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NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005

Original von shaddiii
Du hast recht, ich habe den Satz falsch gelesen. Tut mir leid.

Hinsichtlich "Die Verantwortung liegt obv auch nicht bei den Wählern" könnte ich kaum unterschiedlicherer Ansicht sein. Du widersprichst der Definition von Demokratie per se.

Primär wollte ich hinsichtlich Nachbetrachtung, Aufarbeitung und co aber dies teilen: Corona-Regeln der zweiten Welle waren rechtmäßig
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/bundesverwaltungsgericht-corona-regeln-100.html
Die letzte Subheadline zeigt dabei auch ganz gut, dass der Politik nicht immer recht gegeben wird.

D.h. die meisten (alle?) Betriebe im gastronomischen und angrenzenden Bereich haben nun unterm Strich einfach Pech gehabt? Würde gerne dazu nochmal Tim Mälzer bei Lanz sehen, neben Leuten wie Spahn und Co.

Oder werden die Inhaber entschädigt und können von vorne anfangen?


Antwort
Zitat
ScaAra
Beigetreten: 19.02.2009

Original von shaddiii
Du hast recht, ich habe den Satz falsch gelesen. Tut mir leid.

Hinsichtlich "Die Verantwortung liegt obv auch nicht bei den Wählern" könnte ich kaum unterschiedlicherer Ansicht sein. Du widersprichst der Definition von Demokratie per se.

Dein verkürztes und dadurch sinnverfälschendes Zitat tut dies vielleicht. Deswegen sollte man den Sinn schon wiedergeben und nicht einen Ausschnitt nehmen der einem in den Kram passt.


Antwort
Zitat
daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

Original von NoG2k5

Original von shaddiii
Du hast recht, ich habe den Satz falsch gelesen. Tut mir leid.

Hinsichtlich "Die Verantwortung liegt obv auch nicht bei den Wählern" könnte ich kaum unterschiedlicherer Ansicht sein. Du widersprichst der Definition von Demokratie per se.

Primär wollte ich hinsichtlich Nachbetrachtung, Aufarbeitung und co aber dies teilen: Corona-Regeln der zweiten Welle waren rechtmäßig
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/bundesverwaltungsgericht-corona-regeln-100.html
Die letzte Subheadline zeigt dabei auch ganz gut, dass der Politik nicht immer recht gegeben wird.

D.h. die meisten (alle?) Betriebe im gastronomischen und angrenzenden Bereich haben nun unterm Strich einfach Pech gehabt? Würde gerne dazu nochmal Tim Mälzer bei Lanz sehen, neben Leuten wie Spahn und Co.

Oder werden die Inhaber entschädigt und können von vorne anfangen?

als unternehmer trägt man halt nunmal risiko, nicht nur das einer pandemie. natürlich kann der staat da versuchen die löcher zu kitten um betriebe zu erhalten, aber ich finde nicht, dass das so sein muss. gibt viele leute in diesem land, denen es unverschuldet noch viel schlechter geht wie den tim mälzern dieser welt, die auch vollkommen im stich gelassen werden. pandemie hin oder her, so ist halt unser system.

was man auf jeden fall kritisieren muss, ist dass es ein krasses ungleichgewicht zwischen großen unternehmen und kleinen und mittleren gibt. die großen autobauer in deutschland haben sich schön das kurzarbeitergeld vom steuerzahler erstatten lassen und trotz der pandemie rekorddividenden ausgeschüttet. sowas sollte man halt auf jeden fall verbieten, dänemark macht das zb. aber für solche gesetze bräuchten wir mal ne unions- und fdpfreie regierung und selbst dann wirds noch eng, weil auch grüne und spd viel zu sehr im arsch dieser konzerne stecken.


Antwort
Zitat
NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005

Original von daberndl

Original von NoG2k5

Original von shaddiii
Du hast recht, ich habe den Satz falsch gelesen. Tut mir leid.

