Original von p00s88
Je höher die Einwohnerzahl/km2, desto höher ist die Ansteckungswahrscheinlichkeit.
Stop, jetzt wird halt alles durcheinander geschmissen. Hier im Thread wurde der Schluss nahegelegt, dass es zwischen der Einwohnerzahl/km2 eines Landes und den allgemeinen Infektionsmöglichkeiten auf das ganze Land gesehen einen Zusammenhang gibt. Das zweifel ich an.
Die Betrachtung des Artikels ist die, dass ein Land in Cluster aka Landkreise eingeteilt wird und dann eine Korrelation festgestellt wird zwischen "Dynamik" und Einwohnerzahl/km2 der verschiedenen Landkreise. Die vergleichende Berachtung ist also die, dass Regionen mit geringer Einwohnerdichte mit Regionen mit hoher Einwohnerdichte verglichen werden, also ganz einfach: Stadt mit Land (exakter: städtische Landkreise mit ländlichen Landkreisen). Dass es da Unterschiede gibt, würde ich nie bestreiten, Aber wenn daher die Argumentation rührt, dann ist zunächst wieder nur die Urbanisierungsrate des ganzen Landes relevant, also wieviel Prozent des Landes in (den scheinbar "dynamischeren") hochbesiedelten Regionen leben (in der Stadt.... vs Land). In Schweden sind das allein 20% die in Stockholm leben, das (30 Sekunden google-recherche, kp wie belastbar) eine fast doppelt so hohe Bevölkerungsdichte wie Köln hat. Aber ich bezweifel, dass die Betrachtung relevant ist und uns irgendwohin führt.
Es gibt btw auch eine einfache, aber starke Alternativerklärung für die Beobachtung im Artikel: Es geht um die KW 10-19, also die frühe Phase der Pandemie - also eine Zeit wo große Teile der Einträge durch Reiserückkehrer und die mobile, in Großstädten lebende Mittel- bis Oberschicht zu erklären ist (glaub in Hamburg ist die erste Welle erwiesenermaßen auf die Skifahrer zurückzuführen). Also absolut kein Wunder, dass die Dynamik in Großstädten zu der Zeit ausgeprägter war, weil in jedem Intervall signifikant mehr Einträge "aus dem Nichts" in dichtbesiedelte Regionen stattgefunden haben.
Aber danke, der Artikel war interessant!