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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Original von daberndl
würde einwerfen wollen, dass die erfolgreichen jahre des DFB in diesem jahrtausend auch nicht unbedingt lang geplant waren. ich mein ich würde schon sagen, dass schweinsteiger da zb prägend war als jemand der einfach im mittelfeld sowohl kampfschwein als auch guter passspieler und ordner war. und dieser besagte schweinsteiger war ja bevor so ein verrückter holländer zu bayern kam ein flügelspieler. werden wir ohne schweinsteiger im zentralen mittelfeld, der gegen argentinien das spiel seines lebens gemacht hat, weltmeister? eher nicht? haben dfb oder bayern jugendabteilungen den zum zentralen mittelfeldspieler geformt? ebenfalls nein.

jetzt kann man natürlich sagen ja immerhin haben die ihn zu dem spieler gemacht in dem ein van gaal dann einen weltklasse zentralen mittelfeldspieler gesehen hat, aber trotzdem finde ich, dass da auch einfach immer verdammt viel varianz drin liegt.

Das habe ich anders wahrgenommen. Ab 2004 war Bierhoff zunächst Manager. Dann kam 2006 Klinsmann (mit Löw) erstmal mit der Ansage wir wollen den Titel und mit dem Sommermärchen. Limitiertes Team, aber haben bei aller Euphorie nicht schlecht gespielt und sich reingeworfen. Lahm und Schweinsteiger waren dabei. Dann kam Löw (mit Flick) und dann WM 2010 in Südafrika. In dem Kader finden sich dann viele junge Spieler der goldenen Generation, die 2014 dann Weltmeister wurden. Unter Löw insgesamt underperformt (vor allem nach dem Titel ohne Flick), aber immerhin einmal Weltmeister. Vor Löw ist auch Bierhoff weg gewesen. Ich denke der hat gute Dinge bewegt und organisiert beim DFB, auch wenn er am Ende eher zu Problem wurde. Genauso wie das überlange festhalten an Löw, nur weil man zusammen mal was gerissen hat.

Die DFB-Akademien gehören kleingeschrumpft. Zentralistischer Müll. Tatsächliche expertise in eigenverantwortlichen Ausbildungszentren ist da einfach überlegen. Die glätten die Leute zu sehr und selektieren Schönspieler ohne Rückrat, die dann mit 16 schon wissen, dass sie Pros werden und alles (nochmal zusätzlich) durchgepampert bekommen.

Seit 2022 ist eine gewisser Neuendorf Präsident des DFB. Bin voll dafür das Scheitern auch auf die Führung durch einen politischen Beamten zu schieben. Beamtenfussball. Genauso spielen sie halt auch :truestory:

SPD-Getreue bauen DFB um - und setzen auf ein mächtiges Netzwerk
Zusammen mit Parteigenossin Nancy Faeser baut der SPD-Politiker und DFB-Präsident Bernd Neuendorf den Fußballverband sozialdemokratisch um. Er wird bereits „der Olaf Scholz des Fußballs“ genannt. Auch die SPD-Wahlkampfagentur ist inzwischen beim DFB aktiv. Dabei waren die Polit-Aktionen um die One-Love-Binde schon peinlich genug.
https://www.focus.de/sport/fussball/gastkommentar-mit-hilfe-des-praesidenten-baut-die-spd-den-dfb-in-ihrem-sinne-um_id_210699226.html


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n0gg
Beigetreten: 27.01.2007

Ich bin sicher an allem ist Habeck und die Grünen schuld! Die SPD ist doch hier nur der Strohmann.... :f_rolleyes:

Wer kennt sie nicht die Fußballer, die schauen wer Präsident ist und dann den Fußball für sesselfurzer übernehmen. Auch wirklich maximaler Skandal dass hier seit 2022 ein Fußball von der Spitze entwickelt wurde, dessen jugendsystem sogar noch Einfluss auf die Fußballnationalmannschaft mit einem altersschnitt von 29 hat... Ja Mensch es fällt mir wie schuppen von den Augen...


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Hermi88
Beigetreten: 30.09.2008

Es gibt ja auch Leute die ernsthaft meinen, die Regenbogenbinde war der Grund für das Ausscheiden 2022.


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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Faeser, Neuendorf und der Nationalspieler Leon Goretzka führten beim deutschen WM-Debakel in Katar die politische Regie. Der Bayern-Profi Goretzka ist schon seit einiger Zeit für die SPD engagiert und hatte den Plan für die peinliche Mund-zu-halte-Posse der Nationalkicker mit professioneller Hilfe ausgeheckt.

