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Webseite programmieren lernen in 2020....

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pg89
Beigetreten: 05.04.2008

Original von beg0r
programmieren lernen kostet auch nichts...
das ganze internet ist voll mit unendlich vielen tutorials und hilfestellungen.

So siehts aus!
Fang einfach an, du wirst dann sehen wo du nicht weiterkommst, dafür gibt es dann google (oder gleich stackoverflow, in den meisten Fällen landest du eh dort).

Irgendwann wirst du dann merken, dass man alles viel besser hätte lösen können, aber dann weißt du es halt für das nächste Mal, sowas gehört einfach dazu am Anfang.


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RaiserBlade
Beigetreten: 17.10.2007

Schön zu hören, dass es dir Spaß macht und ich drücke dir die Daumen!
Einen Tipp möchte ich dir noch geben: Frag Leute um Rat, die das was du tun möchtest schonmal gemacht haben bzw. etwas sehr ähnliches.
Das sollten die dann auch nicht vor 10 Jahren, sondern vllt max. vor 2 Jahren gemacht haben.

Ansonsten viel Erfolg und Spaß auf deiner 'Reise' :f_thumbsup:


Antwort
Zitat
JonnyOh
Beigetreten: 25.09.2008

Ich bin Software-Architekt im Web-Bereich, habe eine Fachschule für IT gemacht, einen Bachelor in Wirtschaftsinformatik und einen Master in Web Engineering.

Mein Tipp an dich: Learning by Doing, funktioniert am besten. Ich habe in der Schule und beim Studium nicht viel gelernt, was ich mir nicht auch selber beibringen hätte können (rein aufs Programmieren bezogen).

Nimm dir ein Projekt x vor, definierte die Anforderungen und versuche es umzusetzen. Bei jedem Problem wo du nicht weiter kommst, googlest du schaust dir die Lösungen/Hinweise/Tutorials zu dem Thema an. Versuche es zu verstehen und dann entsprechend umzusetzen. Schritt für Schritt kommst du zum Ziel. Wenn du am Ende draufkommst, dass du im nachhinein alles anders gemacht hättest, dann hast du alles richtig gemacht. :f_cool:

PS: ich habe bis jetzt mit ein paar Programmierer zusammengearbeitet, welche 0 Ausbildung im Informatik-Bereich hatten und sich alles selber beigebracht haben (Internet ohne Kurse), und da waren definitiv einige dabei, die um einiges besser waren als ein paar ehemalige Studienkollegen im Master Web Engineering. Und noch eine Info nebenbei, in der IT ist es mittlerweile bei einigen Firmen so, dass nicht die Ausbildung bezahlt wird sondern die Leistung, wenn du also eine Karriere als Programmierer anstrebst, dann sollte dir nichts im Weg stehen.

Original von pg89
Irgendwann wirst du dann merken, dass man alles viel besser hätte lösen können, aber dann weißt du es halt für das nächste Mal, sowas gehört einfach dazu am Anfang.

Stimme hier zu. Allerdings möchte ich noch dazu sagen, das ist nicht nur am Anfang so. Ich bin selber Teamleiter und mir gehts immer wieder so auch nach über 15 Jahren Erfahrung. Die Technologien sind alle viel zu kurzlebig und es ändert sich ständig extrem viel, dass man eigentlich immer Fehler macht und dann dazulernt. Ich sage immer, der Unterschied zwischen einem guten Dev und einem schlechten ist der, dass beide Fehler machen, nur der schlechte lernt eben nicht dazu.


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slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Ich habe so lange nicht von mir hören lassen, weil ich euch vergessen habe (im Gegenteil), sondern weil ich wirklich etwas busy war.

Generell habe ich jetzt die Grundkurse zu HTML und CSS durch und würde mich da definitiv nicht als Experte bezeichnen, aber ich denke schon, dass ich hier mit genug Aufwand ein solides Grundgerüst schaffen sollte, was auch an die einzelnen mobilen Geräte angepasst werden kann.

Nun habe ich sogar auch schon etwas mit Javascript angefangen und merke hier jetzt, dass es definitiv keine Anfängersprache mehr ist und keine statische oder darstellende Programmiersprache, sondern es wirklich zur Sache geht (und das obwohl ich noch ziemlich am Anfang stehe).

Dennoch macht es mir immer noch sehr viel Spaß und vor allem diese weiterhin bestehende innere Logik gefällt mir im Gegensatz zum Fremdsprachen lernen. Oft sehe ich auch Lösungen und ändere die dann ab, um zu schauen ob das auch klappt und bin dann immer wieder positiv überrascht, dass dieser Weg dann "logischerweise" auch funktioniert.

Allerdings muss ich sagen (falls jemand das liest und ebenfalls lernen will) das Freecodecamp zwar schon ganz gut ist, aber definitiv nicht für Anfänger und besonders nicht für Leute geeignet ist, die nur aus diesem Medium lernen und sonst keine Inhalte konsumieren. Dafür wird einfach viel zu wenig erklärt und teilweise sind die Schritte zwischen den Aufgaben viel zu groß ohne Wiederholung usw.

Daher bin ich auch echt froh Frontendmasters bis November zu haben (überlege sogar gegebenenfalls hier dann noch ein Jahresabo für 500$ zu gönnen, da ich denke in Bildung kann man gar nicht genug Geld investieren).

Des Weiteren merke ich wie ein bisschen der Nebeneffekt den ich mir erhofft habe eintritt. Sprich selbst wenn mein Projekt und meine Idee scheitern sollte, werde ich bis dahin sehr viel extrem wertvolle Skills gelernt haben und ich komme immer mehr in das "Mindset von Programmieren" und hoffe egal wo ich beruflich mal lande, dass die Techies dann nicht denken, dass ist wieder der typische Business School Mensch, der denkt wir sind Zauberer (denn den Ruf haben Programmierern unter BWLern ), sondern zumindest im Ansatz könnte er meine Probleme oder meine Arbeit verstehen.

