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Was ist euer Flop-Plan? Die Umfrage wurde am Dez. 26, 2015 erstellt

  
  
  
  

Weite Range, standard Board: Euer Gameplan?

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MiiWiin
Beigetreten: 01.03.2007

Weite Range, standard Board: Euer Gameplan?

Entscheidend sind die Spots, die uns täglich begegnen. Machen wir in diesen wieder und wieder die gleichen Fehler, so kommt uns das langfristig teuer zu stehen. Doch was genau sind Fehler? Heute nehmen wir einen alltäglichen Spot und wollen mal sehen, wie weit selbst dabei die Meinungen auseinandergehen!

Vielen Dank an kenyada, der diese Hand im No-Limit-Handdiskussionen-Forum veröffentlicht hat (die Hand findet ihr hier)!

Die Hand:

Spoiler

MP: 86.8 BB (VPIP: 66.67, PFR: 0.00, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 12)
CO: 108 BB (VPIP: 11.11, PFR: 7.41, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 29)
Hero (BTN): 114.6 BB
SB: 80 BB (VPIP: 14.29, PFR: 3.57, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 30)
BB: 99.6 BB (VPIP: 31.17, PFR: 24.68, 3Bet Preflop: 8.70, Hands: 82)
UTG: 104.2 BB (VPIP: 26.67, PFR: 26.67, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 15)

SB posts SB 0.4 BB, BB posts BB 1 BB

Pre Flop: (pot: 1.4 BB) Hero has 5♣ A♥

fold, fold, fold, Hero raises to 2.4 BB, fold, BB calls 1.4 BB

Flop: (5.2 BB, 2 players) A♣ 6♥ 7♠
BB checks, Hero checks

Turn: (5.2 BB, 2 players) A♠
BB checks, Hero bets 2.4 BB, BB raises to 7.2 BB, Hero calls 4.8 BB

River: (19.6 BB, 2 players) 9♦
BB bets 14 BB, Hero calls 14 BB

Wie sieht hier euer Plan aus?

Preflop stealt Hero vom Button A5o. Am Flop dann ein guter Spot: Wir haben natürlich Position und ein Toppair gehittet.
Klar ist: Hier laufen sehr weite Ranges gegeneinander. Meistens werden an die 50% am Button first-in gestealt, im Big Blind teilweise an die 50% defended. Wie teilt sich Hero nun diesen interessanten Spot ein?

Wir wollen auf den erstmal wichtigsten Punkt - langfristig gesehen - eingehen: Bettet ihr den Flop?

Bet Flop
Wir halten ein Toppair
Wir hitten eher selten mit unserer 50%-BU-Range - wenn wir hitten, müssen wir auch betten
Villain wird aus seiner weiten Defend-Range vieles schlechtere callen (müssen)
Wenn Villain raist, sind wir halt beat
Wenn Villain callt, können wir ab Turn immer noch pot control betreiben
Wir werden longterm weak am Flop, wenn wir solche Toppairs nicht betten
Langfristig sollten wir solche Boards mit weiten Ranges recht häufig betten
Wenn wir viel betten am Flop, kann Villain mehr Fehler begehen

Check Flop
Wir können hier nicht any Ax contibetten
Wenn wir checken, wird unsere checkback-Range stärker
Wir werden daher nicht jeden Turn aufgeben müssen
Auch gegen eine weite Range ist das keine so klare Valuebet
Wir können nahezu niemals drei Mal for Value durchbarreln
Es reicht völlig aus unsere Toppairs mit starken Kickern zu contibetten
Langfristig sollten wir solche Boards mit weiten Ranges nicht zu häufig betten
Wenn wir viel checken auf solchen Flops, kann Villain mehr Fehler begehen

Wie agiert ihr in solchen Spots?

