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Coach
Paxis
Joined: 01.11.2006

Verstehe die Longcovid Thematik auch nicht aber immer wenn hier ein Artikel geteilt wird wo gesagt wird Long Covid wäre in den meisten Fällen psychischer und psychosomatischer Natur, sind diese von Anfang des Jahres. War das nicht der Zeitpunkt als das Thema erst aufkam?
Wie sehen denn aktuelle Studien dazu aus?
Eventuell kann Siedepunkt dazu was verlinken. Der scheint da wohl auf einen aktuelleren Stand zu sein.

Falls sich da die Meinung der Experten wirklich geändert hat ist es halt unsinnig sich extra alte Artikel herauszusuchen um gegen den aktuellen Konsens zu argumentieren. Generell würde ich bei Covid immer versuchen so aktuelle Studien/Artikel wie möglich zur verwenden weil wir auch durch veränderte Mutationen andere Fakten haben.
Das war vorher schon so bei den verschiedenen Varianten. Da konnte man auch nicht Artikel zu rate ziehen die weit über einen halbes Jahr alt sind weil die sich auf eine ganz andere Sachlage bezogen haben.


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bumblebeebee
Joined: 06.06.2006

Hab mal die Frau Scheibenbogen gegoogelt, bin ja neugierig. Sie ist halt Fatigue-Forscherin. Da fällt mir immer direkt Maslows Hammer ein.
Klar, das gilt auch für die Neurologen.

Ich find's nur merkwürdig, dass wieder 100% der Bevölkerung für das Versagen von Politik und Krankenhausbetreibern in Geiselhaft genommen werden sollen. Wer Maske tragen und Abstand halten will, darf das doch gerne tun. So viel Freiheit gibt es noch in diesem Land.


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Zitat
ipraythesun
Joined: 11.01.2011

Original von soulfly187
Gibts Longcovid in anderen Ländern nicht ? :f_ugly: Warum hat denn Joe Biden die Pandemie für beendet erklärt.

Dies haben wir in Deutschland auch. Der Bundestag hat nach §28a IfSG eine epidemischen Lage von nationaler Tragweite nicht mehr festgestellt!


Antwort
Zitat
ipraythesun
Joined: 11.01.2011

Original von soulfly187
Gibts Longcovid in anderen Ländern nicht ? :f_ugly: Warum hat denn Joe Biden die Pandemie für beendet erklärt.

Andere Länder für LongCovid sind bspw. England: https://www.theguardian.com/society/2022/oct/06/more-than-1m-people-report-long-covid-in-uk-a-year-after-infection

https://www.ons.gov.uk/peoplepopulationandcommunity/healthandsocialcare/conditionsanddiseases/articles/coronaviruscovid19latestinsights/infections#long-covid


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Zitat
shaddiii
Joined: 05.04.2009

Original von bumblebeebee
Long Covid hat in den meisten Fällen psychische und psychosomatische Ursachen.
https://www.merkur.de/welt/long-covid-studie-corona-infektion-langzeitfolgen-ursachen-demenz-91362686.html
Vielleicht hilft, neben Masken und Abstand, auch weniger Angst und Panik zu verbreiten.

Genau, Burnout und Depressionen lassen sich so auch leicht kurieren... not.

Link Text...
Hinsichtlich der Risikofaktoren deutet sich an, dass chronische und psychische Vorerkrankungen und ein schwerer COVID-19-Krankheitsverlauf die Entstehung von Long COVID begünstigen. Auch tritt Long COVID offenbar besonders im jungen bis mittleren Erwachsenenalter und bei sozial benachteiligten Menschen auf.

Ursache und Risikofaktor sind zwei verschiedene Dinge. Große Brüste sind zB eine Begünstigung für Brustkrebs und nicht die Ursache.


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Zitat
soulfly187
Joined: 05.02.2007

Depressiv wurden die Menschen wegen den ganzen Lockdowns.


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Super Moderator
Spiike
Joined: 10.07.2014

Verwarnung an topspit wegen Beleidigung.

MfG Spiike


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Joined: 16.01.2005

Original von Siedepunkt

Original von bumblebeebee
Long Covid hat in den meisten Fällen psychische und psychosomatische Ursachen.
https://www.merkur.de/welt/long-covid-studie-corona-infektion-langzeitfolgen-ursachen-demenz-91362686.html
Vielleicht hilft, neben Masken und Abstand, auch weniger Angst und Panik zu verbreiten.