Im Hintergrund zieht die Hamburger Kommunikationsagentur BrinkertLück die Strippen. Sie hatte den SPD-Kanzlerwahlkampf für Olaf Scholz betreut und eine Impfkampagne für die Bundesregierung. Und Leon Goretzka zählt zu ihren Kunden. Heute ist BrinkertLück die „Leadagentur für die DFB -Produktwelt“.

Deswegen ist er noch dabei. Alles für die Partei :profit:


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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Nagelmann ist auch so ein Beamtentrainer. Dünnhäutig wenn man ihn in Frage stellt, kein Verständnis warum seine Formulare (seine Formel) nicht funktionieren, unflexibel sowie Ahnungs- und Ideenlos. Es ist ein Kultur- und Mentalitätsproblem, dass durch diese Führung entsteht.

Nagelmann sinngemäß: "...ich habe nicht zu entscheiden, ob ich weiter Trainer bin. Dass muss der DFB entscheiden" - NULL EIGENVERANTWORTUNG

Sowas setzt sich fort. Konsequenz ist, dass sie wenig selbstbewusst auftreten und keine Verantwortung übernehmen. Wie beim Elfmeterschießen, wo Kimmich erst alle bitten muss, bis dann nur noch Tah übrig ist. - NULL Verantwortung übernehmen. Wegducken und mehr oder weniger Dienst nach Vorschrift. Alle WOLLEN, aber sie können nicht. Wie aufm Amt.

Für erfolgreichen Spitzensport braucht man eine ganze andere Mentalität. Sowas können Partei-Funktionäre nicht.


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TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Hab mit gerade mal die MW der deutschen Spieler angeschaut:

https://www.transfermarkt.de/spieler-statistik/wertvollstespieler/marktwertetop/plus/0/galerie/0?ausrichtung=alle&spielerposition_id=alle&altersklasse=alle&jahrgang=0&land_id=40&kontinent_id=0&jahr=0&yt0=Anzeigen

Da sieht das in den Top10 für die aktuelle WM schon düster aus.

Wirtz durch uU den Wechsel zum LFC noch nicht wirklich drin/in Form.
Musiala länger verletzt und zu wenig Spielpraixs/noch nicht in Form.
Pavlovic lass ich mal offen, wirkte für mich aber zu "jung" für die Position.
Karl verletzt.
Woltemade keine Stamm im Verein und auch nicht wirklich in Form.
Schlotterbeck verletzt.
Havertz länger verletzt und zu wenig Spielpraxis.
Bisseck nicht mitgenommen.
Nmencha hat für mich solide gespielt und noch für mich am ehesten ne positive Überraschung.
El Mala nicht mitgenommen.

Von den 10 Spielern hätte ich mir von Wirtz und Pavlovic mehr erwartet. Musiala und Havertz wegen Verletzung und Spielpraxis irgendwie nicht überraschend. Karl und Schlotterbeck ist halt Pech.

Von den 10 wertvollsten Spielern sind 2 unter meinen Erwartungen geblieben. Irgend überraschend . Muss trotzdem reichen für Paraguay

Wenn man sich die Plätze 11-20 anschaut, wirds mMn interessant. Davon haben nur zwei regelmäßig gespielt und das waren Brown und Kimmich. Mehrere Spieler (Bischof, Adeyemi, Jeltsch, Schade) nicht mitgenommen worden. Die anderen waren Bankspieler.

Mir ist klar, dass der MW erstmal nichts über die Leistungsfähigkeit/Wichtigkeit eines Spieler aussagt. Aber interessant ist mMn schon, dass wir viele IV mit höheren MW haben (Schlotterbeck, Bisseck, Thiaw, Jeltsch) und keiner davon gespielt hat. Wobei gerade bei IVs auch das Alter und die Erfahrung wichtig sind.

Ich denke, dass wir eigentlich gut für die Zukunft aufgestellt sind. Sorgen macht mir die RV Position und die Mittelstürmerposition, da ich Havertz nicht als MS sehe und bei Woltemade man abwarten muss, wie es bei ihm weitergeht. Ich hoffe, dass man "ältere" Spieler wie Sane, Goretzka, Groß etc zu Hause lässt und dann lieber jemanden wie Bischof/El Mala mitnimmt.

Übrigens was erlaube Goretzka. Wird mitgeschleppt und wenn er dann als erfahrener Spieler Verantwortung übernehmen soll, kackt er sich in die Hose und lässt Tah den Elfer schießen. Warum nimmt man ihn überhaupt mit, wenn er in einer Situation, in der sein "Profil" benötigt wird, nicht abliefert.