Was übrigens sehr interessant ist: Außerhalb der Programmierszene wird mir definitiv von meinem Projekt abgeraten und erzählt, dass ich das niemals lösen können, schließlich sei ich ja kein Techie. Innerhalb der Programmierszene und mit steigender Kenntnis habe ich das Gefühl, dass man eher ermutigt wird und die Leute sagen: "ja es ist harte Arbeit und man muss was dafür tun, aber das ist auch keine Quantenphysik, die man nur mit einem IQ > 150 lösen kann.")

Des Weiteren geht mein Interesse und meine "Leidenschaft" für meine Idee soweit, dass ich sogar mich dazu entschieden habe, dass ich ab März/Oktober 2021 nach meinem Master eine Teilzeitstelle (2 Jahre) suchen werden und dann die andere Zeit weiter an meinem Projekt zu arbeiten.

Um mal etwas konkreter über die Idee zu werden:
Ich möchte quasi eine Homepage/App auf der jeder Texte hochladen und bewerten kann. Das besondere soll sein, dass es statt der like/view und clickbait-Kulur eine Qualitätskultur geben soll, die ähnlich wie das IMDB-System funktioniert (also wesentlich feiner, da es eben statt like oder kein like, eine ganze Skala gibt). Sprich, dass nicht der Text nach oben gelegt wird, der möglichst kontrovers ist und "Trended", sondern eben schlechter Content auch gnadenlos abgestraft wird egal wie viele Follower der Verfasser hat. Egal wie klein man dann ist, wenn man dan gut abliefert und gute Bewertungen bekommt, wird man automatisch weiter oben platziert.

Dann soll das Bewertungssystem sogar noch eine Stufe feiner werden, indem es sogar verschiedene Kategorien gibt z.b:
Humor 1-10
Länge 1-10
Anspruch 1-10
usw.

Dadurch sollte der Empfehlungsalgorithmus wesentlich feiner werden, da er nun eben nicht nur weiß, Max Müller liked Text A. Sondern er weiß sogar wie gut er ihn findet, ob er ihm zu lang ist, ob der Anspruch ihm ausreicht usw.

Das man dieses System natürlich auch auf andere Medien übertragen könnte (Bild, Video) ist nur die logische Folge, aber dann sehr sehr weite Zukunftsmusik.

Ich weiß, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit schon alleine im Textbereich wahrscheinlich unter 1% liegt, aber wenn ich sehe was momentan im Internet abgeht und wie lange ich nach geilen und guten Content suchen muss, zerbricht einfach mein Herz und ich möchte zumindest versuchen diesem etwas entgegenzusetzen.

Vielen Dank übrigens noch einmal für eure aufbauenden Worte und ich werde versuchen mich dann bald wieder zu melden. Aber erstmal muss ich dieses Wochenende den IOS-Taschenrechner mit HTML,CSS und Javascript nachbauen (ich weiß für euch nur Basicstuff :P)

Liebe Grüße und schönes Wochenende


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Bei deinem Projekt wird der Durchbruch richtig schwierig. Warum sollte jemand für deine Plattform Texte mit Anspruch schreiben? Meistens gibt es ja für jedes Thema schon sehr gute Blogs oder Zeitschriften, die sich auf eine Sache spezialisiert haben und dort werden auch gute Texte mit Anspruch geschrieben. Alternativ gibt es eben kostenpflichtige Angebote mit sehr guten Inhalten (GEO, Spektrum und Co.).

Der Empfehlungsalgorithmus ist auch so eine Sache für sich. Du siehst ja nur das, was im Vordergrund stattfindet. Wenn ich auf Youtube ein Video betrachte, dann gibt es ja etliche automatische Daten und nicht nur den Daumen nach oben. Das beste Indiz ist z.B. ob jemand das ganze Video (Text) bis zum Ende angeschaut hat. Daraus kann man mehr und besser ableiten als eine zusätzliche Bewertung für Textlänge. Auch sind User heutzutage sehr faul. Warum sollte jeder an einer "Umfrage" teilnehmen, wenn häufig schon nicht mal auf Like oder Dislike geklickt wird? Man hat eigentlich den Trend in den letzten Jahren zu immer einfacheren System gesehen. Bei Amazon reicht es aus nur Sterne zu vergeben und Beiträge kann man nur noch mit "Hilfreich" bewerten. Nicht mehr mit negativ Stimmen. Es gibt nämlich auch viele Probleme mit gekauften Stimmen. Auch dafür müssen Lösungen her, sonst bringt das ganze System nichts und Amazon ist daran gescheitert. Also machen sie es ganz einfach. Man kann bei Bedarf ein Text eingeben und alles andere geschieht kompliziert im Hintergrund, damit man es nicht missbrauchen kann.

Dann musst du auf der Plattform auch irgendwie dafür Sorgen, dass nichts verbotenes gepostet wird. Auch das ist nicht einfach. Wikipedia kostet alleine in Deutschland mehrere Millionen jedes Jahr, um es zu unterhalten.

Dazu gibt es einen Trend von PC -> Smartphone. Eine Smartphone-App sollte es passend zur Webseite also auch geben, wenn man nicht eine kleine Nische irgendwo bedienen möchte.

Dann gibt es Dinge wie Amazon KindleUnlimited wo viele für Texte schreiben. Es gibt Bibliotheken wo man sehr viel Lesen kann. Blogs, Fachmagazine. Kostenlose und kostenpflichte Angebote. Wikipedia. Meiner Meinung nach gibt es also viele gute Leseangebote. Das Problem ist, dass man etwas ausgeben muss dafür und das allgemein immer weniger gelesen wird.

Kurz, ich finde dein Projekt sehr ambitioniert und gerade der Anfang wird ohne finanzielle Mittel (Werbung) ganz ganz schwierig. Selbst wenn das Konzept Bombe ist. Lernen wird man aber definitiv bei so einem Projekt und wenn man etwas lernen möchte, dann am besten immer an einem praxisnahen Projekt mit Ziel.

