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Gehaltsverhandlung

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Tyler12
Joined: 08.10.2007

Hey Leute,

Weiß nicht, ob ihr mir helfen könnt. Aber habe folgendes Problem.
Ich arbeite seit 2018 als Quereinsteiger im Einzelhandel/Abteilung Getränke und konnte mich ziemlich rasch zum stellvertretenden Abteilungsleiter etablieren. Für meine Kollegen bin ich aber der Chef.
Da ja seit Anfang des Jahres neue Mindestlöhne gelten, gab es auch in unseren Markt Gehaltsanpassungen. Mein Chef machte mir ein Angebot, was auf den ersten Blick ziemlich gut aussah. Unterschrieben hab ich den Vertrag aber bis jetzt noch nicht.
Nun musste ich jedoch im Laufe der Woche erfahren, dass alle anderen Abteilungen signifikant mehr Stundenlohn bekommen. Auch Neulinge oder welche, die erst seit ein paar Jahren im Geschäft sind oder gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben. Soweit ich mitbekommen habe, musste da auch nicht groß verhandelt werden, um diesen Stdl zu bekommen. Nach 8 Jahren und viel Stress und Schweiß fühl mich da schon ziemlich verarscht. Bin momentan gerade ziemlich enttäuscht und angepisst. Wertschätzung sieht anders aus und ich verstehe nicht, warum unsere Abteilung so benachteiligt wird. Ich war vielleicht 12-14 Wochen krank in den 8 Jahren. Davon einmal 5 Wochen, mit KH-Aufenthalt. Ein Argument was ich auch vorbringen werde.
Bin immer davon ausgegangen, dass alle so in etwa das Gleiche bekommen. Dazu kommt, dass nur 6 Leute länger da sind, als ich. Momentan sind wir ca. 50 Mitarbeiter.
Da ich mehr der introvertierte Typ bin und eigtl sehr harmoniebedürftig bin, versuche ich jeden Konflikt aus dem Weg zu gehen.
Am Montag kommt der Chef wieder und da wollte ich ihn fragen, ob wir den neuen Vertrag fertig machen können und wenn der Stdl immer noch weit unter dem liegt, was die anderen bekommen, ihn darauf anzusprechen ihn auf mein Wunschlohn anzuheben, da sich herumgesprochen hat, was die anderen so bekommen und ihn damit mehr oder weniger gleichzusetzen mit den anderen Abteilungen. Falls er das nicht macht oder machen kann, werde ich ihn um ein Arbeitszeugnis bitten und mich nach etwas anderem umschauen.

Kann man das so machen?
Könnt ihr mir irgendwelche Tipps oder Ratschläge geben, wie ich am besten verhandel, um das Optimum herauszuholen? Bin da ziemlich auf den Mund gefallen. Hab mir schon von anderen Tipps geholt. Aber umso mehr Input umso besser.

Besten Dank


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76 replies
Plastichamer
Joined: 04.11.2009

Warum gibt es für eine Gehaltsanpassung einen neuen Vertrag?

Ich würde nicht mit Krankentagen argumentieren. Ich besten Fall hast du einfach Glück dir 2 mal weniger was eingefangen zu haben und im schlimmsten heisst es das du Krank zur Arbeit kommst und so die Leute ansteckst.

Im Zweifel ist es immer am besten den AG zu wechseln wenn man mehr Geld möchte. Als Quereinsteiger könnte das leider schwer sein da in Deutschland formale qualifikation oft wichtiger ist als reale. Es könnte sein das deine Chefs das ausnutzen um deinen Lohn zu drücken.


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RataMatata
Joined: 05.04.2025

Die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen ist für mich jetzt auch kein Kriterium für mehr Geld. Denn dann scheint ja auch der Arbeitgeber vieles richtig zu machen, wenn du dich schon langfristig dort aufhältst.

