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Der Schachthread

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Nitromonkey
Joined: 02.04.2008

Original von stefeu
Taktikaufgaben, auch nach Motiv, kannst du unbegrenzt und kostenlos auf Lichess machen. Was für Hinweise gibt es bei Chess.com die dir bei Lichess fehlen?

Auf Lichess werden die Züge bei den Hinweisen halt nicht erklärt. Bei chess.com gibt es ja immer detaillierte Erklärungen und auch Videos, mit noch mehr Details.

Oder habe ich das bei Lichess einfach übersehen?


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Zitat
stefeu
Joined: 10.01.2007

Die Videos auf chess.com gibt es afaik nur für die daily puzzles. Ansonsten hilft es auch die Engine anzuschalten (nachdem man das puzzle gelöst/gefailed hat) wenn man schauen will warum gewisse Züge nicht richtig sind. Ich hatte zu Beginn meiner Schachkarriere (:coolface: ) auch mit dem Gedanken gespielt mir Premium auf Chess.com zu holen. Einfach der Bequemlichkeit halber. Bin ganz froh das nicht getan zu haben, da es für das was man bekommt einfach zu teuer ist. Gibt nichts was die Plattform bietet was man woanders nicht für lau bekommt.
Kannst ja auch erstmal die kostenlose Trial nutzen, nur nicht vergessen zu kündigen ;)

Auf chessable gibt es auch gratis ein paar Taktikkurse und Strategiekurse für Beginner. Ich kann morgen mal eine kleine Liste posten, vielleicht ist da ja etwas für dich dabei.


Antwort
Zitat
Nitromonkey
Joined: 02.04.2008

Original von stefeu
Die Videos auf chess.com gibt es afaik nur für die daily puzzles. Ansonsten hilft es auch die Engine anzuschalten (nachdem man das puzzle gelöst/gefailed hat) wenn man schauen will warum gewisse Züge nicht richtig sind. Ich hatte zu Beginn meiner Schachkarriere (:coolface: ) auch mit dem Gedanken gespielt mir Premium auf Chess.com zu holen. Einfach der Bequemlichkeit halber. Bin ganz froh das nicht getan zu haben, da es für das was man bekommt einfach zu teuer ist. Gibt nichts was die Plattform bietet was man woanders nicht für lau bekommt.
Kannst ja auch erstmal die kostenlose Trial nutzen, nur nicht vergessen zu kündigen ;)

Auf chessable gibt es auch gratis ein paar Taktikkurse und Strategiekurse für Beginner. Ich kann morgen mal eine kleine Liste posten, vielleicht ist da ja etwas für dich dabei.

Besten Dank schonmal für die Einschätzung.
Kannst du gerne machen. Bin da für jeden Tipp dankbar.


Antwort
Zitat
Hausierer
Joined: 10.05.2005

Jo, hol dir bloß kein Abo bei chess.com. Einfach machen wie schon gesagt mit chessable und Taktik ( Versuch da strukturiert ranzugehen mit Motiven lernen. Motive sind sehr wichtig, weil sie immer wieder vorkommen ) und wenn du nach paar Wochen immer noch voll drin bist kannst immer noch bisschen Geld ausgeben. 1*Taktik +1 Strategie Kurs für Anfänger sollte schon was bringen ( kannst auch bei chessable machen ).
Bei Fragen einfach fragen, GL!


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Carty
Joined: 17.05.2006

Wie sinnvoll sind Taktikaufgaben? Finde das hält sich in Grenzen.

Besser: Eröffnungstheorie und Endgame trainieren. Anstatt sich mit Puzzlen zu beschäftigten.


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Zitat
idude
Joined: 12.08.2006

Original von Carty
Wie sinnvoll sind Taktikaufgaben?

Für Anfänger mit Abstand das Wichtigste!


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Santalino2
Joined: 08.06.2007

Bin am überlegen noch mal anzugreifen und kleinere Schachkarriere zu starten. Was denkt ihr welche Elo man heutzutage braucht um bei Schachturnieren (live) nach Abzug von Reise/Unterkunftskosten so ca. 500 € im Monat zu machen?


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Hausierer
Joined: 10.05.2005

Selbst auf den kleineren Turnieren wird hart geschwitzt also sollte mit vll 2500 was gehen:D


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Moderator
cjheigl
Joined: 10.04.2006

Falls es nur um Taktikaufgaben geht, dann kann man sich mal chesstempo.com ansehen. Dort werden die Aufgaben recht schnell anhand der Lösungserfolge an die eigene Spielstärke angepasst. Die Aufgaben auf lichess und chess.com sind im allgemeinen ziemlich leicht.


