schmeißt eure laufschuhe endlich weg!
Echt super interessant.
Wie sollte man mit dem barfuß Laufen am Besten anfangen? Ich habe gelesen, dass das Verletzungsrisiko sehr hoch ist. Also erstmal anfangen viel barfuß zu gehen?
Machen diese Lauf-Füßlinge Sinn?
es macht halt sinn, barfuß/mit barfußschuhen zu trainieren, aber dann im wettkampf schuhe zu tragen die noch etwas mehr supporten, so machen es scheinbar viele gute läufer
verletzungsrisiko ist eigentlich nicht hoch, nur es dauert sehr lange bis sich die ganzen strukturen angepasst haben, die füße werden anfangs wehtun, in den waden wird man sehr schweren muskelkater haben, deswegen muss man es langsam und schrittweise aufbauen, erstmal nur barfuß gehen für einige minuten, vielleicht auch einfach nur barfuß auf der stelle laufen, hüpfen, unterschiedliche kombinationen auf der stelle laufe, 2 kontakte rechts 2 kontakte links, oder nur auf einem bein hüpfen, dann wenn das geht, anfangen und kurze langsame intervalle laufen, 1 min, 2 min, usw. einfach schrittweise progression
am besten eignen sich imo vibram fivefingers, hier besonders das modell speed mit schnürsenkeln, das kommt dem richtigen barfußlaufen am nähesten, wenn aber mögich dann komplett auf schuhe verzichten und auf weichen untergründen, gras, gummiboden, laufen, ist ein tolles freies gefühl
Vielen Dank für die Hinweise, so ähnlich hab ich es mir vorgestellt.
Werde mir fivefinger Schuh kaufen, da ich in der Stadt wohne und eher wenig Wald- und Wiesenwege in der Nähe habe.
Warum gerade das Modell Speed? Die anderen Modelle von vibram scheinen auch ganz gut zu sein und mich persönlich würden Schnürsenkel eher stören.
Trägt man in diesen Schuhen eigentlich noch Socken?
Sooo, da es immer sehr einseitig ist wenn nur Phantom über diese Thematik philosophiert hier noch eine kritische Betrachtung des ganzen:
Ja, ein starker Fersenlauf ist per sé schlecht. Nein, ein Vorfußlauf ist aber nicht immer die beste Technik.
Das ganze ist ziemlich komplex. Und fässt sich grundsätzlich so zusammen:
-Optimal wäre es wenn wir von klein auf barfuß unterwegs gewesen wären
-dem ist aber nicht so
-Durch fehlenden Sport und kostante Schuhetragen gibt es bei den meisten Defizite in Fuß/Zehengelenken
-Was lernen wir hieraus nun?:
-Barfußtraining mit in den Trainingsplan zu nehmen ist eine gute Idee
-Von heute auf morgen nur noch Barfuß auf dem Vorfuß laufen führt meist zu neuen Verletzungen und nicht zur Wunderheilung
-Wie bei jeder Trainingsplan Anpassung muss mit bedacht und langfristig umgestellt werden
-Auch afrikanische Profis haben meist eher einen Mittelfußlauf und keinen kompletten Vorfußlauf
-das ganze ist stark Tempoabhaengig....einen afrikanischen Profi mit 20kmh (quasi Sprinten), mit einem Hobbylaeufer (9kmh) zu vergleichen macht natürlich kein sinn....zweiterer wird natürlich weniger Sprinttypische Elemente aufweisen
=>
-Wohl dosiert an der gesamten Lauftechnik arbeiten
-kleine Anpassungen Woche pro Woche
-zusätzliche minimalistische Schuhe für spezielle Einheiten, aber lockere Langstreckenlaeufe idR immernoch mit Schuhen
-weiterhin das eigene Körpergefühl beachten (Youtuber XY oder Profi XY 1zu1 nachahmen macht keinen sinn, da die eigene Anatomie und Hebelverhaeltnisse immer abweichen und jeder sein eigenes Optimum finden muss
Am wichtigsten nicht zu vergessen: der immer wieder zitierte Marathon Olympiasieger der Barfuß lief.....ist ein paar Jahre später mit Laufschuhen noch schneller gelaufen. D.h. gut passende, nicht unnoetig schwere/gedämpfte Laufschuhe bieten immernoch mehr Vorteile als Nachteile, wenns um die reine Leistung geht.
