erschwerend kommt btw hinzu, dass, wenn man quer durch den wald läuft, dies ab und zu auch auf den trampelpfaden gerade der tiere tut, auf die der jäger schiessen will
was im umkehrschluss bedeutet, dass man ihm geradewegs in die flinte läuft
Was spricht eigentlich dagegen, dass man nachts im Wald einfach 'ne Warnweste, Leuchtbinde oder Lampe mitnimmt? Dürfte auch auf dem Weg dorthin wesentlich ungefährlicher sein.
Und jetzt bitte nicht die Argumentation, dass man dadurch krass eingeschränkt wird. Wenn man eh alleine im Wald ist, stört es eh keinen und der Mehraufwand ist gering. Abgesehen davon, dass das heute eh schon genug Leute sinnvollerweise aufm Fahrrad machen.
Gesellschaft beruht nun mal darauf, dass alle einen Schritt aufeinander zu machen, sonst funktioniert das ganze nicht.
Natürlich nur, wenn man vorhat um 5 Uhr Nachts im Wald durch die Büsche zu ziehen.
wenn ich mit meinem lebensechten rehkostüm bei dämmerung im wald rumlaufen will, dann habe ich verdammt nochmal das recht dazu. und wenn mir dann dadurch plötzlich gefahr entsteht, bloß weil ein paar schießwütige auf alles draufballern was genauso aussieht wie ein reh, dann kann das ja wohl nicht angehen.
die einzig sinnvolle schlußfolgerung ist ein verbot von jägern. alles andere wäre eine massive einschränkung meiner bürgerrechte.
also wenn du in der dämmerung im rehkostüm durchn wald rennst gehörts dir halt nicht anders ^^
Original von Faustfan
wenn ich mit meinem lebensechten rehkostüm bei dämmerung im wald rumlaufen will, dann habe ich verdammt nochmal das recht dazu. und wenn mir dann dadurch plötzlich gefahr entsteht, bloß weil ein paar schießwütige auf alles draufballern was genauso aussieht wie ein reh, dann kann das ja wohl nicht angehen.
die einzig sinnvolle schlußfolgerung ist ein verbot von jägern. alles andere wäre eine massive einschränkung meiner bürgerrechte.
Sry aber das ist dann natürliche Auslese.
bloß weil ein post keine dummen smilies hat, heißt das nicht daß er keine ironie ist.
bin mir ziemlich sicher, daß jäger erstmal schauen auf was sie da schießen, bevor sie abdrücken. vielleicht gibts ja ne statistik darüber, wieviele "zivilisten" so pro jahr erlegt werden.
Original von Faustfan
wenn ich mit meinem lebensechten rehkostüm bei dämmerung im wald rumlaufen will, dann habe ich verdammt nochmal das recht dazu. und wenn mir dann dadurch plötzlich gefahr entsteht, bloß weil ein paar schießwütige auf alles draufballern was genauso aussieht wie ein reh, dann kann das ja wohl nicht angehen.
die einzig sinnvolle schlußfolgerung ist ein verbot von jägern. alles andere wäre eine massive einschränkung meiner bürgerrechte.
Jäger sind btw dafür zuständig, dass das durch Menschen zerstörte (Wild hat kaum noch natürliche Feinde) Gleichgewicht der Fauna in den Wäldern erhalten bleibt. Nennt man Hege und Pflege. Weiterhin unterstützen sie die Landwirtschaft (das Brot was du jeden Tag zu essen bekommst kommt daher, macht halt nicht den Anschein, dass du es weißt)
Also wäre es Fail, Jäger zu verbieten. Für die jüngeren ist es ersteinmal ein Hobby und obv sind schießgeile bei, aber wenn sie an die Traditionen herangeführt werden, dann stehen sie auch nach ner Zeit hinter der Sache und fühlen sich dazu berufen. Ist auch meist so, weil die Gesetze hier streng sind, eine Jagdlizenz und vor allem ein Waffenschein ist man sehr schnell los...