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stefeu
Joined: 10.01.2007

So, Nitromonkey, ich bin dir ja noch eine Liste schuldig, entschuldige bitte die Verspätung ;)

Wie ja schon von anderen angemerkt wurde sollte bei Beginnern der Fokus auf den Taktikaufgaben liegen. Bis zu einem gewissen Niveau wird quasi jede Partie durch taktische Fehler/Motive entschieden. Ich persönlich kenne chesstempo nicht, bin mit den Puzzlen von Lichess und chess.com aber mehr als zufrieden. Auf Lichess stammen sämtliche Puzzles aus gespielten Partien ob das auf chess.com genauso ist weiss ich nicht. Man kann die Puzzles auch nach Thema/Motiv oder sogar Eröffnung sortieren was gerade zu Beginn super hilfreich sein sollte (also das Sortieren nach Motiv).

Um diese Motive erst einmal zu lernen gibt es sicherlich 1000 verschiedene und gleichermaßen gute Möglichkeiten, zum Beispiel die beiden genannten Websites selber. Ich möchte dir aber diese Playlist von NM Robert Ramirez empfehlen. Dort werden die gängisten taktischen Motive anhand von Beispielen und Übungen vorgestellt. Selbst üben kannst du diese Motive dann auf der Schachseite deines Vertrauens und z.B. in diesem kostenlosen Kurs auf Chessable. Irgendwann mögen die Aufgaben repetitiv wirken, aber genau das ist die Idee. Die wirklichen basic Motive sollen ja in Fleisch und Blut übergehen, so dass du diese im Spiel dann innerhalb von Sekundenbruchteilen erkennst.
Optimal dafür ist auch puzzle rush (oder puzzle streak Lichess' Pendant dazu). Dort wirst du dann immer wieder dieselben simplen Motive zu sehen bekommen und diese sehr bald in kürzester Zeit erkennen. Das ist nicht nur wichtig um diese (in schnellen) Partien selbst ausnutzen zu können, sondern auch um eigene Fehler zu vermeiden (Abzugsschach mit Damenverlust lässt grüßen). Sobald man die Motive gelernt hat empfinde ich dies sogar als beste Möglichkeit die einfachen Taktiken ins Gedächtnis einzubrennen.

Eröffnungen bzw. Eröffnungstheorie solltest du erst einmal weitestgehend ignorieren, nicht aber Eröffnungsprinzipien! Die kennst du vermutlich schon (Zentrum mit Bauern besetzen, Leichfiguren entwickeln, Rochade, Türme verbinden) dennoch kann ich dir hier sehr diesen, ebenfalls kostenlosen, Kurs von SmithyQ ans Herz legen.

Der Kurs besteht im wesentlichen aus drei Teilabschnitten. Der Autor erklärt dort im ersten Teil auf was du grundlegend in der Eröffnung achten solltest, zeigt im zweiten Abschnitt bestimmte taktische Motive die häufig in vielen Eröffnungen entstehen und hat zum Abschluss noch ein paar annotierte Partien im Gepäck. Imo ein wrklich hervorragender Kurs für Beginner! Auf diesen würde ich mich, zusätzlich zu den Taktikaufgaben (!), zu Beginn konzentrieren.

Ein ähnlicher, etwas holistischerer Ansatz, ist dann noch Chess Fundamendals von Jose Raul Capablanca. Das Buch kann man dann im Anschluss ruhig mal durchblättern. Einiges wird dir dann sicherlich bereits bekannt vorkommen aber gerade die simplen Einführungen in Strategie, Mittelspiel und Endspiele sind sicherlich kein schlechter Startpunkt um diese Themen kennenzulernen.

