
Im Winter habe ich eine Medizinstudentin kennen gelernt, die ihre letzten Semesterferien damit verbracht hat in Kamerun für eine Hilfsorganisation zu arbeiten. Es hat nicht lang gedauert, bis sie mich mit ihrer Begeisterung anstecke.
Das führte dazu, dass ich am 3. August selbst nach Kamerun fliegen werde, um dort Georges Bwelle (37) bei seiner Arbeit zu helfen.
Unter der Woche ist Georges als Bauchchirurg in Yaounde (der Hauptstadt Kameruns) tätig. Seit 12 Jahren nutzt er seine Wochenenden jedoch nicht mehr zur Erholung. Stattdessen packt er soviele Medikamente und Medizinprodukte, wie er auftreiben kann in ein Auto, um damit Menschen, die weit ab von jeder medizinischen Versorgung leben, eine Minimum an ärztlicher Hilfe zukommen zu lassen. Das alles tut er für diese Menschen nicht nur umsonst, sondern bezahlt die Kosten sogar noch aus eigener Tasche.
Die Menschen bekommen in Sprechstunden die Gelegenheit ihre Probleme zu schildern und werden soweit möglich mit Medikamenten versorgt. Auch kleinere Operationen werden vor Ort durchgeführt.
Damit möchte er das Vertrauen der Menschen gewinnen, um ihnen letztendlich das Versprechen abzunehmen ihre Kinder in die Schule zu schicken. Sein eigentliches Ziel ist es nämlich den Kindern und damit seinem Land durch Bildung eine Zukunft zu schenken. Viele Eltern können das jedoch nicht finanzieren, weshalb er auch kostenlos Hefte, Stifte und Bücher verteilt.
Mich hat diese Selbstlosigkeit total begeistert und da ich selbst Medizinstudent bin habe ich beschlossen, mein Möglichstes zu tun, um ihn bei seinem Werk zu unterstützen. Abgesehen davon, dass ich auf meine eigenen Kosten nach Kamerun fliege, versuche ich über Spenden soviel Nützliches wie möglich mit nach Kamerun zu nehmen. Dazu gehören Medikamente (Schmerzmittel und Antibiotika), Operationsmaterial (Desinfektionsmittel, Handschuhe, Nahtmaterial), alte Brillen, Stifte und natürlich Geld.
Ich konnte bereits einige Firmen und Privatpersonen überzeugen mich in meinem Vorhaben zu unterstützen. Die Tatsache, dass hier im Forum ab und zu großzügigen Spenden getätigt werden, habe ich zum Anlass genommen, das Projekt auch hier vorzustellen. Ich hoffe auf diesem Weg den ein oder anderen überzeugen zu können. Jede Spende wird ohne irgendwelche Verwaltungskosten in Kamerun laden, und außerdem könnt ihr später sehen, was mit dem Geld passiert ist.
Das hier ist aber immernoch ein Blog und kein stupider Spendenaufruf. Deshalb werde ich, sofern Interesse besteht, meinen Aufenthalt in Kamerun hier bloggen. Während des Aufenthalts dort wird es sich, wegen der schlechten Internetverfügbarkeit dort, wohl auf kurze Textbeiträge beschränken. Sobald ich zurück bin, wird es auf jeden Fall einen ausführlichen, bebilderten Bericht geben.
Wieso steht das ganze im BSS Erlebnisbericht?
Ich selbst spiele NL100 BSS SH auf iPoker und möchte euch an meinen Pokererlebnissen bis zum Abflug teilhaben lassen. Ich werde wegen den Uniklausuren und vermehrter Organisation für Kamerun nicht soviel Zeit zum Pokern finden, dennoch möchte ich ab dem 1. Juni meine kompletten Winnings für das Projekt verwenden. Vielleicht gibt mir ja der ein oder andere Coach ein free Coaching, um meine Sache zu unterstützen.
Ich würde mich freuen möglichst viele von euch begeistern zu können.
Da ich seit dem 3.8. in Kamerun bin, bin ich jetzt nurnoch per PM zu erreichen.
Skype: numb-schiller
ICQ: 129466901
MSN: numbschiller@hotmail.de
oder natürlich hier über die Community
Zum Abschluss noch ein paar Bilder von Susanne aus dem letzten Jahr:
Ein Lipom (gutartiger Fetttumor) vor der OP.
Das Lipom (kein Gehirn!) nach der OP.
Ein Junge für dessen OP Susanne Geld gesammelt hat.
Wer den Fehler im Bild findet, weiß wieso der Junge ohne eine OP sterben wird.

Kinder in Koundi. Durch ihre proteinarme Ernährung habe sie Aszites (Wasserbauch).

Achsenbruch beim Mietwagen, mit dem 12 Helfer + Gepäck transportiert wurden. Unter anderem sammeln wir für einen eigenen 4x4 für Georges.

Die Kinder warten darauf ihre ersten Schulsachen zu bekommen.

Seit 40 Jahren bestehende Hernie (Leistenbruch). Nahezu der Gesamte Darm des Mannes ist in den Bruchsack gerutscht. Ein Wunder, dass er das überhaupt überlebt hat.

Susanne und Georges bei einer OP um 2:30 Uhr in der Nacht.
Georges Organisation: Ascovime
