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Kneipendiskussion

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Coach
Paxis
Joined: 01.11.2006

Finde es vom TV aus wie gesagt nicht so dramatisch. Kann im Stadion natürlich noch mal anders sein. My bad.


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ssssshh
Joined: 13.11.2010

Ja, es dauert deutlich zu lange und es ist oft unersichtlich bei welcher Art von Situation es überhaupt zum Tragen kommt.
Möglichst schnell, präzise und transparent wäre optimal.

Dafür bedarf es wohl leider noch einiger Reformen.


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Kleeblatt1903
Joined: 28.04.2006

Also ich war anfangs auch ein Befürworter des VAR. Wir waren auch im Gespräch mit Dr. Drees und haben uns da ausgetauscht. Uns wurde der ganze Vorgang und der Apparat, der dahintersteckt vorgestellt und erklärt.
Hab das hier auch mal vor ein paar Monaten erwähnt und da kam hier aus dem Forum u.a. der Vorschlag, dass man das Ziehen der Linie evtl live zeigen könnte, um mehr Transparenz zu schaffen. Hab das auch so weitergegeben und wie ihr vielleicht diese Woche gelesen habt, denkt man da mittlerweile ernsthaft drüber nach.

Ich bin da aber mittlerweile komplett davon abgerückt. Zumindest bei allen Entscheidungen, welche nicht meßbar sind.
Bei der Handspielregel wirds dann nämlich albern. Wenn sich der Schiedsrichter eine Szene drölf Minuten anschaut und dann trotzdem die falsche Entscheidung trifft, dann tut man denen keinen Gefallen, wenn man diese Szene dann auch noch zeigt. Irgendwo muss man die SR ja auch schützen.
Da kann mans auch gleich einstampfen.

Weil hier auch von mehr Fairness geschrieben wurde...
MeyerZwo hat das ganz gut getroffen. Der VAR ist nicht dazu da, die bestmögliche Entscheidung zu treffen.
Allerdings haben wir uns drauf geeinigt, dass wir den VAR nicht als "fairer" bezeichnen wollen. Das wording ist hier einfach nicht richtig.
"Überprüfbarer" käme dem wohl am nächsten.
Da ich als Faninteressenvertreter ausschliesslich für die Stadionbesucher spreche, lehne ich den VAR in seiner jetzigen Form ab.
Das mit den Emotionen ist absolut zutreffend. Ich schaue ja auch viele Spiele unterhalb der 2. Liga und da ist es dann halt ohne VAR gleich ein anderer Sport.
Fußball findet nunmal im Stadion statt und für TV-Emotionen hab ich auch kein Mandat.

@Kuschelbaer:
Hab deinen Post auf dem Schirm, schaffs aber heut nimmer umfassend drauf zu antworten.
Nur kurz: Die Forderungen von Zukunft Profifußball sind schon ziemlich hochgesteckt gewesen.
Fakt ist natürlich: Wenn du - egal mit welchen Forderungen (vor allem als kleiner Zweitligist) - innerhalb der DFL auftrittst, du von den damals Big 2, mittlerweilen Big 3 ziemlich niedergebügelt wirst. Argumente wurden hier ja schon geschrieben. lol internationale Wettbewerbsfähigkeit und so.
Klar, da stehen auch betriebswirtschaftliche und auch juristische Argumente dagegen.
Da kommt dann z.B.:
Wir sind eine AG und unseren Aktionären verpflichtet. Wir können kein Soligeld verschenken.
Die DFL ist zwar eine Solidargemeinschaft. Die Mitglieder stehen aber halt immernoch im Wettbewerb zueinander.


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ThAtSuCkzSo
Joined: 10.09.2010

Original von bumblebeebee
Es wäre ja mal ein Anfang, die TV-Gelder für die Buli gleichmäßig unter allen Bundesligisten zu verteilen.
Es machen ja auch alle gleich viele Spiele.

