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Webseite programmieren lernen in 2020....

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meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Hast du schon Kontakt zum Team vom "Goldenen Blogger" aufgebaut oder ist das für euch nicht interessant?


Antwort
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Doze
Beigetreten: 02.12.2007

cooler thread. hat spass gemacht zu lesen. berichte bitte weiter und viel erfolg!


Antwort
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AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Hoffe ich habe es nicht überlesen. Was für eine Unternehmensform habt ihr den gegründet und wie sind dort die Verhältnisse?


Antwort
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RaiserBlade
Beigetreten: 17.10.2007

@slevik:

Danke für die Antwort, jetzt verstehe ich das schon eher.
Habe selbst schon solche Plattformen komplett alleine from scratch gebaut (mit Likefunktion, etc).
Welchen Stack nutzt ihr denn?


Antwort
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slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

@meistermieses:
Danke für den Hinweis, muss aber in der Schnellrecherche sagen, dass sie glaube ich nicht gut zu R. passen. Das ist tatsächlich eines unserer großen Start und Marketingprobleme. Ich werde mir aber nochmal mehr Zeit nehmen und es ordentlich durcharbeiten. Falls jemand noch mehr Tipps hat wo ein gutes Sammelbecken an geeigneten Bloggern ist oder selbst welche kennt bzw. liest (ich würde dann selbst versuchen den Kontakt herzustellen), bin ich immer dankbar. Gerne auch im englischsprachigen Raum ;) . Gerne auch per PN.

Ja, wir wollen Bloggern gerne eine Plattform bieten um zusätzliche Reichweite zu erzeugen und Synergieeffekte mit anderen Bloggern zu erreichen, wir wollen aber eigentlich keine ganz klassische Blogcommunity werden. Denn bei einem Blog steht imo oft das Followerding und die Person selbst im Vordergrund. Man folgt also einem Blogger der einem gefällt und liest dann alle Texte die er raussschickt. Ob es darum geht, wie er die Krisensituation mit Putin und Trump beurteilt, interessante Fakten über Tschernobyl oder wie der Käsekuchen bei Oma letzten Sonntag geschmeckt hat. Es geht zwar auch um den Inhalt es ist aber auch wichtig, dass er genau von dieser Person kommt, da man diese eben kennen und schätzen lernt.

Dieser Punkt ist Bloggern und Bloglesern sehr wichtig (und auch bei uns soll es irgendwann eine Folgenfunktion geben und die Vernetzung gefördert werden). Allerdings ist nicht es nicht das Herzstück von R. und die Quersuche über mehrere Themen soll im Fokus stehen. Daher wären gerade in der Anfangsphase zu viele "persönliche" Post tödlich. Wenn du also in der Quersuche Käsekuchen eingibst erscheinen bestenfalls, Rezepte, die Geschichte des Käsekuchen, lustige Ankedote wie ein Käsekuchen einen Weltkrieg verhindert hat(falls sowas jemals in der Geschichte passiert ist) usw. also Texte die auch für sich alleine stehen können ohne dass du erst dem Autor gefolgt sein musst und ihn verstanden. Wenn dann dort lauter Post sind ala "Mal wieder bei Oma mit den Kids und Käsekuchen" dann würde es Leser stören die den Autor nicht kennen, wenn der dort dann wieder seine 5 Kinder erwähnt und vorraussetzt, dass du diese auch schon kennst. Daher überlegen wir auch (nicht im MVP), dass es Post gibt die auf "persönlich" sind und nur für Follower auftauchen und nicht in der Quersuche gelistet werden.

Außerdem möchten wir Anfangs uns in der Technische( eventuell mit Ausflügen zum Startup oder Nerdkosmos) platzieren und streben wie oben schon angedeutet eher "Informationstexte" an die aber auch für die Allgemeinheit zugänglich sind. Damit du eben, wenn du dich über Thema x informieren möchtest oder geilen Content darüber lesen willst, es in die Quersuche eingibst, die mit der höchsten Bewertung siehst, liest und als schlauerer Mensch wieder gehst ;)

@doze:
vielen Dank. Das freut mich :) Eventuell führe ich so einen "Entwicklerblog" dann auf R. fort :P

@AyCaramba:
Wir haben noch kein Unternehmen, dennoch wenn mich jemand fragt sehe ich mich schon als Gründer bzw. in der Gründung, da es eben viel Zeit frisst und wir in einer Vorbereitungsphase sind und dieser Schritt für mich nur noch Formsache ist. Noch ist nix da und auch am Anfang werden wir auch eh keine Einnahmen haben (dürfen wir nicht, da ich eventuell noch versuche ein paar Förderprogramme anzuzapfen, auch wenn die leider imo unserer Idee nicht in die Karten spielen. Ich könnte hier jetzt wahrscheinlich einen mehrseitigen Rant über die deutsche Startupkultur und die Rolle des Staats schreiben, aber das ist für ein anderes Kapitel).

Wenn möchten wir aber eine GmbH gründen.