Schusshitzigkeit, diagnostiziert die bisher einzige wissenschaftliche Analyse von Verletzungen durch Jagdwaffen, sei der Auslöser bei über der Hälfte aller Jagdunfälle. Dabei trifft, so die Studie der Universität Münster, brennende Ungeduld durch langes Warten auf allgemeine Gemütshitze.
Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen fühlte sich ein 70-Jähriger auf der Pirsch von zwei dunklen Gestalten bedroht, riss die Büchse hoch und schoss, in Notwehr, wie er später der Polizei erzählte. Die Gestalten waren Jungrinder. Auf einer Wiese im Westerwald streckte ein Jäger zwei mutmaßliche Wildschweine mit gezielten Schüssen nieder. Erst dann merkte er, dass er zwei Ponys erlegt hatte. Bei Regensburg nahm vor Jahren ein Hobbyjäger im Wald übende Bundeswehrsoldaten unter Feuer und erschoss einen 23-jährigen Rekruten, den er für ein Wildschwein hielt.
So mancher Waidmann denkt auch nicht darüber nach, dass Schrot bis zu 300 Meter, eine Kugel bis zu fünf Kilometer weit fliegen kann. Verirrte Geschosse erwischen immer wieder Fensterscheiben, Traktorfahrer oder Spaziergänger.
Gelegentlich visieren Jäger vom Hochstand aus Spaziergänger oder Jogger auch mit voller Absicht an.
Nicht, um zu schießen natürlich, sondern weil man das Zielfernrohr so bequem als Fernglas gebrauchen kann. Da überrascht es wenig, wenn dem einen oder anderen allzu routinierten Jäger dabei versehentlich ein Schuss abgeht.Oder vielleicht nicht ganz so versehentlich, wie es in der Lüneburger Heide geschah, wo Motorradfahrer alles Wild verjagend durchs Revier knatterten und eine Jägerskugel einen der Radaubrüder ins Bein traf.
erschoss ein Däne einen kleinen Jungen, den er wegen dessen roten Anorak für einen Fuchs gehalten hatte
http://www.zeit.de/2002/06/Waidmanns_Unheil
statistiken gibts anscheinend nicht
nur eine website von leuten, die das jagen grundsätzlich ablehnen und presseberichte auflisten von allen vorfällen rund um die jagd
@e
in der ZEIT dann doch am anfang noch was gelesen von 4-5 toten jägern und 800 zt schwerverletzten in einem jahr
idR erschiessen aber anscheinend hauptsächlich jäger andere jäger/treiber oder sich selber
... oder auch einmal der jagdhund des jägers den jäger^^
So zu aller erst mal schliesse ich mich Aggroforst in seinen Erklärungen zu der Hochsitzanzahl etc an.
Danke dafür!
Nun zu den weiteren Sachen:
Original von smokinnurse
....
es geht schon darum, dass hobbyschützen ungewisser qualität ein gebiet unsicher machen, in dem man sich eigentlich frei bewegen können sollte
....
Das sind keine Hobbyschützer unsicherer Qualität sondern Leute die eine Prüfung dafür abgelegt haben, legale Waffenbesitzer die mit immensem Aufwand kontrolliert werden.
Fahren sie besoffen Auto und werden erwischt sind die Waffen weg, werden sie zu mehr als 60 Tagessätzen wegen irgend was kleinem verurteilt sind die Waffen weg.
Kann ihnen Alkohol/Drogensucht nachgewiesen werden sind die Waffen weg usw usw...
Ihr habt glaube ich keine Vorstellung was man alles erfüllen muss um Waffen führen zu dürfen.
Original von HoaXi
...
kleinen Personengruppe kommt es immer wieder zu tödlichen Verwechslungen - finds daher strange, dass Du jemandem, der Dich danach fragt, lapidar sagst, dass da sicher nichts passieren wird.
....
Was soll ich denn schreiben ausser das was gesetzlich vorgeschrieben ist?
Jeder Jäger muss sich vor Schussabgabe sicher sein das keine Gefährdung anderer Personen vorliegt.
Hätte ich geschrieben "hoffentlich" wird er dich nicht erschiessen, hättet ihr mir das negativ ausgelegt, hätte ich geschrieben du bist so gut wie tot geh nachts nicht in den Wald wäre der shitstorm auch los gegangen.