Tldr: Mit dem mitgenommenen Kader ist das Ergebnis der WM eigentlich nicht so überraschend, aber Hoffnung für die Zukunft.


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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Der Ärger hat sich in den vergangenen Wochen gesteigert als Neuendorf ein neues Konzept für den Nachwuchsfußball verkündete, dass in traditionellen Fußballkreisen als „rot-grüner Streichelzoofußball“ kritisiert wurde. Ziel der Reform sei es, durch eine Verminderung des Leistungsdrucks eher den Spaß am Spiel und die sportliche Entwicklung in den Mittelpunkt zu rücken. Dazu sollen die Felder kleiner werden und in den Altersklassen der U6 bis U11 unter anderem nicht mehr klassische Punktspiele ausgetragen werden, sondern sogenannte „Spielfeste“.

:yaoming:

Sehe nur ich das so oder sieht man das auch jetzt schon der NM an? :|

Der CDU-nahe DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat diese Neuendorf-Reformen scharf kritisiert. „Unfassbar und für mich nicht nachvollziehbar", sagte der 64-Jährige, der in Personalunion auch Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga und Geschäftsführer von Borussia Dortmund ist. „Es gab ja auch die Diskussion, nicht mehr auf Tore zu spielen. Demnächst spielen wir dann noch ohne Ball", polterte Watzke: „Oder wir machen den eckig, damit er den etwas langsameren Jugendlichen nicht mehr wegläuft. Ich glaube, dass das grundsätzlich der falsche Ansatz ist.“

Watzke kritisierte, es gebe “im DFB und in der Gesamtgesellschaft viele Leute, die sagen: Wir müssen weniger Leistungsdruck und Stress am Arbeitsplatz und lieber ein bisschen mehr Home-Office haben. Wir müssen alle fröhlich und friedlich sein und uns alle gut vertragen und am Ende gucken, dass wir noch einen finden, der das Ganze bezahlt." Das gelte auch schon im Nachwuchsfußball, meinte der Funktionär. „Das darfst du nicht unterschätzen. Und ich halte es für völlig falsch.“ Fazit: Neuendorfs DfB-Politisierung trifft auf Resonanz. Zunehmend aber auf kritische.

Ganz klares Kulturproblem als Resultat verblendeter Ideologie mit Hebelwirkung in der Führungsposition.

https://www.focus.de/sport/fussball/gastkommentar-mit-hilfe-des-praesidenten-baut-die-spd-den-dfb-in-ihrem-sinne-um_id_210699226.html


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Bierb4ron
Beigetreten: 05.04.2009

jetzt machste aber n fass auf ... dat gibt ne menge schaum und tränen über die nächsten 5 seiten


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withoutaname
Beigetreten: 30.10.2008

Was bedeutet es denn, wenn in U6-U11 der Leistungsdruck reduziert wird?

Das sind KINDER.
Und der überwiegende Teil dieser Kinder wird es nichtmal in die Nähe eines Profikaders geschweige denn der Nationalmannschaft schaffen, auch wenn sie mental so krasse Maschinen sind wie wir alle hier im Forum.

Da finde ich es schon sinnvoll, wenn man darauf achtet, die Kinder, die es nicht schaffen, „aufzufangen“. Und ob es der Gruppe derjenigen, die es dann doch bis ganz nach oben schaffen, am Ende in der Spitze und Breite etwas fehlen würde, nur weil man sie nicht mit 7 Jahren schon maximal hart rangenommen hat, wage ich auch zu bezweifeln.

Was da letztendlich das beste Konzept ist, weiß ich natürlich auch nicht, aber nur weil die Traditionalisten direkt Schnappatmung kriegen und glauben, linksgrüne Verweichlichung zu erkennen, würde ich sowas nicht abschreiben. Weil wenn man diesen Vögeln folgen würde, dann würden wir heute noch mit Libero und zwei Vorstoppern spielen und jeden Ball lang hinten raus kloppen und anschließend Zigarette rauchen.


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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Original von TyCobb
Tldr: Mit dem mitgenommenen Kader ist das Ergebnis der WM eigentlich nicht so überraschend, aber Hoffnung für die Zukunft.

Es war kein Top-Kader. Aber Paraguay hätte man schon locker überwinden müssen, wenn man alleine den Kader heranzieht.


