Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du dich entweder a) in einer Freeplay- b) Slowplay- oder c) Multiway-Pot-Situation befandest. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und füge dem Post einen Link zu der Hand in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich bei.)
NL 2 - K6 im Freeplay mit Hit am River
Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde. (Such dir in unseren Handbewertungsforen eine Hand aus und poste deine persönliche Bewertung in den Thread. Bitte poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand. Du kannst natürlich so viele Hände bewerten, wie du möchtest. Du solltest aber darauf achten, eher solche Hände auszuwählen, die noch von keinen anderen Mitgliedern bewertet worden sind.)
nl2 44
Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:
$25 NL Hold'em (10-handed)
Stacks & Stats
UTG ($25)
UTG+1 ($25) rock
UTG+2 ($25)
MP1 ($25)
MP2 ($25) LAG
MP3 ($25) Maniac
CO ($25)
Hero BU ($25)
SB ($25)
BB ($25) Calling Station
Preflop: Hero is BU with Q , J
5 folds, MP3 raises $1.00, CO calls $1.00, Hero calls $1.00, 1 fold, BB calls $1.00
Flop: ($4.10) 3 , J , A (4 players)
BB checks, MP3 checks, CO checks, Hero checks
Turn: ($4.10) Q (4 players)
BB bets $2.05, 2 folds, Hero...?
Wie würdest du agieren und warum?
Offenbar bleibe ich meiner Linie treu, mich vor dem Flop in schwierige Situationen zu manövrieren. Natürlich kann der Maniac alles mögliche raisen, aber ich habe noch einen unknown CO, der mitgeht - vielleicht wissend, wie breit das Maniac-Spektrum ist - und eine Calling-Station hinter mir. Damit bekomme ich zwar vermutlich reichlich "implied odds", wenn ich den Flop gut treffe, leider ist das nicht so häufig der Fall. Aber gut bei 1:3 (wenn ich den Call des BB bereits einkalkuliere) kann man hier den Call vielleicht vertreten.
Der Check (behind) am Flop bei Middlepair ist für mich auch o.k., schon um nicht noch jemandem zum Raise einzuladen und meine Hand damit völlig zu entwerten.
Leider wacht am Turn dann gerade die CallingStation auf - und alle laufen weg. Nicht das, womit man angesichts der "Stats" gerechnet hätte. Im Grunde sehe ich mich hier in einer wa/wb Situation. Den Call preflop wird der BB mit relativ vielen Händen machen, der Flop gibt uns auf Grund der Checks keine weiteren Informationen. Gehe ich beim BB von der Callingrange preflop (22+,A2s+,KTs+,QTs+,JTs,T9s,98s,87s,76s,65s,54s,43s,32s,A2o+,KTo+,QTo+,JTo) aus, liege ich mit meinem TwoPair hier massiv vorne (ca. 70%:30%)
Allerdings muss dem BB der Turn gefallen haben, sonst würde er (als passiver Spieler) wohl kaum in ein solches Spielerfeld anspielen (auch nicht nach dem durchchecken am Flop). Gehe ich vom schlechtesten Fall aus, hat er Preflop mit KT(s) gecallt und nun seine Straight getroffen und liegt 9:1 vor mir. Mit AQ oder AJ sieht das noch deutlicher aus, obwohl ich AJ ausschließe, da er TwoPair am Flop sicher angespielt hätte, aber auch für das TopPair mit relativ gutem Kicker (AQ) sollte das gelten.
Andererseits besteht auch die Chance, dass er KQ oder eine andere QX-Kombi hält und - nach den Checks am Flop - nun sein getroffenes Pair anspielt, was mich wieder deutlich im Vorteil sieht.
Da die KT-Hände etwa 5% seiner Hände der Callingrange ausmachen, ggf. etwas mehr, wenn ich die Callingrange etwas einschränken, würde ich mich hier vermutlich für den Call entscheiden (angesichts der PottOdds muss ich ja nur in einem von vier Fällen gewinnen, um +/- EV zu sein) und nach der Action am River entscheiden, wie ich weiterspiele.
Spielt der BB erneut (ggf. hoch) an, könnte ich mich für den fold entscheiden, bei einem Check würde ich kostenlos in den SD gehen.
Den BB zu raisen, in der Hoffnung dass er aufgibt scheidet auf Grund seiner Stats auf - er wird im Zweifel callen.