Eine ähnliche Webseite zu deiner Idee wäre z.B.:
https://www.fanfiktion.de/
Finde es ziemlich cool wie man z.B. weiter im Harry Potter Universum lesen kann. Die Qualität ist natürlich riesengroß.


Antwort
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slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

@Aycaramba:

Ich muss leider gestehen, dass ich beim lesen deines Post ein ziemlich fettes Grinsen auf dem Gesicht habe(du bist nicht der Erste der in diese Richtung argumentiert). Weniger wegen Arroganz oder Überheblichkeit, sondern weil ich mir tatsächlich selbst manchmal die Frage stelle ob ich etwas "Größenwahnsinnig" bin und man rational gesehen diese Antwort fast nicht verneinen kann. Allerdings muss man mir zugestehen, dass ich die Vision schon noch distanziert bewerten kann und diese unter 1% schon zeigt, dass mir bewusst es, dass es eigentlich nicht klappen kann.

Dazu muss ich aber sagen: Ich mach es trotzdem. Nicht weil ich es will oder weil ich reich werden will, sondern weil ich es muss und ich bereit bin für dieses Vision sehr viel zu opfern und nur dort bereit bin viel Risiko für zu gehen. Ich habe schon viele andere Ideen gehabt oder mitbekommen, wo ich die Erfolgschance viel höher sah und aus Businessperspektive wäre es klüger so etwas zu verfolgen. Nur will ich eben kein klassisches Business machen und könnte das auch gar nicht, da ich dort imo niemals den nötigen Drive für entwickeln könnte. Hier aber gehts um was anderes, hier geht es um einen und Traum und eine Vision. Ich würde meine Idee auch sofort für 0€ verkaufen (wahrscheinlich würde ich sogar noch draufzahlen), wenn ich weiß, dass derjenige es dann ordentlich durchzieht und mit den gleichen Werten vertritt. Weil ich eben weiß, wie schwer und viel Arbeit das ist und wird und eigentlich habe ich da gar keine Lust drauf (mir würde ein 0185 Job reichen vom finanziellen her): Nur macht es ja nunmal kein anderer! Die einzige Vision die ich bisher gesehen habe, die ansatzweise in diese Richtung geht ist medium.com (ich mag aber das Bewertungssystem nicht).
Ich habe auch bei meiner Idee auch kein klassischen Exit im Kopf und freue mich dann darauf irgendwann Millionär/whatever zu werden. Selbstverständlich träume ich manchmal und denke wäre schon nice, wenn das Ding durch die Decke geht. Aber darum geht es bei der Sache nicht.

Das aber nur Vorweg und nun mal zum inhaltlichen(Das sind alles nur Ideen und Konzepte, da ist noch nix fertig ausgearbeitet. Einige Lösungen könnten funktionieren, andere nicht. Das ist aber imo ein dynamischer Prozess der sich mit der Zeit ergibt und es wird auch viel ausprobieren und der Kontakt zur Community nötig sein):

Durchbruch:
Selbstverständlich ist der Durchbruch bei einer Plattformseite sehr schwer. Immerhin gibt es Netzwerkeffekte und das Chicken-Egg-Problem. Ich bin auch momentan noch am Brainstormen wie man dieses mit der höchsten Wahrscheinlichkeit überwinden kann. Der Klassiker wäre eine Nischenstrategie (z.b. nur Techtexte oder Science oder gar nur Biologie (noch kleinere Nische) usw.) und dort dann versuchen in einem gewissen Gebiet ein gewisses Monopol zu erreichen und dann sukzessiv erweitern. Facebook, Amazon, Uber, haben so eine Strategie gefahren.

Der andere Ansatz wäre der Evolutionsansatz. Statt z.b. Autoren speziell für die Seite zu gewinnen, arbeitet man am Anfang nur mit Links zu öffentlich zugänglichen Seiten (Blogs, Zeitungen, usw.) und bewertet dann nur die Links.

Andere Ansätze wie Geld für Autoren zu bezahlen oder am Anfang viel Geld in die Hand zu nehmen für Marketing kommt nicht in die Frage, da ich kein Geld habe. Außerdem mag ich auch eher "natürliches Wachstum".

Warum bei mir?
1. Du hast Synergieeffekte. Wenn du also ein Blog hast und du hast 500 Follower könnte man bei mir wesentlich mehr Leser erreichen, da Leser von anderen Autoren auch auf deine Texte aufmerksam werden. Obwohl man ja theoretisch auf seiner eigenen Homepage etwas hochladen kann, nutzen ja trotzdem viele Youtube, Insta, Facebook etc.

2. Bei mir brauchst du dich relativ wenig um Reichweise und Marketing kümmern. Es setzt sich nicht derjenige durch der am lautesten brüllt oder die beste SEO-Optimierung hat, sondern der, der wirklich von der Masse gut bewertet wird. Selbst wenn du mit 10 Followern ein Text über autonomes Fahren schreibst oder Elon Musk mit 20 Million Followern: Wenn du es schaffst, dass dein Text besser bewertet wird, wirst du hochgespült. Klar, gibt es solche Probleme wie Fanboys (automatisch volles Rating geben) oder dass eine Wertung von 8,3 bei 1000 abgegbenen Wertungen stabiler ist als eine 9,5 bei 10 abgebenenen Wertungen. Da muss man dann nachkalibrieren und z.b. nur erlauben eine volle Wertung in der Woche zu vergeben, oder ein Hinweistext "Du hast Elon Musk jetzt 10 Mal hintereinander immer die volle Wertung gegeben. Denkst du wirklich, dass seine Texte immer auf diesem Niveau sind oder gibst du nur aus Prinzip diese Wertung. Bitte bedenke auch, dass der persönliche Algorithmus für deine Empfehlungsfunktion verfälscht wird, wenn du Wertungen vergibst, die nicht wirklich deiner Meinung entsprechen." Oder "Bitte schreibe ab jetzt ein Kommentar in dem du begründest warum du die volle Wertung gibst und ein Moderator wird dann entscheiden ob diese Wertung fundiert ist."