Es ist dir schon klar, dass du eine Mindermeinung in Sachen postcovid zitierst. Die einhellige Meinung sieht die Sachlage anders, wobei die neuesten Studien aus den letzten Tagen sogar neue Parameter zum Erkennen von postcovid gezeigt haben. Leider gibt es derzeit keine zugelassenen Therapie gegen postcovid (auch wenn Frau Prof. Dr Scheibenbogen mit ihrer Forschung sehr weit ist).

Gib mal paar Links zur „einhelligen“ Meinung. Geht mir um Quality Links, die man zukünftig als Referenz nehmen könnte.


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Zitat
Siedepunkt
Joined: 08.10.2008

Welche Fachzeitschriften hast du zu Hause bzw ein Online-Abo`?

Welche Art möchtest du haben? Zahlen der KBV aufgeschlüsselt nach Krankheitsbild innerhalb vom LC-Diagnosecode? Oder Studien zu neuen Erkenntnissen? Oder eher Berichte von Personen, die sich täglich mit der Materie beschäftigen (Praxis oder Theorie).


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Joined: 01.11.2006

Verlink doch einfach die angesprochenen Studien und belege damit deine Aussage. So was findet man doch heutzutage alles online. Verstehe dein Problem nicht.


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Joined: 16.01.2005

Original von Siedepunkt
Welche Fachzeitschriften hast du zu Hause bzw ein Online-Abo`?

Welche Art möchtest du haben? Zahlen der KBV aufgeschlüsselt nach Krankheitsbild innerhalb vom LC-Diagnosecode? Oder Studien zu neuen Erkenntnissen? Oder eher Berichte von Personen, die sich täglich mit der Materie beschäftigen (Praxis oder Theorie).

Ich habe keine aktiven Abos aber du kannst mir gern zugängliche Links zu Originalpublikationen geben oder Reviews.
Alternativ natürlich auch Presse-Pieces, die das zusammenfassen inklusive Quellen-Angaben.


Antwort
Zitat
bumblebeebee
Joined: 06.06.2006

Original von Siedepunkt
Welche Fachzeitschriften hast du zu Hause bzw ein Online-Abo`?

Welche Art möchtest du haben? Zahlen der KBV aufgeschlüsselt nach Krankheitsbild innerhalb vom LC-Diagnosecode? Oder Studien zu neuen Erkenntnissen? Oder eher Berichte von Personen, die sich täglich mit der Materie beschäftigen (Praxis oder Theorie).

Original von Paxis
Verlink doch einfach die angesprochenen Studien und belege damit deine Aussage. So was findet man doch heutzutage alles online. Verstehe dein Problem nicht.

Schade, kommt wohl nix mehr. Hätte mich auch interessiert.
Ist der Bluff wohl aufgeflogen.


Antwort
Zitat
ipraythesun
Joined: 11.01.2011

Auch wenn diese Studie nicht die Thematik Psychosomatik bei Longcovid beinhaltet, ist diese sehr lesenswert:

https://www.nature.com/articles/s41467-022-33415-5

"With increasing numbers infected by SARS-CoV-2, understanding long-COVID is essential to inform health and social care support. A Scottish population cohort of 33,281 laboratory-confirmed SARS-CoV-2 infections and 62,957 never-infected individuals were followed-up via 6, 12 and 18-month questionnaires and linkage to hospitalization and death records. Of the 31,486 symptomatic infections,1,856 (6%) had not recovered and 13,350 (42%) only partially. No recovery was associated with hospitalized infection, age, female sex, deprivation, respiratory disease, depression and multimorbidity. Previous symptomatic infection was associated with poorer quality of life, impairment across all daily activities and 24 persistent symptoms including breathlessness (OR 3.43, 95% CI 3.29–3.58), palpitations (OR 2.51, OR 2.36–2.66), chest pain (OR 2.09, 95% CI 1.96–2.23), and confusion (OR 2.92, 95% CI 2.78–3.07). Asymptomatic infection was not associated with adverse outcomes. Vaccination was associated with reduced risk of seven symptoms. Here we describe the nature of long-COVID and the factors associated with it."