Hinsichtlich "Die Verantwortung liegt obv auch nicht bei den Wählern" könnte ich kaum unterschiedlicherer Ansicht sein. Du widersprichst der Definition von Demokratie per se.

Primär wollte ich hinsichtlich Nachbetrachtung, Aufarbeitung und co aber dies teilen: Corona-Regeln der zweiten Welle waren rechtmäßig
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/bundesverwaltungsgericht-corona-regeln-100.html
Die letzte Subheadline zeigt dabei auch ganz gut, dass der Politik nicht immer recht gegeben wird.

D.h. die meisten (alle?) Betriebe im gastronomischen und angrenzenden Bereich haben nun unterm Strich einfach Pech gehabt? Würde gerne dazu nochmal Tim Mälzer bei Lanz sehen, neben Leuten wie Spahn und Co.

Oder werden die Inhaber entschädigt und können von vorne anfangen?

als unternehmer trägt man halt nunmal risiko, nicht nur das einer pandemie. natürlich kann der staat da versuchen die löcher zu kitten um betriebe zu erhalten, aber ich finde nicht, dass das so sein muss. gibt viele leute in diesem land, denen es unverschuldet noch viel schlechter geht wie den tim mälzern dieser welt, die auch vollkommen im stich gelassen werden. pandemie hin oder her, so ist halt unser system.

was man auf jeden fall kritisieren muss, ist dass es ein krasses ungleichgewicht zwischen großen unternehmen und kleinen und mittleren gibt. die großen autobauer in deutschland haben sich schön das kurzarbeitergeld vom steuerzahler erstatten lassen und trotz der pandemie rekorddividenden ausgeschüttet. sowas sollte man halt auf jeden fall verbieten, dänemark macht das zb. aber für solche gesetze bräuchten wir mal ne unions- und fdpfreie regierung und selbst dann wirds noch eng, weil auch grüne und spd viel zu sehr im arsch dieser konzerne stecken.

Die Pandemie selbst war ja nicht der Killer, sondern die Maßnahmen der Regierung und die -sorry, wenn ich das so formuliere- Panikmache so mancher Leute in Verantwortung. Ich finde es auch schwierig, da einen Mittelweg zu finden und das würde man heute ja auch wieder nur auf Steuerzahlerkosten retten können, was vielen missfallen dürfte.

Auch wenn ich die jetzige Regierung schwierig finde und FDP und Grüne ihre eigene Suppe kochen, während die SPD in Person von Scholz den beobachtenden Vermittler gibt, gefällt mir ein Zitat von FM Linder bzgl der Steuersummen besonders: "Wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem". Besser kann man es in dieser Thematik nicht auf den Punkt bringen. Viel gezieltere Steuerrückgaben anstatt die berühmte Gießkanne wäre das Mittel der Wahl. Aber das schweift schon in den allg. Politiktalk ab ^^


Antwort
Zitat
daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

joa is nur lustig wenn das von lindner kommt. der selbst genug solcher gießkannenprogramme auflegt wenn sie seine klientel betreffen. einer der größten bullshit artists der regierung.

und ich glaub selbst wenn die regierung genau gar keine maßnahmen während beschlossen hätte, wäre es zb der gastro trotzdem ziemlich schlecht gegangen. ein bisschen besser vielleicht, aber auch nicht so viel. also ich wäre während der pandemie nur zu events gegangen, die man nunmal nicht verpasst wie hochzeiten oder leichenschmaus bei ner beerdigung etc, aber ich hätte mich sicher nicht einfach so ins restaurant oder ne bar gesetzt, ob mir das nun erlaubt gewesen wäre oder nicht. das mag jetzt vielleicht nicht für alle gelten, aber die zahl der menschen in deutschland, die da ähnlich unterwegs gewesen wären wie ich, war doch sicherlich mindestens bei 50%, also die gastro hätte so oder so stark gelitten.

