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rmsds
Joined: 29.08.2018

Original von shaddiii
Um mich herum gibt es kaum eine Familie, bei denen sich nicht Eltern seit Omicron nicht angesteckt haben, wenn das Kind covid-positiv aus der Schule oder Kita kam.

Ja, wie dramatisch.

Mit dieser Ansicht dürfte man nie wieder zum normalen Leben zurückkehren.


Antwort
Zitat
Wody
Joined: 23.01.2007

Original von shaddiii

Original von Wody
Ich finde folgenden Satz dort interessant:

Ein zu frühes Öffnen berge die Gefahr eines erneuten Anstiegs der Krankheitslast

Es wird also nicht mehr von einer Überlastung der Krankenhäuser gesprochen oder dem Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur. Bleibt also die Frage ob die "Gefahr eines Anstiegs der Krankheitslast" ausreicht, um so schwerwiegende Grundrechtseingriffe gerade für Ungeimpfte noch zu rechtfertigen.

Was lässt dich denken, dass eine erhöhte Krankheitslast nicht auch die kritische Infrastruktur betreffen würde?

Du musst meine Aussage schon richtig lesen, denn zwischen "Zusammenbruch" und "nicht betreffen" gibt es einen großen Unterschied.
Und wieso ich das denke habe ich doch geschrieben, nämlich weil das sonst der Expertenrat so kommuniziert hätte.


Antwort
Zitat
topspit
Joined: 07.02.2008

@shadii:
Falls deine Frage an mich ernst gemeint war, betrachte meine Beiträge bitte im Kontext. Dann sollte sich die Frage eigentlich erledigt haben. Falls nicht, bitte nochmal stellen und den Kontext mit zitieren. Sonst macht es keinen Sinn.

Spoiler

Die Argumentationskette der KritikerInnen von Prien war ja nicht ein Weiterübertragen auf Familienmitglieder etc... sondern, dass Kinder sterben.


Antwort
Zitat
p00s88
Joined: 08.09.2007

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-02/corona-einschraenkungen-sollen-stufenweise-fallen

Cliffs:

Vorlage zum Abbau der Maßnahmen in drei Stufen:
Lockerung was private Zusammenkünfte angeht, aber "Für Ungeimpfte sollen die Kontaktbeschränkungen bis zum 19. März bestehen bleiben."

"In einem dritten und letzten Schritt sollen ab dem 20. März alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen fallen – auch die verpflichtenden Homeofficeregelungen. Arbeitgeber sollen aber weiterhin im Einvernehmen mit den Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anbieten können.
Niedrigschwellige Schutzmaßnahmen sollen indes beibehalten werden. Darunter fällt insbesondere die Maskenpflicht in Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen. Bei schlechterer Infektionslage will die Regierung zudem nötige Gesetzgebungsverfahren zügig einleiten."

"Die Vorlage ist noch nicht mit allen Bundesländern abgestimmt, sondern gilt bislang als Diskussionsgrundlage für die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Mittwoch. "

Naja, wäre doch gut zu wissen, wann dann wirklich auch die "soften"-Maßnahmen fallen.


Antwort
Zitat
ScHarKsen
Joined: 19.05.2011

Original von p00s88https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-02/corona-einschraenkungen-sollen-stufenweise-fallen

Cliffs:

Vorlage zum Abbau der Maßnahmen in drei Stufen:
Lockerung was private Zusammenkünfte angeht, aber "Für Ungeimpfte sollen die Kontaktbeschränkungen bis zum 19. März bestehen bleiben."

"In einem dritten und letzten Schritt sollen ab dem 20. März alle tiefgreifenderen Schutzmaßnahmen fallen – auch die verpflichtenden Homeofficeregelungen. Arbeitgeber sollen aber weiterhin im Einvernehmen mit den Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice anbieten können.
Niedrigschwellige Schutzmaßnahmen sollen indes beibehalten werden. Darunter fällt insbesondere die Maskenpflicht in Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen. Bei schlechterer Infektionslage will die Regierung zudem nötige Gesetzgebungsverfahren zügig einleiten."

