Original von NoG2k5
wie tot der Thread ist 
Und nicht ein Politiker musste bisher den Kopf hinhalten. Alles so, wie ich vorhergesehen habe. Völlig abstruse Wahrheiten, die ein Lauterbach weiter durchzieht. Wie geht es eigentlich der Frau, die instrumentalisiert wurde, um pro Impfung zu sprechen, obwohl die erst nach er ersten Impfung Probleme bekam? Saß damals neben dem Stiko Chef und schwadronierte, wie gut eine Impfung doch sei....
Und genauso (un-)lustig:
Na herzlichen Dank! An alle #Ungeimpften.
Ich finde echt kaum Worte, wie schrecklich manipulativ es war. Und niemand, wirklich niemand aus Politik oder dem öffentlich rechtlichen Fernsehen spürt auch nur den Hauch von Konsequenzen. Die sog. "Schwurbler" haben in so vielen Dingen recht behalten, aber niemanden interessiert es
Ich finde, du müsstest spezifizieren, wen du genau für was "den Kopf hinhalten lassen“ möchtest.
Ich selbst war hier zuletzt ganz klar im Team "Lasst es laufen, es ist over, spart euch alle Maßnahmen" und konnte auch nur noch den Kopf schütteln, wenn Lauterbach weiter gewarnt hat vor dem Winter 22/23.
Dennoch stört es mich sehr, wenn jetzt "Covidioten der ersten Stunde" (NICHT auf dich bezogen) glauben, sie hätten mit allem Recht gehabt. Sie hatten sowohl größtenteils nicht recht und betreiben krasse Hindsight Logik, denn es bleibt eine glückliche Fügung, dass sich Corona in eine viel ungefährlichere Variante entwickelt hat. Das war jetzt kein Wunder und kein unwahrscheinliches Szenario, aber dennoch keines, von dem man fest ausgehen konnte.
Ich hatte es schonmal erläutert, für mich lässt sich die Pandemie klar in 2 Abschnitte unterteilen.
1. Alpha bis Delta und Prä-Impfung bis Impfkampagne lief
2. Zustand als alle, die sich impfen wollten, das tun konnten und Omikron übernahm (ab Sommer/Herbst 2021)
In Phase 1 bleiben für mich die Covidioten, das was sie sind = Idioten.
Die Pandemie hat alte Menschen in nie dagewesener Geschwindigkeit hinweggerafft und auch jüngere Menschen sind teilweise auf Arten gestorben, die bis dahin unbekannt waren. Es war total logisch, dass man, bei aller Unwissenheit, die man zu Beginn nur haben konnte, erstmal runtergefahren hat und alles darauf angesetzt hat, dass man einen Impfstoff generieren kann.
Wenn man Köpfe rollen sehen will, dann für mich in dieser Phase das CDU-geführte Gesundheitsministerien und Nichtskönner wie Altmaier, die im Sommer 2020 mit nie dagewesener Fahrlässigkeit durch Nichtstun die Wucht der 2. Welle verstärkt haben und anschließend die Impfkampagne unnötig in die Länge gezogen haben.
Beim Impfen bleibt es für mich einfach eine ideologische Diskussion, mit welcher Verbissenheit die Gegner, die meines Erachtens gesamt volkswirtschaftlich komplett vernachlässigbaren Nebenwirkungen hochstilisieren. Ja, es bleibt absolut richtig, dass die Politik die NW bewusst noch schwächer geredet haben, als sie sind und auch mag sich gezeigt haben, dass der EV durch Impfung für sehr junge Nicht-Risikogruppen niedriger war als angenommen. Gleichzeitig bewegt sich das für mich in absoluten Werten, die komplett vernachlässigbar sind. Rauchen, Saufen, 200 fahren, ungesund Essen, aber die böse Impfung ist der Unheilsbringer, der die Gesundheit vernichtet. Eine unfassbare Übertreibung, die mich bis heute noch tilted.
Gegen Ende der ersten Phase kommt dann natürlich die politische Aktion, die die Impfgegner unversöhnlich gemacht hat. Der Grund, warum die Nebenwirkungen um jeden Preis so drastisch wie möglich sein müssen, unversöhnlich muss daran festgehalten werden, weil sich nur so die Wut und der Frust über das aufrechterhalten kann, was dann kam, und was ich persönlich auch nie für richtig gehalten habe (und ich kann das kredibil sagen, weil ich es mitten in der Impfkampagne einen impfkritischen Bekannten auch so gesagt habe):
Die Diskriminierung der Nicht-Geimpften!
