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Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

In einer Pressekonferenz hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gemeinsam mit dem Virologen Hendrik Streeck von der Universität Bonn und weiteren Experten ein Positionspapier zu den Maßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland vorgestellt. Der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Gassen, stellte dabei klar, dass die von der KBV vertretene Ärzteschaft eine andere Heransgehensweise für sinnvoll halte als die Regierung. Es gehe nicht darum, zu verharmlosen. Man könne aber kein ganzes Land oder einen ganzen Kontinent in ein künstliches Koma versetzen, zumal etwa ein Impfsstoff noch weit entfernt sein dürfte.

https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-news-neuinfektionen-deutschland-1.5093731

Aus dem Positionspapier:

Es gibt keine einheitliche wissenschaftliche Grundlage für die Bewertung des Pandemieverlaufs und die
Ableitung von Maßnahmen, die sich allein auf Grenzwerte stützen [...]
Dies gilt umso mehr, als in der jetzigen
Pandemiephase, vielerorts notgedrungen, weniger die Eindämmung durch Kontaktpersonennachverfolgung, als vielmehr die Protektion – insbesondere von Risikogruppen – Priorität haben muss. [...] Daher fordern die Unterzeichner ein bundesweit einheitliches Ampelsystem. [...] Grundlage dieser Corona-Ampel müssen alle relevanten Kennzahlen wie Infektionszahlen, Anzahl der durchgeführten
Tests, stationäre und intensivmedizinische Behandlungskapazitäten bilden. [...]
Wir setzen auf Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung anstelle von Bevormundung.
Verbote oder Bevormundung haben eine kurze Halbwertszeit und entsprechen nicht unserem Verständnis
einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. [...]
Es ist für die Unterzeichner unstrittig, dass der Fokus im weiteren Verlauf der Pandemie auf dem Schutz von
Risikogruppen liegen muss. Gleichwohl müssen wir darüber nachdenken, wie eine Isolation ganzer
Bevölkerungsgruppen gegen den eigenen Willen verhindert werden kann. Aus unserer Sicht wurde es über
die Sommermonate leider versäumt, analog zu den Konzepten der Arztpraxen maßgeschneiderte und
allgemeingültige Präventionskonzepte für vulnerable Gruppen zu entwickeln. [...]
Wir wissen derzeit nicht, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden, ohne dass dadurch ein
erhöhtes Infektionsrisiko oder Infektionsgeschehen entsteht. Dies muss aber definiert werden, um im
Frühjahr bestimmte Veranstaltungen wieder zulassen zu können. Daher sollten Veranstaltungen mit
Hygienekonzepten und Teststrategien unter wissenschaftlicher oder gesundheitsamtlicher Begleitung
durchgeführt werden, um herauszufinden, ob das Risiko einer Virusübertragung überhaupt in relevantem
Umfang besteht

https://www.kbv.de/html/48910.php

Cliffs:
Professor für Spieltheorie, fasst phänomenologische Studien zusammen, mit dem Ergebnis, dass das Virus sich weltweit bis zu einem bestimmten Plateau ausgebreitet hat und die Ausbreitung danach zurückging, unabhängig der getroffenen Maßnahmen.


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

ganz ehrlich shadiii, das ist mir zu platt was du da schreibst. allein das argument "hätten wir uns mal alle mehr an die regeln gehalten" die politik kann ja nichts dafür ist so einseitig und nicht mal belegbar. die ganzen großen ausbrüche die mann kennt waren in schlachtbetrieben wo die politik seit jeher die augen vor den schlimmen bedingen zu macht oder bei großen familienfeiern die meistens im rahmen der regeln waren. die politik hat den ganzen sommer einfach versäumt einen vernünftigen plan zu entwickeln wenn es doch so klar war das es im herbst eh wieder hoch geht mit den zahlen. und das die akzeptanz sinkt wenn man wieder mit solchen aktionismus regeln kommt und die immer schön um 4 wochen verlängert ist doch wohl klar. auch diese sturrheit keinen meter vom weg abzuweichen und dabei eben gasto, eventbranche und junge menschen quasi links liegen lässt hilft nicht grade dabei vertrauen aufzubauen.

und ich sag das als einer der extrem wenige soziale kontakte pflegt aktuell und auch im büro viel abstand halten kann. wenn ich mal unter vielen leuten war hab ich mich selbst isoliert danach. ich weiß auch das ich mit der situation klarkomme auch wenn ichs scheiße finde. aber dann zu sagen mecker nicht und akzeptier es halt find ich ne frechheit ehrlich gesagt. außerdem bin ich ne linke socke die es einfach scheiße findet wenn leute die nichts dafür können immer als sündenböcke hingestellt werden, das ist so billig von der politik.