"Die Vorlage ist noch nicht mit allen Bundesländern abgestimmt, sondern gilt bislang als Diskussionsgrundlage für die Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz am Mittwoch. "

Naja, wäre doch gut zu wissen, wann dann wirklich auch die "soften"-Maßnahmen fallen.

Mit anderen Worten es gibt keinen Freedomday, Deutschland geht weiter seinen Sonderweg. Lockerungen werden völlig sinnlos verzögert und nur unzureichend umgesetzt, um dann anschließend so schnell wie möglich wieder hochgefahren zu werden.

Aus den Kommentaren: "Ich hätte auch einen 3 Stufen-Plan zu bieten:

1. Alle Maßnahmen sofort abschaffen
2. Alle Folgeschäden der Maßnahmen schonungslos offen legen
3. Ein neues Infektionsschutzgesetz zu schreiben, welches dem Staat erst erlaubt zu handeln, wenn die Prüfung der Verhältnismäßigkeit dazu passt."


Antwort
Zitat
shaddiii
Joined: 05.04.2009

Original von rmsds

Original von shaddiii
Um mich herum gibt es kaum eine Familie, bei denen sich nicht Eltern seit Omicron nicht angesteckt haben, wenn das Kind covid-positiv aus der Schule oder Kita kam.

Ja, wie dramatisch.

Mit dieser Ansicht dürfte man nie wieder zum normalen Leben zurückkehren.

Und wieso das nicht? Tun wir doch jetzt Stück für Stück? :f_rolleyes:

Ganz ehrlich, ich verstehe das militante Dagegensein von dir und deinesgleichen nicht. Du pickst dir einen random Teil meines Postings raus, der sich noch dazu auf das von mir gequotete von Topspit bezog. Es macht so überhaupt gar keinen Sinn, für jedermann Maßnahmen zu verhängen, nur für Kinder nicht.

Es ist ja offenkundig, dass du neuerdings gegen Maßnahmen bist, da du politikverdrossen bist. Letzten Endes könnte aber auch alles anders sein, du wärst einfach immer dagegen. Kein Land dieser Erde ist ohne Maßnahmen durch die Pandemie gekommen. Auch Dänemark, UK und erst recht China nicht. Und wenn wir nun schrittweise öffnen und weder jetzt noch im nächsten Herbst und Winter nochmal Probleme a la Israel (übrigens hier auch lange der gefeierte Impfweltmeister) auftreten, sind wir insgesamt sogar recht gut durch die Pandemie gekommen.

Lies doch einfach mal das gesamte Posting, erkenne den Zusammenhang und unabhängig davon freu dich darüber, dass die Aussichten gerade positiv sind und mit dem nahenden Frühling und Sommer wieder Normalität einkehren wird. Dann kannst du wieder entspannt bei McDonalds ein leckeres Menu gustieren und selber was für die Entspaltung der Gesellschaft tun statt jeden Tag außerhalb des Kontexts zu lamentieren.


Antwort
Zitat
shaddiii
Joined: 05.04.2009

Original von topspit
@shadii:
Falls deine Frage an mich ernst gemeint war, betrachte meine Beiträge bitte im Kontext. Dann sollte sich die Frage eigentlich erledigt haben. Falls nicht, bitte nochmal stellen und den Kontext mit zitieren. Sonst macht es keinen Sinn.

Spoiler

Die Argumentationskette der KritikerInnen von Prien war ja nicht ein Weiterübertragen auf Familienmitglieder etc... sondern, dass Kinder sterben.

Meine Frage war ernst gemeint und dein Posting nicht gerade eindeutig, weshalb ich sie gestellt habe. Ich stelle sie anders: Bist du dafür, dass für Kinder Maßnahmen gelten und wenn ja, ab welcher Inzidenz / Hospitalisierungsquote / Intensivauslastung? Wenn nein, warum nicht?