Ich freue mich auf eine interessante Diskussion!
Euer MiiWiin

Weitere interessante Highlight-Hände:
https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=16396072
https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=16384572
https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=16350464
https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=16344428
https://forums.pokerstrategy.com/de/forum/thread.php?postid=16332756


Antwort
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7 Antworten
hanni0
Beigetreten: 11.08.2013

Hi. Wir sollten den Flop mit dieser Hand checken. Wir haben keine klare Valuebet wie mit AK. Mit AK gibt es mindestens 20 schlechtere Ax Kombos gegen die wir Valuebetten können. Uns entgeht kein Value gegen Hände die wir auch am Flop beat haben. Alle diese Hände werden auf eine Turnbet auch meist callen. Wir geben Villian die Möglichkeit Equity aufzupicken. Hände wie JTo die auf eine Flopbet meist folden, werden auf einen J oder T am Turn oft callen. Zudem kann Villian auch mal am Turn anfangen zu bluffen. Das heißt wir sollten Longterm mehr EV generieren, wenn wir A5o hier am Flop checken. Das wir dadurch unsere Checkingrange stärken ist auch ein Punkt. Sollte aber bei weitem nicht der Hauptgrund sein um einen check am Flop zu rechfertigen.

Check Flop
Wir können hier nicht any Ax contibetten - Balancing
Wenn wir checken, wird unsere checkback-Range stärker - Balancing
Wir werden daher nicht jeden Turn aufgeben müssen - Balancing
Auch gegen eine weite Range ist das keine so klare Valuebet -Richtig, guter Punkt
Wir können nahezu niemals drei Mal for Value durchbarreln - jop
Es reicht völlig aus unsere Toppairs mit starken Kickern zu contibetten - Balancing
Langfristig sollten wir solche Boards mit weiten Ranges nicht zu häufig betten - Warum? Was hat unsere Hand damit zu tun? Balancing?
Wenn wir viel checken auf solchen Flops, kann Villain mehr Fehler begehen - Was hat das mit unserer Hand zu tun?

Für mich macht so eine Diskussion kein Sinn, wenn sich die Hälfte aller Argumente auf Balancing bezieht und die Argumente nicht ordentlich zuende gedacht werden und einfach so hingeklatscht werden bloß damit man ein paar Argumente für jede Action hat. Mir macht das immer den Anschein als kommen zu oft irgendwelche Balancing Sachen mit rein ohne vorher die vermeintlich wichtige Frage zu beantworten, wo der genau der EV einer Aktion mit einer Hand kommt.


Antwort
Zitat
christinew
Beigetreten: 26.05.2010

Diese Hand spiele ich hier: Bet(f)Flop - Bet(f)Turn- Check River. .


Antwort
Zitat
LuckyNumberSlevin
Beigetreten: 02.12.2012

Ich bin der Meinung, dass die Hand sowohl in unsere Bettingrange als auch in die Checkbackrange kann. Ich muss den Kram halt irgendwie verteilen auf beide Ranges. Ich finde es weder gut alle kleinen Ax zu c-betten, noch alle kleinen Ax back zu checken.
Ich blocke hier sowas wie 54s, was die c-bet bezahlen kann, daher vlt. in diesem Fall eher x-back.

Edit:
Hab mir jetzt mal den original Thread durchgelesen. Finde nach wie vor beide Lines gehen und auch gespielt werden sollten:
b/f Flop, x-back Turn, call oder b/f River
x-back Flop, b/f Turn, b/f River bzw. call Turn, call River

Gebe dir aber Recht, dass nach dem x/r am Turn gefoldet werden sollte, weil das keine Hand so spielt, die wir schlagen. Ob mir der Fold aber bei dem Boardrunout so leicht fällt, bezweifle ich eher. ;)

Und ich würde hier übrigens durchaus auch ein paar bessere Ax backchecken und eben nicht alles c-betten. Aus dem selben Grund den du im anderen Thread anführst: damit Villain anfangen kann rumzuspacken. Das habe ich mit besseren Ax doch noch viel lieber als mit den schwachen.


Antwort
Zitat
MiiWiin
Beigetreten: 01.03.2007

Original von hanni0
Check Flop
Wir können hier nicht any Ax contibetten - Balancing
Wenn wir checken, wird unsere checkback-Range stärker - Balancing
Wir werden daher nicht jeden Turn aufgeben müssen - Balancing
Auch gegen eine weite Range ist das keine so klare Valuebet -Richtig, guter Punkt
Wir können nahezu niemals drei Mal for Value durchbarreln - jop
Es reicht völlig aus unsere Toppairs mit starken Kickern zu contibetten - Balancing
Langfristig sollten wir solche Boards mit weiten Ranges nicht zu häufig betten - Warum? Was hat unsere Hand damit zu tun? Balancing?
Wenn wir viel checken auf solchen Flops, kann Villain mehr Fehler begehen - Was hat das mit unserer Hand zu tun?