Antwort
Zitat
shaddiii
Beigetreten: 05.04.2009

schmandbacke, ich sage eben nicht, dass wir uns alle mehr an die Regeln hätten halten sollen, sondern dass einem der Hausverstand schon sagt, dass freiwilliges Social Distancing sinnvoller ist, als auf die nächste Regelwelle zu warten und dann immer irgendwas zu suchen, über das man sich beschweren kann. Ich betone Eigenverantwortung. Scheinbar hast du mein Posting nicht richtig gelesen.

Die Mehrheit der Kritik an Maßnahmen kommt entweder aus Unwissenheit, egozentrischer Perspektive oder einem Äpfel-Birnen-Vergleich.


Antwort
Zitat
Egozocker
Beigetreten: 26.08.2006

Original von shaddiii

Die Mehrheit der Kritik an Maßnahmen kommt entweder aus Unwissenheit, egozentrischer Perspektive oder einem Äpfel-Birnen-Vergleich.

Mal ein Beispiel: 4 Menschen arbeiten zusammen in einem Büroraum. Nach Feierabend gehen sie gemeinsam zur U-Bahn und setzen sich dort auf zwei gegenüberliegende Sitzbänke.

Was davon wird demnächst nicht mehr erlaubt sein? Und wo ist das Ansteckungsrisiko am geringsten?


Antwort
Zitat
Fantomas741
Beigetreten: 13.08.2006

Naja wir lüften ja Regelmässig :f_rolleyes:


Antwort
Zitat
meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Original von Topgamer

In einer Pressekonferenz hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gemeinsam mit dem Virologen Hendrik Streeck von der Universität Bonn und weiteren Experten ein Positionspapier zu den Maßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland vorgestellt. Der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Gassen, stellte dabei klar, dass die von der KBV vertretene Ärzteschaft eine andere Heransgehensweise für sinnvoll halte als die Regierung. Es gehe nicht darum, zu verharmlosen. Man könne aber kein ganzes Land oder einen ganzen Kontinent in ein künstliches Koma versetzen, zumal etwa ein Impfsstoff noch weit entfernt sein dürfte.

https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-news-neuinfektionen-deutschland-1.5093731

Aus dem Positionspapier:

Es gibt keine einheitliche wissenschaftliche Grundlage für die Bewertung des Pandemieverlaufs und die
Ableitung von Maßnahmen, die sich allein auf Grenzwerte stützen [...]
Dies gilt umso mehr, als in der jetzigen
Pandemiephase, vielerorts notgedrungen, weniger die Eindämmung durch Kontaktpersonennachverfolgung, als vielmehr die Protektion – insbesondere von Risikogruppen – Priorität haben muss. [...] Daher fordern die Unterzeichner ein bundesweit einheitliches Ampelsystem. [...] Grundlage dieser Corona-Ampel müssen alle relevanten Kennzahlen wie Infektionszahlen, Anzahl der durchgeführten
Tests, stationäre und intensivmedizinische Behandlungskapazitäten bilden. [...]
Wir setzen auf Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung anstelle von Bevormundung.
Verbote oder Bevormundung haben eine kurze Halbwertszeit und entsprechen nicht unserem Verständnis
einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. [...]
Es ist für die Unterzeichner unstrittig, dass der Fokus im weiteren Verlauf der Pandemie auf dem Schutz von
Risikogruppen liegen muss. Gleichwohl müssen wir darüber nachdenken, wie eine Isolation ganzer
Bevölkerungsgruppen gegen den eigenen Willen verhindert werden kann. Aus unserer Sicht wurde es über
die Sommermonate leider versäumt, analog zu den Konzepten der Arztpraxen maßgeschneiderte und
allgemeingültige Präventionskonzepte für vulnerable Gruppen zu entwickeln. [...]
Wir wissen derzeit nicht, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden, ohne dass dadurch ein
erhöhtes Infektionsrisiko oder Infektionsgeschehen entsteht. Dies muss aber definiert werden, um im
Frühjahr bestimmte Veranstaltungen wieder zulassen zu können. Daher sollten Veranstaltungen mit
Hygienekonzepten und Teststrategien unter wissenschaftlicher oder gesundheitsamtlicher Begleitung
durchgeführt werden, um herauszufinden, ob das Risiko einer Virusübertragung überhaupt in relevantem
Umfang besteht

https://www.kbv.de/html/48910.php

Cliffs:
Professor für Spieltheorie, fasst phänomenologische Studien zusammen, mit dem Ergebnis, dass das Virus sich weltweit bis zu einem bestimmten Plateau ausgebreitet hat und die Ausbreitung danach zurückging, unabhängig der getroffenen Maßnahmen.