Die Verteilung steht noch nicht zu 100% aber 90% :P Ich möchte da aber nicht drauf eingehen, da ich denke es nur bedingt etwas mit dem Projekt selbst zu tun. Da einzige was ich sagen kann. Mein Mitgründer ist wirklicht mit Mitgründer und wird mit ordentlich! Equity ausgestattet sein. Momentan hat es aber einen Wert von 0 Einige haben gesagt (imo nicht so "startuperfahrene Leute"), dass es viel zu viel sei, immerhin ist er ja nur ausführende Kraft und die Idee käme von mir. Das sehe ich aber anders. Klar kann jmd. einen niedrigen zweistelligen% geben, damit wenn es fliegen sollte man selbst noch ordentlich Anteile an sich hat. Aber das ist imo ein großer Irrglaube und falsches Verständnis: Eine Gründung ist wie eine Ehe (eher sogar wohl noch enger), sprich man sitzt eh in einem Boot und da geht es nicht darum, möglichst viel Kuchen für sich selbst zu haben und der andere möglichst wenig, sondern es geht auch um Fairness. Er ballert sich gerade ordentlich Lernvideos rein und macht wirklich den allergrößten Teil der kompletten technischen Umsetzung! und ich will das er auch sich commited und weiß wenn er jetzt Extrameilen geht, kann sich das auszahlen. Immerhin ist das jetzt nicht mehr mein Baby, sondern unseres. Des Weiteren ist er nicht nur ein normaler Techie, der für mich Auftrag x ausführt und danach wieder gehen kann. Das Ding wird (wenn wir überhaupt merken der Markt könnte es annehmen), ein sehr sehr langes Projekt was über viele Jahre gehen wird (bestenfalls sogar ein Jahrzehnt) und da brauche ich kein "Söldner", sondern der auch wirklich bereit ist in den Krieg zu ziehen selbst wenn die Chancen gegen einen stehen.

Gilt übrigens als einen der gröbsten Anfängerfehlern wenn ein BWLer ein Techunternehmen gründet. Die meisten wollten keinerlei oder kaum Anteile abgeben und gar sogar am liebsten nur einen Lohn zahlen, damit der Techie ja nicht an den Anteiltopf kommt. Nur was passiert wenn ich einem Techie Betrag x zahle um eine fertige App zu entwickeln und dann brauche ich noch ein neues Feature oder habe "Bugs". Der Techie wird mir erzählen, seine Arbeit wurde erledigt und damit er nochmal weitermacht braucht er nochmal Betrag x. Die nächste Variante einen festangestellten Techie: Rufe den doch mal nachts um 3 Uhr an und sage: Feature x geht gerade nicht und wenn wir das bis Montag nicht fixen werden wir 20% der User verlieren.
Wenn man wirklich Glück hat setzt er sich dann anderen Tag mal dran(das aber auch nur ein paar Mal). Ich will aber dass derjenige dann verschlafen abnimmt und mir sagt, er wird sich in 4 Stunden nochmal melden wenn er das Problem dann gelöst hat. Ist es jetzt etwas übersspitzt dargestellt, aber wer kennt es nicht: Wie gut macht man eine Auftragsarbeit und wie gut macht man etwas das der Selbsterfüllung dient und einem selbst gehört?

Zusätzlich ist die Idee imo ziemlich wertlos, sind wir mal ehrlich: Youtube nur mit Text und statt likes eben das IMDb-Rating. Dafür wird man keinen Innovationspreis gewinnen. Was aber eventuell (hoffentlich ) den Unterschied macht, wobei es mich echt wundert dass es national gar keine Konkurrenz gibt und im internatinoalen nur medium.com, sind die Details. Sprich wie setzen wir es genau um. Merkt mann die Liebe zum Detail, die Vision oder ist es nur eine Plattform auf der man halt Texte hochladen kann.
"Execution und Team schlägt Idee". Daher brauchst du Leute die für das Ding brennen und nicht die um 14 Uhr hoffen dass es endlich 17 Uhr wird und sie wieder nach Hause gehen können.

@Raiserblade:
Habe dir mal eine Freundschaftsanfrage geschickt :)


Antwort
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slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Hallo,

sorry, dass ich mich solange nicht gemeldet habe.

Die letzten Wochen waren leider von ein paar Nackenschlägen geprägt, wovon einige mehr und andere weniger gesessen haben.

Leider hat mein Mitgründer sich entschieden, dass Projekt nicht weiter zu verfolgen. Er war mit meiner Performance nicht zufrieden(da waren wir uns beide sogar einig), der größte Knackpunkt war aber das wir nicht vereinbare Vorstellungen von Leistungs- und vor allem Opferbereitschaft für das Projekt hatten(da waren wir uns nicht einig ). Wir sind allerdings weiterhin in Kontakt und das Verhältnis ist zum Glück friendly :) . Ich bin ihm dankbar für die lehrreichen 4 Monate und er hat laut eigener Aussage auch ein paar Dinge von mir mitnehmen können.

Am meisten tut mir an diesem Punkt übrigens nicht das Scheiden der Beziehung weh, sondern das mein Baby damit erst einmal auf Eis gelegt wurde. Meiner Einschätzung nach hätten wir noch dieses Jahr (allerspätestens im Februar) launchen können, was schon sehr greifbar ist. Die Marktforschung lief erstaunlich positiv, sowohl was die Bereitschaft von Autoren für Crossposten, aber auch Machbarkeitsanalyse "Algorithmus-Experten" anging. Selbst unsere Idee des "Geniestreich" Texte aus anderen Sprachen ins Deutsche zu übersetzen, ist auf positiven Anklang gestoßen und der Support war groß. Eventuell habe ich hier auch einen Bias, aber mein Eindruck in den Interviews war nicht nur so ein "klar, tolle Idee", sondern dass die Leute wirklich Bock auf die Plattform gehabt hätten und auch das Wertungssystem als spannend empfanden.

Nun ist bringt es aber nichts über Konjunktive nachzudenken: Fakt ist, dass wenn ich keinen neuen Techie auftreibe und ich versuche es alleine zum stemmen mindestens 1 Jahr länger brauchen werde. Da ist übrigens schon eingerechnet, dass ich sobald ich mit dem Studium durch bin und Teilzeit arbeite, wesentlich schneller im Programmierstoff voranschreiten sollte.