Original von Wody

Original von shaddiii

Original von Wody
Ich finde folgenden Satz dort interessant:

Ein zu frühes Öffnen berge die Gefahr eines erneuten Anstiegs der Krankheitslast

Es wird also nicht mehr von einer Überlastung der Krankenhäuser gesprochen oder dem Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur. Bleibt also die Frage ob die "Gefahr eines Anstiegs der Krankheitslast" ausreicht, um so schwerwiegende Grundrechtseingriffe gerade für Ungeimpfte noch zu rechtfertigen.

Was lässt dich denken, dass eine erhöhte Krankheitslast nicht auch die kritische Infrastruktur betreffen würde?

Du musst meine Aussage schon richtig lesen, denn zwischen "Zusammenbruch" und "nicht betreffen" gibt es einen großen Unterschied.
Und wieso ich das denke habe ich doch geschrieben, nämlich weil das sonst der Expertenrat so kommuniziert hätte.

Ich habe dein Posting sehr aufmerksam gelesen. Das Statement des Expertenrats konnte ich bisher nirgends im O-Ton finden. Ich bin mir nicht sicher, dass der Spiegel deine Interpretation in der Wortwahl teilt oder womöglich einfach unvollständig rezitiert hat. Für mich inkludiert das Statement die Gefahr eines Zusammenbruchs oder auch einfach potenzieller kritischer Situationen. Daher hat mich interessiert, was genau dich denken lässt, dass diese Gefahr nicht bestünde.

BR schreibt beispielsweise:

Der Rat betonte, ein zu frühes Öffnen berge die Gefahr eines erneuten Anstiegs der Krankheitslast. Wenn aber die Hospitalisierungsrate spürbar und nachhaltig sinke, sei der richtige Zeitpunkt für Lockerungen.

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-expertenrat-plaediert-fuer-lockerungen-aber-nicht-zu-frueh,SxM8wlC


Antwort
Zitat
topspit
Joined: 07.02.2008

Original von shaddiii

Original von topspit
@shadii:
Falls deine Frage an mich ernst gemeint war, betrachte meine Beiträge bitte im Kontext. Dann sollte sich die Frage eigentlich erledigt haben. Falls nicht, bitte nochmal stellen und den Kontext mit zitieren. Sonst macht es keinen Sinn.

Spoiler

Die Argumentationskette der KritikerInnen von Prien war ja nicht ein Weiterübertragen auf Familienmitglieder etc... sondern, dass Kinder sterben.

Meine Frage war ernst gemeint und dein Posting nicht gerade eindeutig, weshalb ich sie gestellt habe. Ich stelle sie anders: Bist du dafür, dass für Kinder Maßnahmen gelten und wenn ja, ab welcher Inzidenz / Hospitalisierungsquote / Intensivauslastung? Wenn nein, warum nicht?

Ich bin dafür, dass Kinder normal leben können. Wenn die Hospitalisierungsinzidenz in einen kritischen Bereich kommt und der Trend auch auf die Kinder zurückzuführen ist, würde ich Maßnahmen für Kinder einführen.


Antwort
Zitat
Wody
Joined: 23.01.2007

Original von shaddiii
Ich habe dein Posting sehr aufmerksam gelesen. Das Statement des Expertenrats konnte ich bisher nirgends im O-Ton finden. Ich bin mir nicht sicher, dass der Spiegel deine Interpretation in der Wortwahl teilt oder womöglich einfach unvollständig rezitiert hat. Für mich inkludiert das Statement die Gefahr eines Zusammenbruchs oder auch einfach potenzieller kritischer Situationen. Daher hat mich interessiert, was genau dich denken lässt, dass diese Gefahr nicht bestünde.