Der Typ ist in der VWL Community nicht akzeptiert/wird gar nicht mehr ernst genommen/ist total abgedriftet. Nur weil er von Reinhard Selten kommt denkt er, er wärs. Er ist an keiner "richtigen" Uni Professor. Sein Track Record ist total mies, er hat nix geiles veröffentlicht (eine Durchschnittsveröffentlichung mit Güth und dafür, dass Güth echt ein Top Mann ist, ist das mega schlecht). Er arbeitet jetzt auch mit keinem guten mehr zusammen. Das ist das Problem, die Leute denken halt nur weil der Dr./Prof. ist, dass alles was er sagt stimmig ist. Ohne genau die Hintergründe zu kennen ist das auch plausibel. Er zieht halt mit seiner pseudowissenschaftlichen Scheiße die ganze Zunft in den Track. Zu den einzelnen Punkten aus dem Video kann ich vielleicht später detailliert was sagen.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Dutzende Ärzteverbände und Therapeutenvertretungen sowie zahlreiche Experten raten in einem gemeinsamen Appell dringend von einem erneuten Lockdown ab. Es müsse stärker auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung gesetzt und der Schutz von Risikogruppen in den Fokus gerückt werden.

Falls jemand denkt, die Regierung folgt einfach nur immer den "Konsens" von Experten.
Gegenstimmen kommen nicht nur von verrückten Idioten, kann man nicht häufig genug betonen.
Quelle

Original von meistermieses
Ohne genau die Hintergründe zu kennen ist das auch plausibel. Er zieht halt mit seiner pseudowissenschaftlichen Scheiße die ganze Zunft in den Track.

Musste am Ende ganz schön schmunzeln. :f_grin:


Antwort
Zitat
Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Original von Wody

Original von katharz
ja verrückt
haupttreiber wohl altersheime, privater bereich und arbeitsplatz

was wird getan? gyms schließen und restaurants. zeigt mal wieder die hilflosigkeit der regierung und wenn ich das dann noch lese wundert mich nichts:

Statt des vom Bund angestrebten „nahezu kompletten Lockdowns“ solle bei Infektionsherden angesetzt werden: Kubicki fragte, warum Mitarbeiter weiter ungetestet in Alten- und Pflegeheime dürften und dort keine FFP2-Masken verteilt würden.

Laut einer Hochrechnung der Forscherinnen und Forscher wurden 60 Prozent aller Covid-19-Verstorbenen vor ihrem Tod stationär in Pflegeheimen oder ambulant von Pflegediensten betreut.
[...]Damit sei die Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen mehr als 50 Mal so hoch wie beim Rest der Bevölkerung, sagte Co-Autor Heinz Rothgang.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-06/pflege-covid-19-todesfaelle-gesundheitswesen-pflegeeinrichtungen

Schafft man es diese Gruppe durch Schnelltest und Schutzausrüstung effektiv zu schützen halbiert man also die Todeszahlen und entlastet massiv die Intensivstationen.

Jungen Leuten den Besuch im Fitnessstudio oder Breitensport zu verbieten macht keinen Sinn. Viel zielführender wäre es ihnen das gemeinsame Sonntagsessen mit Eltern bzw. Großeltern zu verbieten.

Das hier wäre eine sinnvolle Strategie: https://www.bild.de/geld/wirtschaft/wirtschaft/lockdown-in-deutschland-top-virologen-und-aerzte-mit-anit-lockdown-appell-73630604.bild.html

So einfach.
Und seit März konsequent NICHT durchgesetzt;
stattdessen gilt weiterhin, dass Pflegepersonal sogar nach Kontakt mit Infizierten erst bei Auftreten von Symptomen getestet werden muss!
Über die schlechten Witze, die man Schutzausrüstung nennt (5-Cent-Plastikstreifen über die Augen (auch Brillenträger!) als Spuckschutz, Papiermaske, fertig!) rede ich lieber erst gar nicht.


