Das ist ein Test für ein neues Handbewertungsformat. Um die Reaktionen auf dieses Format besser bewerten zu können, hätte ich das Feedback über das Format gerne im Strategieforum, die Diskussion über den Inhalt gerne in diesem Thread.
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Check behind Turn auf trockenem Board
Vielen Dank an fuerstIN, der die Frage im FL 2/4 Forum gepostet hat!
Original von fuerstIN
Die Hand ist hier unerheblich.Was checkt ihr hier am Turn behind und wie spielt ihr diese Range dann am River weiter?
Meine OR Range in MP2 ist ca:
55+, A2s+, K9s+, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, A9o+, KJo+, QTo+Preflop: Hero is UTG with XX
Hero raises, 4 folds, BB callsFlop: (4.5 SB) J
5
5
(2 players)
BB checks, Hero bets, BB callsTurn: (3.3 BB) K
(2 players)
BB checks, Hero checksIch habe am Turn ca 220 Handkombos:
- nichts: 13% oder 28 Kombos {QT,T9s,98s,87s,76s} ,wovon 4 FDs enthalten sind
- Ax :33% (72 Kombos) Ax sind {AQ,AT,A9,A2s-A4s,A6s-A8s} wovon 9 FDs enthalten sind und 32 Kombos einen Gutshot haben
- 2pair mit PP < JJ: 13% also 30 Kombos {TT,99,88,77,66}
- 2pair Jackes and fives: 11% also 24 Kombos {AJ,QJ,JTs} wovon A:d J:d und Q:d J:d jeweils einen FD haben
- 2pair Queens and Fives+Kings and fives: 21% also 45 Kombos {QQ,AK,KQ,KTs,K9s}
- besser: 11% also 24 Kombos {AA,JJ,KK,KJ,55}
Welchen Teil würdet ihr wie spielen?

Es hängt schon einiges vom Gegner ab. Checkraist er kleinere bis mittlere Pockets am Flop oder spielt er damit way ahead way behind? Mit welchen Händen attackiert er? Da könnten KQ, KT dabei sein. Das Board ist vollkommen trocken, daher gibt es keine Draws, mit denen er seine Valuehände balancieren kann.
Wenn er am Flop checkraist, dann sehe ich deine Pairs nicht so pessimistisch. A9 hat gegen deine Range am Flop 36%. Da man damit rechnen kann, dass du auf so einem Board am Turn nicht gnadenlos weiterballerst, weil er am Turn nicht mehr ganz schwach ist, könnte er solche Hände am Flop schon callen.
Ich denke, alle deine Pairs sind am Turn noch für eine Value/Protectionbet gut. Man kann am Turn Pockets checken, aber muss man es? Die Hände, die du am Turn checkst, sind überwiegend schwach. Ein paar Pockets in deiner Range macht sie nicht so viel stärker, als dass man am River nicht dagegen bluffen kann. Wenn man alle Pockets bettet, dann ist das Hauptproblem, dass deine Bluffcatcher Range gross wird. Das lässt sich dann gut attackieren. Wobei nicht so viele Draws in der Range des Gegners sein sollten, wenn er am Flop attackiert. QTs ist dann schon raus, vielleicht auch QTo.
Die Balance am Turn hängt nicht nur von den Odds am Turn ab, die der Gegner bekommt. Man sollte die Odds bis zum Showdown einbeziehen. Unsere Valuehände betten wir oft auf beiden Streets und wir können auch Bluffs über zwei Streets durchziehen. Der Gegner kann am Turn nicht damit rechnen, für eine Bet den Showdown sehen zu können, gerade ausser Position. Das spiegelt sich im Anteil unserer Bluffs wieder.
Bettest du alle Pairs und besser, dann hast du ca. 110 Valuehände. Der Pot ist klein, da am Flop nur cc gespielt wurde. Auf Grund der Odds kannst du wenigstens 25% in deiner Range bluffen, eher etwas mehr. Du kannst also über 30 Kombos bluffen.
Alle oesds, alle Flush Draws passen bequem in die Bluffrange. Mit den Gutshots kann man sich check behind überlegen, weil man mit denen nicht so gerne Checkraises kassiert. Wenn man das macht, dann kann man sogar ein paar Trash Hände bluffen, die keinen Draw haben. Kleinere Ax sind Trash, machen aber Pairs bei ihm wahrscheinlicher, weil ihm dann weniger A high bleiben.
Wenn er solche Boards nicht am Flop checkraist, dann ist deine check behind Range grösser. Er hat dann mehr Valuehände und vor allem deine Pockets werden schwächer.
Cliffs:
Ein Standardplan ist eine feine Sache, aber manchmal hängen die Dinge sehr von Reads ab. Es gibt Situationen, wo ein guter Plan von der Kenntnis des Gegners abhängt. Ohne Annahmen ist es schwierig.
Gegen den unbekannten Gegner ist eine balancierte Spielweise am besten. Sie bietet wenige Angriffspunkte.
Am Turn sind die Odds über beide Streets bis zum Showdown wichtig.
Fragen:
Wie weit gehören Bets für free Showdown zu den Bluffs? Diese Hände haben oft weniger als Durchschnittsequity.
Die Frequenz von check behind Turn kann Einfluss haben auf die Callingfrequenz des Gegners am Flop. Was ist eine gute Frequenz für check behind Turn, damit der Gegner am Flop nicht sehr leicht peelen kann?
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