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[NL] Konti: Las Vegas & Daddy-Duties 2025

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Konti23
Beigetreten: 22.02.2008

Vegas 2025 - Conclusion
Es wird wohl Vegasreisen geben, die mir im Nachhinein positiver in Erinnerung bleiben werden. Aber ich wurde auch in den vergangenen Jahren nie müde, hier im Blog und auf Fragen von Bekannten zu erwähnen, dass man niemals mit der Erwartung nach Vegas reisen darf, dass man Geld gewinnen wird. Mit einer positiven Gewinnerwartung (aka expected Value / EV): ja. Mit der Erwartung zu gewinnen: nein. Ich hoffe, der Unterschied ist deutlich.

Denke ich noch einmal über alle Sessions nach, fallen mir keine oder nur kaum Hände ein, in denen ich einfach mal stark getroffen habe und Gegner eine logische zweitbeste Hand hatten. Wurde überhaupt mal ein Set von mir ausbezahlt? Ich erinnere mich an einen Flush an $2/$5 gegen einen Midstack-Opi, der mich aber kurz zuvor für die gleiche Summe hat bluffen sehen. Einmal AA > QQ, aber da findet mein Gegner noch den Herofold im 4bet-Pot. Setups für mich waren also Mangelwaren in diesen 90 Stunden Pokerspielzeit. Setups gegen mich? QQ in die AA vom vollkommen verrückten Inder, reihenweise Overpairs < Sets oder Trips < Trips oder Flush < Flush oder oder. Ich will mich weder beschweren noch begründen, weshalb am Ende ein dickes Minus im Tracker steht. Fakt ist nur, dass Fortuna mich spätestens seit Bochums Relegationssieg gegen Düsseldorf nicht mehr mag :f_p:

Am Ende steht ein Minus von $6.256 zu Buche, was durchaus eine Summe ist, die in einer richtig guten $5/$10 Session wieder eingespielt werden könnte. Nichts Wildes also für die Stakes, die ich gespielt habe. Auf $5/$10 habe ich sogar abermals Plus erzielt: $2800. Aber $2/$5, gerne auch als die Redchip-Hölle des Pokers bezeichnet, hat mich auseinander genommen wie Temu-Taschenmesser: -$9.000, davon -$7.400 in einer einzigen Session - neuer Minusrekord.

Nach dem ersten Wochenende war ich noch frohen Mutes. Da hatte ich die lange Aria $5/$10-Session ohne große Pros und auch an $2/$5 hat man wundersame Sachen gesehen. Danach ging es aber sowohl mit meinen Karten als auch mit der Tischqualität rapide bergab. Für $5/$10 würde ich am Ende keinen Unterschied in der Dichte der Profis:Nicht-Profis im Vergleich zur WSOP in den letzten beiden Sommern attestieren. Auffällig ist zudem, dass an allen Tischen zwar deep, aber auch entsprechend tight gespielt wird. Einmal hat ein Reg 350BB preflop mit KK in die AA eines anderen Regs an $5/$10 geblasen und selbst da dachte man schon, dass das vermutlich einfach zu loose war. Preflop-Stärke war nun einmal Stärke. Wer also super actionreiche Tische sucht, wird vermutlich in anderen Staaten oder Ländern eher fündig als hier zurzeit.

Ich suche solche Tische vorerst nicht mehr so aktiv. Stattdessen suche ich weiter Lösungen für den Spielplatz auf unserem Schulhof und die passenden Klamotten für die ersten Tage mit unserer Tochter Ende Juni. Und hier schlage ich auch wieder den Bogen allmählich weg vom Kartenspiel. Schlechter als ich kann man nicht runnen - nicht bezogen auf Poker, sondern auf das, was uns mit Junis geschehen ist. Doch wurden uns neue Karten gemischt und wenn ihr mich fragt, schaue ich mir bald definitiv wieder Aces an, wenn ich in die Augen meiner Tochter blicke. Der Flop ist mit AAX auch schon vorgegeben, also bin ich einfach nur optimistisch für die Zukunft und alles, was da kommen mag. Ich freue mich riesig auf diese Herausforderung, auch wenn sie mindestens ebenso anstrengend wird, wie die letzten zwei Wochen hier. Ich habe aber - auch dank dieses Spiels - gelernt, mit allerhand Unwägbarkeiten umzugehen und werde daher voller Präsenz, Zuversicht und Liebe die besten Entscheidungen treffen, die ich in jedem gegebenen Moment treffen kann.