Antwort
Zitat
p00s88
Beigetreten: 08.09.2007

"Bund will Firmen bei Zwangsschließung 75 Prozent Umsatz ausgleichen
14:32 Uhr

Die Bundesregierung will Firmen entschädigen, die im November wegen der Bekämpfung der Corona-Krise zwangsweise schließen müssen. Finanz- und Wirtschaftsministerium haben nach Angaben aus Regierungskreisen in der Bund-Länder-Schalte vorgeschlagen, dass kleine Firmen 75 Prozent ihres Umsatzes als Entschädigung erhalten sollen.

Für größere Firmen sei ein Betrag von 70 Prozent vorgesehen. Bezugsgröße sei der Umsatz des Vorjahresmonats, hieß es. Ein Teilnehmer zitierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit den Worten: "Die Lage ist sehr, sehr ernst. Wir brauchen tiefgreifende Maßnahmen, die wir finanziell abfedern müssen." Die Kosten habe Scholz für vier Wochen auf sieben bis zehn Milliarden Euro beziffert."

Würde das dann auch Gaststätten zu Gute kommen?


Antwort
Zitat
Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Original von shaddiii
Aber zu verdanken haben wir das nicht der Politik, Virologen oder dem RKI, sondern unserem eigenen Verhalten. Es haben zwischen Juni und September einfach zu viele Menschen so getan, als würde es Corona nicht mehr geben oder als würde nichts passieren. Allen Ratschlägen und teilweise auch klaren Regeln zum Trotz.

Ich wünsche mir, dass die Mehrheit nun einfach mal zusammen hält und selber alles dafür tut, dass die Infektionszahlen runtergehen und das selbst bei Lockerungen auch nachhaltig bleiben.

Da hab ich nichts mehr zu ergänzen!


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006

Original von p00s88
"Bund will Firmen bei Zwangsschließung 75 Prozent Umsatz ausgleichen
14:32 Uhr

Die Bundesregierung will Firmen entschädigen, die im November wegen der Bekämpfung der Corona-Krise zwangsweise schließen müssen. Finanz- und Wirtschaftsministerium haben nach Angaben aus Regierungskreisen in der Bund-Länder-Schalte vorgeschlagen, dass kleine Firmen 75 Prozent ihres Umsatzes als Entschädigung erhalten sollen.

Für größere Firmen sei ein Betrag von 70 Prozent vorgesehen. Bezugsgröße sei der Umsatz des Vorjahresmonats, hieß es. Ein Teilnehmer zitierte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) mit den Worten: "Die Lage ist sehr, sehr ernst. Wir brauchen tiefgreifende Maßnahmen, die wir finanziell abfedern müssen." Die Kosten habe Scholz für vier Wochen auf sieben bis zehn Milliarden Euro beziffert."

Würde das dann auch Gaststätten zu Gute kommen?

Unsere KINDER werden uns verfluchen. Und das vollkommen zurecht.


Antwort
Zitat
Waaaghboss
Beigetreten: 09.07.2008

https://www.kbv.de/media/sp/2020-10-28_KBV-Positionspapier_COVID-19.pdf

Ich bin echt gespannt wie sehr die Medien dieses Papier (objektiv) aufgreifen.
Wenn ich mir die Unterstützer des Papiers angucke, dann können da ja echt nicht so viele Ärzteverbände fehlen. Ich empfehle jedem sich das mal anzuschauen.
Auch wenn ich mir persönlich natürlich nicht absolut sicher über eine "perfekte" Corona-Strategie bin (falls es die überhaupt gibt), kritisiere ich scharf die ununterbrochene Panikmache von gewissen politischen Akteuren sowie den Leitmedien. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Volksgesundheit irgendwie zuträglich ist.

Ich denke, dass sich ein guter Arzt neben guter Behandlung auch dadurch auszeichnet, dass er dem Patienten eben nicht in absolute Panik versetzt, sondern ihn im Gegenteil beruhigt und ihm Hoffnung macht.