Das Kernargument, auf diese Weise eine indirekte Impfpflicht durchsetzen zu wollen, stand sehr früh auf dünnem Eis. Es lautete, dass Nicht-Geimpfte Pandemietreiber für Risikogruppen wären und durch ihre Impfung die Risiko-Gruppen indirekt mitschützen würden, weil man so generell Infektionen verhindere.
Sehr schnell wurde klar, dass auch Geimpfte das Virus weitertragen konnten. Sehr schnell wurde dann im Übergang zu Omikron auch irgendwann klar, dass eine vollständige Durchseuchung eh unumgänglich ist. Und noch viel zu lange hat die Politik an der Diskriminierung festgehalten, entgegen aller Logik und Evidenz.
Ich persönlich war immer gegen diesen Druck. Der Staat soll ab einem gewissen Grad die Bevormundung einfach sein lassen gemäß "wer nicht will der hat schon" und dann eben aushalten, falls doch ein Depp an Corona stirbt, der aufgrund seines Risikoprofils definitiv in der +EV Gruppe für eine Impfung war.
Hier stoßen wir nunmal an die Grenzen der negativen Seiten der Demokratie. 100% Offenheit und nüchterner Pragmatismus und Aufarbeiten wird nunmal nicht belohnt. Wer regieren will, muss sich hier "bis zum bitteren Ende" rechtfertigen. Der Deutsche Michel mag keine Wendehälse und schon gar niemanden, der Fehler eingesteht, müssen wir auch aushalten fürchte ich.
Jetzt sind wir im Übergang zu Phase 2.
Hier hat die Politik den Absprung nicht geschafft. Schnell war klar, dass a) Völlige Durchseuchung unausweichlich und b) durch die hohe Impfquote die Risikogruppen hinreichend geschützt waren (die paar extra Prozent Non-Risk Groups, die man durch den Druck zur Impfung bewegt hat, hätte es NICHT gebraucht). Es war klar, dass keine Killerwelle mehr kommt und man es laufen lassen konnte, wie Holland und Dänemark und vorgemacht haben ohne negativen Konsequenzen.
Dass Lauterbach an diesem Punkt immer noch den Mahner und Warner spielt und gewisse Maßnahmen sogar aufrechterhalten wurden, fand ich persönlich albern.
Lauterbach war meines Erachtens gefangen in der "Demokratiefalle". Jegliche Verharmlosung würde auch alle bisher sinnvollen Maßnahmen ins falsche Licht rücken. Und auf eine gewisse Art und Weise auch nicht zu unrecht. Denn es ist nunmal so, dass die Corona-Leugner der ersten Stunde, die auch Prä-Impfstoff von Alpha bis Delta alles verharmlost haben, jetzt Omikron bei hoher Impfquote als Beweis sehen, dass sie recht hatten, was absurd ist.
Als Summary, wenn man unbedingt Konsequenzen will, dann für mich für 2 Punkte
1. Fahrlässige Untätigkeit im Sommer 2020
2. Die Diskriminierung der Nicht-Geimpften
Das ganze Gejammer über die frühen Maßnahmen (bis Delta und bevor alle Risikogruppen geimpft waren) halte ich für total überzogen ebenso wie das Hochstilisieren, der Impf-NW, die nach wie vor für mich gesamtheitlich betrachtet, komplett vernachlässigbar sind (nicht vergessen, dass es für fast jede Impf-NW auch einen Counterpart an Coronaschäden durch Nicht-Impfung gibt und selbst wenn bei den ganz jungen Leuten es mehr Impf-NW Cases als longterm Coronaschäden gäbe, wäre die Nettodifferenz und der tatsächliche Langzeit Netto-Schaden wie gesagt imo vernachlässigbar).
Aber ich unterstelle, dass es dabei eben nicht um den absoluten Netto-Schaden geht, sondern um die persönliche Kränkung und der daraus resultierende Drang nach Rache.
Auch wenn ich die Diskriminierung nie gut fand, ist mein persönlicher Drang eher, die Untätigkeit Sommer 2020 mit Konsequenzen versehen zu wollen.
Zum Opener von noG2k5:
Ich persönlich bin froh, dass der Thread tot ist, weil Corona sich zu einer random endemischen Krankheit entwickelt hat, China seine Durchseuchung hinter sich hat und die Welt eine Bullet dodged hat und wir hoffentlich keine neue Killervariante erleben und keine andere Krankheit übernimmt.