Ich merke halt auch gerade, dass so eine Masterthesis + 2 Module + noch einen Nebenjob doch etwas mehr Zeit fressen als ich ich dachte. Gerade weil ich bei der Masterthesis wider erwarten statt mein Thema über Startups, ein völlig anderes Thema bekommen habe. Irgendwie mache ich mir aber etwas Sorge: Wenn ich jetzt schon so ins "struggeln" gerate diese Doppelbelastung auszuhalten, wie soll es dann werden wenn ich 20h/Woche mein Brot und Dach verdienen muss.
Andere Leute ermutigen mich aber und sagen, dass dies was ganz anderes sei. Ob man eben ins Büro geht und dort seine "Zeit" absitzt oder ob man Dinge lernt und wissenschaftliche Arbeiten verfasst. Zeitlich kann zweiteres zwar weniger Zeit kosten, aber dafür kann man davon nie abschalten und arbeitet unterbewusst da immer dran. Außerdem ist auch die "Belastung" beim Lernen und Schreiben viel höher als auf der Arbeit zu sein. Das soll wohl bei einer Arbeitsstelle etwas anders sein, da wenn man dort nach Hause geht, dann auch wirklich frei hat. Ich kann mir das schon vorstellen, muss aber gestehen dass meine Arbeitserfahrung mir ein gemischtes Bild zeigt. Es gibt Tätigkeiten und Aufgaben wo man tatsächlich das "gemütlich" wegarbeitet und noch im Kopf frisch ist. Es gibt aber auch Tätigkeiten wo man danach etwas platt ist.

Dennoch möchte ich es zumindest trotzdem versuchen. Bzw. ich merke ich kann nicht anders. Ich glaube ich kann damit erst aufhören, wenn man damit 2 Jahre am Markt war und dieser es null angenommen hat. Dann kann ich befriedigt und glücklich aufhören. So momentan würde ich immer extrem verbittert auf diesen Moment zurückschauen, weil ich mich direkt für den "einfachen" Weg entschieden habe und mich immer ärgern würde, dass es diese Plattform immer noch nicht gibt.

So, nun aber zurück zu meiner Roadmap:
Der Techie ist raus und die technische Umsetzung somit erstmal gestoppt. Nun sieht mein Plan vor noch etwas Frontend zu machen (ich denke, ich bin nicht mehr so weit davon entfernt, dass Frontend des Projekts für ein MVP sauber umzusetzen). Gerade weil wir auch in den letzten 4 Monaten schon viel entworfen haben und ich weiß wo die Reise hingehen soll und ich es quasi nur noch "hinprogrammieren" muss. Sprich ich kann Funktion für Funktion lernen und einbauen. Außerdem habe ich schon etwas 200-300 Lernstunden hinter mir. Ich weiß das ist nicht viel...aber in der Zeit hat man halt schon ein bisschen was gelernt.

Nur gibt es da noch das ganz große Problem des Backend. Hier habe ich noch null plan und meine Sorge ist auch, dass es mir weniger liegt (bin halt doch mehr der Kreative). Daher ist auch mein Plan, soweit es geht bis zum Abschluss meines Masters noch Frontend lernen und dann in die Nähe einer größeren Stadt ziehen, um dort eventuell auf Codingevents zu gehen(bis dahin sollte auch der Impfstoff durch sein und somit auch wieder Veranstaltungen erlaubt sein:P). Dort kann ich dann bestimmt noch vieles lernen was coden angeht und sollte dort auf viele Techies treffen (zuhause in meinem Zimmer oder meinem Bekanntenkreis werde ich nicht vielen davon begegnen :P ) und die vor allem auch etwas über den Tellerand hinausschauen und nicht nur Dienst nach Vorschrift machen wollen.
Wenn ich dann parallel anfange meine Programmierkünste weiter auszubauen(auch im Backend), sollten sich drei Vorteile ergeben: 1. Ich lerne weiter programmieren, was nie schlecht ist, besonders nicht für mein Projekt 2. Ich kann potenziellen Techies besser auf Augenhöhe begegnen. 3. Falls ich überhaupt gar kein geeigneten Kandidaten finde, müsste ich irgendwann an den Punkt kommen auch das Backend irgendwie hinzukriegen (man muss die Zeitachse ja nur lange genug machen :P ) .
Somit würde ich quasi eine zweigleisige Strategie fahren.

Das war es jetzt erstmal wieder von mir und wie immer bin ich sehr dankbar für Vorschläge(gar eventuell Backend völlig weglassen und nur auf Frontend gehen, um dort "gut" zu werden und dann nach einem "Backend-Programmierer" suchen?), Antworten oder Feedback. Auch solche Beiträge die einfach nur ihr Interesse oder Erfolgswünsche beeinhalten lese ich immer sehr gerne.

Bleibt gesund :)


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Was war denn der Grund dafür, dass er aufgehört hat? Gerade wenn er beteiligt ist und nur noch kurze Zeit benötigt? Irgendwie muss er ja den Glauben daran verloren haben oder die Zeit anders als du eingeschätzt haben.

Wenn man etwas im Internet findet, dann sollten es doch Programmierer/Informatiker sein. Du darfst nur nicht zu hohe Anforderungen haben, weil die arbeiten für ganz andere Summen. An der Uni/FH wäre mein Anlaufpunkt...


Antwort
Zitat
Kampfschildkroete
Beigetreten: 05.06.2006

Original von AyCaramba44
Was war denn der Grund dafür, dass er aufgehört hat? Gerade wenn er beteiligt ist und nur noch kurze Zeit benötigt? Irgendwie muss er ja den Glauben daran verloren haben oder die Zeit anders als du eingeschätzt haben.