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

Vorsicht nur persönliche Anekdote und wird sicher auch wenn überhaupt nur dort praktiziert, aber hab aus erster Hand im Familienkreis erfahren, dass in Krankenhäusern auf Grund der sogenannten "Systemrelevanz" nicht provisorisch getestet wird.
Nur mit Symptomen wird getestet und das gilt tatsächlich auch für die sensiblen Berufsgruppen.
Positive Tests bedeuten Quarantäne und Ausfall nicht nur der getesteten Person.
Man nimmt lieber Corona Ansteckungen und Tote im Krankenhaus in Kauf als dass Krankenhäuser oder Abteilungen auf Grund von Corona-bedingten Personalnotstand infolge der Corona-Maßnahmen schließen müssen. Sowohl aus Sicht der Krankenhausleitung als auch der zuständigen Politik.

Wenn das stimmt, sollte man sich von Krankenhäusern fernhalten, so gut es geht.
War mir zumindest vorher nicht so bewusst. Erschien mir logisch, dass alle Berufsgruppen, die mit Risikopatienten in Kontakt geraten, regelmäßig und vorbeugend ohne Symptome oder besondere Vorkommnisse getestet werden.


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

Original von shaddiii
Die Mehrheit der Kritik an Maßnahmen kommt entweder aus Unwissenheit, egozentrischer Perspektive oder einem Äpfel-Birnen-Vergleich.

halt ich wieder für sehr weit aus dem fenster gelehnt. da kann ich auch sagen die leute die die maßnahmen befürworten haben keine lust selbst nachzudenken und folgen einfach stumpf was angesagt wird. du könntest mir tatsächlich n richtigen lockdown besser verkaufen als was da jetzt zur debatte steht, weil der bringt evtl wirklich was.
was wenn die maßnahmen jetzt nicht wirklich anschlagen und es zumindest konstant bei 20k/tag bleibt. dann werden die maßnahmen ja nur weiter verlängert immer etwas nachgeschärft statt mal wirklich mit einer lösung um die ecke zu kommen. das ist doch blankes wunschdenken, zu hoffen in 4 wochen sind die zahlen wieder unter kontrolle wenn man sieht das es in den anderen ländern auch nah an nix gewirkt hat. irgendwie wird unser gesundheitssystem schon alles stämmen weil die leute da einfach unfassbare arbeit leisten und die regierung wird 5 monate lang nur mahnen mahnen mahnen. was ist das denn bitte für ein plan?


Antwort
Zitat
topspit
Beigetreten: 07.02.2008

Original von meistermieses

Original von Topgamer

In einer Pressekonferenz hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) gemeinsam mit dem Virologen Hendrik Streeck von der Universität Bonn und weiteren Experten ein Positionspapier zu den Maßnahmen gegen das Coronavirus in Deutschland vorgestellt. Der Vorstandsvorsitzende der KBV, Andreas Gassen, stellte dabei klar, dass die von der KBV vertretene Ärzteschaft eine andere Heransgehensweise für sinnvoll halte als die Regierung. Es gehe nicht darum, zu verharmlosen. Man könne aber kein ganzes Land oder einen ganzen Kontinent in ein künstliches Koma versetzen, zumal etwa ein Impfsstoff noch weit entfernt sein dürfte.

https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-news-neuinfektionen-deutschland-1.5093731

Spoiler

Aus dem Positionspapier:

Es gibt keine einheitliche wissenschaftliche Grundlage für die Bewertung des Pandemieverlaufs und die
Ableitung von Maßnahmen, die sich allein auf Grenzwerte stützen [...]
Dies gilt umso mehr, als in der jetzigen
Pandemiephase, vielerorts notgedrungen, weniger die Eindämmung durch Kontaktpersonennachverfolgung, als vielmehr die Protektion – insbesondere von Risikogruppen – Priorität haben muss. [...] Daher fordern die Unterzeichner ein bundesweit einheitliches Ampelsystem. [...] Grundlage dieser Corona-Ampel müssen alle relevanten Kennzahlen wie Infektionszahlen, Anzahl der durchgeführten
Tests, stationäre und intensivmedizinische Behandlungskapazitäten bilden. [...]
Wir setzen auf Gebote anstelle von Verboten, auf Eigenverantwortung anstelle von Bevormundung.
Verbote oder Bevormundung haben eine kurze Halbwertszeit und entsprechen nicht unserem Verständnis
einer freiheitlich demokratischen Grundordnung. [...]
Es ist für die Unterzeichner unstrittig, dass der Fokus im weiteren Verlauf der Pandemie auf dem Schutz von
Risikogruppen liegen muss. Gleichwohl müssen wir darüber nachdenken, wie eine Isolation ganzer
Bevölkerungsgruppen gegen den eigenen Willen verhindert werden kann. Aus unserer Sicht wurde es über
die Sommermonate leider versäumt, analog zu den Konzepten der Arztpraxen maßgeschneiderte und
allgemeingültige Präventionskonzepte für vulnerable Gruppen zu entwickeln. [...]
Wir wissen derzeit nicht, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden, ohne dass dadurch ein
erhöhtes Infektionsrisiko oder Infektionsgeschehen entsteht. Dies muss aber definiert werden, um im
Frühjahr bestimmte Veranstaltungen wieder zulassen zu können. Daher sollten Veranstaltungen mit
Hygienekonzepten und Teststrategien unter wissenschaftlicher oder gesundheitsamtlicher Begleitung
durchgeführt werden, um herauszufinden, ob das Risiko einer Virusübertragung überhaupt in relevantem
Umfang besteht