Falls du dann vermehrt Endspiele lernen willst, was nach den Taktikübungen sicherlich auch am sinnvollsten ist, würde ich - sobald du die absoluten Basics wie Matt mit K+R vs K oder K+Q vs K etc. drauf hast - Silman's Complete Endgame Course empfehlen. Gibt es als Buch aber sicher auch digital. Mehr brauchst du was Endspiele angeht dann vermutlich bis 2000 ELO nicht. Das schöne an dem Buch ist, dass die Kapitel nach Spielstärke aufgebaut sind. D.h. alles ist schön sortiert und du lernst somit nur die Endspiele die man auf deiner ungefähren Spielstärke draufhaben sollte. Viele andere Bücher sind nach Motiven/Themen aufgebaut, machen das effiziente Lernen für Anfänger aber unnötig kompliziert.
Falls du dir dieses Buch nicht zulegen möchtest, gibt es auch hier die Übungen auf Lichess oder Chess.com sowie den Kurs Basic Endgames auf Chessable. Auch dieser ist natürlich kostenlos ist allerdings nicht so schön aufgebaut wie das Silman Buch.

Strategie und Mittelspiel würde ich auch erstmal hinten anstellen. Grundsätzlich gibt es da aber auch sehr viele gute Bücher die sich an Beginner - wenn auch nicht an blutige Anfänger - richten.
Ich persönlich kann dort Silman's - The Amateurs Mind, Yasser Seirawan's - Winning Chess Strategies oder Best Lessons of a Chess Coach von Sunil Weeramantry (Hikarus Stiefvater) empfehlen.

Das wären so meine Tipps für dich und andere Beginner. Taktiken sind das A und O und sollten der absolute Hauptfokus deines Trainings sein. Endspiele kommen imo an zweiter Stelle und danach und dann der Rest (den SmithyQ Kurs zu grundlegenden Eröffnungsprinzipien solltest du dir trotzdem angucken).

Es gibt allerdings sicher hunderte Alternativen die genau so gut oder vielleicht sogar besser wären. Mit diesen Vorschlägen machst du allerdings nichts falsch. Vielleicht können andere User noch was zu der Auswahl sagen, gibt ja sicherlich sogar Leute hier die Coachingerfahrung haben.

Wie du siehst, gibt es mehr als genug guten Content für Lau. Der Trick ist nur zu wissen was sich lohnt und was nicht und worauf man seinen Fokus legen sollte.


Antwort
Zitat
Zinsch
Joined: 01.02.2008

Mir hat mein Schachtrainer (damals vor vielen Jahren) das Buch von John Nunn "Schach verstehen Zug um Zug" empfohlen. Analysiert 30 Partien. Der Hauptteil des Buchs fokussiert sich auf das strategische Mittelspiel.


Antwort
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Nitromonkey
Joined: 02.04.2008

Original von stefeu
So, Nitromonkey, ich bin dir ja noch eine Liste schuldig, entschuldige bitte die Verspätung ;)

Wie ja schon von anderen angemerkt wurde sollte bei Beginnern der Fokus auf den Taktikaufgaben liegen. Bis zu einem gewissen Niveau wird quasi jede Partie durch taktische Fehler/Motive entschieden. Ich persönlich kenne chesstempo nicht, bin mit den Puzzlen von Lichess und chess.com aber mehr als zufrieden. Auf Lichess stammen sämtliche Puzzles aus gespielten Partien ob das auf chess.com genauso ist weiss ich nicht. Man kann die Puzzles auch nach Thema/Motiv oder sogar Eröffnung sortieren was gerade zu Beginn super hilfreich sein sollte (also das Sortieren nach Motiv).

Um diese Motive erst einmal zu lernen gibt es sicherlich 1000 verschiedene und gleichermaßen gute Möglichkeiten, zum Beispiel die beiden genannten Websites selber. Ich möchte dir aber diese Playlist von NM Robert Ramirez empfehlen. Dort werden die gängisten taktischen Motive anhand von Beispielen und Übungen vorgestellt. Selbst üben kannst du diese Motive dann auf der Schachseite deines Vertrauens und z.B. in diesem kostenlosen Kurs auf Chessable. Irgendwann mögen die Aufgaben repetitiv wirken, aber genau das ist die Idee. Die wirklichen basic Motive sollen ja in Fleisch und Blut übergehen, so dass du diese im Spiel dann innerhalb von Sekundenbruchteilen erkennst.
Optimal dafür ist auch puzzle rush (oder puzzle streak Lichess' Pendant dazu). Dort wirst du dann immer wieder dieselben simplen Motive zu sehen bekommen und diese sehr bald in kürzester Zeit erkennen. Das ist nicht nur wichtig um diese (in schnellen) Partien selbst ausnutzen zu können, sondern auch um eigene Fehler zu vermeiden (Abzugsschach mit Damenverlust lässt grüßen). Sobald man die Motive gelernt hat empfinde ich dies sogar als beste Möglichkeit die einfachen Taktiken ins Gedächtnis einzubrennen.