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Hermi88
Beigetreten: 30.09.2008

Meines Erachtens hat Nagelsmann mit Blick auf das vorhandene Spielermaterial schlicht das falsche System gewählt. Ich hätte mit Dreierkette und 2 Schienenspielern gespielt. Das System kennen die Dortmunder und Ex-Leverkusener (Tah, Wirtz) aus ihren Vereinen. Damit wäre man defensiv um einiges stabiler gestanden. Offensiv hätte es wohl auch kein Feuerwerk gegeben, das gab es mit dem 4-2-3-1 aber auch nicht. 4-2-3-1 spiele ich, wenn ich dribbelstarke und schnelle Außen habe. Das ist Wirtz nicht. Sane ist nicht in Form und hatte zusätzlich das Problem, dass sein Rechtsverteidiger nicht laufstark genug ist um immer wieder zu hinterlaufen.


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Kleeblatt1903
Beigetreten: 28.04.2006

Da wird jetzt aber einiges zusammengeworfen und unnötig politisiert. Die Zitate von Aki sind zwar echt, aber das war damals billiger Populismus am Stammtisch. Von wegen "ohne Ball spielen" – das hat mit der Realität der Reform überhaupt nichts zu tun und das weiß er auch. Aber Leute wie brunsonsbro springen da drauf an und es kommt der politische Beißreflex.

​Aus einer sportlichen Reform eine Debatte über politische Ideologie und Home-Office zu machen, ist daher auch wieder so typisch.
Bei Funino und den kleineren Spielfeldern im Kinderfußball geht es nicht um Kuschelpädagogik. Ziel ist mehr Action, mehr Ballkontakte und mehr echte Spielpraxis für jedes Kind, statt dass sich die Mehrheit beim klassischen Sieben-gegen-Sieben die Beine in den Bauch steht. Das erhöht die Intensität.

​Das eigentliche Problem, das ich in meinem Ausgangspost beschrieben habe, ist die falsche Schwerpunktsetzung. Das Weichspülen und das Aussieben von physischen Typen fängt erst viel später an, ab der C-Jugend aufwärts in den Leistungszentren. Die Reform bei den Achtjährigen dafür verantwortlich zu machen, ist fachlich falsch. Diese politische Debatte lenkt nur von der eigentlichen Kernfrage ab, wie wir im späteren Jugendbereich wieder komplette Fußballer ausbilden.


Antwort
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TyCobb
Beigetreten: 30.03.2006

Original von brunsonsbro

Original von TyCobb
Tldr: Mit dem mitgenommenen Kader ist das Ergebnis der WM eigentlich nicht so überraschend, aber Hoffnung für die Zukunft.

Es war kein Top-Kader. Aber Paraguay hätte man schon locker überwinden müssen, wenn man alleine den Kader heranzieht.

Gebe ich Dir Recht, hab ich ja auch geschrieben.:f_thumbsup:


Antwort
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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Original von withoutaname
Was bedeutet es denn, wenn in U6-U11 der Leistungsdruck reduziert wird?

Das sind KINDER.
Und der überwiegende Teil dieser Kinder wird es nichtmal in die Nähe eines Profikaders geschweige denn der Nationalmannschaft schaffen, auch wenn sie mental so krasse Maschinen sind wie wir alle hier im Forum.

Da finde ich es schon sinnvoll, wenn man darauf achtet, die Kinder, die es nicht schaffen, „aufzufangen“. Und ob es der Gruppe derjenigen, die es dann doch bis ganz nach oben schaffen, am Ende in der Spitze und Breite etwas fehlen würde, nur weil man sie nicht mit 7 Jahren schon maximal hart rangenommen hat, wage ich auch zu bezweifeln.

Was da letztendlich das beste Konzept ist, weiß ich natürlich auch nicht, aber nur weil die Traditionalisten direkt Schnappatmung kriegen und glauben, linksgrüne Verweichlichung zu erkennen, würde ich sowas nicht abschreiben. Weil wenn man diesen Vögeln folgen würde, dann würden wir heute noch mit Libero und zwei Vorstoppern spielen und jeden Ball lang hinten raus kloppen und anschließend Zigarette rauchen.

Ich weiss nicht, wann und wo du angefangen hast spielen. Ich habe als KIND angefangen und es ging immer darum als Team zu gewinnen. Möglichst viele Tore zu schießen und möglichst wenig zuzulassen. Wenn man verliert, verliert man halt und fragt sich was man besser machen kann. Kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Das ist Fußball. Dazu braucht es auch kein Konzept. Keine Ideologisierung. Es braucht nur ein paar Kinde, einen Ball, ein bisschen Platz zum spielen und Spass dran zu spielen. Dann kannst du zeigen, was in dir steckt oder du gehst nach hause und machst lieber was anderes. Die die beleidigt aufgeben, weil sie mit Niederlagen und mit Spielern die besser sind nicht umgehen können, werden auch so oder so im Sport nicht weit kommen. Niederlagen und Frustration und der Umgang damit sind ganz elementar wichtig für den Sport und fürs Leben. Überbehüten und Kinder vom eigentlichen Leben und Sport fernhalten ist einfach nicht sinnvoll. Viel eher kann Coaching dann dabei helfen einen guten Umgang mit Niederlagen zu lernen.


