Original von Powerqueen
2. Wir haben aufgrund von Omikron sehr viele Personalausfälle, die wir nicht auffangen können.
Wenn man lockert, dann muss es natürlich auch durchziehen und Quarantäne etc lockern/abschaffen, damit Leute nicht wegen Quarantäne von der Arbeit abgehalten werden.
4. Wir haben Umfragen unter der Belegschaft gemacht (wir haben viele Krankenhäuser in der Region). 65% der Ärzte wollen das Krankenhaus verlassen und zukünftig nicht mehr im Krankenhaus arbeiten. Der Aufwand wegen Corona ist zu hoch. Unter Pfegekräften ist der Unmut zwar größer, aber es wollen "nur" 20% den Bereich verlassen.
Glaubst du, der Aufwand wird geringer, wenn wir mit Maßnahmen die Inzidenz jetzt monatelang auf 500-800 köcheln lassen?
Du kannst Omicron mit Maßnahmen nunmal nicht auf Null bringen, sondern nur verlangsamen. Das ist für mich inzwischen ein klassisches "Ende mit (ein bisschen) Schrecken oder Schrecken ohne Ende Szenario". Wenn du es wie Kaugummi in die Länge ziehst, hast du noch monatelang permanente Anspannung. Zeitschinden war damals sinnvoll, als man nicht wusste, ob das System überlastet wird oder damit man die Leute geimpft bekommt. Beides ist jetzt kein Thema mehr.
5. Wenn wir jetzt wieder ausloten, wie weit wir wieder die Krankenhäuser belasten können, gibt es in unserer Region den Super GAU. Jetzt ist die Belastung schon immens hoch.
Das haben doch zahlreiche andere Länder für uns ausgelotet und der Supergau ist nirgends eingetreten, trotz 3 fach höherer Inzidenz.
6. Und man sollte die Situation nicht nur an den Toten messen.
Bei den Überlebenden kommt auch nichts anderes raus. Ob du COVID nun schnell oder langsam "hinter dich bringst", hat keinen Einfluss auf die Long COVID Rate etc, da wie gesagt jeder COVID bekommt, aber keiner Long COVID bekommen wird, weil er wegen Überlastung nicht gescheit behandelt werden konnte. Auf der Gegenseite hast du die Schäden durch Restriktionen wie z.B. vermehrt zu erwartenden Krebstoten, weil in den letzten 2 Jahren Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt wurden.
7. Für ein Krankenhaus macht es keinen Unterschied, ob der Patient MIT oder WEGEN Corona ins Krankenhaus kommt. Der Aufwand ist gleich groß.
Genau, für das Gesundheitssystem macht aber eben ein MIT COVID Patient aber auch keinen Unterschied.
Die COVID Statistiken suggerieren derzeit, dass wir WEGEN COVID sehr viele ZUSÄTZTLICHE KH-Einweisungen haben, die es ohne COVID nicht gegeben hätte. Das ist in großen Teilen aber nicht mehr korrekt. Eine KH Einweisungen von jemanden, der dann auch wegen der Welle COVID hat, wäre eine KH Einweisungen, die es so oder so gegeben hätte und die auch nicht durch Maßnahmen hätte verhindert werden können.