und das größte problem an unserem steuer- und staatssystem ist sowieso die fehlende gerechtigkeit, wirklich reiche unternehmen oder privatmenschen zahlen dank diverser legaler steuertricks, fehlender erbschafts- und reichensteuer im verhältnis viel zu wenig, während der mittelstand ausblutet und man als armer mensch sowohl schlechte chancen hat, da wieder rauszukommen. und einen bürgergeldbezieher darf man privat nichtmal geld überweisen, ohne dass das amt kommt und direkt die bezüge entsprechend kürzt, damit der auch ja weiter von der hand in den mund leben muss. und so lange leute wie lindner gewählt werden und im finanzministerium sitzen bleibt das auch so.


Antwort
Zitat
NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005

Man muss Linder nicht mögen und ich mag weiß Gott nicht alles, was er so raushaut um seine (Porsche-)Klientel zu befriedigen, aber er hat wenigstens einen Lebenslauf, der ihn auch für ein solches Amt qualifiziert.

Aber habe hier ja schon mehrmals verdeutlicht, was ich von den letzten drei Jahren so halte. Neben Maskendeals, dass Biontech den Goldkessel am Ende des Regenbogens gefunden hat, es im Prinzip keine politische Konsequenz für auch nur irgendeinen politisch Verantwortlichen dieser Zeit gibt....

Ich werde gespannt die akademischen Ausarbeitung in ein paar Jahren genau zu diesen Pandemiejahren lesen.


Antwort
Zitat
daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

3 unternehmen an die wand gefahren, bei denen er sich und ein paar kumpels bereichert hat und auch ne menge steuergeld abkassiert hat nennst du einen lebenslauf, der ihn für dieses amt qualifiziert?

https://www.zeit.de/2021/44/christian-lindner-finanzminister-ampel-koalition-kritik-europa-digitalisierung

gibt da auch andere meinungen, gerade zu seiner eignung als finanzminister, die sich jetzt ja auch irgendwie alle bestätigen. wobei die sich irgendwie auch selbst disqualifizieren, indem sie meinen er wäre geeignet für digitales, weil was anderes als seine übliche klientelpolitik hätte er da auch nicht gemacht. vielleicht hätten wir jetzt ne deutschlandcoin oder ein deutschlandnft :yaoming:


Antwort
Zitat
NoG2k5
Beigetreten: 19.02.2005

Zum Glück ist die politische Landschaft (relativ) divers und es gibt nicht die eine Weisheit, mit der alles besser wird :f_thumbsup: Es hat vermutlich so ziemlich jeder Politiker so seine Leichen im Keller, aber was auch woanders gilt, eine Krähe hakt der anderen kein Auge aus. Meistens :yaoming: Von daher kann ein Scholz Sachen "vergessen" ohne Konsequenzen, ein Wirtschaftsminister hat keine Ahnung wie eine Insolvenz abläuft, ein Spahn kann genüsslich die Ämter wechseln. Lauterbach mahnt seit Jahren, dass es neue Pandemien geben wird, Baerbocks Auftrag ist feministische Außenpolitik. Die AfD implodiert irgendwann selbst wie in Bremen, kann aber einfache Stimmen sammeln, weil die anderen Parteien selber zu viel Blödsinn veranstalten.

Und so dreht sich alles irgendwo im Kreis, ohne dass wirklich was passiert. Im Vergleich zu heute sind Politiker früher für Nichtigkeiten geschasst worden.


Antwort
Zitat
GeraldG
Beigetreten: 24.05.2011

das ist imo ein Irrglaube. Gerade Nachkriegsdeutschland hat extreme Korruptionsskandale, wofür die Personen nie wirklich gerade stehen mussten.
Allein was Franz Josef Strauß alles verzapft hat


Antwort
Zitat
daberndl
Beigetreten: 24.03.2008

stimmt, aber so in den 90ern, frühen 2000ern sind leute schon wegen vermeintlich wenig in die bredouille gekommen oder zurückgetreten. özdemir wegen ein paar bonusmeilen, möllemann wegen einem briefkopf den er so nicht verwenden/hergeben hätte dürfen etc. da haben scheuer und co neue standards gesetzt.