https://www.kbv.de/html/48910.php

Cliffs:
Professor für Spieltheorie, fasst phänomenologische Studien zusammen, mit dem Ergebnis, dass das Virus sich weltweit bis zu einem bestimmten Plateau ausgebreitet hat und die Ausbreitung danach zurückging, unabhängig der getroffenen Maßnahmen.

Spoiler

Der Typ ist in der VWL Community nicht akzeptiert/wird gar nicht mehr ernst genommen/ist total abgedriftet. Nur weil er von Reinhard Selten kommt denkt er, er wärs. Er ist an keiner "richtigen" Uni Professor. Sein Track Record ist total mies, er hat nix geiles veröffentlicht (eine Durchschnittsveröffentlichung mit Güth und dafür, dass Güth echt ein Top Mann ist, ist das mega schlecht). Er arbeitet jetzt auch mit keinem guten mehr zusammen. Das ist das Problem, die Leute denken halt nur weil der Dr./Prof. ist, dass alles was er sagt stimmig ist. Ohne genau die Hintergründe zu kennen ist das auch plausibel. Er zieht halt mit seiner pseudowissenschaftlichen Scheiße die ganze Zunft in den Track.

Zu den einzelnen Punkten aus dem Video kann ich vielleicht später detailliert was sagen.

Würde mich darüber sehr freuen. Ich fand seine Art bisher ganz gut/abwechslungsreich.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

Original von meistermieses
Der Typ ist in der VWL Community nicht akzeptiert/wird gar nicht mehr ernst genommen/ist total abgedriftet. Nur weil er von Reinhard Selten kommt denkt er, er wärs. Er ist an keiner "richtigen" Uni Professor. Sein Track Record ist total mies, er hat nix geiles veröffentlicht (eine Durchschnittsveröffentlichung mit Güth und dafür, dass Güth echt ein Top Mann ist, ist das mega schlecht). Er arbeitet jetzt auch mit keinem guten mehr zusammen. Das ist das Problem, die Leute denken halt nur weil der Dr./Prof. ist, dass alles was er sagt stimmig ist. Ohne genau die Hintergründe zu kennen ist das auch plausibel. Er zieht halt mit seiner pseudowissenschaftlichen Scheiße die ganze Zunft in den Track. Zu den einzelnen Punkten aus dem Video kann ich vielleicht später detailliert was sagen.

Wissenschaftliche Diskurs funktioniert nicht mit persönlichen Angriffen, wenn du kritisierst, dann doch bitte seine Zusammenfassung oder die Studien die er zusammenfasst, nicht ihn persönlich.

Pressekonferenz der KBV, bei ca 1 Stunde 12 minuten, ähnliche Aussage Aussage.

Wikipedia:

Die Frankfurt University of Applied Sciences (bis 30. Juni 2014 Fachhochschule Frankfurt am Main) ist eine am 1. August 1971 gegründete staatliche Fachhochschule in Frankfurt am Main. Träger der Hochschule ist das Land Hessen.[3] Als offizielle Abkürzung wird Frankfurt UAS verwendet.

Die Hochschule ist Teil des IT-Clusters Rhein-Main-Neckar, dem Silicon Valley Europas.

Christian Rieck (* 1963) ist ein deutscher Wirtschaftswissenschaftler. Er ist Professor für Finance an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Aber ja, natürlich, einfach Untermensch, weil nur eine Fachhochschule :f_rolleyes:

Was hast du eigentlich Veröffentlicht?

edit:
Hier wird sich auf eine Studie berufen:

Jetz hat man also unterschiedliche Studienlagen und kann diese Vergleichen, so funktioniert Diskurs.