BR schreibt beispielsweise:

Der Rat betonte, ein zu frühes Öffnen berge die Gefahr eines erneuten Anstiegs der Krankheitslast. Wenn aber die Hospitalisierungsrate spürbar und nachhaltig sinke, sei der richtige Zeitpunkt für Lockerungen.

https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/corona-expertenrat-plaediert-fuer-lockerungen-aber-nicht-zu-frueh,SxM8wlC/blockquote >
Ich kann deine Interpretation nicht nachvollziehen. Wenn der Corona Expertenrat ein relevantes Risiko für die Überlastung der KH oder der kritischen Infrastruktur sehen würde, würde er dies ausdrücklich kommunizieren, wie er das in der Vergangenheit auch gemacht hat. Das ist doch seine Kernaufgabe vor gefährlichen Szenarien explizit zu warnen.
Gleichzeitig sieht man an anderen Ländern, dass weitreichende Lockerungen der Coronamaßnahmen nirgendwo zu einem Zusammenbruch der kritischen Infrastruktur geführt haben.
Darum denke ich, dass die Gefahr nicht besteht.


Antwort
Zitat
shaddiii
Joined: 05.04.2009

Das Zitat bei BR24 ist doch recht eindeutig. Wenn die Hospitalisierungsrate spürbar und nachhaltig sinke, sei der richtige Zeitpunkt für Lockerungen. Was sonst wenn nicht das Risiko vor Überlastung der KH oder kritischer Infrastruktur soll mit der zitierten Gefahr gemeint sein?

Mein Kontext dazu: Prof. Drosten hat im NDR-Podcast der vorletzten Woche darauf hingewiesen, dass Omicron aktuell vor allem in der jüngeren Bevölkerung zirkuliert und wir immer noch 3 Mio ungeimpfte Risikopatienten haben. Bei steigender hoher Inzidenz besteht nach meinem Verständnis ein Risiko, dass beim Erreichen der älteren Altersgruppen auch Hospitalisierungen und Intensivaufnahmen sehr schnell sehr stark ansteigen könnten.

Ich hoffe und wünsche nicht, dass es so kommt. Stückweites kontrolliertes Öffnen finde ich bei diesem Gedankengang aber besser, als einen "Freedom Day" innerhalb kurzer Zeit. Siehe Situation in Israel, die allerdings inzwischen auch schlechtere Impfquoten haben als wir (wir stehen quasi zwischen DK / UK und Israel):
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-omikron-schwere-krankheit-israel-100.html
https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/international/anstieg-beim-impfweltmeister-das-steckt-hinter-den-hohen-corona-todeszahlen-in-israel/ar-AATKhPR


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Joined: 16.01.2005

Original von MLP123

Original von n0gg
Zumal die Zahlen ja wirklich zeigen, dass uns das nicht bevor steht. Sowohl aus den anderen Ländern die schon gelockert haben, als auch anhand der eigenen Zahlen...

Inzidenz sinkt, Krankenhaus Aufnahmen stagnieren, Intensivbetten stagnieren und tote ebenfalls. Da inzidenz schon sinkt wird der Rest auch schnell sinken....

Gibt zwar schon erste Andeutungen für Lockerungen, aber warum man sich damit so schwer tut verstehe ich nicht mehr... Letztes Jahr im Frühjahr waren wir ja auch später als die andern - was im Nachhinein nicht besser war..

So prickelnd sind die Zahlen für Dänemark nicht. AllTimeHigh bei Hospital Admissions, New Cases und Deaths. Zumindest bei den ICU stagniert es.

Folgendes muss hier berücksichtigt werden:

1. Es ist inzwischen kaum noch relevant, wenn die Zahlen wie Hospitalisierungen hoch sind, solange niemand stirbt, weil Überlastung eintritt.
Die Durchseuchung, die so oder so stattfinden wird, kostet nunmal X leben. Diese Zahl verändert sich durch Maßnahmen aber kaum mehr, wenn du jetzt eine heftige Welle mit Inzidenz 5k hast oder wenn du diese Welle mit Maßnahmen auf Inzidenz 1k drosselst, sie aber 5 Mal so lange dauert. Am Ende gibt es fast gleich viele Hospitalisierungen und Todesfälle, nur halt eben über einen längeren Zeitraum, wenn es mit Maßnahmen gebremst wird.

2. Zumindest in D ist bekannt, dass man inzwischen nicht mehr MIT oder WEGEN Covid sauber trennen kann bei den Hospitalisierungen. Daher sind diese Metriken imo sehr fehleranfällig und können zu falschen Rückschlüssen und fehlgeleiteten politischen Handlungen verleiten.