Würde zuerst wirklich mal fragen, warum es einen Unterschied zu den anderen Abteilungen gibt und nach der Antwort darauf die Stärken welche du einbringst anführen. Ist halt eher so das Mindgame meiner Meinung nach. Würde das Gespräch so gut es geht schon vorab simulieren, um auf möglichst viele Sachen Antworten parat zu haben.


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Tyler12
Joined: 08.10.2007

@Plastichamer

Meine natürlich die schriftliche Anpassung des Gehalts. Brauch ja was für meine Unterlagen.

Das Ding ist, dass es noch weitere Quereinsteiger in den anderen Abteilungen gibt und die kürzer da sind als ich und auch wesentlich mehr bekommen. Es betrifft wie gesagt nur unsere Abteilung. Ich bin der einzige Quereinsteiger. Der Rest hat den Beruf erlernt. Und die liegen teilweise noch unter meinem Stdl. Selbst unser Abteilungsleiter, der jetzt auch schon seit 8 Jahren dabei ist, hat gar keine Erhöhung bekommen und liegt jetzt unter den der anderen Abteilungen. Das ist einfach nicht fair, wenn ein frisch ausgebildeter Mitarbeiter nach einem Jahr mehr bekommt, als unser Abteilungsleiter, der weitaus bessere Qualifikationen Besitz und mehr macht.
Weiß auch nicht, ob ich nach 8 Jahren immer noch als Quereinsteiger zähle. Ich weiß wie der Hase läuft. Alle sind immer froh, wenn ich nach dem Urlaub oder Krankheit wieder am Start bin.

@RataMatata

Bin davon ausgegangen, dass alle in etwa dasselbe bekommen. Dass sich das jetzt so herumgesprochen hat, ist einzig und allein die Schuld vom Chef. Ist halt komisch, wenn alle nacheinander ins Büro gerufen werden und man selbst, als Abteilungsleiter, nicht. Da geht man natürlich fragen, was da los ist. So hab ich es dann halt auch erst erfahren, ansonsten wäre ich weiter treudoof losmarschiert.
Die frage nach dem "Warum ich weniger bekomme und wo der Unterschied zu den anderen Abteilungen liegt?" stelle ich auf jeden Fall.
Glaub mir, mein Kopf rotiert, sodass ich kaum in den Schlaf gekommen bin.
Mir gehen alle möglichen Sachen durch den Kopf.
Einfach nur traurig, nach so einer doch schon langen Zeit, festzustellen, wie wenig Wert man im Vergleich zu den anderen ist, die wesentlich kürzer da sind.


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AKI307
Joined: 15.07.2006

würde nicht sofort erwähnen, dass du weißt wieviel deine Kollegen verdienen, sondern bei den Vertragsverhandlungen einen Gegenvorschlag machen, weil du mit dem Gehalt noch nicht zufrieden bist.
Falls er abgeneigt ist, anhören, was für Argumente er vorbringt. Falls diese nicht nachvollziehbar sind, dann erst erwähnen, dass deine Kollegen deutlich mehr bekommen und du dich bei dem von ihm vorgeschlagenen Stundenlohn nicht genug wertgeschätzt fühlst.
Alles freundlich und ruhig, aber bestimmt und selbstbewusst rüberbringen. Wenn du der Meinung bist, dass du den höheren Lohn wert bist, dann gibt es auch keinen Grund, das nicht klar zu kommunizieren.
Keine Ahnung allerdings in welcher Branche du arbeitest, was für Abteilungen ihr habt, wie die Hierarchien strukturiert sind, etc.
Ein Informatiker z.b. verdient nunmal mehr im Schnitt als jemand der im Marketingbereich arbeitet, da zieht das Argument dann nicht mehr, dass ihr ja Kollegen seid.
Da sollte man dann eher das Gehalt von Kollegen vergleichen, die in der gleichen Abteilung arbeiten.
EDIT: Überlesen, dass du im Bereich Getränke arbeitest, aber auch da kann man erst eine genaue Schätzung abgeben, wenn man eben die Abteilungen, die jeweilige Arbeit, Strukturen etc. kennt


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Yaki
Joined: 17.10.2007

Bist du offiziell der Stellvertreter oder inoffiziell?