Für mich macht so eine Diskussion kein Sinn, wenn sich die Hälfte aller Argumente auf Balancing bezieht und die Argumente nicht ordentlich zuende gedacht werden und einfach so hingeklatscht werden bloß damit man ein paar Argumente für jede Action hat. Mir macht das immer den Anschein als kommen zu oft irgendwelche Balancing Sachen mit rein ohne vorher die vermeintlich wichtige Frage zu beantworten, wo der genau der EV einer Aktion mit einer Hand kommt.

Am Flop sollte sicherlich beides gehen, aber den Check würde ich doch bevorzugen.

Thema "Balancing": Das hat eigentlich damit wenig zu tun.

Wir versuchen ja das ideale Play zu finden, also quasi das mit dem höchsten EV.

Und da ist es eben tricky das über mehrere Streets zu planen. Haben wir am Flop eine klare Valuebet? Ist die Bet maxEV?

Wenn wir halt zu viel am Flop betten haben wir eine weak Range am Turn. Da gehts nicht um Balancing, sondern darum, dass wir nach jedem Check auf solchen Boards am Turn nahezu immer folden (wenn wir bspw. keine Toppairs mehr in unserer Range haben).

Das sind eigentlich alles Suchen nach maxEV-Plays, Konstruktion eines Gameplans und ansätze der Spieltheorie wie wir weak Ax-Hände hier am Flop spielen.

Das alles nur unter dme Thema "balancing" abzutun finde ich nicht ganz passend.;)


Antwort
Zitat
MiiWiin
Beigetreten: 01.03.2007

Original von LuckyNumberSlevin
Ich bin der Meinung, dass die Hand sowohl in unsere Bettingrange als auch in die Checkbackrange kann. Ich muss den Kram halt irgendwie verteilen auf beide Ranges. Ich finde es weder gut alle kleinen Ax zu c-betten, noch alle kleinen Ax back zu checken.
Ich blocke hier sowas wie 54s, was die c-bet bezahlen kann, daher vlt. in diesem Fall eher x-back.

Edit:
Hab mir jetzt mal den original Thread durchgelesen. Finde nach wie vor beide Lines gehen und auch gespielt werden sollten:
b/f Flop, x-back Turn, call oder b/f River
x-back Flop, b/f Turn, b/f River bzw. call Turn, call River

Gebe dir aber Recht, dass nach dem x/r am Turn gefoldet werden sollte, weil das keine Hand so spielt, die wir schlagen. Ob mir der Fold aber bei dem Boardrunout so leicht fällt, bezweifle ich eher. ;)

Und ich würde hier übrigens durchaus auch ein paar bessere Ax backchecken und eben nicht alles c-betten. Aus dem selben Grund den du im anderen Thread anführst: damit Villain anfangen kann rumzuspacken. Das habe ich mit besseren Ax doch noch viel lieber als mit den schwachen.

Das sind eben die wichtigen Punkte die du ansprichst.

Klar, mit AK-AJ haben wir eine klare Valuebet. Bei AT- fängt es ja schon an. Nicht nur die Frage nach einer Valuebet (wird noch eine sein), aber uns ist ja klar dass wir damit kaum drei Streets durchbarreln können. Da fängt der Gedanke nach einem Gameplan schon an.

Und A5 werden wir niemals durchknallen, hier kann man schon die Valuebet an sich hinterfragen.

Sagen wir mal so: Wenn jemand sagt "A5 ist hier für mich eine Pflichtbet" würde ich gerne mal wissen was dieser Spieler am Flop behind checkt und am Turn (und am River) runtercallt!


Antwort
Zitat
hanni0
Beigetreten: 11.08.2013

Original von MiiWiin

Am Flop sollte sicherlich beides gehen, aber den Check würde ich doch bevorzugen.

Thema "Balancing": Das hat eigentlich damit wenig zu tun.

Wir versuchen ja das ideale Play zu finden, also quasi das mit dem höchsten EV.

Und da ist es eben tricky das über mehrere Streets zu planen. Haben wir am Flop eine klare Valuebet? Ist die Bet maxEV?