Antwort
Zitat
Powerqueen
Joined: 09.10.2011

Original von OnkelHotte

Folgendes muss hier berücksichtigt werden:

1. Es ist inzwischen kaum noch relevant, wenn die Zahlen wie Hospitalisierungen hoch sind, solange niemand stirbt, weil Überlastung eintritt.
Die Durchseuchung, die so oder so stattfinden wird, kostet nunmal X leben. Diese Zahl verändert sich durch Maßnahmen aber kaum mehr, wenn du jetzt eine heftige Welle mit Inzidenz 5k hast oder wenn du diese Welle mit Maßnahmen auf Inzidenz 1k drosselst, sie aber 5 Mal so lange dauert. Am Ende gibt es fast gleich viele Hospitalisierungen und Todesfälle, nur halt eben über einen längeren Zeitraum, wenn es mit Maßnahmen gebremst wird.

2. Zumindest in D ist bekannt, dass man inzwischen nicht mehr MIT oder WEGEN Covid sauber trennen kann bei den Hospitalisierungen. Daher sind diese Metriken imo sehr fehleranfällig und können zu falschen Rückschlüssen und fehlgeleiteten politischen Handlungen verleiten.

Man soll nicht außer Acht lassen, dass die Krankenhäuser/Personal derzeit am Limit sind:

1. Ich bin als Mitglied des Kreisausschusses (ehrenamtlich) in sämtliche Infos aus dem Kreis und Nachbarkreisen involviert.
2. Wir haben aufgrund von Omikron sehr viele Personalausfälle, die wir nicht auffangen können.
3. Es kommen viele positiv Getestete auf die Normalstation (Isolierstation). Der Aufwand hierfür ist immens hoch.
4. Wir haben Umfragen unter der Belegschaft gemacht (wir haben viele Krankenhäuser in der Region). 65% der Ärzte wollen das Krankenhaus verlassen und zukünftig nicht mehr im Krankenhaus arbeiten. Der Aufwand wegen Corona ist zu hoch. Unter Pfegekräften ist der Unmut zwar größer, aber es wollen "nur" 20% den Bereich verlassen.
5. Wenn wir jetzt wieder ausloten, wie weit wir wieder die Krankenhäuser belasten können, gibt es in unserer Region den Super GAU. Jetzt ist die Belastung schon immens hoch.
6. Und man sollte die Situation nicht nur an den Toten messen.
7. Für ein Krankenhaus macht es keinen Unterschied, ob der Patient MIT oder WEGEN Corona ins Krankenhaus kommt. Der Aufwand ist gleich groß.


Antwort
Zitat
topspit
Joined: 07.02.2008

Frag doch mal in nem dänischen Krankenhaus nach wie die das regeln. Also du bist ja vom Fach und solltest da auf der Fachebene ne qualifizierte Antwort bekommen. Vielleicht haben die ja eine Lösung für das Problem. Schließlich haben die mind. genausoviele Coronafälle.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Joined: 06.06.2010

Original von shaddiii
Mein Kontext dazu: Prof. Drosten hat im NDR-Podcast der vorletzten Woche darauf hingewiesen, dass Omicron aktuell vor allem in der jüngeren Bevölkerung zirkuliert und wir immer noch 3 Mio ungeimpfte Risikopatienten haben. Bei steigender hoher Inzidenz besteht nach meinem Verständnis ein Risiko, dass beim Erreichen der älteren Altersgruppen auch Hospitalisierungen und Intensivaufnahmen sehr schnell sehr stark ansteigen könnten.
...
Siehe Situation in Israel, die allerdings inzwischen auch schlechtere Impfquoten haben als wir (wir stehen quasi zwischen DK / UK und Israel.