Antwort
Zitat
Topgamer
Beigetreten: 25.01.2008

1. Teil: DIVI Intensivregister
Also aus der Pandemie gelernt haben wir eher nicht, während der gesamten Pandemie ist ein Trend nach unten zu Erkennen, was die Intensivkapazitäten angeht. Vor der Pandemie hatten wir 28.000 jetzt haben wir keine 19.000 mehr (32% weniger Betten). Damit sind wir doch nicht mal einer Grippewelle gewachsen. Im Dezember 2022 waren haben so viele Kliniken eine eingeschränkte Betriebssituation gemeldet wie in keinem Zeitpunkt der Pandemie, abgesehen vom schlimmsten Monat.

Bin ziemlich froh, dass wir das Thema hinter uns haben, heute wie damals verursacht es jedes mal Unverständnis in mir, sobald ich mich näher mit Thema auseinandersetzen (Wie die jetzige Erkenntnis mit den Betten).

2. Teil Das anfängliche Strategiepapier des BMI erklärt vom Prinzip die gesamte Politik der Pandemie, wenn man das verstanden hat, benötigt man keine Aufarbeitung
Wer wirklich an einer "Aufklärung" interessiert ist, dem würde ich ans Herz legen, jetzt im Nachhinein nochmal das Strategiepapier vom BMI zu Covid durchzulesen. Viele spätere Probleme wie die Aufhebung der Maßnahme, die Spaltung in moralische/demokratische und unmoralische/undemokratische Menschen und möglicherweise sogar warum man den einzelnen Politikern wenig Vorwurf machen kann, finden sich in der Anfangsstrategie und den Implikationen die diese mit sich bringt.

Logisch durchdacht, waren diese Implikationen aus damaliger Perspektive die bessere Option als das Worst Case Szenario, was von Auflösung der Demokratie hin zur Anarchie und über 1 Million toten innerhalb eines kurzen Zeitraumes, von denen viele unbehandelt qualvoll sterben, ausgeht.

Angst ist nicht rational, wenn ich mir das Papier durchlesen, haben nicht nur die Politiker den Bürgern Angst gemacht, sondern zuerst die Experten den Politikern, die Politiker waren also Opfer ihrer eigenen Angst wenn man das so framen will. (Die Experten möglicherweise auch, aber das ist weniger klar, da wäre es nützlich anzusetzen wenn man aufarbeiten will.)

Eine Spinnenphobie geht auch nicht einfach weg, wenn man dem Phobiker erklärt, die Spinne ist nicht gefährlich. Angst zu erzeugen ist leicht, aber je nachdem wie tief dies Angst sitzt, ist sie aufzulösen um einiges schwieriger, vor allem wenn wir nicht von einem einzelnen Menschen sondern einer gesamten Gesellschaft sprechen. Auch bei solchen Dingen gilt, keine Wirkung ohne Nebenwirkung, auch wenn dinge wie Psychotherapie gern fälschlicherweise als nebenwirkungsfrei betrachtet werden.

Wenn man von den damaligen Annahmen ausgeht und fragt, wie kann uns die wissenschaftliche Psychologie dabei helfen dieses Szenario zu verhindern, dann muss man abseits von moralischen oder ethischen perspektiven, sondern rein basierend auf psychologischen Erkenntnissen, dann ist die Strategie extrem intelligent. Angst erzeugen und gleichzeitig sich als Lösung präsentieren. Dadurch zwar die tiefsten menschlichen Ängste wecken (das Kampf oder Fluchtverhalten ist so tief in uns drin, dass es die einfachste Methode ist eine ganze Gesellschaft schnell zu Verhandlungsänderungen zu bewegen) aber keine irrationale Panik auslösen. Denkt mal an die ganzen Diskusionen rum um Masken und testen nach, die bis heute nicht rational oder wissenschaftlich gelöst wurden. Auch diese basieren auf der änfänglich skizzierten Strategie des BMI.