3. Man könnte eine Bezahlfunktion einbauen die direkt auf der Homepage integriert ist oder z.b. Premiumaccount (alle Texte mit einer Wertung über 9 kosten 5€ Flatrate im Monat oder diese Texte sind ohne Premium in einem ziemlich hässlichen Font). Also würde die Texte sogar monetarisierbar sein)

Der Empfehlungsalgorithmus:

Ja, ich weiß und ich calle Bullshit. Ich finde die Empfehlungssysteme sind ziemlich scheiße, egal ob Youtube, Netflix oder Amazon (letzteres finde ich tatsächlich noch am Besten). Das liegt aber auch an deren Zielsetzung:
Die wollen dir Kekse verkaufen. Kekse die du locker wegknabberst und am besten danch noch die nächste Packung öffnest. Kekse die du vielleicht mal deinen Freunden zum Filmabend mitbringst und dann beim Bierchen dazu verzehrst. Also ein Produkt wo du sagst "ja ist doch ganz okay und da kann ich locker flockig eine Packung von essen, ohne dass der Magen mir danach wehtut."
Ich hingegen will dir Pralinen verkaufen. Meine Produkte bringst du deiner Freundin zum Jahrestag mit und sagst ihr: Das ist der geilste Scheiß, den ich seit 20 Jahren konsumiert habe. Davon wirst du zwar nicht mehr als 2 am Stück Essen können, weil die schon sehr speziell sind. Aber sowas hast du vorher noch nie gegessen.

Denk dran: Youtube wird nach Zeit bezahlt, die du auf der Plattform verbringst (wenn du also z.b. nach einem Guide für Hochzeiten suchst, verdienen die sogar besonders viel Geld, wenn du erst x Videos geschaut hast bevor du das richtige gefunden hast, denn dann hast du auch schon x Werbeclips geschaut). Wenn du bei mir mehr als 3 Texte für ein Guide für Hochzeiten angeklickt hast und immer noch nicht fündig geworden bist, habe ich/bzw. die Leute, die dann dafür zuständig sind, ihren Job schlecht gemacht.
Netflix wird nach Abonnement bezahlt. Vielleicht es dir schon aufgefallen, aber Netflix geht immer mehr von dem Liebhaberprogramm für Cineasten zum Mainstream hin. Denn die Cineasten bezahlen eh ihr Abo. Susanne 19 hingegen abonniert Netflix nur, um den neuen BDSM-Klon zu schauen (ob es da eventuell auf dem Markt einen wirklichen guten BDSM-Film gibt, interessiert gar. Denn 365 Days haben alle ihre Freundinnen gesehen und deswegen schaut sie den beim Wäsche aufhängen und Nägel lackieren nebenbei, damit sie dann mit ihren Freundinnen beim nächsten Mädelsabend darüber reden kann wie heiß der Hauptdarsteller ist). Der Core/Hardcorenutzer ist uninteressant, den habe ich eh schon im Sack. Natürlich gibt es auch mal Prestigeobjekte wie "Irishman" usw.
Amazon verdient Geld mit jedem Kauf. Nicht damit wie gut dieser Kauf dir gefällt. Wenn die die Wahl haben dir 2 Produkte zu kaufen die du mit 5 Sternen ratest oder du 10 Produkte mit 4 Sternen ratest ist die Entscheidung nichtmal close für die.

Denen geht es darum dich möglichst lange an der Stange zu halten, dass du dir Produkt möglichst oft und lange nutzt und das es möglichst viele Nutzen.

Mir geht es darum, dir einfach geilen Content zu liefern wo du nicht lange suchen musst und wo du danach sagst: Geil. Jetzt habe ich wieder was gelernt, mich sehr gut unterhalten, oder neue Einblicke bekommen. Das es dir eventuell nach einem 10h Arbeitstag zu lang ist und dir eventuell sogar zu "schwer" etc. ist okay. Aber wenn die Hochzeit anstehst und du 1h Zeit hast und mal einen fundierten Überblick bekommen willst und auch dann nur das Beste erfahren willst, dann kommst du hoffentlich irgendwann zu mir ;)

Zu der Anstrengung von langen Bewertungen

Ja. Hier wäre z.b. ein Ansatz, dass der Algo schon predictet wie du raten wirst und du musst nur noch ändern, wenn dir was nicht passt. Sprich wenn er weiß, dass ist deine Textlänge gibt er da schon volle Punktzahl und erst wenn sich dein Geschmack ändert oder du merkst (ne, hier will ich längere Texte von, kannst du manuell ändern)

Wie verhinderst du verbotene Texte?
Schwierig. Allerdings denke ich, dass es bei Texten sehr viel einfacher sein sollte per Texterkennung strafrechtlich bedenkliche Dinge herauszufiltern als z.B. bei Bilder und Videos. Auch Copyrightschutz sollte dort einfacher zu erhalten sein. Allerdings natürlich ein schwieriges Thema.

PS:
Sorry, dass ich hier so ein Wall of Text schreibe und teilweise etwas emotionalisiert wirke. Mir ist das Thema halt wichtig ;)


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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

An Nr.1 sollte der Spaß stehen, dann kann auch ein Misserfolg ein Erfolg sein. Sich Sachen anhören und dann überlegen ist immer richtig. Manchmal verfolgt man auch eine Idee und findet erst dadurch die bessere Idee. Wer es nicht ausprobiert, hat jedenfalls weniger Chancen als Du. Habe dir eine PM geschrieben.


Antwort
Zitat
JonnyOh
Beigetreten: 25.09.2008

Wünsche dir viel Glück und Erfolg bei deinem Projekt. ☺️👍🏻 Motivation und Ehrgeiz ist das wichtigste. Und ja beim ersten Anlauf schaffen es die wenigsten, man lernt dazu und irgendwann klappt es.

