Genau, du sagst überbewertet und ich sage unterbewertet... mehr Training durch bessere Ernährung! Niemand sagt, dass du dein Training verringern kannst mit der richtigen Ernährung. Du musst und kannst es steigern mit der richtigen Ernährung.
Meine Erfahrung sagt mir, dass, wer öfters heiß auf McD Fastfood ist, auch noch weitere fragwürdige Gewohnheiten im Ernährungsplan mit sich schleppt. Da werden dann auch öfters zusätzlich Kekse, Chips etc. konsumiert bzw. seltener gekocht/Gemüse geschnippelt.
Habe persönlich noch nie jemanden gekannt, der eine rein funktionale Ernährung hatte bis auf _ein einziges_ Laster.
Naja, ich selbst bin auch nicht frei von Sünde. Man könnte das auch immer weiter führen und z.B. neben den optimierten Inhaltsstoffen auch noch die Art und Weise unter die Lupe nehmen (z.b. "auf der Flucht" vs slowfood mit ausgiebigem Kauen, alleine essen vs in Gesellschaft, Zeitpunkte der Mahlzeiten)
Original von topspit
[....]Ich hab daraufhin gesagt, dass Ernährung überbewertet wird und Laufkilometer bzw Trainingspläne wichtiger sind. Klar ist Ernährung nicht unwichtig. Aber da reißt du nix großes im Vergleich wenn du nen anständigen Trainingsplan durchziehst.
[....]
Genau das ist der Punkt. Bin da genau bei dir.
Hin und wieder mal McD wird sicherlich die Leistung nicht großartig beeinflussen. Wäre die Ernährung aber komplett falsch, dann hast du eben den 170cm/90kg Läufer. (der aber wohl kaum einen Marathon laufen wird).
Bin heute einen Marathon allein gegen die Uhr gelaufen: 3:16:42 laut GPS. Bestleistung vor 2 Jahren war 3:24.
Bis Kilometer 34 ging's gut, war ca. auf Kurs 3:13 (erste Haelfte in 1:36:11). Dann musste ich leider ziemlich abrupt einen Gang zurueckschalten zu Beginn der letzten Runde. Keine Ahnung, irgendwie ging das schnelle Tempo nicht mehr. Wenigstens das lockere Dauerlauftempo hab ich dann bis km 40,5 halten koennen und am Ende die letzten 1,7 Kilometer gingen dann wieder okay. Weiss nicht, ob das Tief psychologisch war und ich in einem Rennen mit vielen anderen Laeufern und Zuschauern um mich herum das Tempo etwas besser haette halten koennen.
Bin froh, dass ich jetzt nicht mehr 90 Kilometer pro Woche trainieren muss.
Das tu ich mir max. 1x pro Jahr an.
Wow, Respekt!
Denke schon, dass mit der entsprechenden Atmo noch ein paar Minuten rausgeholt hättest. Außer du bist der absolut kaltblütige Einzelperformer, der für sich alleine kein bisschen weniger rausholt.
Starke Leistung in jedem Fall...geht da noch was in Richtung sub3 irgendwann oder setzt du dir andere Prioritäten?
Original von hwoarang84
geht da noch was in Richtung sub3 irgendwann oder setzt du dir andere Prioritäten?
Langfristig in 3 Jahren vlt. Geht vermutlich schneller, aber ich hab nur 1x im Jahr Lust auf ein grosses Trainingsprogramm. Dazwischen mach ich zwar Intervalltraining fuer 5km und 10km (mit niedrigeren Wochenkilometern), aber gefuehlt verbessere ich mich da nicht viel.
Starke Leistung! Vorallem mit sich selbst gegen die Uhr ist ein Marathon-PR nochmal beeindruckender. Bin zuletzt PR auf 10k (43:10) für mich allein gelaufen und das geht psychologisch noch halbwegs. Halbmarathon vielleicht auch noch. Aber über 3h für mich selbst am Limit laufen ist schon ne krasse Leistung.
@Hwoarang: Wie läuft dein Sub40 Training? Das ist auch irgendwann mein Ziel, fürchte aber, dass das eher für Ende 2021 realistisch ist. Hab mich jetzt in einem Jahr um knapp 5 Minuten (10k PR 2019 48:xx). Da sind vielleicht weitere 3 Minuten im kommenden Jahr drin.
Drücke natürlich trotzdem die Daumen, dass du das tatsächlich noch dieses Jahr schaffst. Würde aber bestätigen, dass 45 --> <40 nen enormer Sprung sind.
wow...alleine Marathon ist hardcore. Respekt!
Du bist wahrscheinlich in ähnlicher Situation wie ich es in meiner besten Laufform war...mehr Spaß/härtere Trainings im kurz und Mittelstreckenbereich (5k & 10k Läufe) und intervalle auch eher auf kurze Strecken. Oder hast du schonmal Intervalle 5x4km gelaufen?♦
Für gute Performance auf den letzten Kilometern muss man zumeist deutlich höhere Wochenkilometer fahren (mehrere Wochen 60-90km) und oder häufiger Marathonspezifische Trainings (nicht nur das klassische einmal 26 oder 28km vor dem Lauf). Ansonsten reichen die Speicher und die Energiebereitstellung einfach auf den letzten 10 Kilometern nicht mehr aus.
Oder deinen genauen Trainingsplan zu kennen, müsste für ein sub3 wahrscheinlich umgesetzt werden: mehr Gesamtkilometer, mehr lange Grundlagenausdauer, mehr längere Intervalle.
Man unterschätzt es leicht...wobei du ja selbst 3 Jahre anpeilst, das finde ich klingt ganz vernünftig. Laien rechnen oft damit, dass von 3:15 auf 3:00 ähnlich schnell gehen sollte wie von 3:30 auf 3:15...leider ist dem nicht annähernd so.