Und wenn eine solche Entscheidung mal bedeutet, dass ich wieder in die Tasten für diesen Blog haue, freue ich mich riesig weiterhin über jeden und jede, die durch Lesen oder Kommentieren an meinem Leben teilnimmt.

Vielen Dank und bis bald,
euer Konti With Arms Wide Open


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Carty
Beigetreten: 17.05.2006

Kämpfen Konti! Danke für deine Berichte. Immer wieder ein Jahreshighlight die zu lesen. Schade, dass es schon wieder rum ist :f_frown:


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sportla
Beigetreten: 22.06.2023

Die Conclusion hast Du ganz stark formuliert. Insbesondere freut es mich, dass Du mit Deiner Tochter das beste Blatt bald kriegst und auch Postflop ist das Board mit Deiner Frau AAx vorgegeben.

Es war mir eine Freude die 12 Tage hier mit Dir verbracht zu haben. Freue mich Dich bald wieder mehr lachen zu sehen in Deutschland.


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ubetterfold
Beigetreten: 07.11.2010

Toptop Berichte. Und der rungood wird kommen ❤️


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blumentopf7
Beigetreten: 09.10.2008

❤️


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Hauptadministrator
SvenBe
Beigetreten: 19.04.2006

Original von sportla
Die Conclusion hast Du ganz stark formuliert. Insbesondere freut es mich, dass Du mit Deiner Tochter das beste Blatt bald kriegst und auch Postflop ist das Board mit Deiner Frau AAx vorgegeben.

Es war mir eine Freude die 12 Tage hier mit Dir verbracht zu haben. Freue mich Dich bald wieder mehr lachen zu sehen in Deutschland.

hört,hört!


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sarkozysyndrom
Beigetreten: 14.05.2011

Es tut mir natürlich ein bisschen leid für dich, aber uezs fand ich es als Leser ganz gut, dass es dieses Mal nicht so Bombe lief wie davor immer. Erstens ist es quasi der Normalfall bei solchen Trips (besonders wenn man hauptsächlich Turniere spielt und vielleicht auch nicht ganz so ein crusher ist :f_pleased:) und zweitens ist es viel interessanter zu sehen, wie du das verarbeitest als immer nur God mode und printing. Auch durch den offenen Umgang mit deinen RL fails hast du dir bei mir und bestimmt vielen anderen viel Respekt verdient! Ich hoffe, Karma belohnt das mit einem ordentlichen Good run bei der Familie und auch sonst. :f_thumbsup:


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Konti23
Beigetreten: 22.02.2008
Konti23
Beigetreten: 22.02.2008

Exzerpt und Spoiler und was auch immer - möchte mal wieder mit euch teilen :f_love:

Montagnachts um 3 Uhr weckt mich Teresa etwas unspektakulär mit den Worten: “Ich glaube, meine Fruchtblase ist geplatzt”. Okay, und nun? Erst einmal wieder hinlegen. Als wir gegen sechs Uhr wieder wach sind, bin ich echt enttäuscht. Hollywood hat mir beigebracht, dass nach Platzen der Fruchtblase eine Cobra 11-reife Autofahrt zum Krankenhaus angesagt ist. Ich wollte mehr rote Ampeln zunichte machen als die Bundesregierung und einen Parkplatz direkt im Kreißsaal. Stattdessen berichtet die Hebamme morgens am Telefon, dass wir uns keinen Stress machen und mal in Ruhe im Krankenhaus das weitere Vorgehen absprechen sollen. Die Kreißsaal-Ambulanz tickt ähnlich und rät uns zum gemütlichen Frühstück, bevor wir zur Klinik fahren sollen. Als wir vormittags dort ankommen und nach kurzen Untersuchungen Gewissheit haben, dass tatsächlich Teresas Fruchtblase gesprungen ist, fehlte irgendwas immer noch, um überhaupt an eine Geburt zu denken: Wehen. Also dürfen wir uns einen entspannten Tag machen, noch einmal nach Hause fahren, spazieren, essen gehen, unsere Reisetasche zum 62. Mal auf Vollständigkeit prüfen und abends ausgeruht zurück zur Klinik kehren, wo wir nun einen Kreißsaal beziehen werden. Von Wehen weiter keine Spur - allenfalls mal ein leichtes Ziehen, laut Teresa. Auf der Fußballerskala also allenfalls mal eine dreiminütige Behandlung auf dem Spielfeld mit zwei Flaschen Eisspray und Schmerz verzehrtem Gesicht wie bei einer Wurzelbehandlung.