Wenn man etwas im Internet findet, dann sollten es doch Programmierer/Informatiker sein. Du darfst nur nicht zu hohe Anforderungen haben, weil die arbeiten für ganz andere Summen. An der Uni/FH wäre mein Anlaufpunkt...

Ist die Frage was man möchte:
- einen stumpfen Coder findet man wie Sand am Meer. Gibt auch Plattformen die Leute aus der ganzen Welt vermitteln. Bei den Preisen dort, bekommt man auch Tränen in den Augen als Deutscher Informatiker für was dort gearbeitet wird. Dort sollte man aber entweder sehr genau wissen was man möchte und/oder die Qualität bewerten können. Wie überall kann man aber auch dort Glück haben.
- jemanden der einen auch bei der Auswahl der Plattform und Technik berät.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Wenn du kein Geld investieren kannst/möchtest, dann bist du eben ziemlich limitiert und bei Studenten sind häufig noch welche dabei, die aus Spaß mitmachen und Zeit haben. Man könnte auch sagen dumm/naiv. Das wird danach direkt sehr schwierig und in meinen Augen unmöglich bei diesem Projekt (ohne Geld).


Antwort
Zitat
Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von AyCaramba44
Wenn du kein Geld investieren kannst/möchtest, dann bist du eben ziemlich limitiert und bei Studenten sind häufig noch welche dabei, die aus Spaß mitmachen und Zeit haben. Man könnte auch sagen dumm/naiv. Das wird danach direkt sehr schwierig und in meinen Augen unmöglich bei diesem Projekt (ohne Geld).

Wieso ist man gleich naiv oder dumm, wenn man als Student unentgeltlich jemand anderem hilft? Um ein guter Programmierer zu werden, braucht man vor allem viel Praxis und davon bekommt man in der Uni meistens viel zu wenig. Da ist es durchaus naheliegend in seiner Freizeit ein paar private Projekte umzusetzen und wenn diese dann noch jemand anderem nutzen, dann ist das doch um so besser.

// EDIT
Ich könnte evtl. sogar selber beim Backend einrichten behilflich sein, je nach dem was getan werden muss. Vielleicht könnte OP mal ein grobes Anforderungsprofil posten, dass man in etwa weiß, was getan werden muss und wieviel Aufwand das ist.


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

Weil du als Student normal gut Geld gebrauchen kannst und immer die Chance hast für Geld zu arbeiten. Außerdem machst sich eine Firma im Lebenslauf dann auch gleich besser als wenn man jemanden ohne Firma "hilft". Gleichzeitig die Chance für eine Übernahme. Ich sehe einfach wenig was für ein 1-Mann Projekt spricht, wenn man nicht gerade an die Idee glaubt und Anteile bekommt.


Antwort
Zitat
JonnyOh
Beigetreten: 25.09.2008

Original von Kampfschildkroete

Original von AyCaramba44
Was war denn der Grund dafür, dass er aufgehört hat? Gerade wenn er beteiligt ist und nur noch kurze Zeit benötigt? Irgendwie muss er ja den Glauben daran verloren haben oder die Zeit anders als du eingeschätzt haben.

Wenn man etwas im Internet findet, dann sollten es doch Programmierer/Informatiker sein. Du darfst nur nicht zu hohe Anforderungen haben, weil die arbeiten für ganz andere Summen. An der Uni/FH wäre mein Anlaufpunkt...

Ist die Frage was man möchte:
- einen stumpfen Coder findet man wie Sand am Meer. Gibt auch Plattformen die Leute aus der ganzen Welt vermitteln. Bei den Preisen dort, bekommt man auch Tränen in den Augen als Deutscher Informatiker für was dort gearbeitet wird. Dort sollte man aber entweder sehr genau wissen was man möchte und/oder die Qualität bewerten können. Wie überall kann man aber auch dort Glück haben.
- jemanden der einen auch bei der Auswahl der Plattform und Technik berät.

Alle Tech-Projekte/Startups die ich kenne, haben einen talentierten Techniker/Programmierer on Board. Mit einem schlechten bzw. schlampigen Programmierer springt man nicht weit, und meiner Meinung nach sind richtig gute Entwickler fast nicht mehr zu bekommen.


Antwort
Zitat
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Dann mal der Reihe nach und danke für das rege Interesse und die Diskussion. Schaue hier gerne rein.

@Gründe für den Ausstieg:
Ich möchte ungerne zu sehr auf Details eingehen und ich habe mich in dem Post bewusst etwas "vage" ausgedrückt. Er hat halt geäußert, dass ihm meine Performance/Priorisierung nicht ausreichte (da hat er auch definitiv Recht und da muss ich noch hart an mir arbeiten) und als das dann Thema wurde, kamen wir eben beide darauf, dass er eher bereit ist gewisse Grenzen zu überschreiten(weil er es auch als notwendig erachtet, wenn man auch nur eine Chance darauf haben will ganz oben mitzuspielen - es ist halt ein ganz anderes Mindset) und ich gewisse Grenzen sehe die ich nie langfristig überschreiten möchte. Hoffe es ist jetzt etwas klarer und falls nicht, ist das auch etwas Absicht. Immerhin sehe ich das auch als Gespräche die unter 4 Augen geführt wurden und selbst wenn er hier nicht genannt wurde, möche ihm den entsprechenden Respekt entgegen bringen, den er meiner Meinung nach mit seiner fairen Art mehr als verdient hat. Denn ich finde es sogar sehr gut von ihm, dass er jetzt ausgestiegen ist. Er hatte erst noch überlegt mit mir den MVP durchzuziehen und sich dann zu verabschieden. Das wäre für mich aber der absolute worst-case gewesen und wenn ich rausbekommen hätte, dass er das im Vorfeld gewusst hätte, wäre ich eventuell sogar etwas sauer geworden. Meiner "Startup-Erfahrung" nach gibt es nämlich keinen schlimmeren Zeitpunkt als kurz nach Launch:

Pre-Launch: Noch ist keine Dynamik entstanden und man kann sich neu sortieren und "aufbauen." (Fast der beste Punkt)
Post-Launch mit einiger Zeit am Markt: Man hat bestenfalls schon etwas Reputation aufgebaut und ggf. auch schon ganz andere Mittel um Ersatz zu finden. Außerdem gibt es eventuell auch schon noch andere Leute im Team die den Ausfall kurzzeitig mal kompensieren können. (Ohne da gewesen zu sein, denke ich dennoch handelbar)
Launch: Man ist gerade am Markt, die ersten Nutzer kommen und du kannst das Produkt auf einmal gar nicht mehr steuern und weiterentwickeln, obwohl es gerade da am aller wichtigsten ist. Man hat quasi nur eine sehr kurze Zeit um Ersatz zu finden, hat aber weder den Proof-of-Concept, noch Mittel, noch Reputation. (Gefahr des Totalcrash)

Ob jetzt eventuell noch andere Gründe die er mir nicht genannt hat eine Rolle gespielt haben (er sah z.b. schon noch etwas mehr Arbeit notwendig als ich) kann ich nur vermuten und möchte ich ebenfalls ungerne hier ausdiskutieren. Bitte seht das nicht als Arroganz oder "Möchtegerngeheimniskrämerei"(immerhin waren wir ja noch kein richtiges angemeldetes Unternehmen), sondern eher als meinen Grundsatz Fairness mit Fairness zu behandeln. Auch wenn ich die Neugier nachtürlich nachvollziehen kann.

@Warum steigt man aus, wenn das Produkt fast fertig ist?
Das Produkt war nicht fertig. Es wäre der MVP gewesen. Es wird wenn dann ein Lifetimeprojekt sein, welches mindestens 8-10 Jahre dauern wird(das wussten wir beide). Wir haben auch mal mit Zahlen gespielt, wie viele Nutzer man bis wann erreichen möchte oder für realistisch hält und das schöne an Plattformen ist, wenn man einen gewissen Punkt erreicht hat, dass dann das "automatische" exponentielle Wachstum einsetzt. Diese kritische Masse zu erreichen ist aber imo sehr sehr schwer und das allerschwierigste am Aufbau einer Plattform. Sprich die ersten Jahre muss man noch Autor um Autor einzeln ansprechen müssen und so langsam und mühselig aufbauen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn das Ding gelauncht wird und ich kann euch 9 Monate später schreiben, wir haben jetzt die 1 Mio Nutzer geknackt, solche Verläufe sind aber imo eher die absoluten Ausnahmen außer man investiert sehr viel Geld in Marketing und setzt nicht nur auf organisches Wachstum (was mir sehr wichtig ist, um eine gewisse Qualitätskultur zu etablieren).

Daher wusst er: Ja, ich hätte zwar Anteile gehabt. Aber nur weil ich bis zum MVP-Launch dabei bin, werden die nicht auf einmal Summe x wert. Sondern die eigentlich arbeitet dauert noch viel länger. Und diese Reise wollte er nach langer Abwägung nicht gemeinsam mit mir gehen.

@Programmierer-Suche:
Und damit schließt sich auch etwas der Kreis: Ich danke wirklich für die Vorschläge und auch Hilfsangebote und ich habe auch schon überlegt, jetzt "einfach" online den nächsten Techie zu suchen. Ich bin da auch nicht abgeneigt. Nur muss es halt wirklich passen und zwar auch longterm (das heißt Minimum 5 Jahre). Klar, weiß man sowas nicht im Vorfeld und muss es auch etwas auf sich zukommen lassen. Aber eine Mitgründerbeziehung ist wie eine Ehe und man heiratet ja selten jemand den man nur kurz kennt (wie gesagt bei ihm war ich voreiliger, weil seine Vita mir gezeigt hat was für ein Typ er ist bzw. sein kann und würde die Entscheidung jederzeit wieder so treffen) und erst Recht nicht jemanden, der im Vorfeld sagt, ich wäre nur für ein paar Monate dabei.
Das soll jetzt überhaupt nicht undankbar oder so rüberkommen. Ich weiß es wirklich sehr zu schätzen, dass Leute ihre Unterstützung anbieten und wenn es um gewisse Teilbereiche geht, kann ich mir sowas auch vorstellen. Aber wenn es um das Backend als Ganzes geht, ist das etwas zu elementar. Nur wenn es um DEN Techie im Gründungsteam geht, würde es zwar kurzfristig dem Projekt helfen, langfristig wäre es imo aber extrem kontraproduktiv. Daher möchte ich auch ungerne jemand von einer "Suchplattform" nehmen oder gar jemand eine Auftragsarbeit erstellen lassen(den ich eh nicht bezahlen könnte).
Ich brauche halt langfristig einen Techie im Gründerteam, der auch bereit ist sich dem Projekt zu verschreiben(sprich mindestens 15h die Woche da rein zu investieren möchte). Ohne den wird es nicht möglich sein ein Techunternehmen zu gründen .