1. Das ist etwas, was wir schon im letzten Jahr beobachten konnten:
Bei der Altersgruppe der "jungen Rentner" ist die Inzidenz im Vergleich niedrig. Das hängt sicherlich auch mit einer Teststrategie zusammen, die junge Menschen durchgängig testet und infolge dessen natürlich eine sehr niedrige Dunkelziffer in Familien mit Kindern nach sich zieht. Dazu natürlich auch nach wie vor eine gewisse Korrelation zwischen Alter und Impfquote, so dass ein "Aber wenn die Inzidenz die Alten erreicht" eher wie das Lauterbachsche "Impfstoffmangel in Q1" einzuordnen ist.

2. Israel hat keine schlechteren Impfquoten im relevanten Bereich, ganz im Gegenteil. Das Land ist einfach nur deutlich jünger als Deutschland (20% Ü55 vs 29% Ü60 bzw. 27% U15 vs. 16% U18).

Die Boosterquote der 60 bis 69 Jährigen in Israel ist vergleichbar mit unserer Impfquote im Bereich Ü60.


Antwort
Zitat
FiftyBlume
Joined: 06.06.2010

Original von Powerqueen
...
5. Wenn wir jetzt wieder ausloten, wie weit wir wieder die Krankenhäuser belasten können, gibt es in unserer Region den Super GAU. Jetzt ist die Belastung schon immens hoch.
6. Und man sollte die Situation nicht nur an den Toten messen.
7. Für ein Krankenhaus macht es keinen Unterschied, ob der Patient MIT oder WEGEN Corona ins Krankenhaus kommt. Der Aufwand ist gleich groß.

Das ist aber sicherlich auch viel "Klappern gehört zum Handwerk" dabei - was nicht heißen soll, dass die Belastung im KH nicht hoch ist.

Die Aussage zu den Todesfällen kann man auf beliebige andere Punkte übertragen. Man wird die Ungeimpften nicht mehr erreichen, gerade wenn 2G+ abgeschafft wird. Damit bleibt nur die Durchseuchung und die damit verbundene Last muss gesteuert werden. Die lt. Aussage der Kliniken betreibbaren Betten für eine möglichst schnelle Durchseuchung zu nutzen scheint da dann doch sehr sinnvoll?

Der Aufwand mit/wegen Corona ist halt einfach never ever identisch. Ja, natürlich belegen sie jeweils ein Isolationsbett, aber was wäre denn ohne Corona:
Der Patient mit Corona wäre noch immer da und müsste noch immer behandelt werden, der Patient wegen Corona wäre zu Hause.
Ein womöglich noch besseres Beispiel:
Wenn 100 schon aufgenomme Patienten positiv getestet werden ist das sicher bedeutend weniger Aufwand als wenn 100 Patienten wegen Corona zusätzlich aufgenommen werden müssen.


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Joined: 16.01.2005

Original von Powerqueen

2. Wir haben aufgrund von Omikron sehr viele Personalausfälle, die wir nicht auffangen können.

Wenn man lockert, dann muss es natürlich auch durchziehen und Quarantäne etc lockern/abschaffen, damit Leute nicht wegen Quarantäne von der Arbeit abgehalten werden.

4. Wir haben Umfragen unter der Belegschaft gemacht (wir haben viele Krankenhäuser in der Region). 65% der Ärzte wollen das Krankenhaus verlassen und zukünftig nicht mehr im Krankenhaus arbeiten. Der Aufwand wegen Corona ist zu hoch. Unter Pfegekräften ist der Unmut zwar größer, aber es wollen "nur" 20% den Bereich verlassen.

Glaubst du, der Aufwand wird geringer, wenn wir mit Maßnahmen die Inzidenz jetzt monatelang auf 500-800 köcheln lassen?
Du kannst Omicron mit Maßnahmen nunmal nicht auf Null bringen, sondern nur verlangsamen. Das ist für mich inzwischen ein klassisches "Ende mit (ein bisschen) Schrecken oder Schrecken ohne Ende Szenario". Wenn du es wie Kaugummi in die Länge ziehst, hast du noch monatelang permanente Anspannung. Zeitschinden war damals sinnvoll, als man nicht wusste, ob das System überlastet wird oder damit man die Leute geimpft bekommt. Beides ist jetzt kein Thema mehr.