Aber Achtung, ich habe in meinen Leben bestimmt schon von 1000 Plattform-Ideen gehört, erfolgreich wurde mit sowas leider noch keiner. Das schwierige bzw. fast unmögliche an Plattformen ist folgendes: Wenn sie 100000 User haben und bereits viel Content bieten, mag eine Plattform ja super funktionieren. Aber man startet bei 0, und ohne Community nutzt keiner eine Plattform, ohne Community kein Wachstum und das Projekt ist gescheitert. Leider echt schon 1000x erlebt in den letzten 15 Jahren.


Antwort
Zitat
Konkronus
Beigetreten: 23.03.2015

Also ich sehe bei dem Konzept an sich (sofern Erfolg gegeben) das Problem, dass du dann letzten Endes doch eine "Mainstream"-Gemeinde bekommst. Ich glaube von dem, was du so erzählst, ist das nicht das, was du haben willst.

Beispiel politische Texte. Da kann der Text noch so gut geschrieben sein, wenn er Meinungen abseits des Mainstreams vertritt, wird er abgestraft.

Das Problem ist, dass der persönliche Geschmack bei einer Bewertung immer eine Rolle spielt und diesen Bias hast du dann auch bei den neuen Texten auf deiner Startseite.

Textqualität informatisch zu bewerten ist ziemlich schwierig. Selbst professionelle Autorentools wie Papyrus geben dem Autor nur Hilfestellung.

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß und Glück bei der Sache. Die Vision ist gut. Wenn es hinhaut umso besser :)


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Zitat
Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Wenn du als Programmierer eine Funktion schreibst, dann sorge immer dafür, dass die Funktion nur eine einzige Aufgabe erledigt, diese aber sehr gut. Sofern man nicht eine Menge Geld für Marketing etc. in die Hand nehmen will, empfiehlt sich für ein eigenes Website Projekt der gleiche Ansatz. Ich habe selber ein wenig Erfahrung darin gesammelt. Als ich mir damals selber einige Webdevelopement Basics angeeignet hatte, habe ich auch ein kleines Projekt gestartet. Es ging dabei um einen Youtube Video Downloader. Das ganze hat auch super funktioniert und man konnte innerhalb weniger Clicks und sehr guter Geschwindigkeit Youtube Videos downloaden bzw. direkt als mp3 konvertieren lassen und das ohne nervige Werbung, wie es bei so ziemlich allen anderen vergleichbaren Seiten der Fall ist. Dennoch habe ich überhaupt keinen Traffic auf meiner Seite bekommen und das hat sehr viel damit zu tun, dass Keywords wie "Youtube Downloader" oder "Youtube Converter" etc. schon derart krass von der Konkurrenz belegt sind, dass man als Newcomer absolut keine Chance hat. Deshalb sollte man sich unbedingt eine möglichst spezielle Nische suchen in der es sehr wenig oder idealerweise gar keine Konkurenz gibt. Dadurch wird man natürlich erstmal keinen hohen Traffic generieren, aber zumindest ist die Chance recht hoch, wenn jemand nach genau diesem Thema sucht, dass er dann auch auf deiner Seite landet.


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flowIIpoker
Beigetreten: 14.02.2007

warum blaeht ihr denn den code immer mit irgendwelchen frameworks auf,
wenn op eigentlich programmieren lernen will

klar ueberholen ihn da die blender, wenn sie sich da irgendwas zusammen clicken aber das grundverstaendniss ist doch das, wonach er sucht


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Zitat
MisterB
Beigetreten: 23.04.2006

Einsteigern empfehle ich C#, weil es imo den besten Ease of Learning vs Nutzungsbereich für objekt-orientierte Sprachen hat die weit verbreitet Verwendung findet in der Branche. Dazu noch einfach simples vanilla JavaScript lernen bis man die gesamte ES6-Funktionalität im Griff hat, bevor man sich auf Angular, React, etc stürzt. Lernt man dann noch MVC mit ASP.net Core kannst praktisch alles basteln vorausgesetzt Windows-Hosting ist verfügbar.
Kann man C# ist der Weg auch nicht weit zu Java/Kotlin oder direkt Xamarin und somit direkt eine Basis um mobile App-Entwicklung für Android zu verstehen. Git und Versioning lernt man in paar Tagen mit ein wenig Erfahrung, dann kann man sich auch direkt mit Firebase, AWS, und Azure auseinandersetzen.

Privat mit wenig Knaster ist natürlich Unix basiertes hosting mit LAMP oder Javascript-Framework-basiert MEAN/MERN-Stack kostenmäßig besser, aber das erfordert dann doch ein noch viel höheres Maß an Integrationsverständnis als einfach ein MVC-Projekt in IIS zu hosten. Generell will man eher Richtung WEb-Fullstack und intensiv lernen würde ich über Lambda School nachdenken, da die MERN-basiert "hands-on" in wenigen Monaten alles durchballern was man braucht.

Generell sei gesagt zur Uni oder zum Bootcamp geht man um lernen zu lernen, "Best practices" und die wirklichen Tücken des Developer-Alltags gibts wirklich nur in der beruflichen Praxis. Daher rate ich jedem der ein IT-Studium aufnimmt um coden zu lernen so früh wie möglich Internships oder Werksstudenten-Status anzupeilen damit man sieht und lernt was einen erwartet. Wer es nicht ein paar Stunden am Debugger aushält ohne Sand in der Mumu sollte sich was anderes suchen.

Zum eigenständigen Lernen empfehle ich Pluralsight bei guten Englisch-Kenntnissen. Viel Zeug gibt es auch auf Youtube, aber da ist auch sehr viel Schrott bei.