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Tyler12
Joined: 08.10.2007

Ich mein im Dezember hat er mich gefragt ob ich nicht die komplette Bestellung machen will, weil ich das so gut mache. Der AL war zu diesem Zeitpunkt krank und es war Weihnachtszeit. Jeder weiß was da im EH abgeht. Also ja, ich würde meinen ich bin offiziell Stellvertreter.

Schreib nachher noch was dazu.


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bumblebeebee
Joined: 06.06.2006

Das Argument mit dem "selten krank" würde ich auch nicht bringen, zumindest nicht so direkt explizit.
Und auch nicht direkt den Vergleich mit Kollegen.
Fahre den Ansatz von AKI307. Überlege dir, welche Gehalt du haben möchtest und überlege dir vorher zwei, drei Beispiele, warum du das Gehalt verdient hast, warum du das wert bist.
Der Punkt, dass du die die kompletten Bestellungen gemacht hast und alles reibungslos lief, ist einer. Du hast den Laden in der Weihnachtszeit am laufen gehalten...
Du hast die Erfahrung, deine neueren Kollegen kommen mit Fragen zu dir und du hilfst ihnen ihre Probleme zu lösen...

Such mal bei Youtube "Jack Nasher Gehaltsverhandlung". Der hat auch paar ganz gute Tipps.


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kusne
Joined: 20.05.2007

Original von Tyler12
Ich mein im Dezember hat er mich gefragt ob ich nicht die komplette Bestellung machen will, weil ich das so gut mache. Der AL war zu diesem Zeitpunkt krank und es war Weihnachtszeit. Jeder weiß was da im EH abgeht. Also ja, ich würde meinen ich bin offiziell Stellvertreter.

Du bist dann Stellvertreter, wenn du schriftlich dazu benannt wurdest (und entsprechend mehr Kohlen dafür bekommst). Stand jetzt bist du leider nur der wertvolle günstige Mitarbeiter, der mehr Verantwortung übernimmt, damit die Kollegen ihn Chef nennen können.

Sollte nach deinem Gespräch nichts bei rumkommen, würde ich an deiner Stelle auch möglichst runterschrauben mit den "Extraaufgaben". Wenn die Kollegen fragen haben, sollen Sie sich an die Offiziellen wenden.


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Leider braucht man dafür Eier.


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shaddiii
Joined: 05.04.2009

Original von kusne

Original von Tyler12
Ich mein im Dezember hat er mich gefragt ob ich nicht die komplette Bestellung machen will, weil ich das so gut mache. Der AL war zu diesem Zeitpunkt krank und es war Weihnachtszeit. Jeder weiß was da im EH abgeht. Also ja, ich würde meinen ich bin offiziell Stellvertreter.

Du bist dann Stellvertreter, wenn du schriftlich dazu benannt wurdest (und entsprechend mehr Kohlen dafür bekommst). Stand jetzt bist du leider nur der wertvolle günstige Mitarbeiter, der mehr Verantwortung übernimmt, damit die Kollegen ihn Chef nennen können.

Sollte nach deinem Gespräch nichts bei rumkommen, würde ich an deiner Stelle auch möglichst runterschrauben mit den "Extraaufgaben". Wenn die Kollegen fragen haben, sollen Sie sich an die Offiziellen wenden.

Das ist leider korrekt. Meine 2 Cents zu deiner Situation (bin selber in "mittlerer" Führungsebene und leite ein größeres Team):

1) Offiziell ist nur, was offiziell festgehalten wird. Geht es um einen Titel wie Senior oder stellvertretender Leiter, so ist das nur handfest, wenn es in deinem Arbeitsvertrag oder einer Aktualisierung dessen steht sowie dein offizieller Titel ist.