Mittlerweile ist es Mittwochmorgen und wir verzweifeln an der Essensbestellung in diesem Krankenhaus. Irgendwas wird trotzdem geliefert und somit starten wir dann doch wieder halbwegs gesättigt in den Tag. Wehen? Weiterhin Fehlanzeige. Im CTG können Hellseher und geübte Krankenschwestern zwar die eine oder andere Wehe deuten, doch Teresa ist immer noch fit und bereit, einen aktiven Tag zu erleben. Vormittags erkunden wir das Krankenhaus, nachmittags das umliegende Waldgebiet. Während dieses Spaziergangs ändert sich meine Wahrnehmung zunehmend. Alle paar Minuten benötigt meine Frau eine Verschnaufpause und stützt ihre Hände kurz auf den Knien ab, um mal richtig durchzuatmen. Dieses Bild gibt es ansonsten nur andersherum, wenn wir beide gemeinsam spazieren. Ich reiße mich jedoch zusammen, unterdrücke die Jubeltänze und sorge mich selbstverständlich um sie. Es ist aber weiterhin alles erträglich und wir finden ohne Blaulicht zurück zum Kreißsaal.

Hier stellt sich gegen frühen Abend unsere Hebamme für die kommenden Stunden vor, untersucht Teresa und meldet, dass der Muttermund nur leicht geöffnet ist und verschwindet prompt zum nächsten Kreißsaal. So sitzen, stehen und liegen wir ein paar Stunden weitestgehend alleine in diesem Raum und fragen uns, wann es denn so richtig los geht. Wehen sind mittlerweile definitiv vorhanden, aber sie sind nicht wie im Bilderbuch aka Geburtsvorbereitungskurs beschrieben immer eine Minute lang mit einer Minute Pause. Mal zieht es fünf Sekunden, dann 30, dann wieder 15 Sekunden. Die Abstände zwischen den Wellen variieren ebenso. Ist das jetzt noch die Latenzphase der Eröffnung oder sind wir schon in der aktiven Phase, in der sich der Muttermund schneller öffnet und bald die vollständige Öffnung von ca. 10 cm erreicht? Das kann uns die Schwester, die wir zwischendurch ein paar Mal befragen, auch nicht so richtig sagen. Sie bestätigt uns nur darin, dass wir das gut machen.

Teresa findet immer wieder Halt an der Wand mit den Händen und meine zentrale Aufgabe ist es, Druck auf ihr Kreuzbein auszuüben, da ihr Schmerz vor allem dahin zieht. So drücke ich ihr Kreuzbein immer wieder, während sie die Wand des Kreißsaals zu versetzen versucht. Die Zeit verlieren wir dabei völlig aus den Augen. Ab 23 Uhr darf ich mir keine Pausen im Bett mehr gönnen und muss immer häufiger meiner Aufgabe nachkommen. Teres Schmerzen werden größer, aber von der Hebamme ist weiter keine Spur, da sie nebenan in einer anderen Geburt involviert ist. Zwei Schwestern versuchen noch, Teresa mit einem kleinen TENS-Gerät, das elektrische Impulse zur Schmerzlinderung abgibt, etwas Erleichterung zu verschaffen. Dabei soll sie bei herankommenden Wellen Stromstöße in ihren unteren Rücken feuern, um die Schmerzen abzufedern. 30 Minuten lang versucht sie ihr Glück, dann landet das Gerät auf dem Nachttisch und ich muss wieder mit vollem Körpereinsatz ihr Kreuzbein stimulieren.