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Zitat
flowIIpoker
Beigetreten: 14.02.2007

full stack

mal eine komische frage als 45jaehriger
ist man als proger echt schon so alt, das man nicht mehr mithalten kann

und will(familie und andere dinge sind doch in dem alter wichtig)


Antwort
Zitat
MisterB
Beigetreten: 23.04.2006

Denke man ist nie zu alt, Anforderungsprofil ändert sich halt ständig. Während Du vor 20 Jahren noch mit Visual Basic, Java eigene Applikationen komplett gebaut hast gibt es heutzutage einfach mehr Bedarf sich gut mit Integrationen zwischen bestehenden Applikationen auszukennen. Gerade im Web/Cloud-Bereich denke ich es ist schon fast wichtiger das man API-Erstellung und Nutzung für SOAP und RestFUL kann und in der Lage ist dann entsprechend die etablierten Systeme zu verstehen. Heutzutage ist die Chance einfach riesig das irgendwo, irgendwer schon genau das Template gestrickt hat was Du gerade basteln willst und es effizienter ist dieses an den persönlichen Bedarf anzupassen und zu erweitern.

Die verwendeten Sprachen und Technologien ändern sich halt auch ständig und man muss halt am Ball bleiben, gehört zum Job halt dazu. Einzige Vorteil ist wenn man keinen Bock mehr hat gibt es immer einige Branchen wie Banken, Versicherungen und staatliches Geraffel die einfach zwanzig bis dreissig Jahre hinter aktuellem Stand arbeiten, weil niemand den alten Moloch der täglich gebraucht wird anpacken will. US-Regierung hat für ihr Stimulus-Paket händeringend COBOL-Entwickler gesucht. Kenne zig Banken hier drüben, die noch mit Fortran arbeiten. Da das niemand heutzutage mehr freiwillig lernt, werden Experten für diese aussterbenden Sprachen eben auch entsprechend hoch bezahlt.


Antwort
Zitat
flowIIpoker
Beigetreten: 14.02.2007

api ansprechen ist die zukunft

egal welche sprache man da benutzt
mmn.


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slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Mal wieder Zeit für ein Update:
Noch einmal ganz großes Danke an alle die sich hier beteiligt haben bzw. noch beteiligen. Kann nur noch einmal betonen, dass hier der Support wegen des Projekts am Größten war(Weiß nicht ob das für die Erfolgschance des Projekts so gut ist ).

Was ist passiert?

Nach meinem letzten Post kam jemand auf mich zu. Die Art von Typ den ich mir immer als Mitgründer gewünscht habe. Er hat so ein Online-Kartenspiel durchgespielt und kann sich seitdem Vollzeit seinen Hobbies widmen :P Warum mich diese Vita so beeindruckt?
Derjenige kann sich Vollzeit auf unser Projekt konzentrieren. Er hat bewiesen, dass er unheimlich smart ist(hat sich in diversen Skypegesprächen schon bestätigt, ich bin ziemlich oft extrem eingeschüchtert von seiner "Fähigkeiten", laut dem Stanford-Kurs sind das aber wohl genau die richtigen Mitgründer :P) + eine Art "Killerinstinkt" entwickeln kann, gleichzeit aber auch bereit für unkonventionelle Wege ist. Letztere Punkte sind übrigens imo noch viel wichtiger.

Naja, seit er im Team ist, ist meine "Techie-Karriere" wohl erstmal auf Eis gelegt, ab und zu kann ich nochmal etwas mit CSS vordesignen, aber die wirkliche technische Umsetzung (Backend, wie Frontend) macht er. Das finde ich zwar etwas schade und sollte da nochmal Skills gebraucht werden, bin ich gerne dabei. Aber wir beide haben uns überlegt, dass es wenig Sinn macht wenn ich mir jetzt redundante Skills für das Team beibringe. Daher hat sich mein Aufgabenbereich jetzt mehr Richtung CEO (finde es irgendwie befremdlich mich als sowas zu sehen) entwickelt und ich helfe dabei die Vision zu formen + führe Interviews mit Bloggern(die meisten sagen, es wird mehr als schwer und sehen es eher als Experiment, würden die Plattform aber auch als ergänzende Plattform zum Blog nutzen) oder Recommendationexperten(das erste Zwischenfazit ist, dass eine Bewertungsmatrix gar nicht so viel besser funktionieren sollte, allerdings finden diese Leute auch die momentanen Algos schon ziemlich gut :( ). Eine Mischung aus Klinkenputzen und ein Gefühl für die Zielgruppe entwickeln. Da ergänzen wir auch gut, weil mir das etwas besser liegt :)

Was steht noch an?

Das Projekt hat nochmal richtig an Fahrt aufgenommen und es fällt mir immer schwerer mich noch auf die Uni und mein Nebenjob zu konzentrieren. Irgendwie fühlt sich es aber richtig an und die anderen Dinge falsch. Dieses Jahr soll der MVP fertiggestellt werden und nach einer geschlossenen Testphase wollen wir sogar schon launchen - auch in diesem Jahr. Als er mir übrigens das erste Layout zeigte, hatte ich fast Tränen in den Augen. Nicht weil ich denke, dass wird durch die Decke gehen (wir beide sind uns einig dass die Erfolgschance weit unter 1% ist, aber wenn wir diesen "One-Quarter Outer" treffen, dann wissen wir beide eigentlich nicht wo der Cap sein sollte, weil die Skalierung extrem einfach in alle möglichen Bereiche sein sollte...zu 99% wird es aber eine weitere von diesen 1000 Plattformideen, die irgendwann einfach eingestampft werden), sondern weil es komisch ist, dieses Ding was ich über ein halbes Jahrzehnt im Kopf hatte wird real. Ja, es wird definitiv diese Plattform bald geben, ob sie dann jemand nutzt oder ein Erfolg wird, ist noch eine andere Frage, aber das ist für mich zweitrangig. Zumindest der erste Schritt wird definitv passieren und kann manchmal mein Glück immer noch nicht fassen. Schon krass wie schnell es geht, wenn man sich nur mal hinsetzt und wirklich macht.