Antwort
Zitat
Mizzzzz
Beigetreten: 20.08.2019

Original von HijackerStar
Vorsicht nur persönliche Anekdote und wird sicher auch wenn überhaupt nur dort praktiziert, aber hab aus erster Hand im Familienkreis erfahren, dass in Krankenhäusern auf Grund der sogenannten "Systemrelevanz" nicht provisorisch getestet wird.
Nur mit Symptomen wird getestet und das gilt tatsächlich auch für die sensiblen Berufsgruppen.
Positive Tests bedeuten Quarantäne und Ausfall nicht nur der getesteten Person.
Man nimmt lieber Corona Ansteckungen und Tote im Krankenhaus in Kauf als dass Krankenhäuser oder Abteilungen auf Grund von Corona-bedingten Personalnotstand infolge der Corona-Maßnahmen schließen müssen. Sowohl aus Sicht der Krankenhausleitung als auch der zuständigen Politik.

Wenn das stimmt, sollte man sich von Krankenhäusern fernhalten, so gut es geht.
War mir zumindest vorher nicht so bewusst. Erschien mir logisch, dass alle Berufsgruppen, die mit Risikopatienten in Kontakt geraten, regelmäßig und vorbeugend ohne Symptome oder besondere Vorkommnisse getestet werden.

Das ist keine persönliche Anekdote, sondern aktueller Stand der Dinge.
Ich bin Pflegefachkraft und Ausbilder (und nochn bisschen mehr an Pöstchen), spreche also mit ein bisschen Sachkenntnis darüber.


Antwort
Zitat
Snookz
Beigetreten: 13.06.2008

Original von Egozocker

Original von shaddiii

Die Mehrheit der Kritik an Maßnahmen kommt entweder aus Unwissenheit, egozentrischer Perspektive oder einem Äpfel-Birnen-Vergleich.

Mal ein Beispiel: 4 Menschen arbeiten zusammen in einem Büroraum. Nach Feierabend gehen sie gemeinsam zur U-Bahn und setzen sich dort auf zwei gegenüberliegende Sitzbänke.

Was davon wird demnächst nicht mehr erlaubt sein? Und wo ist das Ansteckungsrisiko am geringsten?

Das ist wohl alles erlaubt. Am Abend gemeinsam spazieren gehen ist aber dann verboten!


Antwort
Zitat
elnapo
Beigetreten: 05.07.2006

Original von Snookz

Original von Egozocker

Original von shaddiii

Die Mehrheit der Kritik an Maßnahmen kommt entweder aus Unwissenheit, egozentrischer Perspektive oder einem Äpfel-Birnen-Vergleich.

Mal ein Beispiel: 4 Menschen arbeiten zusammen in einem Büroraum. Nach Feierabend gehen sie gemeinsam zur U-Bahn und setzen sich dort auf zwei gegenüberliegende Sitzbänke.

Was davon wird demnächst nicht mehr erlaubt sein? Und wo ist das Ansteckungsrisiko am geringsten?

Das ist wohl alles erlaubt. Am Abend gemeinsam spazieren gehen ist aber dann verboten!

Ergibt ja auch absolut kein Sinn. Und genau das wird uns um die Ohren fliegen. Maßnahmen ohne Sinn die nix bringen spalten die Gesellschaft nur noch mehr. Das wird schlimmer werden als das Virus selbst. Wenn man überlegt wie aggressiv beide Seiten sich jetzt schon gegenüber stehen ja dann gute Nacht.

Ein gutes wird es haben. Die CDU wird abgestraft nächstes Jahr für den Blödsinn den sie verzapfen. Für Ideologie sollte eh kein Platz in der Politik sein.


Antwort
Zitat
schmandbacke
Beigetreten: 26.10.2007

Original von Waaaghbosshttps://www.kbv.de/media/sp/2020-10-28_KBV-Positionspapier_COVID-19.pdf

Wir wollen und müssen die Menschen mitnehmen, ihnen Mut machen.
Wir wollen und können es zusammen schaffen und zwar nicht mit Angst, Panik und Verboten, sondern mit
dem Aufzeigen von Alternativen. Hoffnung ist ein besserer Partner als Verzagtheit.

das ist so offensichtlich richtig, das es mich mittlerweile einfach sauer macht das die politiker das nicht checken.


Antwort
Zitat