Auch die spätere Spaltung resultiert aus den Strategien, so wird ja im Papier deutlich skizziert, dass die ganze Kommunikation darauf ausgerichtet ist, dass alles nur gerettet werden kann, wenn alle gemeinsam handeln. Das impliziert schon das jegliche kritik eben von Menschen kommen muss die irgendwie böse sind, weil undemokratisch und unsolidarisch.

Das Problem am Ende ist, dass man sich auf Modellrechnungen verlassen hat, die sich am Ende doch als Fragwürdig herausgestellt haben. Konnte zu dem Zeitpunkt aber keiner Wissen und im Grunde diskutiert ja auch niemand, dass die Maßnahmen am Anfang nicht glaubhaft notwendig waren.

Aber der Knackpunkt ist folgender:
Einmal so eine Strategie ausgerollt, kann man sie nicht einfach Rückgängig machen. Damit Riskiert man nicht nur den Vertrauensverlust in die Institutionen, den man verhindern wollte, sondern zusätzlich müssten alle handelnden Personen zurücktreten. Man kann keine existentiellen menschlichen Ängste wecken und dann einfach sagen "uupsi, war doch nicht gaanz so schlimm" oder "also guck mal die spinne ist doch viel kleiner als die die dich an gekrabbelt hat als du deine Phobie entwickelt hast, die großen Spinnen gibt es hier nicht mehr, deswegen leben wir jetzt wieder ganz normal und lassen die spinne da in der ecke von deinem Zimmer".

Davon abgesehen, muss man eben auch sagen, dass Politiker keine Wissenschaftler sind, sie können nur darauf Vertrauen, dass ihre Berater sie ordentlich beraten. Stellt euch vor ihr seit Politiker, und aufeinmal kommen Experten und reden vom Weltuntergang. Die Politiker sind genauso Bürger wie wir alle, wie hätten die das selber so rational sehen sollen, was nichtmal die Experten rational gesehen haben? Da braucht man keine Verschwörung, keine geheimbunde die diskutieren wie man die Bürger gängelt, es reicht wenn die Politiker sich selbst nicht eingestehen können falsch gehandelt zu haben, oder einfach die Erkenntnis haben, dass dieses Eingestständniss sie Ihre Karriere kostet. Dabei können sie persönlich genauso wenig dafür wie alle anderen.

Was sollte es also für eine Aufarbeitung geben, eine Wissenschaftliche? Die Wissenschaft war die gesamte Pandemie über weniger schwarz weiß als viele sehen wollten.
Eine Politische? Wen sollte die nützen? Selbst als jemand, der wirklich viel kritisiert hat, sehe als Folge einer politischen Aufarbeitung einen extremen Vertrauensverlust in die Institutionen und eine Stärkung von autoritären Bestrebungen. Davon ab, gibt es kein Interesse an einer Aufarbeitung, denn die große Mehrheit stand im großen und ganzen immer hinter der Politik, die Aufarbeitung müsste also Gesellschaftlich stattfinden, und da ensteht die Gefahr.

3. Teil, genauso gut könnte man den Politikern unterstellen, bewusst gespalten zu haben, indem sie psychologische Modelle auf unethische weise angewendet haben, wahrscheinlicher ist aber das Gegenteil, nämlich, dass sie im versuch ethisch zu handeln die impliziten Folgen nicht bedacht haben. Daran tragen aber die Experten die sie beraten die Schuld

Auch wenn man sich die psychologischen Erkenntnisse zum Thema Protesten ansieht, kann man vielleicht einiges besser verstehen:
Es gibt 3 Kernmotivationen:
1. Identifikation mit der Gruppe
2. Das Empfinden dass die Gruppe unfair behandelt wird
3. Die Annahme das die Proteste etwas bewirken können
(4.) Moralische Überzeugungen, je stärker das Verhalten von Moral motiviert ist, desto geringer muss die Überzeugung sein, dass das eigene Handeln wirklich etwas bewirkt

