@Fle4: ja, das stimmt, einige Distributionen bieten das an, also dass man z.B. https://www.linuxliveusb.com/ verwendet um das ISO auf einen Stick zu flashen - und dann kann man direkt vom Stick booten - ohne das vorerst die verbauten Festplatten "angegriffen" werden - meist hat man dann direkt die Moeglichkeit zum Installieren des Betriebssystem wenn es einmal in die GUI gebooted hat - von Ubuntu kenne ich das zumindest so.
Womit Fle4 auch recht hat ist der Fakt, dass Linux oft aeltere Hardware out of the Box unterstuetzt - ohne irgendwelche Anforderungen an z.B. TPM zu stellen wie Windows 11 das ja auch macht. Welche Security Einschraenkungen das vielleicht mit sich bringen kann muss allerdings jeder selbst abschaetzen.
Ich habe zwar keine Erfahrung mit Arch Linux - aber irgendwie habe ich im Kopf, dass das eher die Nerd-Variante ist welche dir sehr viel abverlangt wenn du verschiedene Dinge umsetzen willst - aber an der Dokumentation und der Community scheitert es sicherlich nicht.
Welche Distribution du verwenden willst haengt aus meiner Sicht stark mit deinen Anforderungen an das Betriebssystem zusammen.
Willst du z.B. mit lokalen LLM Modellen herumprobieren oder vielleicht sogar selbst mit Machine Learning, Reinforcement Learning und dergleichen herumprobieren - und hast vielleicht eine Nvidia Grafikkarte, dann wird Ubuntu wahrscheinlich die beste Loesung sein - da dies am Verbreitetsten ist.
Generell wirst du fuer Ubuntu die meisten Tutorials finden und es wird sich auch am "komfortabelsten" anfuehlen wenn du direkt einsteigen willst.
Mint ist sicherlich auch geeignet fuer den schnellen Einstieg, da ist aber Vorsicht geboten bei der Auswahl der Version bezueglich Support - also wie lange es Updates gibt fuer die jeweilige Version - bei Ubuntu gibt es da immer LTS (Long-Time-Support) Versionen die ueber mehrere Jahre hinweg Updates erhalten.
Ressourcenschonend und auch mit einer breiten Community waeren da noch Fedora und Debian - wobei sich diese aber grundlegend unterscheiden, sie verwenden andere Paketmanager und es ist daher oft eine Philosophiefrage, fuer welches man sich entscheidet. Dadurch dass Fedora z.B. die Opensource Variante vom kommerziellen RedHat ist, wirst du dazu sicherlich auch sehr viel Material finden.
Wie das jeweilige Linux aussieht (also die grafische Oberflaeche) liegt eigentlich ganz bei dir, die meisten Distributionen unterstuetzen verschiedenste Desktop Environments, da muss dann jeder selbst entscheiden, was er will und was der Desktop Manager bieten soll (z.B. Gnome, KDE, XFCE, LXDE, Mate). Viele davon bieten fast undendliche Moeglichkeiten zur Customization - manche brauchen mehr Resourcen, manche weniger, du kannst oft alles einstellen, die breite der Taskbar, die Anzahl der Taskbars, die groesse der Icons, Schriftart, Farben usw.
Wie oben geschrieben gibt es aus meiner Sicht kein "one size fits all" - abhaengig davon wie viel Zeit du investieren willst oder kannst und wie technisch versiert du bist, bieten sich dir eben sehr viele Moeglichkeiten. Ein guter Start ist z.B. Ubuntu aber sicherlich wenn es um Komfort und Flexibilitaet geht, es gibt ein "Software Center" (oder wie das auch heisst) - aehnlich dem App Store - wo du z.B. Programme per Mausklick nachinstallieren kannst - dann sparst du dir die Command Line.
Wahrscheinlich wirst du viele unterschiedliche Meinungen hoeren, abhaengig davon mit wem du redest - und natuerlich sind auch alle Meinungen berechtigt und wahrscheinlich plausibel. Die meisten werden einen unterschiedlichen Zugang haben zu Linux - und unterschiedliche Erfahrungen - und dadurch, dass die Auswahl so gross ist und es wahrscheinlich keine Distribution so weit verbreitet ist wie z.B. MacOS und Windows, sind die Erfahrungen anders.
Wenn jemand gerne herumbastelt und "gute Nerven" hat wenn es mir irgendetwas Probleme gibt, dann wird er/sie viel Freude haben mit Linux, wenn jemand aber mit der Intention "ich schalte den Computer ein und erwarte mir, dass alles funktioniert" hingeht, dann ist MacOS oder Windows sicherlich die bessere Wahl. Die Performance von z.B. laengeren ChatGPT Unterhaltungen und verschiedenen Websiten ist meiner Erfahrung nach definitiv auf Windows besser (im Vergleich zu Ubuntu 24.04 und Firefox-ESR).
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