Genau 🤣 was ne Logik


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ThAtSuCkzSo
Joined: 10.09.2010

Problem beim VAR fängt doch schon da an, es wurde immer gesagt nur bei klaren Fehlentscheidung. Ok dann soll mir mal einer erklären was klare Fehlentscheidung sind, wo dran wird das genessen? wer entscheidet das? Selbst klare Situationen findest immer wieder welche die sagen sorry sehe ich anders.

Beste Beispiel war doch Schalke am Wochenende, finde das mit Rot hätte man sich sparen können. Beim Abseits dagegen ist das doch recht klar das er den Torwart irritiert, trotzdem sagen viele nö kein Abseits.


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Zitat
n0gg
Joined: 27.01.2007

Original von Kleeblatt1903

Da ich als Faninteressenvertreter ausschliesslich für die Stadionbesucher spreche, lehne ich den VAR in seiner jetzigen Form ab.
Das mit den Emotionen ist absolut zutreffend. Ich schaue ja auch viele Spiele unterhalb der 2. Liga und da ist es dann halt ohne VAR gleich ein anderer Sport.
Fußball findet nunmal im Stadion statt und für TV-Emotionen hab ich auch kein Mandat.

Das Argument hab ich noch nie verstanden und ist meiner Meinung nach auch eines der großen Probleme des heutigen Fußballs. Um was geht es denn da...30 sek früher jubeln nach einem Tor sonst nichts....bei 90min Spielzeit. Es ist "dem Fan" also wichtiger, nach einem Tor direkt zu jubeln als das es fair ist. Und wie oft greift der VAR schon in diese speziellen Situationen ein...nicht wirklich häufig.

Das Kernproblem dieser Argumentationslinie ist meiner Meinung nach, dass es nicht um den Sport an sich geht. In den Mittelpunkt wird also die Gefühlslage der Fans gestellt. Ironischerweise ist genau das der Vorwurf vieler dieser Fans an die Fifa Uefa etc., nämlich dass Entscheidungen nicht für den Sport sondern aus persönlichen Interessen gemacht werden.
Für mich geht es einzig und allein um den Sport Fußball, ich möchte dass der möglichst fair über die Bühne geht und interessant ist. Was hier gemacht wird sind persönliche Gefühle vor den Sport gesetzt. Da kann ich absolut nichts mit anfangen..


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feinheit
Joined: 07.04.2008

Sport lebt einzig und allein von Gefühlen. Das ist ein wenig so wie wenn du sagen würdest, du gehts nur ins Kino um zu sehen, dass der Film korrekt gedreht wurde. Ob er Emotionen transportiert, spannend oder langweilig, lustig oder fad ist wäre nebensächlich.


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domano
Joined: 04.08.2006

Wie oft kommt es denn wirklich vor, dass der VAR emotionen zerstört? Wobei man auch sagen, muss dass er ja auch für Emotionen sorgt, wenn die eigene Mannschaft ein Gegentor bekommt und das wird dann aufgrund des VAR nicht gegeben freut man sich ja auch. Ich persönlich finde nicht, dass der VAR zu oft ins Spiel kommt und die Fehlerquote wurde deutlich reduziert, natürlich kann man immer noch über einige Entscheidungen diskutieren, z.B. Rot für Draxler am WE.

Ich finde man sollte eher an der Nachvollziehbarkeit für die Zuschauer im Stadion arbeiten, beim Abseits hoffe ich, dass es bald technische Lösungen gibt, damit man nicht immer weiterlaufen lässt und dann die Fahne hebt, das find ich auch störend, gabs aber in abgewandelter Form (direkt/indirektes Abseits) auch schon vor dem VAR. Ansonsten kann man bestimmt hier und da bissl optimieren, aber es gibt halt keine Ideale Lösung. Finds z.B. auch komisch wenn ein tor aberkannt wird, wenn es zuvor ein kleines Foul im Mittelfeld gab, anderseits auch doof wenn es wegen dem Foul zum Tor kommen kann und das dann gegeben wird.

Glaube die Diskussion ist aber auch müßig, der VAR wird bleiben und nicht abgeschafft werden, deshalb sollte man sich eher darauf fokussieren, wie man das optimieren kann und keine Grundsatzdiskussion führen.