Wenn man Menschen mobilisieren will, gibt es 4 schritte die durchlaufen werden müssen:
1. Muss erstmal ein potential da sein mobilisiert zu werden, dazu benötigt es eine gewisse Grund Identifikation mit der Gruppe
2. Als Teil der Gruppe kann man sich natürlich erst fühlen, wenn Mobilisierung bzw eine Ansprache stattgefunden hat.
3. Man muss dann Motiviert werden mitzumachen (die Ungerechtigkeit sehen)
4. Und die Hürden überkommen, also den glauben an den Erfolg der Demos oder eine moralische Verpflichtung entwickeln

Klingt langweilig, spannend wird es erst, wenn man sich die Frage stellt, was das jetzt zur Covid Situation sagen könnte. Zusätzlich sollte man wissen, dass es psychologisch gesehen unklug ist in einer Demokratie Proteste zu verbieten und deeskalierende Polizei Techniken aggressiven vorzuziehen sind.

Wenn ich also Proteste nicht verbieten kann, bzw nur wenn die medizinische Situation es nicht anders gebietet, dann muss ich als Politiker bestrebt sein, diese möglichst nicht eskalieren zu lassen (Die Angst von Anfang an war ja ein Vertrauensverlust).

Extrem effektiv, ist es im Punkt der Gruppenidentifikation anzusetzen, so verhinderst du dass Leute überhaupt Mobilisierungspotential werden und es kann dazu führen das Menschen aufhören zu Protestieren (ich war auch auf 2 Demos, konnte mich aber weder mit den Pro noch den Contra Maßnahmen Leuten identifizieren und dadurch das Thema für mich abgeschlossen).

Damit ich mich nicht mit einer Gruppe identifizieren kann, muss ich diese als fundamental anders empfinden. Das Motto lautet Ich (und meine Gruppe) sind gut, du (und deine Gruppe) sind böse.

Wir schützen die Demokratie, die anderen gefährden die Demokratie.
Wir retten leben, die anderen nehmen Leben
Wir sind solidarisch, die anderen sind unsolidarisch
Wir haben alles gemacht um unsere Freiheit wieder zu kommen, die anderen haben nicht mitgemacht und sie daher schuld
Diese Menschen nehmen mir meine Freiheit, daraus schlussfolgert sich, dass ich meine Freiheit wieder haben kann, wenn ich diese Leute ausschließe. Sie sind also selber Schuld, nicht Ihre Freiheit wird beschränkt sondern unsere Freiheit wird nichtmehr wegen Ihnen eingeschränkt.

Wer will sich schon mit den "bösen" identifizieren?

Bei wem man die Identifikation nicht verhindern kann, könnte man beim glauben an die Effizienz sowie der Moral ansetzen. Wenn ich jedem klar mache, die Proteste haben keinen Sinn, weil es keine anderen Optionen wie die Maßnahmen gibt und sie wissenschaftlich fundiert sind, dann nützt kein Protest. Wenn ich dann noch verhindere dass sich Moralische Überzeugungen durchsetzen, gibt es keinen Protest. Diese wird untergraben wenn eben klar kommuniziert wird "das aufheben der Maßnahmen tötet Menschen".

Kann man natürlich genauso von der anderen Seite betrachten, gerade dieses moralische findet sich dort genauso mit den Aussagen "die Maßnahmen töten Menschen".

So funktioniert sowas halt, Menschen funktionieren nicht rational, Massen erreicht man nie mit differenzierten rationalen Aussagen.

Nachtrag:

Der Teil zu den Protesten mag für den einen oder anderen leicht verschwörerisch klingen, weil er indirekt böse absichten unterstellt (Politiker haben bewusst psychologische erkenntnisse unethisch verwendet wäre der Vorwurf). Das ist aber im Grunde ein Missverständniss, denn es ist nicht das böswillige nutzen, sondern das gutwillige nutzen, was zu diesen Problemen führt.