2) Den Vergleich, was andere verdienen, kann man anbringen, ich finde das aber etwas schwierig. Erstens sind eigentlich alle zu Stillschweigen verpflichtet. Zweitens geht es darum, ob du Mehrleistung für das Unternehmen bringst. Diese Argumente wie Inflation oder man ist drei Jahre dabei oder ähnliches finde ich recht nichtig. Mehr Gehalt sollte sich vor allem durch mehr Wert für den Arbeitgeber ergeben. Das würde ich argumentativ so aufbereiten und da kannst du durchaus auch deine geringe krankheitsbedingte Ausfallzeit anbringen. Was du sonst machen kannst, ist mal locker zu fragen, ob der Arbeitgeber in eurer Abteilung ähnliche Gehälter zahlt bzw wo er dich in Punkto Leistung einordnet. Dann merkst du auch schnell, wie ehrlich er zu dir ist, ohne gleich zu sagen, was du von anderen gehört hast.

3) Ich kann deine Haltung zu Harmonie verstehen. Denkanstoß: Ist es eine harmoniebasierte Arbeitsbeziehung, wenn der AG dir gegenüber nicht ehrlich ist oder du dich ungerecht behandelt fühlst? Es ist dein gutes Recht und sinnvoll, Fragen zu stellen und nach Gehaltserhöhungen zu fragen, wenn diese angebracht sind. Kommst du jeden Tag 10 Min zu spät und bist mehr in der Raucherpause als auf der Fläche? Schlecht. Bringst du Leistung, sorgst dafür, dass der Laden tiptop läuft und entlastest alle anderen? Angebracht. Wie gesagt, das ist dein gutes Recht und sinnvoll, solange der Wunsch nach mehr Gehalt nicht vollkommen aus der Luft gegriffen oder total überzogen ist.

Aus dem Nähkästchen: Die komischste Frage nach einer Gehaltserhöhung jemals habe ich mit der Begründung erhalten, dass wir doppelt so hohe Kosten hätten, wenn wir auf einen Freelancer zurückgreifen würden und die Person wäre günstiger, da sie nur 25 % mehr Gehalt möchte. Umgekehrt hat eine absolute top Performerin zwei Jahre lang nicht nach einer GHE gefragt (hat sie dann natürlich dennoch angeboten bekommen).


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kusne
Joined: 20.05.2007

Original von shaddiii
Den Vergleich, was andere verdienen, kann man anbringen, ich finde das aber etwas schwierig. Erstens sind eigentlich alle zu Stillschweigen verpflichtet.

Wo steht das?


Antwort
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rmsds
Joined: 29.08.2018

Wenn man in 8 Jahren 12–14 Tage krank war, kann man durchaus von „selten krank“ sprechen. Bei 12–14 Wochen ist dieses Argument jedoch nicht haltbar.
No offence.


Antwort
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ElHive
Joined: 24.07.2007

Original von rmsds
Wenn man in 8 Jahren 12–14 Tage krank war, kann man durchaus von „selten krank“ sprechen. Bei 12–14 Wochen ist dieses Argument jedoch nicht haltbar.
No offence.

14 Wochen sind 70 Kranktage in 8 Jahren, was 8,75 Kranktage pro Jahr entspricht. Laut statistischem Bundesamt lag der Schnitt in 2024 bei 14,5 Tagen. Jeweils Werktage.

"Selten Krank" ist vielleicht etwas übertrieben. Aber der TE liegt damit immer noch sehr deutlich unterm Schnitt.


Antwort
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shaddiii
Joined: 05.04.2009

Original von kusne

Original von shaddiii
Den Vergleich, was andere verdienen, kann man anbringen, ich finde das aber etwas schwierig. Erstens sind eigentlich alle zu Stillschweigen verpflichtet.

Wo steht das?

Im Arbeitsvertrag. Die meist vorhandene Verschwiegenheitspflicht kann so ausgelegt werden. Manchmal gibt es auch noch weitere Zusätze wie "die Parteien vereinbaren Stillschweigen" etc blabla. Kommt auf den Arbeitgeber an.


Antwort
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elnapo
Joined: 05.07.2006

Sind Firmen ab 100 MA nicht dazu verpflichtet Auskunft über den Lohn der anderen zu gewähren?