Antwort
Zitat
soulfly187
Joined: 05.02.2007

Karl will schon wieder Maskenpflicht in Innenräumen :spit:


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Zitat
OnkelHotte
Joined: 16.01.2005

Of the 31,486 symptomatic infections,1,856 (6%) had not recovered and 13,350 (42%) only partially

Muss sagen, das klingt einfach total utpoisch, dass 42% partially recovern. Fast jeder Zweite recovered nicht oder nur teilweise?
Deckt sich das mit irgendjemandem Umfeld hier?

Da reicht tatsächlich auch schon der eigene Dunstkreis, das infrage zu stellen. Ich kenne so an die 100-200 Menschen persönlich und von denen sind so ca. 98% vollständig recovered. Natürlich kann ich nicht jedem sagen, ob es denen nur "nach außen hin" gut geht oder ob sie in so einem Survey was anderes erzählen. Ich kenne literally eine Person mit Long COVID, die sich im Mai 2020 infiziert hat und 6 Monate später immer noch keinen Geruchssinn hatte, aber bei der ich nicht mal sicher wäre, ob das unter Long COVID fällt.
Aber ich könnte es auf die reduzieren, bei denen ich wüsste, wenn sie Long COVID hätten im absolut engsten Umkreis. Da ist die Quote ~0/20. Das wäre schon sehr sehr unwahrscheinlich, wenn die tatsächliche Quote bei 48% wäre, auch wenn mein Dunstkreis nicht alle Alters- und Risikogruppen inkludiert.

Ich tu mich mit diesem Ansatz irgendwie schwer. Eine Kohorte macht ne Krankheit durch und dann wird per Questionnaire only das Wohlbefinden abgefragt. Und jeder, der da irgendeine Verschlechterung reported, gilt dann als nicht recovered und "Long"?

Ich würde einfach wetten, dass du dieselbe Studie mit ähnlichen Ergebnissen bekämst, wenn du irgendeine andere Krankheit nähmst, mit der die Leute vorher infiziert waren, wie Grippe, Mandelentzündung oder Bronchitis.
Ich würde Geld drauf wetten, dass es bei so einer Studie auch signifikant Long Grippe, Long Tonsilitis und Long Bronchitis gäbe.

Für mich wäre in dem Zusammenhäng Long COVID eher das, was on top käme.
Wenn also zB bei den 3 anderen Krankheiten die "Long-Rate = partially recovered" 34% wäre, dann wären die 8% on top wirklich Long Covid und spezifisch für diese Erkrankung.

Ich bin kein Long-COVID Leugner aber ich tu mich da mit der Definition per subjektiver Surveys irgendwie schwer. Schiebt es halt in den psychischen Bereich, was sich einfach nicht mit den ganzen damaligen Theorien deckt, wie COVID nicht nur in der Lunge sondern auch außerhalb systematisch organ damage versuchen sollten konnte in der early phase und für mich wäre Long COVID gewesen, dann derartigen Damage medizinisch zu belegen und dokumentieren.
Im psychologischen Bereich hat doch eh quasi jeder Mensch irgendeine Krankheit, wenn man lange genug bohrt und immer weiter neue Pathologien entdeckt oder definiert.


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domano
Joined: 04.08.2006

Results
Cohort characteristics
Overall, 102,473 (16%) of the 638,125 people invited consented and completed at least one questionnaire: 33,281 (20%) of the 162,957 people who had a positive test, and 69,192 (15%) of the 475,168 invited following only negative tests. Completion rates were 14% (90,578/625,315), 9% (21,963/242,412) and 11% (934/8625) for the 6, 12 and 18 month follow-up questionnaires respectively (Supplementary Table 1). Compared with those who did not provide consent, responders were more likely to be female (60.9% vs 51.2%; p-value < 0.001), were older (>40 years 59.5% vs 46.0%; p-value < 0.001) and less deprived (most deprived SIMD quintile 24.0% vs 27.0%; p-value <0.001).

Da sieht man ja schon einen super bias. Nur 16% der eingeladenen haben an der studie teilgenommen. Wer nimmt teil? Jemand der noch Probleme hat sehr wahrscheinlich, jemand bei dem alles ok ist eher nicht.

Bin auch kein Long-Covid leugner, aber imo sagen auch Wissenschaftler wie Drosten, dass es das gibt aber unklar ist in welchem Ausmaß. Dem würde ich mich auch mal anschließen.