Um aber mal wieder etwas sachlicher zu werden:
Wir wissen jetzt, warum dass keiner macht Damit Geld zu verdienen wird sehr schwer und dafür muss man wirklich sehr sehr groß werden (User-created-Content-Platform-Business-Models halt :P). Der Vorteil ist aber, dass die Kosten ebenfalls (gerade wegen der Fokussierung auf Text), sehr lange sehr gering sein sollten und wir "nur" Manpower investieren müssen. Allerdings wird auch das Wachstum wahrscheinlich ohne Marketing und mit rein organischem Wachstum (was ich aber eh bevorzuge) sehr lange dauern. Und dieses Wachstum müssen auch wir erstmal schaffen!
Wir haben schon ein paar lustige Ideen die man eventuell als leichten Brandbeschleuniger nutzen könnte, aber am Anfang werde ich wirklich jeden Autor einzeln auf die Plattform ziehen müssen und dann irgendwann, irgendwann, irgendwann hoffen wir, dass es den Leuten so gut gefällt und sie auch die Vision spüren und es weiterempfehlen :)

Sonst gibt es leider erstmal noch nicht so viel zu berichten. Hoffe es hat euch trotzdem interessiert und wenn wir in die Testphase gehen sollten, werde ich mich nochmal melden. Eventuell haben hier ja sogar ein 1-2 Leute Lust daran teilzunehmen.

Ich bin mal wieder weg. Falls jemand noch Tipps oder Fragen hat, kann er gerne mitteilen(sowohl öffentlich aber auch privat) und ich schaue hier regelmäßig rein und reagiere dann darauf.

Vielen Dank nochmal an euch und auch die Community, bleibt gesund!


Antwort
Zitat
JonnyOh
Beigetreten: 25.09.2008

Hört sich gut an, weiterhin viel Glück :f_thumbsup:

Original von slevink23
Der Vorteil ist aber, dass die Kosten ebenfalls (gerade wegen der Fokussierung auf Text), sehr lange sehr gering sein sollten und wir "nur" Manpower investieren müssen.

Ich würde euch den Tipp geben, hier ein wenig die Ansicht zu ändern, das bringt einem sehr viel weiter im Leben. Ich habe mich die letzten Jahre mit xx-Personen getroffen wegen irgend einer "Geschäftsidee", viele davon haben auch quasi "wenig" investiert, außer halt die Arbeitszeit und damit auch immer argumentiert, dass man e quasi nichts investieren muss. Bitte aber nie vergessen, bei einem Projekt wo man 2000 Stunden Arbeitszeit investiert, hätte man dafür ws. 20-50k€ verdient, wenn man dafür gearbeitet hätte. Also im Endeffekt ist "Manpower" nichts anderes als Kohle. ;)


Antwort
Zitat
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

@JonnyOh:
Vielen Dank. Wir geben unser Bestes :)

Da genau das in den letzten 2-3 Wochen in meiner Gedankenwelt Thema war, möchte ich da gerne auch noch darauf eingehen:
Erst einmal würde ich sogar noch ein Schritt weitergehen und nicht nur die reine Arbeitszeit sondern auch Lebens/Karrierezeit mit einbeziehen und die Opportunitätskosten. Machen wir uns nix vor, ich habe einen Master BWL von einer Uni und das Durchschnittseinstiegehalt bei uns liegt etwas über 50k (ich weiß ihr Informatiker und Pokerspieler lacht über solche Summen :P). Wenn ich jetzt davon ausgehe ich arbeite die nächsten 4 Jahre an dem Projekt verzichte also auf etwa 200k Bruttogehalt + mein Lebenslauf wird etwas "schräg". Die 0815-Konzernkarriere wird also nicht unbedingt davon beflügelt - im Gegenteil. Ich hatte letztens erst ein Gespräch mit meinem Bruder darüber der gesagt hat: "Du willst eventuell nicht bei uns arbeiten, weil wir dir zu groß und zu träge sind. Aber so jemand wie dich brauchen wir auch nicht. Wenn ich jemand auf deiner Ebene einstelle, dann soll der seinen Job erledigen für den ich ihn eingestellt habe und mir nicht erzählen, was hier alles falsch läuft oder was Konzern x doch besser machen sollte."
Ich kann ihm nicht widersprechen und ich denke es ist wirklich so, ich passe nicht zu denen und die nicht zu mir. Stand jetzt passt es aber auch in mein Lebensmodell. Aber wenn ich mir vorstelle ich lerne mal eine nette Dame kennen und die möchte Babies + Haus und ich sage der: "Joa, sorry ich habe auf 4 Jahre verzichtet um die Internetkultur zu retten". Wird die auch nicht so amsued sein. Meine Komilitonnen haben in der Zeit Summe x beiseite gelegt, sich beruflich in Position gebracht und laufen mit 30 nicht mehr wie ein Student rum.

Das ist jetzt die eine Seite der Medaille. Jetzt kommen wir zur anderen.
Dieses Startup ist mein Traum, meine Vision. Ich selbst kann gut damit leben in x Jahren eventuell immer noch Döner statt Blockhaus essen zu gehen, wenn es gescheitert ist, weil ich glücklich sein kann es zumindest versucht zu haben.
Außerdem bin ich momentan eh der Meinung: Ganz klassisch werde ich nicht arbeiten (wohlgemerkt noch habe ich keine Frau, Kind und Haus zu unterhalten, eventuell ändert sich das noch). Selbst wenn also dieses Projekt nichts wird, würde ich eventuell noch was anderes mitgründen, wo ich für brenne, versuche einen Fuß in den Venture Capital-Bereich zu kriegen oder irgendwie anders mit Startups zu arbeiten. Dort könnte mein momentaner Weg dann schon interessanter sein. Ich lerne gerade sooo viel und werde noch sooo viel mehr lernen, dass ich definitiv Skills bekomme, die ein normaler Uni-Absolvent nicht hat. Und wenn ich mir momentan die Wirtschaft anschaue ist mein Guess, dass diese Art von Skills in den nächsten Jahren noch wichtiger werden.