So what?
Original von smokinnurse
....hier steht also hobby gegen hobby
nur dass ich nicht das leben des hobbyjägers gefährde, nur seine mahlzeit oder sein kommerzielles interesse
....
Der Jäger zahlt sogar(und nicht wenig) dafür das er der Gesellschaft mit seinem Hobby einen Dienst leistet...aber dazu später mehr.
Original von smokinnurse
es ist halt so: ich hab das haus seit 1992
und anscheinend wurden in den ehemaligen ddr-wäldern, in denen in der region um berlin zumindest vorher kaum im öffentlichen wald gejagt wurde (gab staatsjagden, aber die waren abgezäunt), danach massenhaft pachten vergeben, sodass plötzlich die ansitze an jeder ecke auftauchten
was schon mal grundsätzlich nicht so angenehm war
In der DDR war Wild und Jagd Gemeingut, daher Staatseigentum.
Es wurde genauso gejagt wie heute, nur zentral koordiniert, wenige hatten eigene Waffen.
Die ganzen Hochsitze sind jetzt von den Pächtern die (endlich) auf ihrem gepachteten Grund und Boden die Jagd so ausüben können wie sie wollen.
Das war in der BRD schon 40 Jahre vorher so.
Und noch mal:
Die Jagd ist auf allen jagdbaren Flächen vom GESETZ vorgeschrieben, noch sind auch alle Grundbesitzer Jagdgenossen.
Das heisst wenn ihr Eigentum nicht groß genug ist um einen eigenen Jagdbezirk zu bilden müssen sie die Jagd auf ihrem Grund(noch) dulden.
Wenn Faustfan 10ha Acker hat und den an justspoon verpachtet der dort Mais anpflanzt ist Faustfan für ALLEN Schaden den Wildtiere auf diesen Flächen machen verantwortlich(laut Gesetz).
In der Praxis verpachtet die Jagdgenossenschaft von Faustfan das Gebiet an einen Jäger und dem wird die Ersatzpflicht des Wildschadens zuzüglich zur Pacht aufgebürdet.
@sexyjesus
ich hab von meiner Seite alles gesagt. Sehr viel weiter kommt die Diskussion eh nicht, ohne dass sie sich im Kreis drehen wird.
Auch was ich dir antworte, ist eigentlich schon eher ein neuer Thread.
Jäger sind btw dafür zuständig, dass das durch Menschen zerstörte (Wild hat kaum noch natürliche Feinde) Gleichgewicht der Fauna in den Wäldern erhalten bleibt
Das ist das Hauptargument und in Teilen zumindest nicht falsch. Aber eben entspricht es auch so nicht der ganzen Wahrheit.
Wissenschaftlich betrachtet gibt es dieses Gleichgewicht der Natur nicht. Die Natur selbst ist ständigem Wandel unterzogen. Diesen Wandel versucht der Mensch künstlich zu stoppen und einen unnatürlichen Status Quo zu erhalten.
Das mag vielen absurd vorkommen, aber nur weil sich die meisten nicht bewusst sind, dass die Natur nicht aus einem Gleichgewicht besteht, sondern aus Zerstörung und wieder aufbau.
Zwei Beispiele:
1)
Wälder werden dahingehend gehegt und gepflegt, dass u.a. die Bäume nicht zu eng stehen bzw. werden zur große Bäume geschnitten, damit das Sonnenlicht auch noch oft genug den Boden erreichen kann, sodass am Boden nicht alles abstirbt. Die Natur löst das anders (Stark abgekürzt):
Der Wald wuchtert vor sich. Irgendwann ist der Wald so dicht, dass alle Pflanzen und somit auch alle größeren Lebewesen am Boden sterben oder die Tiere weiter ziehen müssen, da es keine Nahrung mehr gibt. Nachdem alles am Boden Tot ist, hat sich der Wald selbst umgebracht, da er dem boden alle Nährstoffe entzogen hat --> Wald stirbt ---> Sonnenlicht kommt wieder durch, kleine Pflanzen überwuchern den Boden --> Wald forstet sich selbst wieder auf. Die Tiere Kehren zurück usw...