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withoutaname
Beigetreten: 30.10.2008

Ja okay, das ist ja eine Diskussion, die man führen kann. Auch wenn ich, wenn schon das Stichwort „Ideologisierung“ sehe, befürchte, dass es letztendlich zu nichts führen wird.

Aber wie Kleeblatt es ja ausgeführt hat, sind die Watzkes dieser Welt gar nicht an einer Diskussion interessiert, sondern sagen halt „lol, alles Waschlappen“ und lassen sich von Mob feiern.


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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Original von Kleeblatt1903
Da wird jetzt aber einiges zusammengeworfen und unnötig politisiert. Die Zitate von Aki sind zwar echt, aber das war damals billiger Populismus am Stammtisch. Von wegen "ohne Ball spielen" – das hat mit der Realität der Reform überhaupt nichts zu tun und das weiß er auch. Aber Leute wie brunsonsbro springen da drauf an und es kommt der politische Beißreflex.

​Aus einer sportlichen Reform eine Debatte über politische Ideologie und Home-Office zu machen, ist daher auch wieder so typisch.
Bei Funino und den kleineren Spielfeldern im Kinderfußball geht es nicht um Kuschelpädagogik. Ziel ist mehr Action, mehr Ballkontakte und mehr echte Spielpraxis für jedes Kind, statt dass sich die Mehrheit beim klassischen Sieben-gegen-Sieben die Beine in den Bauch steht. Das erhöht die Intensität.

​Das eigentliche Problem, das ich in meinem Ausgangspost beschrieben habe, ist die falsche Schwerpunktsetzung. Das Weichspülen und das Aussieben von physischen Typen –, fängt erst viel später an, ab der C-Jugend aufwärts in den Leistungszentren. Die Reform bei den Achtjährigen dafür verantwortlich zu machen, ist fachlich falsch. Diese politische Debatte lenkt nur von der eigentlichen Kernfrage ab, wie wir im späteren Jugendbereich wieder komplette Fußballer ausbilden.

Reformfussball ist auch schon der Unsinn an sich. Die müssen mehr spielen, mehr gewinnen, mehr verlieren. Dann zeigen sich diejenigen, die den Fussball lieben, sich dafür zerreißen und das Talent haben. Coachen kann unterstützen. Aber nur weil man irgendeine Ballkontaktquote künstlich hochpusht, werden die Spieler keine besseren Spieler, die am Ende was reißen. Für mich hört sich das schwer nach Fachidiotie an. Auch auf kleineren Feldern zu spielen ist nicht strittig. Aber auch nicht die Welt. Die Welt ist das Spiel.


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withoutaname
Beigetreten: 30.10.2008

Ballkontakte völlig überwertet, wenn man Fußball lernen will!!!


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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Original von withoutaname
Ballkontakte völlig überwertet, wenn man Fußball lernen will!!!

Ich merk schon, dieses "immer weiter so" hat ganz schön viel Rückhalt :coolface:

Künstlich hochgepushte Ballkontakte ohne Effekt sind nicht das gleiche wie effektive Ballkontakte im Spiel. Die sogenannte goldene Generation ist ohne diesen ganzen Unsinn golden geworden ;)


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withoutaname
Beigetreten: 30.10.2008

Und die Generation Beckenbauer durfte während des Trainings teilweise nicht trinken. Vielleicht da mal drüber nachdenken, weil der war ja der beste Fußballer, den Deutschland je hatte!


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brunsonsbro
Beigetreten: 26.04.2006

Original von withoutaname
Und die Generation Beckenbauer durfte während des Trainings teilweise nicht trinken. Vielleicht da mal drüber nachdenken, weil der war ja der beste Fußballer, den Deutschland je hatte!

Du polemisiert ganz schön. Sportmedizinisch und Fitness-technisch weiß man ne ganze Menge mehr heutzutage. Im Hinblick auf die Ausbildung von Spielern hat man sich auf einen Irrweg begeben (sieht man an den Spielern).

Am Rande: Ich trainiere teilweise auch ohne Trinken (kein Fußball mehr, aber Ausdauer-lastig). Nicht weil es besser für den Körper ist, sondern weil es einem mehr Konzentration und Wille abverlangt. Wenn du in deinem Grenzbereich dann noch Koordination mit einem Schritt extra abrufen möchtest, dann musst du dich pushen.


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