Diminishing returns heißt das Zauberwort + eine Art natürliche Schwelle, weil wir immer näher an das potentielle individuelle Leistungsmaximum kommen. "Einfach 3 Jahre weiterlaufen" reicht da tatsächlich meistens nicht mehr. Sondern es muss ein sehr zielgerichtetes und systematisches Training umgesetzt werden. Ähnlich wie dem Ziel eines 4:00 bzw 4:30 Meilen-Laufs.
Hab grob Hansons Plan verfolgt (Zahlen in Meilen), aber Langer Lauf etwas laenger bis 32km. Denke, dass gestern die Ernaehrung nicht ganz gestimmt hat. Hab zwar den Sportgummi mehrmals im Training getestet, aber gestern lag der im Magen und ich hab dann auch in der 2. Haelfte nur noch wenige runterbekommen. Werde wieder zu Gels zurueckgehen. Das hat bislang gut funktioniert. Bei meinem letzten Marathon bin ich ohne Probleme durchgekommen.
Respekt Zinsch :f_thumbsup::f_thumbsup:
Ich persönlich habe für 25.10. einen Marathon-Alone angepeilt. Allerdings ist meine Zielzeit mit 3:38 (pace 5:10) schon noch eine Nummer kleiner als bei dir.
Sind bei diesem Hansons-Plan nicht einfach viel zu wenig und zu kurze lange Läufe dabei? Bei Greifs Trainingsplan "Heisses Feuer im alten Ofen" sind da 3 Läufe über 26-32km und 8 Läufe über 35km. Zum Teil sogar noch mit Endbeschleunigung. Und dieser Trainingsplan richtet sich ja an so alte Ü45 Säcke wie mich.
Ja, bin die langen Laeufe eh bis 32km in der Spitze gelaufen.
Hab mal den Greif-Trainingsplan angeschaut. Hat der keine Regenerationswoche drinnen? Jede Woche volle Pulle und selbst eine Woche vorm Wettkampf immer noch 35km. So einen Trainingsplan will ich mir erst antun, wenn ich wirklich unter 3 Stunden bleiben kann und will.
Aber Marathonrenntempo sollte ich wirklich mal ab und zu in die langen Laeufe einbauen, anstatt immer seperat in einem eigenen mittellangen Lauf.
Original von Brockie
Noch zwei Monate bis zum Gelita Long Distance Trail (50K, 2.000HM). Bin jetzt bei 60 Wochenkilometer und fahre die nächsten 4 Wochen langsam auf 80 Wochenkilometer hoch. Wenn ich gesund und verletzungsfrei bleibe, dann sollten die 6h drin sein. Werde berichten![]()
Gestern bei Traumwetter über die Heidelberger Trails geballert. Wurden dann zwar doch knapp 6:15h, aber bin zufrieden. Hat mega Spaß gemacht
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Moin,
da ich gerade wieder verzweifelt nach Hause gehumpelt bin, frage ich euch mal um Hilfe.
- null Lauferfahrung, die ganzen letzten Jahre nur Kraftsport gemacht
- bin daher nicht so der Läufertyp ![]()
- Mitte November steht ein für mich wichtiger Sporttest an: Coopertest, 12 Minuten, min. 2,25 km
Einfache Sache. Eigentlich ![]()
Bei meinem 4. Training oder so bin ich das erste Mal 3 km gelaufen und hatte anschließend starke Schmerzen an beiden Beinen unterhalb vom Knie.
Schmerzen traten jeweils rechts bzw links unten vom Knie auf und waren so schlimm, dass ich richtig gehumpelt und die nächsten Tagen gehinkt bin.
Bin dann mal von einer Überbelastung weil Laufnoob ausgegangen, habe ein paar Tage Pause und Dehnübungen insbesondere für die Waden gemacht. Wurde nur langsam wieder besser, letzten Samstag wieder laufen gegangen => Schmerzen wieder voll da, alles von vorne.
Seit Sonntag habe ich mit Ibu 600 und Voltaren nachgeholfen, sodass es wieder fast weg war.
Eben habe ich den nächsten Testlauf gemacht. Die ersten Aufwärmmeter waren die Schmerzen wieder unangenehm da, je länger ich lief, desto besser wurde es dann aber. Als ich fertig war, kurz Pause gemacht und wollte dann die letzten paar 100 Meter nach Hause traben.
Dann waren die Schmerzen wieder da (aber nur noch am linken Bein) und es wurde mit jedem Meter schlimmer, sodass ich mich gerade so Richtung Couch geschleppt habe, um diese Zeilen zu verfassen ![]()
Normalerweise würde ich jetzt halt länger Pause machen, weiter dehnen und wirklich mal so lange warten bis es vollständig auskuriert ist.
Aufgrund des Tests im November kann ich mir das aber nicht wirklich erlauben.
Habt ihr daher irgendwelche Tipps zum konkreten Schmerz oder auch allgemein für einen Laufanfänger wie mich, der auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet? Pause, solange wie nötig, unvermeidbar oder einfach durchziehen?
Ganz blöde Idee: zum Arzt gehen?
Wenn der Schmerz an der Vorderseite unterhalb der Kniescheibe ist, könnte es die Patellasehne sein. Könnte aber genauso gut was komplett Anderes sein. Wenn die Schmerzen so stark sind, auf keinen Fall weiter laufen, das dürfte einem aber schon der Hausverstand sagen.
Edit: Achja, und von fachkundigen Leuten mal auf deinen Laufstil und deine Schuhe schauen lassen.