Scheint wohl leider erst ab Juni zu gelten.

IHK Entgelttransparenz

Der beste Tipp wurde schon gegeben. Kein Geld dann keine Aufgaben die dich eigentlich nicht betreffen. Lass sie auflaufen.


Antwort
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kusne
Joined: 20.05.2007

Original von shaddiii

Original von kusne

Original von shaddiii
Den Vergleich, was andere verdienen, kann man anbringen, ich finde das aber etwas schwierig. Erstens sind eigentlich alle zu Stillschweigen verpflichtet.

Wo steht das?

Im Arbeitsvertrag. Die meist vorhandene Verschwiegenheitspflicht kann so ausgelegt werden. Manchmal gibt es auch noch weitere Zusätze wie "die Parteien vereinbaren Stillschweigen" etc blabla. Kommt auf den Arbeitgeber an.

Innerhalb des Betriebs darfst du mit Kolleg*innen und Vorgesetzten über dein Gehalt sprechen – Verschwiegenheitsklauseln im Arbeitsvertrag sind meist unwirksam.


Antwort
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RataMatata
Joined: 05.04.2025

Original von ElHive

14 Wochen sind 70 Kranktage in 8 Jahren, was 8,75 Kranktage pro Jahr entspricht. Laut statistischem Bundesamt lag der Schnitt in 2024 bei 14,5 Tagen. Jeweils Werktage.

"Selten Krank" ist vielleicht etwas übertrieben. Aber der TE liegt damit immer noch sehr deutlich unterm Schnitt.

Wenig Krankheitstage sind dennoch nicht das stärkste Argument. Die Vorgesetzten weden schon mitbekommen, dass OP nicht groß blau macht. Andere haben gesundheitlich häufig halt leider auch mehr Pech als andere. Wenn dir beispielsweise Eide Brüste abgenommen werden und du danach noch durch ne Chemo musst, dann wirst du neben allen anderen Problemen auch nicht gerade das Leaderboard für die wenigsten Fehltage anführen. Ein hartes Beispiel, aber du verstehst was ich meine.


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shaddiii
Joined: 05.04.2009

Für das Thema ist es doch total irrelevant, ob laut Gesetz über Gehalt gesprochen werden darf oder nicht.

Fakt ist, dass sein Vorgesetzter die Entscheidung fällt und eine zwischenmenschliche Komponente bei manchen mehr und bei manchen weniger eine Rolle spielt. Für mich wäre es eher ein negatives Argument, wenn sich wer mit Kollegen - oder noch krasser anderen Firmen - vergleicht. Wie man das aus meiner Sicht geschickter gestalten kann, habe ich geschildert. Wenn OP der Ansicht ist, dass der direkte Vergleich am erfolgversprechendsten ist, dann go for it - wir sprechen hier alle im Vakuum ohne das Umfeld zu kennen :)


Antwort
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Snookz
Joined: 13.06.2008

Original von shaddiii
Für das Thema ist es doch total irrelevant, ob laut Gesetz über Gehalt gesprochen werden darf oder nicht.

Fakt ist, dass sein Vorgesetzter die Entscheidung fällt und eine zwischenmenschliche Komponente bei manchen mehr und bei manchen weniger eine Rolle spielt. Für mich wäre es eher ein negatives Argument, wenn sich wer mit Kollegen - oder noch krasser anderen Firmen - vergleicht. Wie man das aus meiner Sicht geschickter gestalten kann, habe ich geschildert. Wenn OP der Ansicht ist, dass der direkte Vergleich am erfolgversprechendsten ist, dann go for it - wir sprechen hier alle im Vakuum ohne das Umfeld zu kennen :)
Klauseln im Arbeitsvertrag, die das Sprechen über Gehalt unter Kollegen verbieten, sind in den allermeisten Fällen unwirksam. Nach außen kann es rechtlich anders aussehen, aber innerhalb des Unternehmens ist das Quatsch. Man tut sich in der Regel natürlich trotzdem keinen Gefallen, wenn man das plakativ tut.


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