Den Vorteil, denn ich halt bei realen Veranstaltungen sehe ist, dass ich gleich auf einem ganz anderen Level connecten kann + ich generell mal etwas Kontakte in die Techieszene knüpfen möchte. Außerdem merke ich wie programmieren mir sogar immer noch Spaß macht, was man bei solchen Events ja glaube ich auch weiter lernen kann. Ich gehe auch davon aus, dass selbst wenn ein Techie ins Team kommt ich von Frontend und dem Coden direkt völlig Abstand nehmen kann. Wie glaube ich hier vorher schon einmal angedeutet, macht es imo zeittechnisch nicht so viel Sinn, wenn man eine Webseite hat und ein Zwei-Mann-Team ist, dass der eine nur Business macht und der andere nur coded. Sondern, dass die Arbeit im Code wichtiger und wertvoller ist, denn ein gutes Produkt ist einfacher zu verkaufen als ein schlechtes. Daher plane ich auch die erste Zeit definitiv noch etwas mitcoden zu "müssen" bzw. zu können.

@Anforderungen:
Der Plan sieht momentan vor, dass Frontend mit HTML/CSS und JS zu realisieren. Noch arbeite ich mit keinem Framework und schreibe alles selber. Bin mir auch unsicher ob ich überhaupt eins "brauche". Da ich irgendwie eigenen "Code" mehr mag. Denke aber dass es wohl zum modernen Frontend dazu gehört und gerade wenn man irgendwann wachsen möchte, ist es für die Neuen dankbarer wenn nicht alles im plainen Code geschrieben ist.

Backend habe ich noch überhaupt gar kein Plan, außer dass die Seite dann auf AWS Servern laufen soll. Anscheinend kann man ja sogar Backend auch mit JS (ich glaube Node ist das Zauberwort :P) realisieren, wobei ich da schon fast eher zu Python tendieren würde, da man damit wohl alles machen kann und es auch mein generelles technisches Verständnis nochmal erweitern sollte.

Falls du jetzt noch spezifischere Antworten meinst:
- Man soll sich registrieren können (also Nutzerdatenbank).
- ein Profil erstellen
- Texte hochladen (hier die Texte auch per Kategorien, Tags und Quersuche von Suchbegriffen aufindbar machen. Textdatenbank)
- Bewerten (also zuordnen welcher Nutzer, welchen Text wie bewertet hat + die Bewertungen auch an den jeweiligen Text "anbinden")
- Nachrichten senden und empfangen (nicht im MVP)
- Unternehmenmails versenden und schicken können
- Kommentarfunktion unter den Texten
- Statistiken per Cookies mittracken (Lesezeit der Nutzer, wie hat der Nutzer sich auf der Seite bewegt usw.)

Hoffe ich habe alle Fragen jetzt halbwegs zufriedenstellend beantwortet.


Antwort
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sreasonRNMD
Beigetreten: 13.02.2007

Ohne den ganzen Thread gelesen zu haben stellt sich mir die Frage, warum du das Rad neu erfinden willst für Features, die eigentlich jedes CMS mitbringt? Ist ja nun absolut nichts außergewöhnliches was du da vorhast und ein CMS lässt sich auch "biegen".


Antwort
Zitat
AyCaramba44
Beigetreten: 27.04.2010

#
Habe ich ja ja auch irgendwann schon mal erwähnt. Geht sehr viel schneller, man findet viel eher jemanden der sich da etwas auskennt und gleichzeitig wird auch alles ziemlich sicher funktionieren. Wenn da jemanden eigenen Code zusammenbastelt, will ich nicht Wissen wann die Plattform gehackt wird. Schon jetzt sollte man bei jeder Zeile darauf achten. Heißt natürlich nicht, dass Joomla und Co. super sicher sind, aber richtig eingerichtet und gepflegt ist die Sicherheit ordentlich.

PS: Anpassen kann man dann ja immer noch alles nach belieben.


Antwort
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Zatox11
Beigetreten: 09.01.2011

Original von slevink23
Der Plan sieht momentan vor, dass Frontend mit HTML/CSS und JS zu realisieren. Noch arbeite ich mit keinem Framework und schreibe alles selber. Bin mir auch unsicher ob ich überhaupt eins "brauche". Da ich irgendwie eigenen "Code" mehr mag. Denke aber dass es wohl zum modernen Frontend dazu gehört und gerade wenn man irgendwann wachsen möchte, ist es für die Neuen dankbarer wenn nicht alles im plainen Code geschrieben ist.

Auf diese Frage gibt es tatsächlich eine eindeutige Antwort und diese lautet: Ja! "Vanilla Javascript" bietet sich wirklich nur für Lernzwecke oder sehr kleine Anwendungen ohne Wachstumsambitionen an. Alles andere ist auf Dauer nicht maintainable, denn egal wie gut strukturiert man sich vornimmt zu arbeiten, der Code wird früher oder später messy. Du musst dir ein Framework als Werkzeug vorstellen. Bei einem Heimwerkerprojekt kommt auch niemand auf die Idee auf Akkuschrauber, Säge, Maßband etc. zu verzichten nur um alles selber zu machen.

Original von slevink23
Backend habe ich noch überhaupt gar kein Plan, außer dass die Seite dann auf AWS Servern laufen soll. Anscheinend kann man ja sogar Backend auch mit JS (ich glaube Node ist das Zauberwort :P) realisieren, wobei ich da schon fast eher zu Python tendieren würde, da man damit wohl alles machen kann und es auch mein generelles technisches Verständnis nochmal erweitern sollte.

Bei deinem Anforderungsprofil sollte NodeJs die bessere Wahl sein, da es aufgrund der Asynchronität ideal für Anwendungen ist, bei denen möglicherweise viele Requests in kurzer Zeit abgearbeitet werden müssen, die aber alle für sich genommen nicht viel CPU Leistung benötigen.


