere Schmerzmittel, das ist aber bei der Untersuchung die deine Frau vor sich hat in den allermeisten Fällen nicht notwendig... Alles Gute für die OP!


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Noonien
Beigetreten: 01.01.2007

Danke für die ausführliche Erklärung !


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jackruby666
Beigetreten: 19.10.2007

Hallo Noonien,

ich habe zufällig vor ein paar Wochen einen Bericht über einen Berliner Neurochirurgen gesehen der sich auf dem Gebiet spezialisiert hat.

Es ist nie verkehrt eine zweite Meinung einzuholen.

Prof. Dr. med. Peter Vajkoczy
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

ich wünsche Deiner Frau auch alles Gute!


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Alles Gute dir und deiner Frau. Wird schon alles gut werden. LG


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Phoonzang
Beigetreten: 04.07.2007

Eine Freundin hat sowas kürzlich gehabt. Sie hat aber ordentlich Schmerzmittel bekommen, keine Ahnung ob da irgendwas anders war.

Das großere Problem war für sie wohl aber nachher, da man ein paar Tage nur liegen oder stehen darf (Leiste nicht belasten), was wohl ziemlich nervig ist.


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busfahrer09
Beigetreten: 12.07.2006

wtf, durch die leiste ins gehirn, was geht denn ab :f_o: :f_o: :f_o:

viel glück & gute besserung an deine Frau


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Noonien
Beigetreten: 01.01.2007

So, melde mich erst jetzt, die letzten Tage waren sehr anstrengend.
Bei der "schmerzlosen" Untersuchung gab es weder Betäubung noch sonstige Beruhigungsmittel.
Meine Frau ist echt knallhart, sie kann viel ertragen, aber sie hat geweint vor Schmerzen bei der Untersuchung, aber hat nicht einmal gewimmert oder um ein Schmerzmittel gebeten.
Bei der Untersuchung ging es darum ob man mit Strahlenterapie, "von innen Verschweissen" oder per OP etwasmachen muß, oder garnichts.
Das Ergebnis: ALLES muss gemacht werden, und zusätzlich wurde noch ein Gehirnaneurysma gefunden.
Der Chefarzt der Klinik ( und wir sind in der besten die es für diesen Bereich in Deutschland gibt) meinte es wird eine (bzw mehr als eine ) sehr schwere OP werden, große Risiken.
Wir könnten jetzt verzweifelt sein, aber wir sind es nicht. Wir sind froh das alles gefunden wurde.
Ohne diese Diagnose würde sie irgendwann umkippen und sterben, mit dieser Diagnose haben wir eine Chance .
Trotzdem, ich habe große Angst die Liebe meines Lebens zu verlieren. Nach 41 Jahren Leben habe ich endlich meine Traumpartnerin gefunden, ich habe nur einen einzigen Wunsch in meinem Leben:
Mit ihr alt werden .
Ich bin weder gläubig noch bin ich Christ , aber gestern Nacht saß ich im Ulmer Münster als mein Frau im Ulmer Uniklinikum nach der Untersuchung lag, und habe geweint, gebetet, eine Kerze angezündet und Geld in den Opferstock geworfen.
In ca 3 Monaten gehen die OP´s los.
Ich würde alles tuen damit sie gesund wird ...alles !


Antwort
Zitat
dak113
Beigetreten: 25.04.2009

wow , das haut mich wirklich um ,obwohl ich mich in solche Situation eigentlich nur schlecht hineinversetzen kann und eher etwas unterkühlt bin.
Selten etwas so Aufrichtiges und zum Nachdenken Anregendes hier gelesen .

Wünsch dir und deiner Frau viel Glück und die Kraft diese harte Zeit zu überstehen (ist ja eine Kämpferin , wie du schreibst).


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Zitat
DutchPoka
Beigetreten: 26.09.2006

Oh man, das ist hart! Ich wünsche EUCH alles erdenklich Glück und gute der Welt! Ihr schafft das!!!!


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Zitat

Original von Noonien
So, melde mich erst jetzt, die letzten Tage waren sehr anstrengend.
Bei der "schmerzlosen" Untersuchung gab es weder Betäubung noch sonstige Beruhigungsmittel.
Meine Frau ist echt knallhart, sie kann viel ertragen, aber sie hat geweint vor Schmerzen bei der Untersuchung, aber hat nicht einmal gewimmert oder um ein Schmerzmittel gebeten.
Bei der Untersuchung ging es darum ob man mit Strahlenterapie, "von innen Verschweissen" oder per OP etwasmachen muß, oder garnichts.
Das Ergebnis: ALLES muss gemacht werden, und zusätzlich wurde noch ein Gehirnaneurysma gefunden.
Der Chefarzt der Klinik ( und wir sind in der besten die es für diesen Bereich in Deutschland gibt) meinte es wird eine (bzw mehr als eine ) sehr schwere OP werden, große Risiken.
Wir könnten jetzt verzweifelt sein, aber wir sind es nicht. Wir sind froh das alles gefunden wurde.
Ohne diese Diagnose würde sie irgendwann umkippen und sterben, mit dieser Diagnose haben wir eine Chance .
Trotzdem, ich habe große Angst die Liebe meines Lebens zu verlieren. Nach 41 Jahren Leben habe ich endlich meine Traumpartnerin gefunden, ich habe nur einen einzigen Wunsch in meinem Leben:
Mit ihr alt werden .
Ich bin weder gläubig noch bin ich Christ , aber gestern Nacht saß ich im Ulmer Münster als mein Frau im Ulmer Uniklinikum nach der Untersuchung lag, und habe geweint, gebetet, eine Kerze angezündet und Geld in den Opferstock geworfen.
In ca 3 Monaten gehen die OP´s los.
Ich würde alles tuen damit sie gesund wird ...alles !

Ich habe vollstes Verständnis und großes Mitgefühl für dich. Ich habe bereits den Tod gesehen. Denke positiv und genieße die Zeit mir ihr, du könntest es bereuen wenn du es nicht tust. Gib jedem Tag von nun an die Chance der schönste deines Lebens zu werden. Schon morgens nach dem Aufstehen, eine solche Einstellung gibt einem oft mehr Kraft und Optimismus als man denkt.

Wie groß schätzt der Arzt die Riesiken denn ein?


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StefanNRW
Beigetreten: 15.08.2007

Es gibt einen Verein für Hirn-Aneurysma Erkrankte, vielleicht kann das für euch hilfreich sein.

http://www.hirn-aneurysma.de

Ansonsten wünsche ich euch einfach alles erdenklich Gute.


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