In meinem erweiterten Umfeld kenne ich nur einen der noch mit den Folgen zu kämpfen hat und zwar, dass er immer noch keinen/sehr wenigen Geschmacksinn hat. (schon seit 2020) Der zweit "schlimmste" Fall hatte so 2 Monaten zu kämpfen mit Kondition und Konzentrationsschwierigkeiten


Antwort
Zitat
topspit
Joined: 07.02.2008

Bei welcher Fragestellung spielt das überhaupt eine Rolle ob es 0.1% oder 10% sind? Kriegt doch eh jeder Covid.


Antwort
Zitat
OnkelHotte
Joined: 16.01.2005

Original von domano
Results
Cohort characteristics
Overall, 102,473 (16%) of the 638,125 people invited consented and completed at least one questionnaire: 33,281 (20%) of the 162,957 people who had a positive test, and 69,192 (15%) of the 475,168 invited following only negative tests. Completion rates were 14% (90,578/625,315), 9% (21,963/242,412) and 11% (934/8625) for the 6, 12 and 18 month follow-up questionnaires respectively (Supplementary Table 1). Compared with those who did not provide consent, responders were more likely to be female (60.9% vs 51.2%; p-value < 0.001), were older (>40 years 59.5% vs 46.0%; p-value < 0.001) and less deprived (most deprived SIMD quintile 24.0% vs 27.0%; p-value <0.001).

Da sieht man ja schon einen super bias. Nur 16% der eingeladenen haben an der studie teilgenommen. Wer nimmt teil? Jemand der noch Probleme hat sehr wahrscheinlich, jemand bei dem alles ok ist eher nicht.

Ich habe jetzt nicht die Zeit, das komplett zu studieren und zu durchdenken, aber das wäre für mich schon unerklärlich, wenn ein krasser Selection Bias bei Nature einfach so durchgewunken wird.

Original von topspit
Bei welcher Fragestellung spielt das überhaupt eine Rolle ob es 0.1% oder 10% sind? Kriegt doch eh jeder Covid.

Verstehe nicht, was du damit meinst. Die Fragestellung ist, wie viel % der COVID Infizierten mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben.


Antwort
Zitat
domano
Joined: 04.08.2006

Problem ist halt, dass es wohl keine bessere Methode gibt. Man müsste ja quasi leute zwingen an der Studie teilzunehmen. Diese Limitierung wird auch in der Studie selbst angesprochen:

Our cohort included a large sample (n = 33,281) of people previously infected and the response rate of 16% overall and 20% among people who had symptomatic infection was consistent with previous studies that have used SMS text invitations as the sole method of recruitment. For example, in a study on the impact of COVID-19, an SMS text invitation was sent to 7911 patients attending a rheumatology outpatient clinic, of whom 21% responded and 20% completed the questionnaire19. In another study, SMS text messages were sent to 350 cases recorded on a COVID-19 contact tracing database. Of these 24% responded and 1% provided the requested information on their contacts20. In our study, recruitment may have been lower in some sub-groups. For example, the questionnaire was written in English and accessed via a web-based app and therefore may have been inaccessible to people without internet access or without English as their first language. Formal and informal carers were permitted to assist respondents in completing the questionnaire. It is possible that people with persistent health problems may have been more motivated to participate. Whilst reporting of current symptoms will not be subject to recall bias, a potential study limitation is that symptoms at the time of acute infections were recalled at follow-up and, therefore, were potentially subject to recall bias.

Wäre mal eine interessante Studie rauszufinden wie viel mehr motiviert menschen mit problemen sind an solche studien teilzunehmen. Ich denke der Faktor ist deutlich über 100%


Antwort
Zitat
topspit
Joined: 07.02.2008

@OH:

Üblicherweise werden hier Aspekte bzgl Corona dann diskutiert wenn man damit eine eigene Position stützen will.

Beim Thema Long-COVID verstehe ich nicht welche Position das sein soll.

Es kann natürlich sein, dass es einen einfach nur interessiert. Aber in 99% der Fälle verfolgt man ja eine (persönliche) Agenda.

Also mir persönlich ist es wurscht wie groß der LC Anteil ist. Was bringt mir das?


Antwort
Zitat