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n0gg
Joined: 27.01.2007

Original von feinheit
Sport lebt einzig und allein von Gefühlen. Das ist ein wenig so wie wenn du sagen würdest, du gehts nur ins Kino um zu sehen, dass der Film korrekt gedreht wurde. Ob er Emotionen transportiert, spannend oder langweilig, lustig oder fad ist wäre nebensächlich.

Nein der "Sport" lebt nicht von Gefühlen. Der "Sport" könnte genausogut im leeren Stadion stattfinden. Andere Sportarten schaffen es ja auch ohne das der "Sport" darunter leidet.
Imo nehmen sich da inzwischen viele Fans viel zu wichtig. Als ob der Fußball ihnen etwas schulden würde. Dieses ganze gerede über Gefühle ist einfach Quatsch. Die 22 Fußballer da unten spielen nicht für den Zuschauer!


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Moderator
krong
Joined: 26.12.2005

Die Meinung dürfte das FIFA Komitee teilen, die die WM in Qatar zu verantworten haben... :f_mad:


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ssssshh
Joined: 13.11.2010

Original von n0gg
Die 22 Fußballer da unten spielen nicht für den Zuschauer!

Für was oder wen spielen sie?


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stefeu
Joined: 10.01.2007

Original von n0gg

Original von feinheit
Sport lebt einzig und allein von Gefühlen. Das ist ein wenig so wie wenn du sagen würdest, du gehts nur ins Kino um zu sehen, dass der Film korrekt gedreht wurde. Ob er Emotionen transportiert, spannend oder langweilig, lustig oder fad ist wäre nebensächlich.

Nein der "Sport" lebt nicht von Gefühlen. Der "Sport" könnte genausogut im leeren Stadion stattfinden. Andere Sportarten schaffen es ja auch ohne das der "Sport" darunter leidet.
Imo nehmen sich da inzwischen viele Fans viel zu wichtig. Als ob der Fußball ihnen etwas schulden würde. Dieses ganze gerede über Gefühle ist einfach Quatsch. Die 22 Fußballer da unten spielen nicht für den Zuschauer!

Sorry, das ist doch auch Quatsch. Gegen deine These sprechen quasi sämtliche Aussagen der Spieler während der coronabedingten Geisterspiele, das Einspielen von Stadiongeräuschen vom Band in der PL etc. pp.
Fans (vorallem im Stadion) und Emotionen sind ein essentieller Teil des Fussballs.


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n0gg
Joined: 27.01.2007

Original von ssssshh

Original von n0gg
Die 22 Fußballer da unten spielen nicht für den Zuschauer!

Für was oder wen spielen sie?

Ja etwas unkonkret - genauer nicht für die 10% Ultras..
Natürlich besteht da eine Abhängigkeit. Gerade bei dem Geld was im System ist. Mich stört an den ganzen Diskussionen immer das die Zuschauer (eigentlich die Ultras) meinen der Fußball schulde ihnen was.
Wenn man auf die NFL guckt, mit den vielen Unterbrechungen, VARs, Alkoholverbot - man sollte meinen nach der Argumentation sollten da die Stadien leer sein...komischerweise sind sie das aber nicht. Tennis ähnlich.

@stefeu
ja natürlich haben Zuschauer und die Stimmung Einfluss auf die Spieler. Positiv wie negativ. Aber das hat nichts mit dem Sport Fußball zu tun. Die psychologische Wirkung ist ja nochmal was anderes. Und btw in der 4. Kreisklasse in Hintertupfingen geben die Spieler auch alles um zu gewinnen obwohl nur 10 Fans da sind...
Außerdem wird hier ja von Gefühlen im Sinne von Gefühle des Zuschauers gesprochen - nicht des Spielers


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BradNitt
Joined: 22.07.2011

fußball akquiriert so gut wie alles direkt oder indirekt über fans (attraktivität für sponsoren)
natürlich stellt sich dann niemand hin und sagt für mich als profi ist es eigentlich egal ob noch fans im stadion sind und ich würde so oder so meinen job so gut wie möglich machen


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domano
Joined: 04.08.2006

Original von n0gg

Original von feinheit
Sport lebt einzig und allein von Gefühlen. Das ist ein wenig so wie wenn du sagen würdest, du gehts nur ins Kino um zu sehen, dass der Film korrekt gedreht wurde. Ob er Emotionen transportiert, spannend oder langweilig, lustig oder fad ist wäre nebensächlich.