2)
In den USA wurden Wölfe ausgewildert in Gebieten, den denen früher Wölfe gelebt haben, aber ausgestorben sind. Um das "Gleichgewicht" (das nicht existiert) der Natur zu wahren, wird jedes Jahr eine gewisse Quote an Wölfen geschossen, damit diese nicht zu viel Wild reißen. Somit können Wölfe und sonstiges Wild im "Menschengeschaffenen Gleichgewicht" koexistent leben. In echter Natur geht sowas nicht.
Der Wolf hätte keinen natürlichen Feind -> vermehrt sich -> reisst alles Wild -> Wölfe haben einen zu großen, kritischen Populationszustand erreicht -> Wölfe sterben oder ziehen in ein anderes Gebiet -> Wild kehrt zurück -> Kreislauf.
Wie gesagt, dass ist schon ein anderes Thema. Aber das Argument des natürlichen Gleichgewicht ist kein Argument. Denn es ist ein vom Mensch künstlich geschaffenes Gleichgewicht, welches wider der Natur ist.
Zum Waldbetretungsrecht:
Im Gegensatz zur öffentlichen Meinung gibt es doch ein paar Einschränkungen z.b:
1.Generelles Betretungsverbot von 100m um Schwarzstorch/Seeadlerhorste, in der Brutzeit 300m.
Dann herrscht dort auch Jagdruhe!
2.Es kann Wildruhezonen geben bei denen komplettes Betretungsverbot besteht.
3.Hunde z.b. MÜSSEN angeleint werden im Wald, anders als im Feld.
4.Katzen z.b dürfen nicht mal angeleint im Wald geführt werden(war eine Prüfungsfrage vom Samstag).
Ausserdem soll sich jeder Waldnutzer so verhalten, das die Natur möglichst wenig beunruhigt wird.
Nachts im Wald durch Dickungen robben beunruhigt das gesamte Wild, schadet ihrem Tagesrhythmus und kann in extremen Fällem im Winter dazu führen das Tiere wegen zu hohem Energiebedarf verenden.
Usw usw...
Ps: Ihr verlangt einem frisch gebackenen Prüfling hier einiges ab Jungs!
Und ich wäre sehr dankbar wenn für große Themen die euch interessieren wie Waldbetretungsrecht oder Gleichgewicht der Natur eigene Threads eröffnet werden könnten, danke.
Original von justspoon
wenn du dann noch vom anfütterheu naschst bist du so gut wie tot!
loool
:heart:
Tagsüber jagt doch eh keine Sau und Nachts bleibt man halt auf den Wegen. Wenn der Jäger nicht blind ist wird er schon merken, dass das jetzt kein Hase ist.
Original von Katersche
Nachts im Wald durch Dickungen robben beunruhigt das gesamte Wild, schadet ihrem Tagesrhythmus und kann in extremen Fällem im Winter dazu führen das Tiere wegen zu hohem Energiebedarf verenden.
weiss zwar nicht, was eine dickung ist
aber niemand robbt nachts durch den wald
man kann sich auch im wald bewegen, ohne gleich alle tiere und pflanzen umzubringen
ausserdem:
der jäger, der da rumballert, macht dagegen was?
Original von josch2001
Original von justspoon
wenn du dann noch vom anfütterheu naschst bist du so gut wie tot!loool
:heart:
Tagsüber jagt doch eh keine Sau und Nachts bleibt man halt auf den Wegen. Wenn der Jäger nicht blind ist wird er schon merken, dass das jetzt kein Hase ist.
endlich findet der troll einen, der über ihn lacht^^ schön
was die blinden jäger anbelangt:
einfach mal die beispiele 5 posts über dir ansehen
da gehts um ponys, rinder und kinder in roten anoraks
gibt also doch eine ganze reihe blinder schützen
und es wird einfach auch häufig danebengeschossen
in dem zitierten artikel steht btw, dass die unfälle mit steigendem alter zunehmen
dass also ältere jäger öfter sich oder andere niederschiessen als jüngere