sage ich ja, schrittweise mit barfußtraining anfangen und steigern, und wettkampf oder leistungslauf dann wieder mit schuhen machen, es geht ja nicht per se darum barfuß zu laufen, sondern den fuß zu stärken und einen natürlichen bewegungsablauf zu lernen
mittlerweile bin ich auch für einen mittelfußaufsatz bei dem man über die außenkante auf den ballen kippt, aber eben es vermeidet mit der ferse zuerst zu landen, wenn im bewegungsablauf die ferse nach dem ballen leicht den boden touchiert ist das kein problem
das tempoargument kann ich allerdings nicht zählen lassen, denn wenn man auf der stelle läuft, quasi mit 0 km/h dann läuft man auch auf dem ballen und nicht auf der ferse, das sollte beim lernen auch immer der start sein, erstmal auf der stelle laufen, mal knie höher ziehen mal iedrigen, mal schnelle frequenz mal niedrige frequenz, von dem laufen auf der stelle, sollte man dann in ganz lockeres vorwärtslaufen mit kleinen schritten über gehen, das sollte wie von selbst gehen, kleine schritte machen
was beim laufen generell halt entscheidend ist, dass man eher kleine schritte macht, auf keinen fall zu große schritte, das machen sehr viele leute falsch, viel wichtiger ist es, kleine lockere schritte zu machen ABER mit hüfte zu arbeiten, durch den hüfteinsatz erzielt man insgesamt eine längere schrittlänge und kann dennoch den fuß optimal aufsetzen, gleiches gilt auch fürs gehen, kleine schritte mit hüfteinsatz, macht ber so gut wie niemand, die meisten leute latschen nur rum mit nach außen gedrehten füßen, allerdings ist diese hüfteinsatz koordinativ recht anschpruchsvoll wenn man es nie gelernt oder verlernt hat und man muss an seiner flexibilität des hüftbeugers arbeiten, das geht aber mit der zeit von selbst wenn man sich beim gehen und laufen einfach drauf konzentriert.
Original von phizza
Vielen Dank für die Hinweise, so ähnlich hab ich es mir vorgestellt.
Werde mir fivefinger Schuh kaufen, da ich in der Stadt wohne und eher wenig Wald- und Wiesenwege in der Nähe habe.
Warum gerade das Modell Speed? Die anderen Modelle von vibram scheinen auch ganz gut zu sein und mich persönlich würden Schnürsenkel eher stören.
Trägt man in diesen Schuhen eigentlich noch Socken?
ich finde schnürsenkel wesentlich besser als klettverschluss oder so einen gummizug, man hat einen viel sichereren sitz im schuh, man kann zu den schuhen zehensocken tragen, muss man aber nicht.
Original von pakm0n
Sooo, da es immer sehr einseitig ist wenn nur Phantom über diese Thematik philosophiert hier noch eine kritische Betrachtung des ganzen:Ja, ein starker Fersenlauf ist per sé schlecht. Nein, ein Vorfußlauf ist aber nicht immer die beste Technik.
Das ganze ist ziemlich komplex. Und fässt sich grundsätzlich so zusammen:
-Optimal wäre es wenn wir von klein auf barfuß unterwegs gewesen wären
-dem ist aber nicht so
-Durch fehlenden Sport und kostante Schuhetragen gibt es bei den meisten Defizite in Fuß/Zehengelenken
-Was lernen wir hieraus nun?:
-Barfußtraining mit in den Trainingsplan zu nehmen ist eine gute Idee
-Von heute auf morgen nur noch Barfuß auf dem Vorfuß laufen führt meist zu neuen Verletzungen und nicht zur Wunderheilung
-Wie bei jeder Trainingsplan Anpassung muss mit bedacht und langfristig umgestellt werden
-Auch afrikanische Profis haben meist eher einen Mittelfußlauf und keinen kompletten Vorfußlauf
-das ganze ist stark Tempoabhaengig....einen afrikanischen Profi mit 20kmh (quasi Sprinten), mit einem Hobbylaeufer (9kmh) zu vergleichen macht natürlich kein sinn....zweiterer wird natürlich weniger Sprinttypische Elemente aufweisen=>
-Wohl dosiert an der gesamten Lauftechnik arbeiten
-kleine Anpassungen Woche pro Woche
-zusätzliche minimalistische Schuhe für spezielle Einheiten, aber lockere Langstreckenlaeufe idR immernoch mit Schuhen
-weiterhin das eigene Körpergefühl beachten (Youtuber XY oder Profi XY 1zu1 nachahmen macht keinen sinn, da die eigene Anatomie und Hebelverhaeltnisse immer abweichen und jeder sein eigenes Optimum finden mussAm wichtigsten nicht zu vergessen: der immer wieder zitierte Marathon Olympiasieger der Barfuß lief.....ist ein paar Jahre später mit Laufschuhen noch schneller gelaufen. D.h. gut passende, nicht unnoetig schwere/gedämpfte Laufschuhe bieten immernoch mehr Vorteile als Nachteile, wenns um die reine Leistung geht.