Mitternacht. Hebamme? Fehlanzeige. Wehen? Definitiv keine Fehlanzeigen mehr. Phase der Geburt? Irgendwo zwischen Latenz- und Austreibungsphase - höchste Zeit für Unterstützung meiner Meinung nach. 1:30 Uhr. Endlich erscheint unsere Rettung wie auf Zuruf. Also wirklich auf Zuruf - Teresas Schmerzen äußern sich mittlerweile auch in klar vernehmbaren Rufen. Sichtlich überrascht schreitet die Hebamme schnellen Schrittes auf meine Frau zu, wirft einen erfahrenen Blick auf die Lage und sagt in bester Sherlock-Manier: “Hier hat sich aber was getan seit meinem letzten Besuch.” Gut erkannt, und nun? Nun vermutet sie, dass unser Baby wohl zeitnah zu uns kommen möchte und bittet Teresa, sich kurz mal auf das Kreißsaal-Bett zu bewegen. Ihre Untersuchung dauert vielleicht zwölf Sekunden, dann verkündet sie: “Ihr Baby will nicht zeitnah kommen. Es will jetzt kommen.” Ein panischer Griff zum Telefon später und schon füllt sich der Raum mit Schwestern, Frauenärztinnen, Kinderärztinnen und weiterem Personal, das ich leider nicht mehr zuordnen kann. Plötzlich ist es voll in diesem Raum - und es soll noch voller werden.

Unter Anleitung der Hebamme und mit Unterstützung der Frauenärztin lenkt Teresa ihren Atmen in Richtungen, die selbst den besten Yoga-Lehrerinnen unbekannt sind. Die Pausen werden immer kürzer, die Anspannung immer größer. Teresa ist kaum mehr anwesend und befolgt die Anweisungen wie ferngesteuert. Als sich ihre Kraft dem Ende zuneigt, zeigt sich das Köpfchen unserer Tochter und supercharged somit Teresas Akku von 10% auf 80% in Rekordzeit - da kann sich Elon mal eine Scheibe von abschneiden.

Nun ist wirklich Endspurt angesagt und ich bin einfach nur begeistert von der Energieleistung meiner Frau, dem professionellen Anleiten der helfenden Personen und um 2:03 Uhr schließlich auch von dem Schrei dieses Babys, das nun endlich die Luft des aufgeheizten Kreißsaals atmen darf. Naya ist da.


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ElhombreAlleman
Beigetreten: 01.06.2017

Bro! Gänsehaut beim lesen. Herzlichen Glückwunsch Dir und Deiner Familie. Naya :heart:


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Mofatoy
Beigetreten: 15.12.2023

Herzlichsten Glückwunsch :f_love:


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meistermieses
Beigetreten: 31.12.2006

Herzlichen Glückwunsch!


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bigdog63
Beigetreten: 24.10.2011

Herzlichen Glückwunsch


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wertus100
Beigetreten: 06.03.2010

Herzlichen Glückwunsch :f_love:
Für Dich und Deine Familie nur das Beste :f_drink:


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blumentopf7
Beigetreten: 09.10.2008

Herzlichen Glückwunsch :heart:


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feinheit
Beigetreten: 07.04.2008

Herzlichen Glückwunsch und willkommen Naya!!! :heart:


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cHaiNSawMasSacRe
Beigetreten: 05.11.2011

alles gute für euch:f_love:


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MfGOne
Beigetreten: 17.08.2006

:f_drink:


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matze0815
Beigetreten: 22.01.2006

Herzlichen Glückwunsch und nur das Beste für Euch :f_love:


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deadlifter1
Beigetreten: 16.08.2022

Herzlichen Glückwunsch! Toller Bericht von der Geburt! solche Momente wird man nie vergessen- alles Gute dir und deiner kleinen Familie:f_thumbsup:


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