5. Wenn wir jetzt wieder ausloten, wie weit wir wieder die Krankenhäuser belasten können, gibt es in unserer Region den Super GAU. Jetzt ist die Belastung schon immens hoch.

Das haben doch zahlreiche andere Länder für uns ausgelotet und der Supergau ist nirgends eingetreten, trotz 3 fach höherer Inzidenz.

6. Und man sollte die Situation nicht nur an den Toten messen.

Bei den Überlebenden kommt auch nichts anderes raus. Ob du COVID nun schnell oder langsam "hinter dich bringst", hat keinen Einfluss auf die Long COVID Rate etc, da wie gesagt jeder COVID bekommt, aber keiner Long COVID bekommen wird, weil er wegen Überlastung nicht gescheit behandelt werden konnte. Auf der Gegenseite hast du die Schäden durch Restriktionen wie z.B. vermehrt zu erwartenden Krebstoten, weil in den letzten 2 Jahren Vorsorgeuntersuchungen vernachlässigt wurden.

7. Für ein Krankenhaus macht es keinen Unterschied, ob der Patient MIT oder WEGEN Corona ins Krankenhaus kommt. Der Aufwand ist gleich groß.

Genau, für das Gesundheitssystem macht aber eben ein MIT COVID Patient aber auch keinen Unterschied.
Die COVID Statistiken suggerieren derzeit, dass wir WEGEN COVID sehr viele ZUSÄTZTLICHE KH-Einweisungen haben, die es ohne COVID nicht gegeben hätte. Das ist in großen Teilen aber nicht mehr korrekt. Eine KH Einweisungen von jemanden, der dann auch wegen der Welle COVID hat, wäre eine KH Einweisungen, die es so oder so gegeben hätte und die auch nicht durch Maßnahmen hätte verhindert werden können.


Antwort
Zitat
n0gg
Joined: 27.01.2007

Original von FiftyBlume

Original von Powerqueen
...
5. Wenn wir jetzt wieder ausloten, wie weit wir wieder die Krankenhäuser belasten können, gibt es in unserer Region den Super GAU. Jetzt ist die Belastung schon immens hoch.
6. Und man sollte die Situation nicht nur an den Toten messen.
7. Für ein Krankenhaus macht es keinen Unterschied, ob der Patient MIT oder WEGEN Corona ins Krankenhaus kommt. Der Aufwand ist gleich groß.

Das ist aber sicherlich auch viel "Klappern gehört zum Handwerk" dabei - was nicht heißen soll, dass die Belastung im KH nicht hoch ist.

Die Aussage zu den Todesfällen kann man auf beliebige andere Punkte übertragen. Man wird die Ungeimpften nicht mehr erreichen, gerade wenn 2G+ abgeschafft wird. Damit bleibt nur die Durchseuchung und die damit verbundene Last muss gesteuert werden. Die lt. Aussage der Kliniken betreibbaren Betten für eine möglichst schnelle Durchseuchung zu nutzen scheint da dann doch sehr sinnvoll?

Der Aufwand mit/wegen Corona ist halt einfach never ever identisch. Ja, natürlich belegen sie jeweils ein Isolationsbett, aber was wäre denn ohne Corona:
Der Patient mit Corona wäre noch immer da und müsste noch immer behandelt werden, der Patient wegen Corona wäre zu Hause.
Ein womöglich noch besseres Beispiel:
Wenn 100 schon aufgenomme Patienten positiv getestet werden ist das sicher bedeutend weniger Aufwand als wenn 100 Patienten wegen Corona zusätzlich aufgenommen werden müssen.