Antwort
Zitat
RaiserBlade
Beigetreten: 17.10.2007

Um ehrlich zu sein, denke ich aufgrund deiner aussagen, dass du fachlich noch relativ weit von dem Punkt entfernt bist, eine Plattform entwickeln zu können.
Ich empfehle dir nochmal, dich mit dem MERN- oder MEVN-Stack zu befassen. Damit kannst du deine Idee umsetzen


Antwort
Zitat
KingGani
Beigetreten: 08.06.2007

Zumal wirklich ohne Framework zu arbeiten keinen Sinn macht. Nutze Frameworks und spar dir die Arbeit das Rad neu zu erfinden. Und wenn du das Frontend wirklich von Scratch (ob mit oder ohne Framework) baust. Dann greif wenigstens auf ein CMS zurück. Mit der Backendthematik hast du nochmal ein ganz anderen Themenkomplex, das bekommst du nur mit einem erfahrenen Fullstack Entwickler sinnvoll hin. Du willst ja auch nicht die ganze Plattform auf Chaoscode ausbauen, welcher nach 2 Jahren total buggy, unwartbar ist und Sicherheitslücken ohne Ende aufweist.
Gibt ja mittlerweile auch viele Headless CMS Systeme, welche da ggf. das Richtige sind.

Mal abgesehen davon gibt es zu einzelnen Funktionalitäten ja entweder im Framework bereits Funktionen oder Bibliotheken, welche du einbindest und anpasst. Das ist eigentlich best practise am Markt. Es ist einfach selten, dass man irgendwas von Scratch entwickelt, wenn es nicht bereits eine gute Library dazu gibt.

Backend habe ich noch überhaupt gar kein Plan, außer dass die Seite dann auf AWS Servern laufen soll.

Warum das?


Antwort
Zitat
MisterB
Beigetreten: 23.04.2006

Firebase.


Antwort
Zitat
slevink23
Beigetreten: 08.02.2011

Hallo,

ich weiß jetzt nicht ob jemand hier überhaupt noch ein Update interessiert oder die Leser schon weitergezogen sind. Ich schreibe trotzdem mal ein bisschen was und wer Lust hat kann es sich ja geben. Vorweg, es wird nur am Rande konkret um das Projekt gehen, sondern etwas persönlicher (falls euch sowas stört oder langweilt, dann würde ich das in Zukunft rauslassen).

Die letzten Monate waren bezüglich des Projekts leider nicht sehr ertragreich (ehrlicherweise müsste man sogar tot). Das tat und tut mir immer noch ziemlich weh, allerdings habe ich gemerkt, dass die Endphase meines Masterstudiums + dieses Projekt sich nicht vertragen haben/hätten. Gerade weil ich nicht nur irgendwie durchkommen möchte, sondern schon noch einen gewissen Schnitt anstrebe (jetzt kein sehr gut aber zumindest unter 2). Ich habe halt gemerkt, wie ich beim Unikram unterbewusst und teils sogar bewusst über das Programmieren und dieses Projekt nachgedacht habe und während ich Programmieren lernen wollte habe ich an Unikram gedacht. Daher habe ich mich entschieden jetzt erst einmal auszusetzen bis ich meine Thesis abgegeben habe und dann wieder "clean" zu starten.

Zusätzlich habe ich die ersten Bewerbungen für Teilzeitstellen rausgeschickt und bisher nur positive Resonanz erhalten. Das freut mich natürlich, mir ist aber auch bewusst, dass es eben nur Teilzeitstellen waren und keine sehr angesehenen Vollzeitstellen für BWLer. Dennoch habe ich etwas das Gefühl, dass sich meine Mühe der letzten Jahre etwas auszahlen (bezüglich persönlicher Weiterentwicklung), trotz Corona zumindest bei Ersteindruck ganz okay wegzukommen. Das freut mich natürlich.

Aber, wie immer gibt es ein aber und eine werden sich beim mitlesen natürlich zu Recht fragen: Was macht er denn mit seiner ganzen restlichen Zeit? Und da muss ich mir wie hier schon öfter eingestehen, dass dieses Leistungsniveau noch lange nicht ausreichend ist, zumindest nicht für das was ich vorhabe. Das bin ich mir durchaus bewusst. Ich möchte jetzt auch nicht mit irgendwelchen Rechtfertigungen oder Ausreden kommen. Da hätte einfach mehr kommen können und eigentlich auch müssen.

"Mimimi" - wie geht es jetzt also weiter:
Es bleibt dabei, dass ich mir eine Teilzeitstelle suche (zwischen 50-80%, ich tendiere eher zu weniger). Als Sweetspot habe ich hier die Arbeit in einem Gründungszentrum von Hochschulen identifiziert: Denn so kann ich selbst während der Arbeitszeit meiner Leidenschaft nach Startups nachgehen und gleichzeitig sicherlich auch Dinge für mein eigenes Projekt mitnehmen. Des Weiteren wenn ich für die Arbeit Netzwerke oder gar selbst Netzwerke aufbaue, wird das meinem Projekt sicherlich auch nicht unbedingt schaden. Ich kann quasi ein bisschen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Eventuell komme ich so sogar in Kontakt mit einem gründungsinteressierten Techie. Ein weiterer Vorteil ist, dass selbst wenn mein Projekt scheitert (wo ich immer noch stark von ausgehe, selbst wenn ich in den Knick komme) ich mein Profil weiter in eine Richtung verschärft habe, die falls es mit der eigenen Gründung nix wird immer noch ganz interessant finde (sowas wie z.B. VCs). Mit der Wahl bin ich also ganz zufrieden und würde mich freuen wenn es klappt.