Wenn ich ein "wir" Gefühl erzeuge, führt dass automatische zu einem "die" gefühl führ alle die nicht beim "wir" mitmachen. Ist einfach Ursache-Wirkung und niemand konnte vorraussehen zu was das führt. Und im Nachhinein, muss man sagen, es waren politische entscheidungen, es gab nie ein 100% richtig oder falsch und im großen und ganzen hat sich kein horroszenario entiwckelt, weder das der einen noch das der anderen Seite. Wie die langfristigen Auswirkungen sind, werden Studien zeigen, aber das wird noch Jahrzehnte dauern.


Antwort
Zitat
Super-Moderator
Spiike
Beigetreten: 10.07.2014

Aufgeräumt wegen unangebrachter und hetzerischer Wortwahl.

MfG Spiike


Antwort
Zitat
chas0r
Beigetreten: 01.06.2007

Wielange war denn bei euch der Geruchs und Geschmackssinn weg? Habe jetzt das 1. Mal seit letzter Woche Corona bekommen, Fieber, schnupfen weg, aber noch starken Reizhusten und Atemprobleme, Druck und brennen. Schon heftig. Bin nur 2 mal geimpft.

Bei manchen Lebensmitteln hat man einen abartig beißenden chemischen Geschmack irgendwie.

Könnt ihr mir eure Erfahrungen teilen wann ihr wieder normal riechen und schmecken konntet?

:f_drink:


Antwort
Zitat
Quabbe
Beigetreten: 18.09.2007

Bei mir kam der Geruchssinn nach 5 Tagen explosionsartig zurück. Danach noch sechs Wochen lang Husterei.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Ein Freund hat erzählt bei ihm war das über ca. 3 Monate eingeschränkt. Danach alles normal.
In den ersten 1-2 Wochen war Geruchssinn und Geschmack komplett weg.

Sollte recht unterschiedlich sein.


Antwort
Zitat
chas0r
Beigetreten: 01.06.2007

3 Monate? Dann hoffe ich mal eher auf einen Verlauf wie bei quabbe.


Antwort
Zitat
Coach
Paxis
Beigetreten: 01.11.2006

Ja. Aber wie gesagt, nicht komplett weg. So, dass man eben merkt, dass es noch nicht ganz so ist wie es sein sollte. Man aber schon was riecht und schmeckt.


Antwort
Zitat
BudSpencer8
Beigetreten: 16.06.2008

Original von chas0r
Wielange war denn bei euch der Geruchs und Geschmackssinn weg? Habe jetzt das 1. Mal seit letzter Woche Corona bekommen, Fieber, schnupfen weg, aber noch starken Reizhusten und Atemprobleme, Druck und brennen. Schon heftig. Bin nur 2 mal geimpft.

Bei manchen Lebensmitteln hat man einen abartig beißenden chemischen Geschmack irgendwie.

Könnt ihr mir eure Erfahrungen teilen wann ihr wieder normal riechen und schmecken konntet?

:f_drink:

3 Wochen komplett weg, dann nach und nach wieder da. Nach 5 Wochen alles wieder normal.


Antwort
Zitat
chas0r
Beigetreten: 01.06.2007

So langsam kommt es endlich wieder.:f_thumbsup:


Antwort
Zitat
HijackerStar
Beigetreten: 07.07.2008

https://www.cicero.de/kultur/die-risiken-der-corona-impfung

Der Artikel lässt sich weder leicht lesen noch leicht verdauen.
Es geht u.a. über den Zusammenhang zwischen Long-/Postcovid und anderen Erkrankungen, die sowohl durch die Corona Erkrankung selbst als auch durch den Wirkmechanismus des Impfstoffs herrühren können und auf Grund bestimmter, ebenfalls erläuterten Gründen, individuell schwer ausfallen können.


Antwort
Zitat