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Original von magii
deja-vu
Ja, war glaube ich auch so ziemlich der selbe Wortlaut wie vor einem Jahr ♦
Aber ich musste mich wiederholen, um die Machtverhältnisse hier wieder gerade zu rücken
ich meinte eher das phantoms herunterbeten der einzig wahren Lauftechnik und das anpreisen des barfußlaufens ![]()
Bei mir gibt's auch Neues, ich bin relativ schmerzfrei (hatte große Hüftprobleme) und folge seit dieser Woche einem 6- Wochen Plan (10 km in 49 Min immerhin
). Erste Einheit gestern.
Wie sieht dein Plan ungefähr aus, um auf diese Zeit zu kommen?
Sowas in der Art streb ich auch an, laufe aber ohne großen Plan und achte mehr auf meine Tagesform.
Meine Bestzeit auf 10 km liegt bei 52 Min. Der Plan ist von Steffny und der sieht für die 6 Wochen ungefähr folgendes vor:
Dienstag: Intervalle
Donnerstag: Tempolauf
Samstag: Dauerlauf 60 Min
Sonntag: Dauerlauf 100 - 120 Min
Ok, da bin ich noch ein Stückchen entfernt. Meine Bestzeit war 54 Minuten. Ich lauf noch nicht lange regelmäßig genug.
Wie sollten denn Intervalle für den Start aussehen? Hab damit noch nciht angefangen...
Wieso hast du so einen langen Dauerlauf drin? Einfach um die Grundausdauer noch zu pushen?
je nach Woche, am Anfang weniger Intervalle, aber selbe Geschwindigkeit, zB:
5 - 8 x 400 m in 1:55 Min
3 - 5 x1000 m in 4:51 Min
genau, weil ein läufer mit schuhen schneller läuft als ohne schuhe, schlussfolgern wir daraus, dass jeder besser beraten damit ist immer mit schuhen zu laufen ![]()
aber dass der eine läufer vorher barfuß trainiert hat und einen starken fuß hat, der dann im wettkampf durch den schuhsupport noch stärker wird, lassen wir außer acht und raten einfach stur jedem immer mit stützendem schuh zu laufen und damit einfach schwache füße zu entwickeln, ich scheiss einfach auf solche idiotischen dogmen und lass meine ganzen kinder in jedem training barfuß lauf abc machen!
Soll doch jeder laufen wie er will. Wenn ich hier lese, wie wer läuft und ob barfuss mit schuh vorderläufer usw. Jeder soll so laufen wie er kann. Wer 20 Jahre seinen laufstill sich angeeignet hat, der brauch nicht mehr anfangen, den zu ändern. Das hätte in der Kindheit passieren müssen.
Ich halte das immer wie mein ehemaliger Trainer der sagte, wer schnell laufen will, der muss schnell laufen.
Für einen 10km ist es nicht notwendig 90-120min zu laufen. Ich würde eher mal Tempoläufe, Pfadspiele oder 3x3000m 6x1000m oder 2x 5000m einbauen. Vor allen Dingen wieso Samstag 60min und Sonntag dann noch mal 90-120min. Da fehlt doch die Erholung. Lieber 7 einheiten in 2 Wochen, also alle 2 Tage eine Einheit. Dann müsste man als unter 35 jähriger eigentlich in 2-3 Monaten die 50min schaffen, wenn man normal wiegt.
Meinst du jemand der eine Bestzeit auf 10 km von 52 Min läuft hat genug Grundlagenausdauer und kann auf das Training verzichten?
Ich will den Plan nicht auf Teufel komm raus verteidigen. Aber er hat pro Woche ein Element für das Training der Schnelligkeit (Intervalle), ein Element für die Tempohärte (Tempoläufe) und 2 Elemente für die Grundlagenausdauer. Warum Sa und So je relativ lange Läufe weiß ich nicht. Allerdings sollen die tatsächlich in sehr soften Tempo gelaufen werden. Also ich habe kein Problem damit.
Das ist bei den meisten Standardplänen aus dem Internet der Fall...einfach weil die meisten Amateur Sportler am Wochenende am meisten Zeit für den Sport haben und es neben Arbeitsstress schwerer fallen kann sich nochmal für 100 Minuten Laufen zu motivieren. Sinnvoll finde ich es auch nicht. Ich laufe deutlich unter 40 Minuten auf 10km und tu mich immernoch schwer mit 2 langen Läufen an 2 Tagen hintereinander ohne Pause dazwischen. Wenn du den Plan aber schon länger so machst und damit klar kommst dann weiter so.
Kann mir jemand ganz kurz sagen, was der Unterschied zwischen einem Tempolauf und Intervalltraining ist?
Hab jetzt gelesen, für einen Tempolauf beginnt man zb. mit 3x 400m im Wettkampftempo und dann jeweils 400m locker laufen dazwischen.
Was genau ist mit 3x3000m gemeint?