Was mache ich dann mit der restlichen Zeit?
Programmieren lernen. Ich bin mir halt noch unsicher wie viele Stunden ich dann wirklich effektiv die Woche daran arbeiten kann (15-20h plane ich schon ein), allerdings kann ich mir schon vorstellen, dass auch wenn die Uni eventuell Zeittechnisch weniger intensiv ist als ein Job, dennoch die gleichen Ressourcen verbraucht werden, die ich für das Programmieren lernen brauche. Ich sehe es schon als etwas anderes an ob ich jetzt irgendwo eine Arbeit habe in der irgendwas organisiert wird und eben auch mal Leerlauf ist oder ich tagsüber erst irgendwelche Fachpaper zusammenfassen und strukturieren muss (oder gar noch für Klausuren lernen) und dann Abends mir noch eine "Online-Vorlesung" reinballern will, wo das Grid-System erklärt wird. Da war mein Eindruck, dass sich diese Tätigkeiten kognitiv zu sehr geähnelt haben. Da ich quasi immer nur was neues gelernt habe und anwenden musste und nie mal etwas kognitiv "abschalten" konnte.

Nun aber nochmal zu den Fragen:
@ Warum nicht irgendein Baukasten oder andere "Abkürzungen" nehmen?
Über die Frage habe ich die letzten Monate sehr viel nachgedacht und während ich anfänglich mit einer gewissen Arroganz darauf gepocht habe, dass ich ja "richtig" coden will und es auch ordentlich haben will, ist möglich, dass ich mich dort irre und eventuell der Weg, erst einmal einen MVP mit einem Baukasten oder so zu realisieren der smartere wäre. Will da also meine Entscheidung nicht als unbedingt richtige darstellen. Dennoch gibt es für mich zwei Gründe, warum ich zumindest erstmal an meinem Weg festhalten will:
1) Ich sehe das Programmieren lernen nicht nur als Skill für das Projekt, sondern auch ich selbst merke, wie ich selbst "technischer" Denken kann. Langfristig (und so versuche ich fast immer zu denken) würde ich mich extrem freuen, wenn ich irgendwann sowohl ein bisschen Techiekram kann, aber gleichzeitig das betriebswirtschaftliche Handwerk mitbringen kann. Diese Kombination macht für mich auch den "besten" Gründer aus. Klar irgendwann kann und sollte sich die Tätigkeit verlagern aber gerade in der Anfangsphase finde ich es als "CEO" einem Webanwendung nicht ganz verkehrt zumindest auch halbwegs zu wissen was da abgeht. Generell denke ich das Longterm ein gewisses technisches Verständnis extrem wertvoll ist und die Exitmöglichkeiten in die Wirtschaft (falls man doch "klassischer" werden will) sehr viel mehr und interessanter werden. Außerdem macht es mir auch wirklich Spaß, was zu "schaffen".

2) Ich habe ja im Rahmen der Konkurrenzanalyse ein paar Homepages gefunden, die auch aus einem Baukasten oder dergleichen zu sein schienen: Und ja, für den absoluten Anfang oder wenn man wirklich nur eine eigene Unternehmensseite oder Blog haben möchte, ist das auch völlig ausreichend. Nur wenn man wirklich was vernünftiges und eigenes erstellen möchte, finde ich das nicht sehr zielführend. Eventuell nutzen diese Leute auch den Baukasten nur nicht richtig und damit kann man doch voll die fancy Sachen erstellen und mega indiviualisieren, allerdings habe ich bis jetzt noch nix gesehen, wo ich mit zufrieden war.
Und ich finde es auch komisch so ein ambitioniertes Projekt vorzuhaben und dann nachher will man z.B. statt der Sterne Buchseiten als Wertungseinheit oder z.B. will ich den Stern in der Mitteam größten und nach außen hin immer kleiner werdend(also ein Gegenbias gegen polarisierende Wertungen) und dann geht es nicht, weil der Baukasten es doch nicht hergibt.

Kann aber auch sein, dass ich gerade in diesen Fehler reinlaufe:

Anderseits sagt man ja z.B. Tesla oder Apple (will mich jetzt nur ungerne mit denen vergleichen :P) nach, dass deren Stärke halt ist, dass es eben alles von Grund auf aus einer "Hand" kommt und eben nicht nur das zusammensetzen von Einzelkomponenten ist. Ich denke halt das steinigere und "schwierigere" Weg am Ende eben zielführender ist, als immer nur die Abkürzungen zu suchen. Wie aber gesagt ich mag mich irren, sehe aber bei einem Webprojekt, die Programmierskills schon als wichtiges Asset die internalisiert werden sollten.

@Backend bei AWS:
Das ist jetzt nicht in Stein gemeißelt und gibt auch noch andere gute Anbieter. Nur wurde mir das empfohlen und fand es auch schlüsselig. Da es eben ein Mittelding ist zwischen eigenen Server oder sowas wie "Strato" oder dergleichen eine Homepage zu hosten. Außerdem ist es nice, dass bei diesen Clouddiensten die Kosten bei geringen Traffic (also auch noch keine Einnahmen oder Bedarf nach Investoren) gering sind, man aber sehr schnell ohne Probleme hochskalieren kann, wenn eben der Traffic "explodieren" sollte. Auch wenn natürlich ein bisschen die Gefahr des Lock-in Effekts besteht.

So nun aber genug wall of Text und wünsche allen noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund.

PS: Wenn keine ganz konkreten Fragen sind, werde ich erstmal bis Mai nichts mehr updaten (weil es auch nicht wirklich was zu berichten geben wird) und dann überlege ich ob ich dann wenn Interesse besteht hier update oder gar einen richtigen Blog im Forum einrichte.


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