? die Leute die wegen Corona ins Krankenhaus kommen machen das doch nicht aus jux sondern weil die Symptome so stark sind dass ein Krankenhausaufenthalt notwendig ist. Daher stimmt die Aussage nicht was die Belastung angeht.
Und der Aufwand wird natürlich der gleiche sein - denn die ganzen Hygiene und Schutzbestimmungen sind nun mal da mit einer Corona Infektion. Verstehe daher die Aussage nicht. Der einzige Unterschied ist die Behandlung gegen das Virus...
Es ist halt einfach ein Unterschied ob ich einfach in Arbeitskleidung in das Behandlungszimmer spazieren kann und den Patienten untersuche, oder ob sich jedes Mal jeder Pfleger, Schwester, Arzt in Vollmontur vermummen muss, inkl. Desinfizieren etc. Glaube da fehlt es ein wenig an Vorstellungskraft was das an Aufwand im Alltag bedeutet.
Und das wird man im hoch sensiblen Bereich wie einem KH auch nicht abschaffen können - selbst wenn man lockert

@Hotte
wegen Quarantäne stimme ich dir zu, wird aber bei den Krankenhäusern kaum ins Gewicht fallen. Da herrscht eh Impfpflicht und für geboosterte gibt es momentan keine Quarantäne solange ohne Symptome (zumindest NRW)

Der Punkt mit dem Schrecken mit Ende und in die Länge ziehen stimmt aber imo. Sollen sie halt für nen halbes Jahr jedem Mitarbeiter im KH 1000€ Netto Bonus überweisen damit wir endlich durch kommen....


Antwort
Zitat
GeraldG
Joined: 24.05.2011

Original von topspit
Frag doch mal in nem dänischen Krankenhaus nach wie die das regeln. Also du bist ja vom Fach und solltest da auf der Fachebene ne qualifizierte Antwort bekommen. Vielleicht haben die ja eine Lösung für das Problem. Schließlich haben die mind. genausoviele Coronafälle.

https://ourworldindata.org/grapher/current-covid-patients-hospital?country=DNK

wäre hier halt die Frage was diese Zahl aussagt. Kommen die Leute wegen Corona ins Krankenhaus oder sind es Leute die wegen was anderem da sind und gleichzeitig noch Corona haben. Die Zahl steigt aber schon massiv, keine Ahnung wann Dänemark da an seine Kapazitäten stößt.

Ansonsten hat Dänemark halt auch ne höhere Impf u Boosterrate als wir und wohl an sich eine diszipliniertere Bevölkerung


Antwort
Zitat
rmsds
Joined: 29.08.2018

Original von OnkelHotte
Eine KH Einweisungen von jemanden, der dann auch wegen der Welle COVID hat, wäre eine KH Einweisungen, die es so oder so gegeben hätte und die auch nicht durch Maßnahmen hätte verhindert werden können.

#

Genauso siehts aus. Man sollte einfach mal aufhören, die Patienten die nicht wegen einer Atemwegserkrankung eingeliefert werden, zu testen.

Wenn man jetzt schon wieder von der Esken hört: "Um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten, sollte die permanente Testung fortgeführt werden (über den 20.03. hinaus)", da fragt man sich dann schon, was das soll.

Der richtige Weg wäre, das testen für jung und alt komplett einzustellen. Wer symptomatisch erkrankt, lässt sich krankschreiben und bleibt zu Hause.

Man macht ja auch im Winter keinen täglichen/wöchentlichen Grippe-Test, wenn man gar keine Symptome hat.


Antwort
Zitat
ipraythesun
Joined: 11.01.2011

Original von n0gg

Der Punkt mit dem Schrecken mit Ende und in die Länge ziehen stimmt aber imo. Sollen sie halt für nen halbes Jahr jedem Mitarbeiter im KH 1000€ Netto Bonus überweisen damit wir endlich durch kommen....

Mit einer Geldzahlung kannst du derzeit die wenigsten Ärzte und Pflegekräfte auf einer COVID Station oder I-Station locken.

Wenn viele Mitarbeiter ausfallen, dann darfst du halt 2 oder 3 Mal in der Woche Bereitschaftsdienst machen (anstelle von 1 Mal). Du musst die Hygeniemaßnahmen ständig beachten; zudem muss man aufpassen sich nicht anzustecken und auf der I noch die psychische Situation ist fordernd.

Und bekommt man von der Politik gesagt: die Krankenhäuser sind nicht voll ausgelastet oder wir können lockern. Realitätsfern.


Antwort
Zitat