Eröffnungen bzw. Eröffnungstheorie solltest du erst einmal weitestgehend ignorieren, nicht aber Eröffnungsprinzipien! Die kennst du vermutlich schon (Zentrum mit Bauern besetzen, Leichfiguren entwickeln, Rochade, Türme verbinden) dennoch kann ich dir hier sehr diesen, ebenfalls kostenlosen, Kurs von SmithyQ ans Herz legen.

Der Kurs besteht im wesentlichen aus drei Teilabschnitten. Der Autor erklärt dort im ersten Teil auf was du grundlegend in der Eröffnung achten solltest, zeigt im zweiten Abschnitt bestimmte taktische Motive die häufig in vielen Eröffnungen entstehen und hat zum Abschluss noch ein paar annotierte Partien im Gepäck. Imo ein wrklich hervorragender Kurs für Beginner! Auf diesen würde ich mich, zusätzlich zu den Taktikaufgaben (!), zu Beginn konzentrieren.

Ein ähnlicher, etwas holistischerer Ansatz, ist dann noch Chess Fundamendals von Jose Raul Capablanca. Das Buch kann man dann im Anschluss ruhig mal durchblättern. Einiges wird dir dann sicherlich bereits bekannt vorkommen aber gerade die simplen Einführungen in Strategie, Mittelspiel und Endspiele sind sicherlich kein schlechter Startpunkt um diese Themen kennenzulernen.

Falls du dann vermehrt Endspiele lernen willst, was nach den Taktikübungen sicherlich auch am sinnvollsten ist, würde ich - sobald du die absoluten Basics wie Matt mit K+R vs K oder K+Q vs K etc. drauf hast - Silman's Complete Endgame Course empfehlen. Gibt es als Buch aber sicher auch digital. Mehr brauchst du was Endspiele angeht dann vermutlich bis 2000 ELO nicht. Das schöne an dem Buch ist, dass die Kapitel nach Spielstärke aufgebaut sind. D.h. alles ist schön sortiert und du lernst somit nur die Endspiele die man auf deiner ungefähren Spielstärke draufhaben sollte. Viele andere Bücher sind nach Motiven/Themen aufgebaut, machen das effiziente Lernen für Anfänger aber unnötig kompliziert.
Falls du dir dieses Buch nicht zulegen möchtest, gibt es auch hier die Übungen auf Lichess oder Chess.com sowie den Kurs Basic Endgames auf Chessable. Auch dieser ist natürlich kostenlos ist allerdings nicht so schön aufgebaut wie das Silman Buch.

Strategie und Mittelspiel würde ich auch erstmal hinten anstellen. Grundsätzlich gibt es da aber auch sehr viele gute Bücher die sich an Beginner - wenn auch nicht an blutige Anfänger - richten.
Ich persönlich kann dort Silman's - The Amateurs Mind, Yasser Seirawan's - Winning Chess Strategies oder Best Lessons of a Chess Coach von Sunil Weeramantry (Hikarus Stiefvater) empfehlen.

Das wären so meine Tipps für dich und andere Beginner. Taktiken sind das A und O und sollten der absolute Hauptfokus deines Trainings sein. Endspiele kommen imo an zweiter Stelle und danach und dann der Rest (den SmithyQ Kurs zu grundlegenden Eröffnungsprinzipien solltest du dir trotzdem angucken).

Es gibt allerdings sicher hunderte Alternativen die genau so gut oder vielleicht sogar besser wären. Mit diesen Vorschlägen machst du allerdings nichts falsch. Vielleicht können andere User noch was zu der Auswahl sagen, gibt ja sicherlich sogar Leute hier die Coachingerfahrung haben.

Wie du siehst, gibt es mehr als genug guten Content für Lau. Der Trick ist nur zu wissen was sich lohnt und was nicht und worauf man seinen Fokus legen sollte.

Wow.. Das ist ja der Hamma!!Vielen Dank für die detaillierte Erklärung

Ich glaube das nehme ich mal als Leitfaden ;)


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Zitat
Skyler2022
Joined: 30.03.2021

Hallo zusammen!