Aber nicht nur aus der Perspektive habe ich keine Angst mich ausbeuten zu lassen. Ich und mein Mitgründer haben ordentlich Anteile (das war mir auch wichtig, dass er auch ordentlich commited wird). Sprich vom Stundenlohn werden wir nie groß was verdienen, was es interessant macht (und nix anderes haben wir im Sinn langfristig - wir zielen nicht darauf ab, damit irgendwann mal ein kleinen Nebenverdienst zu haben) ist diese 1%-Chance das es eventuell fliegt. Und wenn ein Unternehmen Wert x hast und dir gehören y% davon, dann macht es Spaß. Also jede Stunde die wir in dieses Ding investieren, jedes Opfer das wird bringen erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit dass das Projekt etwas wird (der EV steigt also) und da uns das Projekt alleine gehört würden wir auch davon fair profitieren.

Wegen den keinen Kosten, meine ich eher, dass sich das Ding relativ günstig unterhalten lässt und wir lange Zeit auf keine externen Gelder angewiesen sind, solange wir kein Marketing oder Manpower dazuschalten. Sprich wir müssen nur versorgt sein, ein Dach über den Kopf haben und etwas zu essen und schon können wir das Projekt bis zur Größe x beliebig weiterentwickeln und haben keinen Druck, dass wir jedes Jahr Summe x als Unterhaltungskosten brauchen.


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RaiserBlade
Beigetreten: 17.10.2007

@slevink:

Das klingt ja alles sehr spannend bei euch, dennoch habe ich eine vllt etwas naive Frage:
Warum steht die Website/App nicht innerhalb einer Woche (zumindest ein guter Prototyp um ihn von Usern testen zu lassen)?
Nutzerprofile anlegen, Texte in Kategorien hochladen und eine Likefunktion dazu, klingt für mich erstmal relativ simpel.
Wo ist bei euch die zeitfressende Programmierarbeit?

Mit -beispielsweise- React und React Native, Node und ner Datenbank, kann man sowas mmn relativ schnell ins Web und beide Appstores bringen?

Wenn man schnell testen möchte, kann man sich mit Firebase/-store auch noch unheimlich viel Zeit im Backend sparen.

Aber wie gesagt, es wird seine Gründe haben und mich würde das einfach interessieren.

Ansonsten werde ich hier gespannt weiter mitlesen und drücke euch die Daumen :f_thumbsup:


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slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

@Raiserblade:

Das ist sogar eine sehr gute Frage und hat mehrere Gründe:

1) Die Konzeptionsphase ist noch nicht 100% abgeschlossen. Sprich wie soll es genau geordnet sein, welche Kategorien soll es geben, wie macht man die Kommentarfunktion (soll es dort like und dislikes geben, mit mehreren Bäumen, usw.), wie soll die Begrüßungsmail genau formuliert sein und und und, und das zieht sich auch noch durch die ganze Seite. Bis vor ein paar Wochen waren wir uns noch nicht einmal sicher, welche Farben wir nehmen. Daher geht es nicht nur um die reine Umsetzung sondern auch um Designfragen.

2) Mein Mitgründer ist kein gelernter Techie. Er hat schon ein gewisses Verständnis und kann schon wesentlich mehr als ich, hat jetzt aber weder 5 Jahre Studium hinter sich noch 5 Jahre Berufserfahrung professionell Webseiten zu erstelllen. Er muss sich also in die ganzen Themen teilweise ebenfalls noch reinarbeiten. So wie ich mich ja gerade auch in gewisse Dinge reinarbeite und eben auch Konzepte finalisiere. Nur mal ein ganz kleines Beispiel. Alleine wie man jetzt genau mit AWS umgeht und wie man es schafft dort seinen Server laufen zu lassen sind für uns beide völlig neue Konzepte. Das mag jetzt für einen Vollbluttechie oder jemand der schon mehrere Jahre Erfahrung hat, relativ easy klingen, aber das ist auch für ihn Neuland. Dennoch glaube ich an ihn und mich interessiert weniger der Status Quo (denn darauf werden wir hoffentlich nicht stehen bleiben, sondern bestenfalls mit dem Projekt mitwachsen), denn es werden immer neue Herausforderungen und Aufgabentätigkeiten auf den CTO zu kommen und dann bringt es mir mehr jemand zu haben der eine gewisse Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft hat, als jemand der gerade Skill x und y, die genau in diesem Moment gebraucht werden. Ich mag mich auch in dieser Einschätzung täuschen und ein gelernte Techie/Informatiker wäre besser, aber irgendwie ist das auch nicht der Eindruck den ich aus der Startup und Techieszene erfahre.

3) Natürlich könnte selbst wir wahrscheinlich schnell einen "Prototypen" zusammenbauen. Aber ob der gut ist, ist fraglich? Selbstverständlich muss der MVP selbsterklärend noch nicht alle Funktionen abbilden und nur die rudimentären Funktionen enthalten. Aber alleine, dass du erwähnst, baut dort doch einfach eine Likefunktion ein lässt mir die Nackenhaare hoch stehen(Ich weiß dass auch eine 1-10 Skala noch kein Hexenwerk ist :P). Wir wollen also selbst dort schon versuchen gewisse Qualitätsstandards zu erfüllen und unserem Anspruch gerecht zu werden. Daher nehmen wir uns auch dort lieber etwas mehr Zeit als zu wenig. Immerhin ist das dann wirklich der erste Eindruck bei den Usern und aus Marketingssicht weiß man ja, ein User den du einmal verloren hast, der kommt nicht wieder. Gerade wenn ich am Anfang die User (Autoren) mühsam einzeln einsammeln muss würde es extrem weh tun, wenn einer sagt: Grundidee gefällt mir aber die Umsetzung ist mir noch zu schlecht.

Ich hoffe die Antwort hat etwas mehr Klarheit gegeben und du verstehst unseren Prozess.


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