Nein der "Sport" lebt nicht von Gefühlen. Der "Sport" könnte genausogut im leeren Stadion stattfinden. Andere Sportarten schaffen es ja auch ohne das der "Sport" darunter leidet.
Imo nehmen sich da inzwischen viele Fans viel zu wichtig. Als ob der Fußball ihnen etwas schulden würde. Dieses ganze gerede über Gefühle ist einfach Quatsch. Die 22 Fußballer da unten spielen nicht für den Zuschauer!

Weiß nicht genau was Du sagen willst. Aber alle die mit Fußball Geld verdienen leben von den Zuschauern. Vlt. würden sie aus liebe zum Sport auch mit ihren Kumpels Fußball spielen, so wie manche leute joggen gehen. Dann würden sie damit aber genauso viel verdienen, wie ich wenn ich joggen gehe oder mit meinen Kumpels Fußball spiele.


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BradNitt
Joined: 22.07.2011

dann ist das aber eine monetäre beziehung zum zuschauer/fan als erstes und die emotionale ebene kommt danach


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Kuschelbaer
Joined: 08.04.2006

Original von n0gg
Die 22 Fußballer da unten spielen nicht für den Zuschauer!

Das dürfte so ziemlich die klassische europäische Sichtweise sein, die meiner Meinung nach verhindert, dass sich dieser Sport jemals so reformiert, dass der Wettbewerb wieder halbwegs hergestellt ist.

Da du im Folgenden ja noch die NFL erwähnt hast, sollte man schon sagen, dass die amerikanische Perspektive auf sowas eher folgende ist:
eine Sportliga (vielleicht sogar jede Art von Profisport) ist ein Unterhaltungsprodukt und wenn mit diesem Produkt etwas nicht stimmt (sei es fehlender Wettbewerb oder irgendwelche VAR-Sachen) dann muss das Prodkukt geändert werden oder es wird sich langfristig nicht am Markt (=den Zuschauern) durchsetzen.


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cybergnom
Joined: 11.04.2007

Ich denke, die größte Problematik ist die Intransparenz und -konsistenz des VAR.
An quasi jedem Spieltag gibt es Situationen, in denen
a) eine Entscheidung getroffen wird, die nicht nachvollziehbar ist
oder
b) nicht eingegriffen wird, obwohl es hätte sein "müssen"

Situation a) könnte man entschärfen, in dem die eine Entscheidung auch eine kurze Begründung mitgeliefert wird. Der Grund für die Überprüfung wird ja schon angegeben (z.B. "potential penalty check"), warum dann nicht auch eine kurze Begründung, z.B. "no foul, ball played" oder so hinterher?

Situation b) ist da natürlich schwieriger, da müsste man dann nach dem Spiel vielleicht eine Begründung nachreichen. Oder so...

Nur mal so als Idee.


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Coach
Paxis
Joined: 01.11.2006

Finde das beim American Football gut gemacht, wenn dann der Headjudge über Mikro sagt was das Problem war und daraus resultierende Strafe.
Könnte man auch im Fußball so etablieren. Und wenn man es schon nicht mündlich durchgeben will, dann wenigstens schriftlich einblenden.


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NoG2k5
Joined: 19.02.2005

Konnte man nicht vor der Saison irgendwo lesen, dass man die Kommunikation zwischen Schiri und VAR transparenter machen und den Entscheidungsprozess veröffentlichen will? Mindestens eine kurze Erklärung wäre da wirklich ein guter Anfang.


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