Ich schaue in letzter Zeit sehr viel Schach und habe seit der WM auch das spielen selbst für mich entdeckt.
Als wirklich gut würde ich mich zwar nicht wirklich einschätzen, aber gestern kam ein Video bei dem ich fasziniert war und mir da eine Frage kam.
Es geht um folgendes

Seit gestern frage ich mich, wie Schachspieler so weit in die "Zukunft" schauen können. Ein paar Züge berechnen geht ja mit ein wenig Übung, aber solche Manöver innerhalb von Sekunden kann man doch mit einem normalen Gehirn gar nicht bewerkstelligen, daher meine Frage:

Hat die Elite der Schachwelt eine Art Inselbegabung oder woran liegt deren überwältigende Fähigkeit?
Mir wird zwar immer gesagt, dass selbst Magnus Carlsen noch einmal deutlich besser ist als der Rest der Welt, aber ich kann nicht verstehen woher sein Skill kommt. Mit normalem Training scheint so was doch niemals möglich, oder doch?
Vielleicht ist hier ja der ein oder andere, der mir ein wenig auf die Sprünge helfen kann, wie so ein Schachspieler denkt.

Und danke für die Hilfe hier, der Thread ist wirklich Gold wert!


Antwort
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Oger88
Joined: 21.11.2008

Alle (heutigen) Größen des Schachs haben damit sehr früh in ihrem Leben angefangen. Wie das Denken und Kombinieren funktioniert, kann man, wie du beschreibst, als jemand, der als Erwchsener erst (ernsthaft) damit anfängt, gar nicht nachvollziehen - es ist ihnen "in Fleisch und Blut" übergegangen. So meinte Jan Gustafsson mal ("jetzt wundert ihr euch sicher wieder, wie ich das alles sehen konnte, aber für mich ist es wie meine Muttersprache sprechen"). Hinzu kommt aber eben auch noch jahrelange harte Arbeit und Übung. Ich denke nicht, dass man von einer "Inselbegabung" sprechen kann.


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TyCobb
Joined: 30.03.2006

Carlsen hat definitiv ne "Inselbegabung". Hab mal gesehen/gehört, dass er quasi nur ein Schachbuch lesen muss und es schon auswendig kann. Seine Erinnerungsvermögen was zB historische Partien und Stellungen angeht, scheint "abnormal" zu sein. Das da auch ne Menge Arbeit drinsteckt, sollte klar sein.


Antwort
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Tirandur
Joined: 20.05.2007

Carlsen hat ein photographisches Gedächtnis.

"Good memory is widely regarded as one of the most important traits of a strong chess player. Magnus has the most unbelievable memory I have ever witnessed. As a 5-year-old he memorized all the countries in the world, with capitals, populations, area and flags. He did the same for the 400+ municipalities in Norway. All on his own. One of his "party tricks" is to try to recognize a random position in a random chess book and state the name of the players as well as the year and the place the game was played. He rarely fails at this."


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Skyler2022
Joined: 30.03.2021

Wirklich unglaublich was es alles gibt. Es wirkt schon immer völlig surreal wenn sie nach einem Spiel oder in dem Interview danach die Züge und Alternativen aufzeigen ohne das Brett noch zu sehen. Danke auf jeden Fall für die Antworten :f_drink:


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Speed Chess Championship

Nepo vs Magnus


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stefeu
Joined: 10.01.2007

Das ist nicht die Speed Chess WM.
Trotzdem immer schön Magnus gegen Nepo zu sehen :f_drink:


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Santalino2
Joined: 08.06.2007

Bei Niemann gibts jetzt wieder neue Gerüchte dass er (und scheinbar auch andere ) bei aktuellen Online-Turnieren mit Computer-Hilfe schummeln. Dieses mal ist Kramnik der Ankläger und seine Aussagen wirken schon plausibel, Kontroverse um Hans Niemann 2.0?

Und Kramink schätzt dass ca. 20% der Teilnehmer zeitweise mit Computer-Unterstützung spielen, also finde das schon beachtlich und erschreckend wenn das wirklich 20% sind. Also da sind ja dann bestimmt viele bekanntere Spieler und Titelträger dabei, die auch gewissen Ruf und Ansehen zu verlieren haben und scheinbar trotzdem nicht widerstehen können für schnelles Geld zu schummeln.

Also wenn man das mal auf Poker überträgt, dort sind die Spieler ja viel anonymer unterwegs und Ruf/Ansehen-Verlust gibts quasi überhaupt nicht, also könnte mir vorstellen dass der Anteil der Online-Pokerspieler die mit RTA-Hilfe spielen, allgemein evtl. auch etwas unterschätzt wird.


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