Wenn wir halt zu viel am Flop betten haben wir eine weak Range am Turn. Da gehts nicht um Balancing, sondern darum, dass wir nach jedem Check auf solchen Boards am Turn nahezu immer folden (wenn wir bspw. keine Toppairs mehr in unserer Range haben).

Das sind eigentlich alles Suchen nach maxEV-Plays, Konstruktion eines Gameplans und ansätze der Spieltheorie wie wir weak Ax-Hände hier am Flop spielen.

Das alles nur unter dme Thema "balancing" abzutun finde ich nicht ganz passend.;)

Das fettmarkierte ist Balancing. Wir stellen unsere Range so auf das wir möglichst unexploitbar gegen Villians Turnplay sind. Das ist sicherlich auch ein Grund hier am Flop zu checken. Sollte aber nicht einer der Hauptgründe sein. Bei deinen Argumenten im Ausgangspost sind mir bloß zu viele Balancing Sachen enthalten und meiner Meinung nach wichtige Punkte warum wir außerdem noch checken wollen nicht enthalten.
Fassen wir mal zusammen:

1. Wir haben hier keine 3 Streets Value mit Ax gegen Villians Range. Mit AKo betten wir immerhin gegen ca 90 schlechtere Ax Combos. Mit unserer Hand betten wir nur noch gegen ca 27 schlechtere Ax Combos. Das heißt gegen Villians Calldown Range haben wir nie 3 Streets Value
2. Wir bekommen mit einem check von einem größeren Teil von Villians Range Value. Villian wird QJo beispielsweise immer auf eine Bet am Flop folden. Checken wir jetzt den Flop und am Turn kommen Q oder J können wir gegen diese Hand nun 1 oder 2 Streets Valuebetten. Das sind immerhin 9 Combos mehr gegen die wir nun Valuebetten können.
3. Wenn wir checken kann Villian anfangen zu bluffen und wir bekommen dann zusätzlich von Händen Value die am Flop folden würden aber dann am Turn und River nun als Bluff gebettet werden.
4. Wir blocken mit der 5 Villians Callingrange. Hände wie 65s,75s(vllt auch offsuited gegen das kleine openraise) sind geblockt.

Das sind jetzt 4 wichtige Punkte ohne überhaupt einmal auf das Thema Balacing einzugehen. Nur wenn diese Punkte vorher nicht klar sind brauch man meiner Meinung vorher gar nicht anfangen als Punkte:"Wir stärken damit unsere Checkbackrange" und " Sonst folden wir fast auf alle Turnbets von Villian" zu nennen. Unsere Range wird quasi fast automatisch spieltheoretisch korrekt. Balancing ist nur ein netter Nebeneffekt aber meist nie Hauptgrund für eine Aktion mit einer Hand. Ich hoffe das macht irgendwie Sinn was ich hier geschrieben habe. Wenn irgendwas nicht stimmt wäre ich für Verbesserungsvorschläge offen :)


Antwort
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MiiWiin
Beigetreten: 01.03.2007

Du hast natürlich nicht Unrecht, aber genau solche Punkte dürfen ja gerne in einer Diskussion erarbeitet werden!:f_thumbsup:

Ich habe da in erster Linie Schlagpunkte genannt, die auf diese Thematiken abzielen.

Wenn daraus solche eine Analyse rauskommt wie von dir ist das doch gut.:f_cool:

Zu den Punkten:

1) Sehe ich genau so, drei Streets Value haben wir hier nie

2) Logisch, können wir grob sogar als way ahead /way behind titulieren

3) Bluff Induce ist ein Ziel, gerade bei Gegnern die halt 1005 betten wenn man ein kleines bißchen (vermutliche) weakness zeigt

4) Mag auch ein Punkt sein, denke aber in diesem Spot bei den ewig weiten Ranges dass man dies vernachlässigen kann. Auch wen der BB sehr weit defenden wird/muss, gehören die offsuited Kombos halt nicht dazu. Von deinen genannten suited Kombos blocken wir somit nur zwei, dafür eine Kombos beim OESD (54s). Das macht aus meiner Sicht bei einer BU-OR-Range udn einer BB-Call-Range hier keinen markanten Untesrchied.


Antwort
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